Kündigung in der SS wer zahlt bei Klageerhebung?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von sandonna 25.10.10 - 10:05 Uhr

Guten Morgen Mamis,

so ich hatte hier ja schon mal gepostet, dass mein AG trotz bekannter SS eine Kündigung ausgesprochen hat. Habe ihm schriftlich nochmals aufgefordert dieses zurückzuziehen, aber es ist keine Reaktion gekommen. Die Frist ist nun abgelaufen und ich werde morgen zum Arbeitsgericht fahren.
So jetzt meine Frage:

Ich werde ja Klage erheben müssen, d.h. es wird ein Gerichtstermin angesetzt, was wäre wenn mein AG jetzt dann doch einsehen zeigt und VOR Termin die Kündigung zurückzieht, wer muss die Kosten (Streitwert) dann zahlen? Hatte nämlisch schon mal einen ähnlichen Fall mitbekommen da musste dann der Kläger (wo er ja eig. der Geschädigte war) die Kosten selber zahlen. Trotz dieser Gerichtskostenbeihilfe die haben es nämlich nur "vorgestreckt" und es im Nachhinein eingefordert. Wäre es da nicht Sache des Arbeitgebers die Kosten zu zahlen?


Lg

Beitrag von maylu28 25.10.10 - 10:16 Uhr

Es kommt immer darauf an was raus kommt....

Wenn Du keine Rechtsschutz hast, wirst Du wohl die Kosten erstmal vorstrecken müssen. Der erste Termin wird wahrscheinlich auch erstmal ein "Vergleichstermin" ein, d.h. man wird schauen, was der Arbeitgeber anbietet, eventuell einen Abfindung oder im besten Fall natürlich eine Wiedereinstellung...
Kommt es hier nicht zu einer Einigung wird geklagt und da ist es dann mit dem Kosten so, dass er Verliere die Kosten übernehmen wird.

Bei einer Abfindung wirst Du die Kosten selber zahlen müssen, da sie sozusagen in der Abfindung mit abgegolten sind bei einer Wiedereinstellung weiss ich es nicht genau....

Aber wenn es zu keinem richtigen Rechtsstreit kommt wirst Du wahrscheinlich die Kosten zahlen müssen....

Manchmal lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung schon..

LG maylu

Beitrag von roggip 25.10.10 - 11:01 Uhr

"da ist es dann mit dem Kosten so, dass er Verliere die Kosten übernehmen wird"

-> das ist im allgemeinen Zivilrecht, aber nicht im Arbeitsrecht so. Es trägt jeder seine Kosten, egal wer obsiegt.
Vgl. http://www.gesetze-im-internet.de/arbgg/__12a.html

Beitrag von 20041980 25.10.10 - 10:18 Uhr

Hallo,

Bist du in der Gewerkschaft?? Dann übernimmt diese den Fall und du brauchst dich nicht damit rumschlagen...

oder eine Rechtschutzversicherung, sie übernimmt auch in diesem Fall die kosten....


lg manu

Beitrag von sandonna 25.10.10 - 10:26 Uhr

Nein ich bin in keiner Gewerkschaft und Rechtsschutz hab ich auch keine - würde auch nichts nützen wenn ich jetzt noch eine abschließen täte... :-(

Beitrag von julis8 25.10.10 - 10:53 Uhr

ich geb Dir mal einen Tipp.

Geh zu Deiner zuständigen Gewerkschaft, Du kannst dort auch rückwirkend 3 Monate eintreten dann bekommst Du Rechtsschutz.

Ich empfehle Dir sehr das zu machen. Es kostet fast nichts in der GEwrkschafts zu sein und im Zweifel wirst Du gut vertreten.

Jetzt musst Du nur schnell machen. Wegen der Frist vor dem Arbeitsgericht.

alles gute
julis

Beitrag von ysch 25.10.10 - 10:31 Uhr

Hallo,

ich glaube wir haben 2 sachen gemeinsam, 1. das selbe habe ich auch erlebt mit der Kündigung und das 2. den Entbindungstermin!

Leider weiss ich nicht wie das mit den Kosten ist, denn bei mir habe ich eine Rechtsschutzversicherung und mein Arbeitgeber hat die Kündigung zurückgenommen als mein Anwalt ihn angeschrieben hat. Aber naja leider versuchen die immer wieder mich zu verarschen haben z. B. sich geweigert mir die Betriebsuntersung die bei mir notwendig war zu zahlen, falsche Gehaltsabrechnungen etc.. Aber naja ich rege mich über die nicht mehr auf lasse jetzt alles über den Anwalt laufen und genieße mehr oder weniger meine Schwangerschaft (leider immer noch mit Übelkeit und Erbrechen).

Falls Du lust hast kannst Du Dich ja auch mal so melden.

LG

Yvonne mit Krümmel

P.S. muss jetzt wieder zum Arzt wegen eines Krankenscheins!

Beitrag von roggip 25.10.10 - 10:58 Uhr

das ist leider nicht richtig:

im arbeitsrecht gibt es eine sonderregelung zu den kosten.

gem. § 12a ArbGG zahlt grundsätzlich JEDE partei ihre kosten selber - egal wer obsiegt; siehe http://www.gesetze-im-internet.de/arbgg/__12a.html

im studium sagte ein dozent immer:
"ein blick ins gesetz erleichtert die rechtfindung" ;-)