Statement zu Männern und Verhütung

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Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von musstemalraus 25.10.10 - 10:11 Uhr

Hallo,

hier in diesem Forum gibt es viele Berichte zum Thema einer will mehr Sex als der andere...

Was mich total aufregt ist die Haltung vieler Männer, die zwar wissen wollen, dass die Frau verhütet (möglichst mit Hormonen, weil es "Sicherer" ist) sich selbst aber nicht einbringen bzw. sich darüber beschweren, wenn den Frauen jegliche Lust an Sex vergeht.

So ähnlich ging es mir auch in einer Beziehung, er hat sich nur darüber beschwert, dass ich so gar keine Lust mehr hatte, aber auf eine andere Verhütungsmethode (nur Kondome) hätte er sich nicht eingelassen.

Ich finde es schlimm, dass es nachwievor für Männer nur diese eine Methode (abgesehen von Sterilisation) gibt, um zu verhüten, ich fände es aber partnerschaftlicher, sich dann darauf auch einzulassen und nicht der Frau einen Hormoncocktail zuzumuten, bei der die Spätfolgen noch nicht mal ansatzweise erkundet wurden.

Bei meinem jetzigen Freund habe ich auch ein Jahr lang verschieden hormonelle Sachen ausprobiert, "belohnt" wurde ich seinerseits mit einem Sexualleben, worüber ich mich als Rentner noch freuen würde, aber für eine junge Frau einfach nur unterirdisch finde.
nach etlichen heftig körperlichen Nebenwirkungen nehmen wir nun Kondome....und er beklagt sich, dass er weniger spürt, und nicht so lang kann (er macht nach 5min schlapp, da geht bei seinem besten Freund nix mehr), das finde ich nur Mimosenhaft und habe hierfür kein Verständnis.
Es gäbe ja auch andere Möglichkeiten, zumindest mich zu befriedigen...

Sorry, aber dieser Frust musste mal raus!

Beitrag von wieso-weshalb-warum 25.10.10 - 10:18 Uhr

Ich glaube du kennst dich nicht besonders gut aus, was Verhütung anbelangt. Weder für den Mann, noch für die Frau sind nur diese beiden Verhütungsmethoden möglich.
Aber hier haben wir ja eine eigene Rubrik die "Verhütung" heißt und da kannst du dich mal schlau machen, was es alles so gibt.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=board&bid=48

Allerdings wären Männer, die du da anführst für mich als Partner sowieso indiskutabel, von daher kratzt es mich wenig, wenn Frauen sich immer noch mit solchen Primaten rumschlagen müssen.

LG
www


Beitrag von lichtchen67 25.10.10 - 10:20 Uhr

also wie jetzt, Du darfst Dich über die Einnahme von Hormonen aufregen und diese verweigern, Dein Freund darf jedoch nicht sagen, dass er Kondome Scheiße findet #kratz?

Und wenn Dein Freund dir "Rentnersex" beschert stimmt wohl im System was nicht und nicht bei der Verhütung....

lichtchen

Beitrag von badguy 25.10.10 - 10:27 Uhr

Na da ist aber jemand total verbittert.

Verhütung ist m. E. immer eine Sache zu der zwei Menschen gehören, als Paar man zusammen eine Entscheidung trifft, die beide gemeinsam zu vertreten haben.

Zur Verhütung allgemein: Außer meiner total verklemmten Schwester, die es "hasst, diesen Dreck in sich zu haben, der dann irgendwann rausläuft" kenne ich keine Frau, die sagt "Hey, Sex mit Kondom ist schöner als ohne!". Kenn ich nicht!

Hormonelle Verhütung für Männer steht nach wie vor am Anfang, Langzeitstudien gibt es so gut wie keine, vor allen Dingen keine fundierten.

Sicher sollte Verhütung auf jeden Fall sein, ein Familienleben will gut geplant sein, eine Sterilisation ist also in jungen Jahren entsprechend sinnlos.

Dein Freund scheint also in Punkto Sicherheit bereit zu sein, gewisse Abstriche zu machen, nur macht sein bester Freund nicht wirklich mit.

Meine Frau würde an dieser Stelle auf mich eingehen und mit mir zusammen nach einer besseren Methode suchen, mir aber kein mimosenhaftes Versagen vorwerfen. Ich an dieser Stelle sag dir, ihr scheint weit größeres Probleme als nur Verhütung zu haben.

Beitrag von tomatenjoe 25.10.10 - 10:33 Uhr

5 Minuten Zeitverschwendung für den armen Kerl.
Da hat er sich aber schneller einen runtergeholt und wenigstens Spaß dabei gehabt.

Ansonsten kompletter Bullshit, den du hier rausfrustest!

Beitrag von molinalaja 25.10.10 - 10:52 Uhr

Es gibt ja auch noch andere hormonfreie Verhütungsmittel.

Beitrag von ninnifee2000 25.10.10 - 10:59 Uhr

Reg dich ab mit deinem mimosenhaften Getue.

Wenn du mit eurem Sex und der Verhütung nicht klarkommst, dann suche dir einen anderen, der Kondome nimmt und es dir die ganze Nacht besorgen kann. Du sagst ja selbst, dass du noch jung bist.

Dass die Nebenwirkungen der Pille nach 40 Jahren noch nicht erkundet sind, ist absoluter Humbug. Lese mal die Packungsbeilage. Rede mit deiner Frauenärztin. Die kann dir so einiges erzählen. Es gibt Studien. Da diese aber nicht wirklich negativ für die Pille ausfallen, kommen sie kaum an die breite Öffentlichkeit.

Wenn du solch heftige körperliche Nebenwirkungen hast, dann liegt das nicht nur an der Pille, sondern auch an anderen Einflüssen (Rauchen, falsches Essen, Umwelteinflüsse, andere Medikamente, ...).

Ich gebe dir Recht, die meisten Männer wollen, dass die Frau hormonell verhütet. Aber ich kann mich auch in die Männer reinversetzen, die nicht bei jedem Akt ein Kondom tragen wollen. In einer festen/gefestigten Partnerschaft finde ich das grausam. Bei wechselnden Sexualpartnern aber ein MUSS!!!

Beitrag von purpur100 26.10.10 - 09:49 Uhr

"Wenn du solch heftige körperliche Nebenwirkungen hast, dann liegt das nicht nur an der Pille, sondern auch an anderen Einflüssen (Rauchen, falsches Essen, Umwelteinflüsse, andere Medikamente, ...). "

bzw. in Kombination mit der Pille #aha

"Dass die Nebenwirkungen der Pille nach 40 Jahren noch nicht erkundet sind, ist absoluter Humbug. "

Humbug, wirklich? Was ist z. B. mit dem verstärkten Auftreten von Myomen, Zysten etc. ?
Es könnte durchaus damit zusammenhängen, daß man einen gesunden Hormonhaushalt über einen teilweise recht langen Zeitraum mit Hormonen durcheinanderbringt.

Könnte.
Aber komplett weit wegschieben würde ich Nebenwirkungen und/oder Langzeitauswirkungen durch die Pilleneinnahme nicht.

Beitrag von stubi 25.10.10 - 13:02 Uhr

Du magst nicht mit Hormonen, er nicht mit Kondomen. Kein grund also, auf ihn loszugehen und als Mimose hinzustellen.

Ich habe jahrelang die Pille genommen (ok, ich hatte keinen Libidoverlust und auch keine anderen Nebenwirkungen), Kondome sind für mich als Frau in einer festen Partnerschaft ein Grauen. Da ich rauche und laut Frauenärztin meine Pille nicht mehr in Frage kommt, haben mein Mann und ich uns hingesetzt und das Netz nach alternativen Verhütungsmethoden abgesucht. Kinderwunsch ist abgeschlossen bei uns. Nach eingehenden GEMEINSAMEN Gesprächen haben wir uns vorerst für die Kupferspirale entschieden (habe ich nun seit paar Monaten). Sollte ich sie weiterhin gut vertragen, werde ich mir nach entsprechender Zeit auch eine neue Spirale setzen lassen, ansonsten bzw. danach werden wir dann gemeinsam über eine Sterilisation bei ihm reden. Er möchte dies machen lassen, allerdings noch nicht zum derzeitigen Zeitpunkt, was ich auch verstehe.

Du siehst, in einer gut funktionierenden Partnerschaft sollte das Thema Verhütung beide etwas angehen und BEIDE sollten sich auch wohl fühlen mit der gewählten Verhütungsmethode. Wenn es allerdings schon an solchen einfachen Sachen beziehungsmäßig versagt, würde ich meine Partnerschaft stark überdenken und zwar ebenfalls beiderseits.