mutter nach op schlaganfall, KRH hat nichts gemerkt - KLAGE?

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Beitrag von exzellence 25.10.10 - 12:44 Uhr

hallo erstmal,

meine mama hatte letzte woche eine augen - op.
da sie am grauen star litt wurde da operiert.

nach der op fühlte sie sich gar nicht, klappte auf toilette zusammen und schliff sich ALLEIN(!!!) zurück ins bett.

dort klingelte sie und klingelte sie.
NIEMAND KAM! :-[

ihre bettnachbarin meinte auch dass das eine frechheit sei und meine ma wirklich schlecht aussehen würde (blass, zittrig, konnte auf einmal nicht mehr reden etc)

nach einer halben stunde(!!!) kam dann endlich eine unfreundliche schwester, welche den ganzen vorgang auf die schlechte luft im zimmer (fenster war offen!:-[ - also unfug) und das übergewicht meiner mum schob. ein blutzuckertest ergab den wert von 2,7#schock - und die machten nix!

als sie am nächsten tag entlassen wurde merkte sie dass ihre linke körperseite "spinnt". sie konnte nicht mehr richtig greifen und das bein zog sie mehr oder weniger nur noch hinterher. die sprache funktionierte auch nicht mehr so.

eine nachbarin ist beim pflegedienst und klärte meine mutter auf dass das wohl schon ein nahezu tödlicher wert gewesen wäre. #schwitz
und sie kümmerte sich ein wenig um sie - ich wohne leider über 400 km weit weg. #zitter

nun erfuhr sie von einem bekannten arzt dass dies alles anzeichen eines schlaganfalls wären, ging heute sofort zum arzt UND JA, sie hatte im KRH einen schlaganfall und keiner hats gemerkt!

HALLO???

ich frag mich echt was da los ist. wie können sie, die im krh so oft mit sowas zu tun haben solche symptome nicht erkennen und ein arzt der in der röntgenabteilung(!!!) ist weiß es?

wenn ich mir vorstelle was da alles hätte passieren können oder dass nun bleibende schäden bleiben.#zitter


mein vater meint er will ins KRH fahren und die vorwarnen dass da ne saftige klage auf die zukommt. ich habe gesagt er soll es sein lassen - sonst können die sich vorher vllt noch was zurechtrücken und dann rausreden, alles was er vorher tut mit dem anwalt absprechen.

das ist echt so eine krasse sche**e. bitte entschuldigt wenn ich das so schreibe aber was anderes fällt mir dazu nicht ein.#zitter

wie würdet ihr vorgehen, KRH verklagen (also anwalt) oder würdet ihr euch sagen "bringt ja eh nix, lassen wir auf sich beruhen..."

mein vater meint es ist auf alle fälle ne klage wegen unterlassener hilfeleistung(#kratz) mit evtl spätfolgen. will sich aber, sofern er wieder daheim ist (fernfahrer) sofort mit dem anwalt auseinander setzen.

lg eine total stinkige ex, die nun hofft dass es ihrer mutter bald wieder besser geht und sie keine spätfolgen davonträgt#schmoll

Beitrag von purpur100 25.10.10 - 12:50 Uhr

was sagt denn der Arzt, der deine Mutter jetzt untersucht hat?

Beitrag von exzellence 25.10.10 - 12:54 Uhr

naja, er sagt dass es ein schlaganfall war (da in dem moment wohl wo sie umkippte) und sie sofort hätte behandelt werden müssen.
(weiß ja nicht wie man sowas behandelt?)

und dass das KRH da so richtig geschlampt hat.
(trifft aber keine aussage was klage angeht - und meine mutter hat gerade keinelust/kraft darüber so zu sprechen/ das zu klären - was man ihr nicht verübeln kann. #schmoll)

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 12:55 Uhr

hallo,

ich versuch ganz objektiv zu antworten

was den zeitabstand klingeln-bis die schwester kommt angeht: ihr wißt nicht was auf station los war
das zeitgefühl kann trügerisch sein

blutzucker von 2,7 ist besorgnisserregend aber nicht tödlich zumal sie ansprechbar war
wurde tee mit traubenzucker angeboten oder was zu essen?

war die bettnachberin bettlägerig?

wie wurde der schlaganfall diagnostiziert? wurde eine blutung festgestellt oder eine minderdurchblutung?

hat sie bei der entlassung auf ihre beschwerden aufmerksam gemacht?


ich ann eure wut verstehen
sucht das gespräch aber objektiv
versucht eure gefühle draußen zu lassen


ich wünsche deiner mutter gute besserung

Beitrag von exzellence 25.10.10 - 13:08 Uhr

die bettnachbarin konnte nicht aufstehen - kam selbst gerade von der op.

angeboten wurde ihr nix wegen dem zucker - die schwester war wie schon geschr. äußerst unhöflich.

wie der schlaganfall diagnostiziert wurde weiß ich nicht genau - mutti hatte jetzt nicht so die lust am telefon zu sprechen - ist ziemlich geschafft.

und auf die beschwerden hat sie wohl gleich aufmerksam gemacht - da wurde gesagt es sind die nachwirkungen der op/narkose.

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 13:16 Uhr

die narose kann tatsächlcih lange nachhängen

wichtig ist das der appopelx einwandfrei nachgewiesen wird

sonst nutzt die klage gar nichts

symptome des schlaganfalls sind vielfältig und treffen leider auf eine anderer erkrankungen genauso zu

die beschriebenen symptome nach dem badaufenthalt passen zu einer unterzuckerung
das passiert schon mal wenn man den ganzen tag nüchtern sein muss

die motorischen ausfälle und sprachstörung sollten mehr aufmerksamkeit erfahren
die meißten städte haben ein stroke unit programm
sollten die symptome immernoch anhalten oder gar stärker geworden sein empfehle ich in die nächste rettungsstelle zu fahren


wie gesagt es ist wichtig das der schlaganfall 100%diagnostiziert wird und nicht von irgendjemand vermutet

gruß manja

Beitrag von exzellence 25.10.10 - 13:39 Uhr

nein, er wurde ja heute von ihrem HA diagnostiziert.

sie muss jetzt auch glaube ich tabletten nehmen#kratz und zur physio oder so.

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 13:43 Uhr

also das verwirrt mich jetzt

was für tabletten?

einen schlaganfall erkennt man(nicht immer) mit einer computertomografie
wo man minderdurchblutetes gewebe oder eine blutung erkennt



egal wir werden in diesem forum keine lösung für deine mutter finden

das schlaganfallpatienten sofort physiotherapie erhalten ist allerdings richtig

nochmals alles gute
lg manja

Beitrag von seikon 25.10.10 - 13:51 Uhr

Der Schlaganfall wurde von ihrem Hausarzt diagnostiziert?? Und er schreibt nur Tabletten auf, ohne sie direkt an einen Spezialisten zu überweisen?

Beitrag von exzellence 25.10.10 - 17:24 Uhr

nein, er wurde diagnostiziert vom HA. wir haben heute nochmals ca 6min telefoniert und sie meinte sie sei total kaputt weil sie von einem arzt zum anderen rennen musste bzw sich chauffieren lassen musste.

wurde also vom HA diagnostiziert aber sie war noch bei fachspezifischem/n arzt/ärzten

Beitrag von delphinchen27 25.10.10 - 23:35 Uhr

Was ist das denn bitte für ein HA ?
Bei einem Schlaganfall muss dringends ein CT gemacht werden.
Um auch fest zu stellen welche Gehirnstränge betroffen sind und um raus zu finden, was den Schlaganfall verursahct hat.

Meine Mama ist vor 4 Wochen, 3 Tage nach ihrem Schlaganfall gestorben.
Sie hatte über Wochen, monate oder sogar Jahre, immer wieder kleinere Schlaganfälle gehabt, die keiner mitbekam.
Die Symphtome waren nicht eindeutig gewesen und wurden diagnostiziert auf schwacke Muskeln.

mein Mann hatte auch mal eine halbseitige Lähmung.
War aber kein Schlaganfall sondern hervorgerufen, durch eine Herpes Infektion.

Und wenn ich das lese sie hatte eine Augen OP und dann das, schrillen bei mir die Alarmglocken.
Meine Mama hatte 3 Wochen vorher auch eine Augen OP gehabt wegen grauen Star.

Also scheuch deine Mutter ins Krankenhaus und lass sie untersuchen.

Beitrag von zwiebelchen1977 25.10.10 - 14:36 Uhr

Einen Bz Wert von 2, 7 gibt es meines Erachtens nicht.

Ich habe schon sooft gemessen, der niedrigste war 56. Und da war die Pa´tientin nicht mehr so gut zurecht.

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 14:39 Uhr

doch natürlich gibt es den

Beitrag von ks83 25.10.10 - 19:48 Uhr

Natürlich gibts so einen Wert...
Das sind einfach unterschiedliche Einheiten.
Das,was du meinst sind mg/dl und was die TE schrieb ist im mmol/l gemessen.

Wie lange ist deine Ausbildung denn her?Und arbeitest du nicht mehr in deinem Beruf? EIGENTLICH gehört das nämlich zum Grundwissen...

Beitrag von ks83 25.10.10 - 19:52 Uhr

Ach so,umgerechnet sollten 2,7 mmol/l etwa 35 mg/dl sein,wenn ich mich jetzt nicht ganz arg täusche.

Dh,dass alle Symptome,die die Patientin hatte, auf eine Unterzuckerung hinweisen könnten, aber eben dringend abgeklärt werden müssen.
Und so ganz geklärt ist ja anscheinden noch nicht,wie der HA den Apoplex diagnostiziert haben will...
Ich verstehe auch nicht,warum er sie nicht direkt wieder ins KH eingewiesen hat??
Irgendwie alles etwas seltsam...

Beitrag von seikon 25.10.10 - 13:15 Uhr

Ich verstehe, dass du stinkig bist und dich hilflos fühlst. Und ich hoffe für deine Mama, dass sie das ganze gut übersteht und gut wiederhergestellt wird, ohne große Spätfolgen.


Warst du an dem Tag denn dabei, oder woher nimmst du die Schilderungen? Habt ihr vom KH ein Protokoll angefordert, oder stützen sich die Angaben allein auf die Aussagen deiner Mutter?


Also zum Zusammenbruch auf der Toilette. In den Nasszellen der Krankenzimmer sind neben der Toilette und im Duschbereich jeweils Notklingeln angebracht. Wieso hat deine Mutter nach dem Zusammenbruch denn nicht direkt von der Toilette aus geklingelt, sondern sich allein ins Zimmer geschleppt? Hier kann man dem KH keinen Vorwurf machen, da in der Nasszelle ja keine Kameras angebracht sind.
Wie lang war die OP denn her, als deine Mama aufgestanden ist? Kreislaufprobleme nach einer OP sind nicht ungewöhnlich. Je nach Zustand muss der Patient unter Aufsicht aufstehen. Wenn deine Mama also auf die Toilette gemusst hat, dann hätte sie ggf. vorher nach der Schwester klingeln sollen und mit deren Hilfe aufstehen. Gab es hierzu eine Anweisung, die deine Mama vielleicht nicht beachtet hat? Grad ältere Leute wollen ja nicht zur Last fallen.

Woher nehmt ihr die Zeitspanne von 30 Minuten zwischen Klingeln und Eintreffen der Schwester? Hat deine Mama auf die Uhr gesehen? Ist das Protokolliert?
Wie ausgelastet war das Personal zu der Zeit?
Und was war mit der Zimmernachbarin? Konnte diese nicht aufstehen und zum Schwesternzimmer gehen, wenn deine Mama so schlecht aussah?

Ein Blutzuckerwert von 2,7 ist zwar niedrig, aber keineswegs "fast tödlich", wie eure Bekannte gesagt hat. Gerade, wenn deine Mama nach der Op noch nicht wieder richtig gegessen und getrunken hat. Und bei einem Wert von 2,7, in Verbindung mit der OP kann man schon zunächst davon ausgehen, dass der Zusammenbruch auf der Toilette damit zusammen hängt.

Wichtig wäre wie gesagt auch zu wissen, was deine Mama so gesagt/getan hat. Hat sie die Schwester auf den Zusammenbruch aufmerksam gemacht? Hat sie betont, dass ihre linke Körperhälfte nicht richtig "funktioniert" und dass sie Sprachprobleme hat?
Du schreibst selbst, dass sie das mit der Lähmung selbst offenbar erst am nächsten Tag bei der Entlassung bemerkt hat. Hat sie da dann die Ärzte drauf angesprochen, oder ist sie einach so gegangen?

Eine Ferndiagnose ist schwer. Ich hab in meiner Familie jetzt schon zwei Fälle erlebt, wo Menschen (leider) sogar zu Tode gekommen sind und die Angehörigen dann das jeweilige Krankenhaus verklagt haben. In beiden Fällen trafen die Ärzte allerdings keine Schuld, weil die Verstorbenen ihre gesundheitlichen Probleme selbst herunter gespielt haben, bzw. den Ärzten nicht alle Informationen gegeben haben.

Beitrag von exzellence 25.10.10 - 13:31 Uhr

naja, wie du schon schreibst - ich selbst war ja nicht dabei.

die angaben nehme ich von meiner mutter. die zeitspanne hat sie von sich und ihrer bettnachbarin - ist so eine circa zeitspanne, können 22 min gewesen sein oder aber auch 31. so genau weiß das keiner.

geklingelt hat sie abends - op war morgens/vormittags.

achja, die nachbarin konnte selbst nicht aufstehen - frischoperiert.

Beitrag von seikon 25.10.10 - 13:48 Uhr

Ist deine Mutter zwischen OP und Zusammenbruch vorher schonmal aufgestanden, oder war das quasi das erste mal? Hatte man ihr gesagt, dass sie vorher klingeln soll und nicht allein aufstehen?

Du schreibst, dass deine Mutter übergewichtig ist. Von daher hat der Kreislauf eh schon mehr zu leisten als normal. Und wie mansojo schon schrieb kann so eine Narkose schon ziemlich lang nachwirken.

Gerade, wenn der Allgemeinzustand deine Mama schon etwas schlechter war ist es in der Tat schwierig einen Schlaganfall von den Nachwirkungen der Narkose oder einer Kreislaufschwäche/Unterzuckerung zu unterscheiden.

Da kommt es eben auch darauf an, wie ausgeprägt die Symptome waren und auch darauf, was deine Mutter zu den Ärzten gesagt hat.

Beim Zeitempfinden kann man sich manchnmal ganz schön täuschen. Bei meiner Entbindung dachte ich auch, dass die Ärztin eeeeeeeeewig gebraucht hat um sich die Handschuhe anzuziehen. Tatsächlich waren es aber nur Sekunden.

War deine Mama denn nach dieser "Diagnose" von dem bekannten Arzt bei einem Spezialisten? Wurde der Schlaganfall bestätigt? Wurde sie diesbezüglich mittlerweile behandelt?

Bei einem Schlaganfall kann es ähnlich sein, wie bei einem Herzanfall. Gerade bei Frauen wird ein Herzanfall ja erst spät diagnostiziert, weil die Symptome so diffus sind und auch anderen Erkrankungen zugeordnet werden können. Und wenn die Symptome des (möglicherweisen) Schlaganfalles nicht soooo eindeutig waren, oder verzögert kamen, dann kann es schon sein, dass das nicht wahrgenommen wurde, sondern als Nachwirkung der Narkose/Unterzuckerung/Übergewicht gesehen wurde.

Grad, wenn deine Mama auch noch andere Wehwehchen hat.

Beitrag von zwiebelchen1977 25.10.10 - 14:34 Uhr

Hallo

Also ein BZ Wert von 2,7 ist unwahrscheinlich und ich glaube den Wert auch nicht. So einen Wert zeigt kein Bz Gerät an.

Unter 50 ist man schon fast im Dämmerzustand.

Bainca

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 14:37 Uhr

doch natürlich zeigen bz geräte einen solchen wert an

unsere zeigen <1 - high an

Beitrag von mansojo 25.10.10 - 14:41 Uhr

einheit noch nachreichen mmol/l

lg

Beitrag von ks83 25.10.10 - 19:57 Uhr

Huch,habe gar nicht gesehen,dass ihr hier unten schon geantwortet habt - dann hätte ich mir das oben ja sparen können #hicks

LG,Lene

P.S Alles gut bei dir??

Beitrag von mansojo 26.10.10 - 08:06 Uhr

#liebdrueck

Beitrag von alkesh 25.10.10 - 15:08 Uhr

Also mir geht es mit einem BZ von 48 mg/dl noch richtig gut!

Beitrag von sternchen88 25.10.10 - 15:09 Uhr

na, dann herzlichen Glückwunsch

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