Vollzeitmaßnahme trotz Job?

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Beitrag von sweetangel07 25.10.10 - 13:25 Uhr

Hallo

Ich reg mich grad sowas von auf...ungerecht alles.

Vor ca. 3 Monaten hatte ich mal wieder einen Termin bei der Arge (Bewerbungsgespräch etc.).
Wir sind dann zu dem Entschluss gekommen (meine Sachbearbeiterin und Ich) , dass ich eine Umschlung zur Altenpflegehelferin machen werden. Dies ist aber eine Vollzeitmaßnahme.
Schön und gut.
Meine SB sagte außerdem noch mit dazu, dass wenn ich in der zwischenzeit eine Arbeit gefunden habe, diese Maßnahme hinfällig wäre, weil diese ja Vollzeit ist und somit mit meinem Job nicht zu vereinbaren wäre.
Und wie es der Zufall so will, habe ich vor 2,5 Monaten eine Arbeit gefunden 15Std/Woche aber meist mehr..Überstunden werden auch ausbezahlt.
Diese "Umschulung" wäre jetzt letzte Woche losgegangen und ich habe doch tatsächlich eine Einladung dafür bekommen, obwohl ich doch schon seit 2 Monaten arbeite.
Ich habe dann eben das Antwortschreiben ausgefüllt...."kann nicht dran teilnehmen, wegen Arbeit..etc.
Jetzt kam doch tatsächlich noch so ein schöner Brief von der Arge, warum ich nicht zu der Umschulung erschienen bin...und meine "Nebentätigkeit" wäre keine Grund nicht an dieser "Vollzeit"- Maßnahme telzunehmen.
(Wohlgemerkt ich hatte sogar letzte Woche eine knappe Vollzeitwoche, weil jemand von meinen Kolleginnen im Urlaub war)
Ja, ich soll jetzt zur Anhörung kommen und wenns kein anderer wichtiger Grund wäre, würde ich 30% Sanktion für die nächsten 3 Monate bekommen.

Ich bin heut früh gleich hin, aber meine SB ist erst morgen da.
Die andere Frau sagte, mir natürlich muss ich diese Maßnahme annehmen da ich eben nur einen 10std vertrag hab.

Soll ich jetzt vom AG mir was schreiben lassen, dass ich immer mehr Stunden arbeite? Aber die Arge geht ja danach, was in meinem Arbeitsvertrag drin steht.:( (10std 383€..offiziell arbeite ich aber 15std/woche..meist aber mehr)
Also ich komme im Monat immer über 400€ und auch mehr als 15std pro Woche.
Jetzt soll ich ne Vollzeitmaßnahme machen mit 40std/woche(die wollte ich ja unbedingt,aber da hatte ich noch keine Arbeit) und noch meinen Job der ca. 25std/woche füllt und bekomme dann noch nichtmal, mit ergänzendem alg 2 und Gehalt, 900€
Mein Kind kann ich dann von früh um 7 bis abend um 17 Uhr im kiga lassen, der Papa holt sie dann nach der Arbeit ab und ich komm erst um 20UHr nach Hause. Da hab ich überhaupt nix von meinem Kind..aber ich bin über 12std unterwegs für nicht mal lächerliche 900€.(Montag-Samstag)

Andere hocken nur daheim und machen nichts, die kriegen das Geld hinterhergeschmissen und ich hab mich initativ beworben, weil die Arge Vermittlungsvorschläge haben mir nie was gebracht.
Ich bin so stinksauer auf dieses System.

Kann mir wer helfen?
Sorry für das wirre geschreibe.

lg



Beitrag von ppg 25.10.10 - 13:35 Uhr

Stimmt, vollkommen richtig so!

Die Maßnahme ist dafür gedacht das Du Vollzeit in den ersten Arbeitsmarkt einsteigst und geht immer vor jeder Teilzeitbeschäftigung bei der du weiterhin , als Aufstocker ALG II beziehst.

Das Du z.Zt. wegen vertretung länger arbeitest ist auch keine Begründung.

Entweder Du gehst jetzt zu der Maßnahme oder Du wirst eine Kürzung hinnehmen müssen.

Ute

Beitrag von sweetangel07 25.10.10 - 13:48 Uhr

Hallo

Ach ist doch Mist:(

Der Teilzeitjob den ich jetzt habe, ist aber mein erlernter Beruf!
Da frag ich mich grad, warum ich dann ausgerechnet in diese Umschlungsmaßnahme muss.
Außerdem habe ich Chancen auf mehr Stunden (also einen20-30std Vertrag)
Ich würde es ja einsehen, wenn es eine andere Maßnahme wäre (halbtags)
Eine Halbtagsmaßnahme habe ich damals auch bekommen und da hatte ich noch kein Job.
Ich frag mich eben nur gerade warum ich jetzt auf biegen und brechen in eine Vollzeitmaßnahme muss
lg

Beitrag von windsbraut69 25.10.10 - 13:52 Uhr

"Ich frag mich eben nur gerade warum ich jetzt auf biegen und brechen in eine Vollzeitmaßnahme muss "

Damit Du irgendwann mal einen Vollzeitjob bekommst, von dem Du leben kannst.

Gruß,

W

Beitrag von ppg 25.10.10 - 14:00 Uhr

Außerdem habe ich Chancen auf mehr Stunden (also einen20-30std Vertrag)

Ja, aber Fakt ist: Du hast keinen Vertrag und kein Einkommen, das es Dir ermöglicht ohne ALG II zu leben.

Würde ich nach allem gehen wozu ich Chancen gehabt habe, dann bräuchte ich vermutlich gar nicht mehr arbeiten, sondern wäre jetzt so wohlhabend das ich das nicht mehr nötig hätte!

Chancen, Versprechnungen und Möglichkeiten sind eben nunmal keine Lebenswirklichkeit!

Ute

Beitrag von kerstini 25.10.10 - 14:47 Uhr

Naja also ganz schön dreist finde ich!

Warum ausgerechnet ich? Hä? Dann meld Dich doch einfach vom ergänzenden Hartz4 ab und dann kannst du in Ruhe deine 10 Std. in der Woche arbeiten.
Vor allem wenn du dir so sicher bist das deine Stunden aufgestockt werden.

Wenn du Geld vom Amt bekommst musst du auch versuchen deine berufliche Situation so zu verbessern das du irgendwann ohne auskommst! #nanana


Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 28.SSW #verliebt

Beitrag von kerstini 25.10.10 - 13:37 Uhr

Na aber ist doch logisch das die ArGe nach deinem Vertrag geht.

Was ist denn wenn die Arbeit weniger wird und du tatsächlich nur 10 Std. arbeitest. Mit diesen ganzen Überstunden kannst du ja nicht fest rechnen. Es ist ja nicht immer jemand krank.

Als was arbeitest du denn jetzt bzw. was hast du gelernt? Ich kann gut verstehn das die wollen das du die Fortbildung machst. Damit hast du im Anschluß bestimmt mehr Chancen auf eine Vollzeitstelle und bist hoffentlich weg von ergänzenden ALG2.

Versteh natürlich auch für Dich das es blöd ist die Stelle aufzugeben bzw. nach der Maßnahme noch zu arbeiten.
Aber warum sollst du Sozialleistungen erhalten wenn du nach der Maßnahme auch für Dich selbst sorgen kannst?! #kratz
Darf ich fragen wie das mit der Bezahlung geregelt ist? Wenn du fast jedes Monat ÜBER 400€ verdienst?



Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 28.SSW #verliebt

Beitrag von kathi.net 25.10.10 - 13:37 Uhr

Was hast du denn vor 2,5 Monaten genau bei der Arge angegeben?
10 Std., 15 Std. oder wieviel?

Beitrag von windsbraut69 25.10.10 - 13:45 Uhr

Ja, soviel ich verstanden habe, kannst Du Dich mit Deinem Job nicht ernähren, oder?
Dann hat ein sv-pflichtiger Vollzeitjob immer Vorrang und m. E. auch die Maßnahme Sinn!

Gruß,

W

Beitrag von zwiebelchen1977 25.10.10 - 14:30 Uhr

Hallo

Du gehst aber nicht voll arbeiten, sondern nur Teilzeit. Und das zählt.

Hastd du das denn auch angegeben, das du die Überstunden ausbezahlz bekommst?

BIanca

Beitrag von vwpassat 25.10.10 - 14:38 Uhr

Du hast überhaupt keinen Grund, Dich aufzuregen.

Du gehst doch keinem Vollzeitjob nach, von dem Du Dich selbst ernähren kannst. Das wird sich ganz sicher auch nicht bei 20 oder 30 Wochenstunden ändern.

Die Umschulung hat oberste Priorität!

Schade, dass Du diese Chance jetzt vielleicht vertan hast. Meld Dich umgehend da, ob Du jetzt noch dazukommen kannst. Den Teilzeitjob kannst Du dann entweder in der Freizeit machen oder Du musst ihn aufgeben.

Beitrag von sweetangel07 25.10.10 - 15:21 Uhr

Hallo

Naja, ich glaube das ganze bringt hier nichts.
Ich bin weder dreist noch sonstiges!
Wahrscheinlich bin ich sogar einer der ehrlichsten "Kunden" bei der Arge.

Ich bemühe mich selbst um Arbeit damit ich aus diesem sch***alg 2 bezug raus komme und mir werden jetzt Steine in den Weg gelegt, so dass ich meine Arbeit aufgeben muss.
Mein Partner macht grad zweitausbildung, sonst würde ich niemals sowas beantragen.

Sonst wird doch immer in diesem Forum über alg2 Empfänger sich aufgeregt, jetzt hat n alg2 Empfänger einen Job, jetzt wird sich da wieder aufgeregt.

Danke trotzdem an die anderen Antworten:)
lg

Beitrag von vwpassat 25.10.10 - 15:28 Uhr

Du hast da anscheinend etwas falsch verstanden (oder Du willst es nicht verstehen).

Beitrag von windsbraut69 25.10.10 - 15:32 Uhr

Ja Mensch, das Problem ist doch einfach, dass Du von 10 Wochenstunden nicht leben kannst!
Warum bist Du denn dann der Meinung, man würde Dir Steine in den Weg legen?
10h/Woche sind ja gerade mal ein Minijob, den man neben dem Vollzeitmob machen kann.

Gruß,

W

Beitrag von kathi.net 25.10.10 - 15:33 Uhr

Das Problem ist, das dieser Job "nur" ein Minijob ist und damit kommst du aus dem ALG2-Bezug offensichtlich ja nicht raus.

Wenn du schreibst. es bestünde die Möglichkeit 30 Std. zu arbeiten - wann wäre das? Vielleicht könnte man ja - wenn du einen entsprechenden Vertrag vorlegen kannst - damit argumentiern.

Beitrag von butler 25.10.10 - 16:09 Uhr

Nimms mir bitte nicht übel, aber solange es Menschen gibt die einen teilzeitjob in einen Minijob umwandeln lassen gibt es weniger Sozialversicherungspflichtige Arbeit und somit mehr ALG2 Bezieher,. Das könnte man doch auch Steuerhinterziehung nennen?#kratz
Und ja bei der angegebenen Stundenzahl hast Du die Pflicht an der Maßnahme teilzunehmen.
LG und alles Gute

Beitrag von seikon 25.10.10 - 19:53 Uhr

Ich verstehe nicht, wieso du dich über die Arge aufregst. Du solltest dich lieber mal fragen, was da jetzt in deinem "Job" schief läuft.

Du schreibst dass du 15 Stunden/Woche arbeitest. Meist mehr. Überstunden werden ausbezahlt, was ja auch ganz nett ist.
Weiterhin schreibst du, dass du einen Vertrag über 10 Stunden hast und auf 400 Euro Basis offiziell arbeitest.
Wenn du aber immer 15 Stunden oder mehr arbeitest, dann frage ich mich, wieso dir dein Chef dann keinen Vertrag über 15 Stunden gibt?
Er stellt dich für 10 Stunden auf 400 Euro Basis ein, damit er keine Sozialabgaben abführen muss und zahlt dir die Überstunden vermutlich schwarz unter der Hand aus.
In meinen Augen ist das Ausbeute und unterste Schublade vom "Arbeitgeber" (in meinen Augen ist das schon fast moderne Sklaventreiberei).
Hättest du einen sv-pflichtigen Job, dann wärst du rentenversichert und arbeitslosenversichert.
So freut sich nur der Chef.

Ich bin doch sehr irritiert, dass du an so einem Job so wehement festhältst, wo dir die Arge eine bezahlte Umschulung anbietet.

Und dieses "ich habe Chancen auf mehr Stunden" benutzen leider sehr viele Arbeitgeber um ihre Sklaven bei der Stange zu halten. Einlösen tun diese Versprechen leider nur wenige.

Beitrag von nele27 26.10.10 - 09:40 Uhr

Moin,

es ist doch klar, dass Du diese Maßnahme machen sollst - um hinterher kein ALG2 mehr bekommen zu müssen. Mit Deinem jetzigen Job kommst Du doch nicht raus aus dem Bezug und DAS ist das Ziel der Arge und des Steuerzahlers!!
Nicht, dass Du ein paar Stündchen arbeitest und noch ALG2 bekommst. Oder hast Du gedacht, das geht ewig so weiter?? #gruebel

**Mein Kind kann ich dann von früh um 7 bis abend um 17 Uhr im kiga lassen, der Papa holt sie dann nach der Arbeit ab und ich komm erst um 20UHr nach Hause.***

Tja - willkommen in der Welt der Berufstätigen :-)
Das ist nun wirklich kein Argument.
Alle, deren Ehepartner nicht genug für alle verdienen gehen arbeiten. Manche sogar obwohl sie nicht müssen, weil sie wollen.

Überleg noch mal in Ruhe, ob Deine Wut nicht etwas unbegründet ist...

LG, Nele