Mein Kind hat Angst vor anderen Kindern

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 13:34 Uhr

Mal ne blöde Frage, würdet ihr Euch und dem Kind trotzdem immer wieder den Streß antun und zu jedem "Event" mit Kindern auflaufen, obwohl ihr wißt, dass es wieder in Theater ausartet??
Sind nämlich nächste Woche mal wieder zu Kindern eingeladen und ich weiß jetzt schon wie das endet: ein heulendes Kind auf meinem Schoß!
Ich weiß nicht, ob man sich und dem Kind das antun sollte???

Wäre für ein paar Meinungen dankbar!

LG beauty

Beitrag von kleenerdrachen 25.10.10 - 13:37 Uhr

Wie alt ist denn dein Kind und warum hat es Angst vor anderen Kindern?

Es muss irgendwann in die Schule gehen und dann wäre es fatal, erst da anzufangen, diese Angst zu bearbeiten. Vielleicht gibt es ne Möglichkeit, dass du dich mit ein oder zwei Muttis regelmäßig triffst, deren Kinder im Alter deines Kindes sind? Ihr könnt ja reihum gehen, dass ihr euch bei jedem mal trefft?
Vielleicht hat dein Kind mehr aNgst vor der ungewohnten Umgebung als vor fremden Kindern? Aber ich würde versuchen ihm die Gesellschaft anderer Kinder langsam schmackhaft zu machen- aber indem es immer wieder die gleichen Kinder sind, dass ihr Vertrauen aufbauen könnt!

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 13:49 Uhr

Meine Tochter wird im Dez. 3 und konnte noch nie mit Kindern, habe das hier in einem anderen Beitrag schonmal geschrieben, ich bringe sie, seit sie 5 Monate ist, immer wieder mit Kindern zusammen und seitdem hab ich auch immer das Theater, wenn Kinder zu ihr kommen oder mit ihr spielen wollen.
Sie will weder spielen, noch mit anderen Kindern was zu tun haben, wobei sie sehr interessiert auf Mamas Schoß sitzt, wenn andere Kinder weit von ihr weg sind und spielen.
Mit älteren Kindern klappt das ganz gut, aber unsere Maus ist sehr schüchtern und eben mit kleineren oder gleichaltrigen Kindern klappt das nie ohne Geheule und Mama nicht von der Seite weichen.
Es sind immer wieder die gleichen Kinder, zu denen wir gehen, aber das endet halt immer so, dass sie bei mir hängt und heult und ich kaum ein Wort mit den anderen Mamis reden kann.
Das belastet mich ziemlich und ich habe mir geschworen, bis sie in den Kindergarten geht, will ich sie eigentlich nicht mehr zwingen, mit Kindern zusammensein zu müssen.
Ich weiß aber nicht, ob das der richtige Weg ist.

Beitrag von fbl772 25.10.10 - 14:02 Uhr

Liebe Isa,

deine Kleine braucht halt länger, aber Konstanz und Regelmäßigkeit würde ihr helfen, langsam Selbstvertrauen aufzubauen. Für so Kleine ist aber 1 oder zweimal die Woche nicht regelmäßig oder konstant, sondern das muss dann täglich wiederkehrend sein und auch das Nichtvorhandensein von Mama beinhalten. Wir wissen ja alle, dass die Kleinen ganz anders sind, wenn die Bezugsperson da ist (idR die Mama).

Und Selbstbewußtsein braucht sie ganz bestimmt, wenn sie mit 3 oder 4 in die Kita kommt. Ansonsten wird das dort für sie eventuell ziemlich schockierend, wenn 20 - 25 Kinder auf engerem Raum zusammen sind und Mama dann nicht mehr da ist.

LG
B

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 14:12 Uhr

Täglich wiederkehrend ist gut, finde mal Zeit, Dich jeden Tag mit irgendwem zu treffen, oder Kinder einzuladen, das geht ja gar nicht.
Bisher war es eben immer nur ein - zweimal die Woche und das schon seit fast 2,5 Jahren.
Und ich hoffe eben, wenn sie in den Kindergarten geht, dass eben die Regelmäßigkeit es bringt, dass sie ein wenig Scheu vor den Kindern verliert.
Vielleicht ist es auch tatsächlich so, dass ich sie blockiere, weil ich immer da bin....habe ich mir auch schon so überlegt, deswegen hilft es vielleicht im Kindergarten, da muß sie sich eine andere Bezugsperson suchen, allerdings rechne ich auch nicht damit, dass das von heute auf morgen klappt, ich gehe eher davon aus, dass die Kindergartenphase eine ziemlich lange sein wird.
Sie hat eigentlich auch nicht wirklich was von den "Spielnachmittagen" finde ich, wenn sie nur heulend auf meinem Schoß klebt, eher sehe ich das schon fast als Belastung für sie an, denn wohlfühlen ist was anderes.
Wir haben ja schon fast alles durch, Turnen haben wir mittlerweile auch schon drangegeben, weil sie zwar gerne turnt, aber nur wenn keine Kinder am Gerät sind und das ist bei 10-12 Kindern die in der Gruppe sind nahezu unmöglich.
Es ist echt ziemlich anstrengend auf die Dauer, man wird ja schon schräg angeguckt, weil das eigene Kind das ist, was ständig ohne ersichtlichen Grund heult.

Beitrag von fbl772 25.10.10 - 15:02 Uhr

Das kann ich mir vorstellen, dass das sehr anstrengend ist für euch. Aber du wirst bestimmt nicht schräg angekuckt, wahrscheinlich leiden die Meisten eher mit euch beiden mit.

Ich bin mir aber trotzdem nicht sicher, ob eine "Vermeidung" tatsächlich besser ist. Aber eine Überforderung wäre auch nicht gut. Ich würde vermutlich trotzdem hingehen und in dem Moment, wo du glaubst, dass es für sie zu stressig ist, eben wieder die Sachen zu packen bzw. sie fragen ob sie lieber nach Hause möchte. Das zeigt ihr, dass du ihre Angst auch respektierst. Vielleicht werden die "kurzen" Momente dann irgendwann länger dass es für einen kleinen Schwatz reicht.

Liebe Grüße

BL

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 18:57 Uhr

Wenn ich sie frage, will sie erst gar nicht hin...und wenn wir dann fahren, sagt sie, wenn sie da ist: Mama fahren wir bald wieder nach Hause!!
Also denke ich nicht unbedingt, dass es ihr gut tut, wenn ichs trotzdem tue.
Aber man ist da so zwiegespalten, auf der einen Seite möchte ich natürlich die Konfrontation mit Kindern, weil das gehört nun mal dazu, auf der anderen Seite leide ich natürlich jedes Mal wie Sau mit ihr mit, wenn sie da hockt und anfängt zu weinen.
Sie dreht sich ja dann auch weg, vergräbt das Gesicht an meiner Brust und das wars für den Rest des Tages.
Ob das förderlich ist, es immer wieder zu versuchen? Ich weiß nicht.


Beitrag von knueddel 25.10.10 - 13:53 Uhr

Hallo,

das ist ne schwierige Frage finde ich.
Ich würde versuchen, das ganze langsam angehen zu lassen, aber vermeiden würde ich so Situationen nicht komplett. Denn Du willst ja jetzt auch nicht die nächsten Jahre vielleicht allein was mit Deinem Kleinen machen.

Reagiert er nur außerhalb von zu Hause so heftig oder generell, wenn ihr andere Kinder trefft?

Also, ich würde trotzdem gehen, wenn es jetzt nicht ne ganze "Horde" größerer Kinder wäre. Ich würde mich ganz normal benehmen, um zu zeigen, dass solche Situationen ganz normal sind.
Versuchst Du, ihn zum Mitspielen zu überreden oder wie reagierst Du?
Ich würde ihn einfach auf meinem Schoß oder neben mir sitzen lassen und zugucken, irgendwann kommt sie Neugier.

Mein Neffe hatte auch lange Schwierigkeiten mit anderen Kindern, er wollte auch nie hin und hat sich immer auf den Schoß zurückgezogen. Meine Schwester hat trotzdem mit ihm eine Spielgruppe besucht, er geht zum Kinderturnen. Er hat überall lange zur Eingewöhnung gebraucht, aber irgendwann gings immer und er hat dann auch Spaß.
Wir haben jetzt beobachtet, dass die "Angst" vor den anderen ganz eindeutig damit zusammen hängt, wie gut die anderen Kinder sprechen können. Er konnte früh gut sprechen, unsere Kleine ist gut anderthalb Jahre jünger und er hatte von dem Moment Angst vor ihr, als sie anfing sich zu bewegen. Jetzt, wo sie verständlich spreche kann ( sie ist jetzt 2) spielt er mit ihr und kommt super klar. Das gleiche Muster haben wir jetzt so im Nachhinein bei seinen Spielkameraden festgestellt. Die mit denen er sich gut austausche kann dürfen gern kommen oder er geht hin, aber von Kindern, mit denen er nicht so gut alles besprechen kann, hält er nach wie vor lieber Abstand.

Ist lang geworden, ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen.
LG Cindy

Beitrag von pea24 25.10.10 - 20:10 Uhr

Ich habe dieses Problem zwar nicht, kenne aber zwei andere Mütter, denen es wie dir geht bzw. ging.

Die eine versucht immer wieder, ihr Kind zu den anderen Kindern zu schicken, es abzusetzen, etc. Die andere war total entspannt und ließ ihr Kind einfach an derr Brust stillen (bis zum ersten Lebensjahr) oder eben auf dem Schoß sitzen, in sicherer Entfernung.

Die letztgenannte hatte Erfolg, ihr Kind spielt jetzt gerne mit anderen. Die Erstere kämpft immer noch.

Woran das nun lag kann man nun sicherlich nciht mit bestimmtheit sagen, ich persönlich würde es aber ohne Druck auch für dich slebst als Mutter versuchen.

Alles Gute!

Beitrag von mabe7979 25.10.10 - 20:10 Uhr

Meine Tochter (15,5 Monate) ist auch eher ein Einzelgänger. Sie geht seit August zur Tagesmutter, auch dort ist es bisher nicht besser geworden. Sie spielt allein und sobald ihr jemand von den Kindern zu nahe kommt, fängt sie auch an zu weinen, läuft weg und will auf den Arm. Mit älteren Kinder (ab ca. 5 Jahre) spielt sie aber gern. Wir haben auch von Anfang an Krabbelgruppen und Kurse besucht, so dass ihr andere Kinder nicht fremd sind. Ich denke, jedes Kind ist anders und wird/muss seinen eigenen Weg finden...

Viele Grüße
Marlen

Beitrag von mabe7979 25.10.10 - 20:12 Uhr

Ich fand es auch immer stressig und unangenehm mir ihr irgendwo hin zu gehen. Letztendlich sind wir trotzdem immer los, auch wenn sie dann ihr eigenes Ding gemacht hat und nicht mit den anderen gespielt hat :-p...

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 21:29 Uhr

Es ist echt toll, dass es hier auch echt Leute gibt, die das nachempfinden können, bzw. die auch "schüchterne" Kinder in dem Maße wie meine Kleine haben.
Manchmal kommt man sich nämlich wie ein Außerirdischer vor, weil alle anderen Kinder ja so "normal" sind und meine Kleine immer an mir hängt und weint.
Deshalb setze ich ja ein wenig Hoffnung in den Kindergarten, weil ich da ein Stück "Verantwortung", so blöd sich das jetzt anhören mag, abgegben kann, d. h. ich bin nicht immer direkte Anlaufstelle von ihr, so dass sie sich auch vielleicht mal in ihr "Schicksal" ergeben muß.
Ich bin mal gespannt, ehrlich...
und ok, wenn Ihr so ziemlich der Meinung seid, ich solle nicht aufgeben und trotzdem immer wieder unter Kinder mit ihr, werde ich der nächsten Kinderparty beiwohnen, auch wenn wir dann beide wieder froh sein werden nach Hause fahren zu können..denke ich!


Beitrag von schnupps22 25.10.10 - 21:26 Uhr

Meine Tochter hat auch Angst vor anderen Kindern und auch Erwachsenen. Wir sind aber trotzdem zu diversen Kursen gegangen (Pekip, Babymassage,Schwimmen,Krabbelgruppe und seit heute auch Musikgruppe).
Ich finde es wichtig, dass sie unter Leute kommt. Ich lasse sie aber immer sofern sie es will, auf meinem Schoß und lasse sie beobachten. Oft will sie von sich aus dann mal runter und tastet sich langsam vor. Wenn sie weint, bin ich für sie da. Jetzt ist sie 15 Monate alt und ich kann langsam Erfolge verzeichnen....... :)
Wichtig ist dass du sie nicht alleine läßt in der "Unbekannte Masse".

Beitrag von beauty71 25.10.10 - 22:23 Uhr

schön, dass Deine Tochter sich vortastet, meine allerdings nicht und ich mache das mit, seit sie 5 Monate alt ist.
OK...sie heult nicht mehr jedesmal, wenn ein Kind den Mund aufmacht, aber das kommt auch drauf an, ob es älter oder jünger ist, bei jüngeren, hab ich das Gefühl, das Gebrabbel ist ihr zuviel oder zu laut oder oder....wenn sie die Kinder richtig verstehen kann, ist das ok.
Also alles was älter ist, nicht nur 2 Monate, sondern schon 1-2 Jahre, ist ok, mit denen schließt sie natürlich nicht gleich Freundschaft und spielt, aber sie akzeptiert die Anwesenheit um es mal so auszudrücken, ohne zu heulen.
Auch wenn ältere Kinder weinen, weint sie nicht mit, wogegen sie wieder bei den jüngeren Kindern immer regelmässig mitweint!
Ich bin ein sehr offener, temperamentvoller Tys und ehrlich gesagt kann ich mit dem Verhalten so gar nicht umgehen, weil ich es nicht kenne.
Ich gehe auf alle Menschen zu und rede mit jedem....
manchmal frag ich mich, woher kann das Kind das wohl haben??
Mein Mann ist zwar der ruhigere Pool, aber als Kind war er wohl auch eher der Saupanz, sagt er!