Haus verkaufen, was macht ein Maklers alles

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von mona191082 25.10.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

wir wollen nächstes Jahr bauen und deshalb unser jetztiges Haus verkaufen. Wir würden einen Markler beauftragen. Den den wir beauftragen wollen hat uns letztes Jahr schon eine ungefähre Schätzung abgegeben, aber er meinte wenn es dann so weit ist das wir verkaufen wollen müsste er eine genaue Berechnung machen.

Wie läuft das so ab, vom ersten Termin an?

lg
Ramona

Beitrag von ansahe 25.10.10 - 15:38 Uhr

Hallo,

unsere Maklerin hat sich als erstes sämtlich Daten über das Haus geben lassen und hat sich im Vorfeld schon über die Marktsituation hier bei uns informiert. Als sie uns dann besucht hat, hat sie das ganze Haus besichtigt und Fotos gemacht. Danach konnte sie uns auch sofort einen ungefähren Wert bzw. erziehlbaren Erlös nennen.

Anhand dieser Fakten hat sie dann unser Haus im Internet, Zeitung und Homepage inserriert.
Sie hat ein Expose zusammen gestellt und dieses auf Wunsch verschickt. Sie hat auch die Erstgespräche mit den Interessenten geführt, wenn diese dann näheres Interesse hatten, hat sie mit uns einen Besichtigungstermin abgemacht und hat bei der Besichtigung auch den evtl. Käufern Fragen beantwortet usw.
Dazu hat sie noch fehlende Informationen wie z.B. vom Verwalter, Bauamt, Amstsgericht usw. eingeholt (hierfür hatten wir eine Vollmacht ausgestellt).
Zum Schluss hatten wir jetzt zwei Interessenten die sich für unser Haus interessiert hatten, diese Gespräche hat sie eigentlich auch vollständig alleine geführt, uns nur immer zwischendurch informiert.
Jetzt als Abschluss kümmert sie sich noch um den Notar, die benötigten Unterlagen, macht die nötigen Termine usw.

Wenn ihr einen guten Makler bzw. einen Ortsansässigen Makler habt, kann der euch gleich beim ersten Termin einen ziemlich genauen Preis sagen. Wir hatten uns erst an einen Makler gewandt, der gar nicht aus unserer Gegend kam. Der hatte keine Übersicht und hat uns einen völlig falschen Wert genannt. Es kommt ja nicht nur auf das Haus an, sondern auch auf die Gegend. Unsere jetzige Maklerin (Volksbank-Immobilien)kommt aus dem selben Ort und somit kennt sie die hiesigen erziehlbaren Preise.

Wir fangen auch erst jetzt demnächst mit dem Bauen an, somit steht der Auszugstermin noch nicht wirklich fest, nur das er ca. April - Juni 2011 sein wird. Das war leider aber für viele Interessenten ein k.o. Kriterium. Die haben teilweise wirklich Häuser bezugsbereit in ca. 2 Monaten gesucht. Wenn diese lange Frist nicht gewesen wäre, hätten wir es noch eher verkaufen können, wobei wir jetzt auch nur 3 Monate gebraucht haben #huepf .
Unsere jetzige Käuferin zieht auch erst einmal in eine Zwischenlösung, um dann nächstes Jahr in unser Haus zu ziehen. Da haben wir echt Glück gehabt.

LG, Anja

Beitrag von hezna 26.10.10 - 09:15 Uhr

Muß es ein Makler sein?

Ich habe unser Haus vor fünf Jahren in Eigenregie verkauft.

Ich hatte einen Gutachter da, der den Wert des Hauses geschätzt hat. Ich habe dem Wert eine Spanne hinzugefügt, die ich erzielen wollte, und das Haus in den entsprechenden Märkten online und in der Zeitung inseriert.

Die Telefonate habe ich geführt, habe die meisten begeistern können, direkt zu kommen und sich das Haus anzusehen. Wenn sie da waren, habe ich Grundrisse parat gehabt, und diese bei Bedarf mitgegeben.

Innerhalb von drei Monaten hatte ich das Haus verkauft.

Der Käufer hat dann den Notar vorgeschlagen, der sich um die formelle Abwicklung gekümmert hat.

Vergleichsweise wenig Aufwand für mich.

Positiv war: man hat mit den Leuten viel persönlicher gesprochen, als es ein Makler tun würde und die Chance, je nach Wert des Hauses 12.000 Euro Maklergebühren sparen zu können, hat die Leute inspiriert, sich für das Anwesen zu interessieren.

Alles in allem würde ich es ohne Makler probieren.

Gruß Hezna #klee