Leukämie...

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von annesusanne 25.10.10 - 20:24 Uhr

Hallo, ihr!

Ich denke, ich muss mich endlich mit dem Thema auseinandersetzen, verdrängen hilft nicht mehr: Meine Mama hat Leukämie, und zwar schon seit drei Jahren. Seitdem ist es zumindest bekannt.
Ich bin natürlich am Boden zerstört.
Sie wurde so oft gebeutelt in ihrem Leben: Vollwaise mit 12 Jahren, Internat, schlechter Ehemann, Brustkrebs mit 40, Schilddrüsenkrebs mit 45, Hepatits C und jetzt das... Es ist also nicht ihr erster Krebs.

Aber jetzt ist bei der letzten Blutuntersuchung rausgekommen, dass ihre Leukos auf 102.000 angestiegen sind und eine Chemotherapie kurz bevor steht. Ich habe das ganze Wochenende geweint, als ich es erfahren habe...

Kennt sich einer von euch mit dem Thema aus? Wie stehen die Chancen, wieder gesünder zu werden? Kann sie ganz geheilt werden? Wieviele Chemos kann man machen, bevor es einen total kaputt macht?

Ich habe Angst, mich mit dem Thema zu beschäftigen, obwohl ich es sicher bald machen muss...

Gruß
Anne

Beitrag von myimmortal1977 25.10.10 - 23:37 Uhr

Ich kann Dir nur was zu den Chemos sagen. Man kann so viele Chemos machen, wie der Körper das aushält. Der eine kann mehr ab, der andere weniger.

Ich habe auf Kur jemanden kennen gelernt, der 5 Jahre gegen ein Non-Hodkin-Lymphom gekämpft hatte. Erfolgreich! Aber die 5 Jahre waren hart. 5 Jahre Chemointervalle. Das war krass und hat deutliche Spuren hinterlassen.

Mein Vater hat nicht mal eine Chemo ausgehalten. Bei meiner Mutter war nach der 3. Einheit Schluss.

Es gibt da auch riesen Unterschiede zwischen den Chemos. Auch ob palliativ, kurativ therapiert wird. Hochdosischemos usw usw usw.

Und das allerwichtigste ist der eigene körperliche Zustand des Patienten. Leute, die schon sehr gezeichnet von der Krankheit reingehen, haben es wesentlich schwerer, als Leute, bei denen die meisten Werte noch in einer guten Norm sind.

Wichtig ist, dass sie an gute Zentren kommt wo man auch neuere Mittel ausprobiert.

Es gibt Chemos, die haben den selben Inhaltsstoff nur die Nebenwirkungen sind sehr unterschiedlich.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit!

LG Janette

Beitrag von 75mausi 25.10.10 - 23:40 Uhr

Hallo Anne!

Kann dir deine Fragen eigentlich gar nicht beantworten.
Mein Opa hatte auch Leukämie, ist aber schon fast 20 Jahre her. Da war ich noch zu jung, um alles ganz genau zu verstehen...

Wollte dir viel Kraft für die nächste Zeit wünschen. Ich hoffe, du bekommst noch ein paar Antworten, die deine Fragen beantworten.

LG von mausi #blume

Beitrag von golm1512 26.10.10 - 08:29 Uhr

Hallo!

Es gibt verschiedene Leukämieformen. Da deine Mutter bisher drei Jahre lang damit herumläuft ohne eine therapie zu bekommen, tippe ich auf eine chronische (chronisch lymphatisch? Es gibt auch noch chronisch myeloisch.) Verlaufsform. Bei älteren Menschen macht da wirklich erst einmal keine Therapie, weil die so langsam verläuft, dass die Leute meist vorher an etwas anderem versterben bzw. die Nebenwirkung der Chemo gravierender wäre als der Schaden, den die Leukämie anrichtet.

Chemos sind Zellgifte. Die sollen krankhafte Zellen abtöten, töten oder manipulieren aber auch gesunde Zellen. Es kommt vor, dass durch Chemotherapie später ein neuer Krebs auftritt. Da deine Mutter schon mehrere dieser Therapien hinter sich hat, halte ich das nicht für unwahrscheinich, was euch in der jetzigen Situation aber nicht weiterhilft.

Ich kann dir keine Prognose sagen. Will ich auch nicht können. Damit befassen solltest du dich allerdings schon. Hör fut hin, was deine Mutter zu sagen hat und was sie möchte. Und höre den Ärzten gut zu. Nicht alles sofort abnicken, erst eine Nacht darüber schlafen und mit Mutter besprechen!

Ich wünsche euch alles Gute!
Susanne