Alles übertrieben vorsichtig?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von margarita73 25.10.10 - 21:04 Uhr

Hallo zusammen,

seit einer Woche gebe ich meiner Tochter (gute 5 Monate alt) mittags Gemüse, sonst stille ich sie voll. Heute war ich zum Impfen beim Kinderarzt und hab ihn gefragt, wie er das sieht - ob man 1 Mahlzeit pro Monat ersetzen soll oder wann ich mit der zweiten Mahlzeit anfangen soll. Und er meint, man würde nicht mehr so vorsichtig vorgehen. Man könne , wenn man merkt, dass das Baby die Beikost verträgt, ruhig schon nach ein paar Tagen die nächste Mahlzeit angehen. Aber ich soll das nach meinem Gefühl machen. Hmmm.... Bei meinem größeren Sohn (heute schon 6 Jahre alt!) hab ich das ganz vorsichtig und langsam gemacht, auch total auf Gluten geachtet und so und der Kinderarzt meint jetzt, das wäre alles nicht mehr der neueste Stand. Was sagt Ihr dazu? Wie schnell gebt ihr neue Nahrungsmittel in einer Mahlzeit und wie schnell ersetzt Ihr eine weitere? Ich hab gar keine Eile damit, stille auch total gerne und werde mir wohl Zeit lassen.

LG Sabine

Beitrag von bluemotion 25.10.10 - 21:13 Uhr

Am besten du gehst nach deinem Gefühl...dann wirds immer gut!:-D

Du wirst ja am besten sehen können, wie deine Kleine drauf reagieren wird. Ich hätte es jetzt aber auch so gemacht wie du, immer so im 4 Wochen Abstand.

Aber irgendwie sagt ja auch jeder Arzt, Hebamme und Zeitung was anderes und das 3x am Tag.

Wenn du keine Eile darin siehst und ja auch gerne stillst, dann mach es so weiter! Dein Kind kann nur provitieren davon!

LG
S. mit Larissa (13 Wochen)

Beitrag von lilly7686 25.10.10 - 21:52 Uhr

Ach, geh nach Gefühl. Wenn du damals gute Erfahrungen gemacht hast, dann mach es jetzt wieder so.

So ziemlich kein Kinderarzt hat wirklich Ahnung von Säuglingsernährung. Die kennen sich weder beim Stillen noch bei Pulvermilch wirklich aus. Die wissen nur das, was der aktuelle Sponsor der letzten Babynahrungs-Weiterbildung ihnen eingeflößt hat ;-)

Geh nach deinem Gefühl und gib deinem Baby, was du für richtig hältst.
Es ist auch nicht zwingend nötig, nach "Plan" vorzugehen. Bei meiner Großen hab ich mit Obst am Nachmittag angefangen. Und danach hat sie mitgegessen. Also ich hab für uns gekocht und bevor ich gewürzt hab, eine kleine Portion für meine Große weggegeben und mit der Gabel zerdrückt. Fertig.

Liebe Grüße!

Beitrag von lucaundhartmut 25.10.10 - 22:27 Uhr

Hallo Sabine,

auf Glutenfreies zu achten, macht tatsächlich neuesten Erkenntnissen zu Folge nur noch Sinn, wenn ein Kind bereits eine Glutenunverträglichkeit aufweist, oder wenn es erblich bedingt in erhöhtem Maße gefährdet ist, daran zu leiden.

Unser Sohn Luca (heute 4) wurde auch völlig glutenfrei ernährt, bis er 1 Jahr alt wurde, weil damals noch dazu geraten wurde.
Unser zweites Kind wird wohl schon früher in den Genuss von Glutenhaltigem kommen, weil dies mittlerweile besser sein soll.

Ich persönlich würde allerdings Mahlzeiten (wie bisher üblich) im Monatstakt ersetzen.
Habe auch bisher nicht gehört, dass es nun groß im Kommen sein soll, Trinkmilchmahlzeiten (sei es nun aus der Brust oder aus dem Fläschchen) im "Ein-paar-Tage-Takt" zu ersetzen.

Ich denke, Du solltest Dein Bauchgefühl entscheiden lassen.
Zudem kennen Du und Dein etwaiger Partner Euer Kind am besten.


LG
Steffi


Beitrag von muehlie 25.10.10 - 22:43 Uhr

Bezüglich Gluten weisen neuere Untersuchungen darauf hin, dass das Stillen tatsächlich vor dem Ausbruch von Zöliakie - sofern die entsprechenden Anlagen überhaupt vorhanden sind - schützen kann. Aus diesem Grund empfiehlt man heute nicht mehr, Gluten möglichst lange aus dem Ernährungsplan rauszuhalten (das klappt auch mit anderen Nahrungsallergenen nicht), sondern Gluten einzuführen, während das Kind noch gestillt wird.

Beitrag von 19jasmin80 25.10.10 - 23:54 Uhr

HI Sabine

Wir gehen das genau wie bei Florian ganz langsam an. Erstmal geben wir Mittags etwas und dann sehen wir weiter wie sich das entwickelt. Ich hab da keine Eile. Früher oder später wird er am Tisch mitessen.

LG

Beitrag von aggie69 26.10.10 - 10:05 Uhr

Ich habe mir da überhaupt keine Gedanken gemacht?
Was sind Gluten? Gehört habe ich das Wort ja schon mal, mich aber noch nie damit befaßt.

Mein Sohn ist jetzt 19Monate alt. Bis zum 7.Monat wurde er voll gestillt. Dann haben wir langsam mit Gläschen angefangen. Gemüse war nicht so der Bringer. Kartoffeln mit Fleisch oder Schinkelnnudeln waren schon besser. Oder selbstgekochtes kleinpüriert war auch gut.
Wir haben ihn immer alles kosten lassen - auch unser Essen. Er kann alles essen, was er will - auch Süßigkeiten. Da wir aber nicht so ein Geschiß darum machen, findet er nichts besonderes dran und knabbert lieber an einem Kanten Brot als an einem Schokoladenkeks.
Ich stille ihn immer noch morgens und abends.

Beitrag von kathrincat 26.10.10 - 14:29 Uhr

wir waren super schnell, 1 tag mittagsbrei schon ein halbes gr. gläschen. am 2 ein ganzes. am 3 morgens und abends auch brei, weil sie die milch nicht wiollt

Beitrag von mauz87 26.10.10 - 14:50 Uhr

Dein Arzt hat vollkommen Recht.

Wenn es gut vertragen wird und keine Probleme mit der Verdauung oder Blähungen auftauchen kann man es auch *schneller* machen und nicht mehr dieses ein paar Wochen das ein paar Wochen das.

Bei meiner Großen habe Ich mit 4 Mon angefangen und alles lief super Sie hat Spaß daran gehabt und entwickelt so oder so besser wie manch anderes Kind.

Nun sagte meine KiÄ zu uns bei der U7 das sowas genau das richtige ist, wenn das Kind alles super verträgt und nicht regelrecht dazu gezwungen wird!
Denn so ist es , das man so ein Kind hat was jegliches Essen immer erst probiert und nicht nur das nimmt was es kennt.

Alina isst alles , egal ob es neu ist oder wenn Ich es zB nicht mag und nur der Papa das isst. Und das ist super es gab bis Heute nicht eine Kost die Sie verweigert hat.


In dem Sinne, Du kennst dein Kind am besten.Sei nicht zu viorsichtig die Kleinen wollen neues erkunden.Wenn es gut vetragen wird mache es ruhig so wie dein Arzt es geraten hatte.

Ich werde es bei unserem Sohn genauso versuchen Er wird zeigen ob und wie gut das alles ist.



lG Tanja