Dumme Frage zum Trockenwerden

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von murrle 25.10.10 - 21:04 Uhr

Hallo an alle,

mein Sohn wir in 2 Wochen 3 Jahre alt. Er ging, seit er 14 Monate alt war, in die Krippe und ab August in den Kindergarten im gleichen Haus.

Die Erzieherinnen in der Krippe haben in Juni damit angefangen, ihn "trocken werden" zu lassen und wir haben mitgemacht. Aber in der ganzen Sache ist der Wurm drin. Ich glaube, er war zu dem Zeitpunkt noch nicht so weit, aber das habe ich erst jetzt verstanden.

Das Problem, er ist immer noch nicht 100% trocken. Komischerweise nachts schon, aber tagesüber zuhause läßt er immer Tropfen in die Unterhose fallen, bevor er sich meldet. Wir haben es mit Belohnungen versucht, hatten aber auf Dauer keinen Erfolg. Und immer schimpfen ist ja auch nicht die Lösung, gebracht hat es nichts. Er sagt dann: "Das ist doch nicht schlimm" und lächelt.
Im Kindergarten passiert es noch öfter, daß er in die Hose macht, er meldet sich auch nicht, sondern wird auch daran erinnert, zuhause nicht.

Aber als wir im September 2 Wochen im Urlaub waren, da hat es 100% geklappt. Er hat sich immer gemeldet und es gab nicht den kleinsten Unfall.

Jetzt freue ich mich auf eure Raschläge und Tipps: Wie reagiere ich richtig? Soll ich ihn in Ruhe lassen oder immer wieder ermahnen? Oder...

Vielen Dank!

Beitrag von baerbelino 25.10.10 - 21:28 Uhr

Nein, Druck bringt da gar nichts.

Lass ihm die Zeit, die er braucht. Irgendwann klappts von ganz alleine. Ich denke, schimpfen ist da nur kontraproduktiv!

LG
Barbara

Beitrag von nuckelspucker 25.10.10 - 21:30 Uhr

hey du,

ne dumme frage ist da nicht zu erkennen :-p

mit drei jahren liegt dein sohn zuerst mal gut in der zeit.

was das sich melden angeht, so kann ich nur sagen, dass die kinder zumeist so ins spielen vertieft sind, dass da kein gedanke aufkommt, auf toilette zu gehen. mein großer hat es sogar mit 4 jahren geschafft (als er schon längst trocken war), im KIGA einige tage lang einzupullern. die hatten nen neuen trettraktor fürs außengelände gekauft und niclas wollte da immer draufsitzen. egal, wie sehr er musste, der traktor wurde verteidigt, bis die hose voll war #schwitz

legt regeln fest, wie zum beispiel, zur toilette gehen vor und nach dem essen, vor dem rausgehen, nach dem reinkommen...

also regelmäßige abstände schaffen und keinen druck ausüben.

loben, wenn es gut geklappt hat und nicht schimpfen, wenn mal was daneben ging.

mein großer hat auch öfter in die hose gemacht, wenn er krank wurde oder bestimmte medis nahm.

im KIGA ist die situation auch anders als zu hause. vielleicht traut er sich nicht, sich zu melden, wenn er mal muss, vielleicht ist das gerade "unpassend", weil er spielt oder beschäftigung ist...

lasst euch zeit, auch wenn es nervt. im winter ist das natürlich blöd, wenn die hose nass wird.

viel erfolg!

claudia

Beitrag von murrle 25.10.10 - 21:37 Uhr

Vielen Dank für eure lieben Antworten!

Das mit dem Kindergarten ist einleuchtend, er war anfangs sehr schüchtern und hat dort überhaupt nicht mit Erzieherinnen gesprochen, die haben mich sogar gefragt, ob er sprechen kann. Das hat sich jetzt gelegt, jetzt sagen sie, daß er voll am Grenzen austesten ist :)

Das Problem mit dem Erinnern und festen Zeiten zuhause ist, daß er sich unter Druck gesetzt fühlt und als wir es versuchten, hat er nur geschrieen und ist aus Prinzip nicht rein. Deswegen haben wir es eingestellt.

Jetzt im Winter habe ich nur Angst, daß er durch die feuchte Unterhosen krank wird.

Außerdem weiß ich nicht, macht er es, weil er es nicht anders kann oder aus Bequemlichkeit, Trotz usw?

Beitrag von nuckelspucker 25.10.10 - 21:42 Uhr

hey,

ich denke dennoch, dass solche regeln sinnvoll sind.

geht doch vor dem essen zum beispiel wie eine art ritual erst zur toilette und dann hände waschen...

keine große sache draus machen. so in der art, wir wollen gleich essen, lasst uns noch schnell zur toilette gehen. das macht man eben so vor dem essen.

wegen den nassen sachen im winter, das verstehe ich gut. bei meinem großen müssen wir arg auf die nieren achten und da war das trockenwerden im winter auch eine stressige zeit.

wenn man das ganze zu sehr zum thema macht, kann trotz schon dabei sein. schließlich machen die kinder in dem alter gern das gegenteil von dem, was man möchte.

vielleicht könnt ihr auch eine art wettbewerb versuchen, also er geht zur toilette und du deckst den tisch, wer ist schneller? bei uns hat das mit dem anziehen super geklappt damals.

lg claudia

Beitrag von murrle 25.10.10 - 22:14 Uhr

Danke, werden wir ausprobieren.

Ich bin es auch leid, ständig zu schauen und schimpfen und belohnen. Und ihm stört es ja auch. Kurz gesagt, Quälerei für uns alle.

Beitrag von wemauchimmer 26.10.10 - 09:50 Uhr

Hallo,
nach meiner Erfahrung kann es sich ganz schön lange hinziehen, diese Zeit mit den "Unfällen" und ich denke mir nichts dabei. Es ist eben irgendwo eine Lernsache und eine Trainingssache. Genauso nachher beim Nachts trocken werden. Da ist zwischen "klappt inzwischen ganz gut" und "keine Unfälle mehr zu befürchten" locker ein Jahr mit vermehrtem Bettwäschewechsel verstrichen. Also, hab einfach Geduld, es wird schon werden und danach wird alles viel, viel einfacher...
LG