alkoholkranke Oma

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nanaimo 25.10.10 - 21:15 Uhr

huhu,

das ganze thema ist sehr weitreichend und ich möchte es nicht zu lang machen hier. nur so viel:

meine schwiegermutter ist alkoholkrank und macht uns das leben zur hölle. sie lebt bei uns, ist aber glücklicherweise gerade dabei, auszuziehen.

mein hauptproblem ist, dass sie auch betrunken meinen kindern hinterher rennt und mit ihnen spielen möchte. wenn mein großer zum beispiel im garten spielt, ich noch drin bin, geht sie raus und spielt mit ihm, egal ob betrunken oder nicht.

wenn ich merke, dass sie betrunken ist, gehe ich mit den kindern rein.

ich habe meinem großen sohn versucht zu erklären, dass seine oma zu viel alkohol trinkt und er daher nicht mehr bei ihr sein darf bzw. dass ich ihn dann oft reinrufe, wenn ich es merke.

nun zieht sie wie gesagt aus und sieht keinen grund, sich von den kindern fernzuhalten. letztes jahr zum beispiel kam sie ohne einladung zur weihnachtsfeier im KIGA.

ich möchte den kontakt nicht mehr, da ich auch nicht weiß, wann sie trinkt und wann nicht.

ich möchte nicht, dass sie irgendwann ungebeten im KIGA steht oder später in der schule usw.

ich spiele mit dem gedanken, im KIGA bescheid zu geben über die familiensituation und klarzustellen, dass ich sie dort nicht sehen möchte.

kann ich ihr den umgang pauschal verbieten? rein rechtlich gesehen. ich kann kaum beweisen, dass sie ne alkoholikerin ist, dann müsste ich ja tonbandaufnahmen von ihren "entgleisungen" anfertigen oder sonstiges.

habt ihr nen tipp für mich?

lieben dank

nanaimo

Beitrag von schnupsi76 25.10.10 - 21:21 Uhr

Hallo,

das ist Mist! Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und sollte behandelt werden. Das geht natürlich nur, wenn der Betroffene das selber einsieht und Hilfe möchte. Du kannst ihr das anbieten, ihr zur Seite zu stehen und mit ihr zum Arzt zu gehen, Ist aber eine schwierige Gradwanderung.


Das du deine Kinder schützen möchtest, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Die Oma ist ja auch nicht "sie selber", wenn sie betrunken Kontakt zu den Kindern hat. Denen würde ich das aber erklären, das die Oma krank ist.


Wende dich mal an die Suchthilfe oder eine ähnliche Beratungsstelle...

Im Kiga kannst du ohne Angabe von Gründen die Personen bestimmen, die dein Kind abholen dürfen. Dazu bist du nicht in irgendweiner Beweispflicht. Sag denen einfach, das die Oma das nicht darf und erkläre kurz, knapp und sachlich warum das so ist.


Alles Gute



Beitrag von nanaimo 25.10.10 - 21:37 Uhr

hey,

danke für deine antwort.

hilfe lehnte und lehnt sie ab, schließlich leugnet sie bis heute, überhaupt zu trinken.

an verschiedene suchthilfeorganisationen habe ich mich schon gewendet, aber ohne große erkenntnisse für mich.

es geht mir nicht um das abholen oder nicht abholen aus dem KIGA. da ist klar, dass sie keine vollmacht hat.

aber sie taucht wie gesagt ungefragt zur weihnachtsfeier auf und ich weiß nicht, was sie sonst noch so drauf hat. zudem versteht sie sich als ehemalige lehrerin super mit der KIGA-leiterin.

sie hat im KIGA nichts verloren und auch nicht bei feierlichkeiten, die dort stattfinden. das sind keine öffentlichen veranstaltungen.

mein großer ist erst 5, ich hab ihm so kindgerecht wie möglich erklärt, dass sie ein alkoholproblem hat.

für ihn ist das schwer, ich denke, abstand tut ihm gut. was nützt eine oma, die nicht für ihn da ist?

ich möchte nicht, dass er irgendwann merkt, dass sie betrunken ist.

lg nanaimo

Beitrag von schnupsi76 25.10.10 - 21:52 Uhr

Das macht die ganze Situation natürlich schwerer....

Dann würde ich doch zur Kiga- Leiterin gehen und sie darum bitten, Veranstaltungen des Kindergartens NICHT der Oma auf privatem Wege mitzuteilen. Du machst das natürlich auch nicht.;-)

Ansonsten weißt du ja im Vorraus ob und welches Event da stattfindet. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als sehr sehr gut aufzupassen.
Da deiner schon fünf Jahre alt ist, hat ein Kindergartenwechsel ja auch nicht allzu viel Sinn. Hoffe halt auf die Einschulung.#zitter

Wenn die Oma weg zieht, und der Nachwuchs nicht so gegenwärtig ist, wird sie nicht so präsent sein und bekommt so manches dann nicht mehr mit.


Ich wünsche dir sehr viel Kraft und Mut und immer die nötige Portion Verständnis. Es ist wirklich schlimm für euch.

Kenne einen ähnlichen Fall- da war die Mutter alkoholkrank und der Vater stand dieselben Probleme durch. Er hat es damals geschafft, das sie, sobald sie auffiel (Fahne etc) die Kleine halt nicht bekam...und so hatte sie den nötigen "Anreiz" etwas zu ändern. Mittlerweile, nach fünf Jahren, hat sie es geschafft und ist trocken.


Alles Gute

Beitrag von schnupsi76 25.10.10 - 21:54 Uhr

Was sagt denn dein Mann dazu?

Beitrag von nanaimo 25.10.10 - 22:09 Uhr

huhu,

ja einschulung ist nächstes jahr, mein großer geht dann in die schule, in der SIE lehrerin war.

dumm gelaufen, oder? aber geht wirklich nicht anders.

dort geht sie auch nach über 10 jahren rentnerdasein zu allen möglichen festen und feierlichkeiten. da ist ärger vorprogrammiert.

mein mann denkt wie ich. er ist fertig mit seiner mutter. da ist zu viel passiert. er ist hier nur der hausmeister und der ungeliebte sohn eines ungeliebten mannes. aber das würde hier zu weit gehen.

ich selbst habe als kind mitbekommen, wie ein verwandter betrunken auf dem sofa lag und das war schwer für mich. ich möchte nicht, dass meine kinder solche erfahrungen machen müssen und eine oma, die nur dann verfügbar ist, wenn sie mal nüchtern ist, brauchen wir nicht.

dann lieber ohne oma. so schwer das vielleicht sein mag.

lieben dank

nanaimo

Beitrag von jule2801 25.10.10 - 21:54 Uhr

Hallo,

ich würde den Kontakt abbrechen und den Kindergarten darüber aufklären, dass du keinerlei Kontakt mehr mit der Oma wünschst und sie sich daher von den Kindern fern zu halten hat. Sie wird es anders nicht begreifen und sie muss selber einsehen dass sie Hilfe braucht.
Ich habe eine ähnliche Situation mit meiner Schwiegermutter. Sie ist (war) Alkoholikerin, wohnt aber glücklicherweise weit genug von uns weg. Nachdem sie immer wollte, dass wir doch mal die Kinder alleine zu ihr schicken, habe ich den Kontakt abgebrochen. Für meinen Mann war das eine sehr schwere Zeit, da er ein wenig zwischen den Stühlen saß. Mittlerweile telefonieren wir wieder ab und zu miteinander, aber gesehen haben wir uns bestimmt schon ein Jahr nicht mehr.

Alles Gute
Jule!

Beitrag von anni-vom-see 26.10.10 - 07:34 Uhr

Hallo,

auch wenn sie ihre Sucht leugnet, würde ich es ihr ins Gesicht sagen.
Und ich würde ihr sagen, warum ich den Kontakt abbrechen will, wenn sie so weitermacht und sich nicht durch eine Beratung und Selbsthilfegruppe helfen lassen will.
Entweder sie sieht es ein und macht mit oder es ist vorbei.

Alles gute für Dich

Beitrag von angstmama 26.10.10 - 08:45 Uhr

Hey, aber es heißt doch nicht, dass sie nicht alkoholisiert spielen kann???

Wenn sie sie jetzt ins Auto packen würde und irgendwo hinfahren, angetrunken, das ist klar. das ginge nicht. Aber alles andere ist meiner Meinung nach ok und zu vertreten. Zumal du ja auch in der Nähe bist.

Weißt du wieviele Leute trinken?

LG

Beitrag von sparrow1967 26.10.10 - 12:10 Uhr

Und? Muß man deshalb tolerieren, dass die eigene Oma oder der Vater oder die Mutter oder der Opa betrunken mit den Kindern spielt?
Müssen die Kinder sowas erleben? gehröt das deiner Meinung nach zur guten Entwicklung eines Kindes dazu?


Sorry- aber von alkoholisierten Menschen halte ICH meine Kinder fern...aber sowas von fern...


sparrow

Beitrag von nettybee 26.10.10 - 09:38 Uhr

Hallo

Ich kann dich voll und ganz verstehen, den Kontakt würde ich auch nicht wollen ... allerdings habe ich auch Mitleid mit der Oma, da Alkoholsucht ja eine Krankheit darstellt und sie da alleine mit Sicherheit nicht mehr herausfindet ... Im Kindergarten, bzw. Schule wird Sicherheit normalerweise großgeschrieben ... Bei uns ist es so, dass man eine Liste abgibt, welche Personen das Kind abholen dürfen, an andere wird es erst gar nicht herausgegeben ... mit dem Besuchen, bzw. uneingeladenen Auftauchen bei Feiern wird es wohl ähnlich sein ... Ich wünsche euch alles Gute

lg Netty

Beitrag von kati543 26.10.10 - 16:49 Uhr

Ich würde zusammen mit deinem Mann mit der Oma reden. Wichtig ist, dass auch dein mann hinter dir steht. Sag der Oma einfach, dass sie sich vom Kiga und später von der Schule fernzuhalten hat, ansonsten ist es dir leider unmöglich, deinen Sohn zu Feierlichkeiten, die ihm zu Ehren stattfinden, mitgehen zu lassen. Ich würde ihn übrigens an einer anderen Schule anmelden. Und das würde ich der Oma auch ganz klar sagen. Und da heutzutage jedes Handy die Möglichkeit hat, kleine Filme zu machen, würde ich ihre Entgleisungen aufnehmen und sie bei diesem gespräch damit konfrontieren.