Abstillen???

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sissikatz72 25.10.10 - 22:16 Uhr

Hallo zusammen, ich bzw. wir hatten in den letzten Wochen sehr viel Stress. Neben den Vorbereitungen zur Taufe, die jetzt seit 2 Wochen hinter uns liegt, kam die Umstellung mit zwei Kindern. Meine große Tochter ist 2 Jahre und 4 Monate, meine kleine Tochter 14 Wochen alt. Sie wird voll gestillt. Ich habe auch sehr viel Milch und bin auch zufrieden damit. Leider jagte bis einschließlich letzter Woche ein Milchstau den nächsten. Insgesamt waren es 5 oder 6. Ich habe den Milchstau immer gut in den Griff bekommen und auch eine Stillberaterin kommen lassen. Die sagte ganz klar: "Stress reduzieren. Sorgt für Euch!" Nun raten mir alle zum Abstillen, alle ausser natürlich der Stillberaterin. Sei es nun, das ich zu hören kriege: "Oh, da hätte ich ja schon wieder kein Bock zu stillen!" Oder: "Also bei der Menge und den Tabletten die du schluckst ( ich nehme mal Paracetamol, das hat aber andere Gründe), würde ich abstillen. Denk mal an dich!"
Für mich ist klar, das Abstillen die aller-,aller-, allerletzte Lösung ist.
Habt Ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich? Umschläge, an der entsprechenden Seite anlegen usw. mache ich schon brav. Das funktioniert auch prima. Ich habe am Wochenende einen Schlaftag eingelegt und versuche, allgemein den Stress zu reduzieren.
Ich freue mich auf Eure Antworten.
LG Sissi

Beitrag von anarchie 25.10.10 - 22:31 Uhr

hallo!


Deine hebamme hat recht!

Und neben dem Stress wird auch die zeit helfen...

Kriegt die kleine tee, schnuller oder mumi aus der Flasche?
Falsch ja, alles weglassen.

Wenn dein partner am WE da ist, verkriech die mal ein ganzes WE mit dem zwerg ins bett, lass alles andere liegen...


Die taufe ist durch, mit den zwei Mäusen spielt sich allles ein...
Was genau stresst dich denn noch?
Wo kann man ansetzen?


lg

melanie mit den 4 (teils Ex-)langzeitstill-Kindern(8,6,3,1)

Beitrag von brautjungfer 25.10.10 - 22:35 Uhr

huhu,

warum würdest du in dem Fall den Schnuller weglassen? meinst du stattdessen anlegen?! ansonsten versteh ich gerade nicht warum du dazu rätst.

lg


Beitrag von anarchie 25.10.10 - 23:07 Uhr

ich würde auf jeden fall ausschliessen wollen, dass das kind sein saugbedürfnis woanders stillt,
einafch, weil jeder fremde Sauger das manchmal empfindliche Gleichgewicht stören kann.

Zudem gibt es Kinder, die einen teil ihres Appetits mit Saugen kompensieren...

Und, was ich hier in der gestressten situation besonders wichtig finde, dass nochmal der bezug zum Kind gestärkt wird in diesen erzwungenen ruhepause, es wird ein zusätzliche Ruhepool geschaffen an der Brust.
bewusst auch losgelöst von der reinen nahrungsaufnahme.

ich glaube, was hier ganz doll fehlt, ist das zur ruhe kommen, nochmal ganz aufs Kind beziehen, zu sich in der neuen Situation finden, runterkommen.


Beitrag von steffi0413 25.10.10 - 22:57 Uhr

Hallo Sissi,

Also Abstillen wäre schon schade. :-( Paracetamol kannst Du beim Stillen nehmen.
Ich hätte ein paar Fragen, vielleicht kommt da was hoch:

Kommt Milchstau immer an der gleichen Stelle? Siehst Du keine weisse Punkte oder Bläschen an der BW? Sind/waren deine BW nicht wund?
Ist deine BH nicht zu eng? Verwendest Du Tragetuch?
Spürst Du beim Stillen Milchspendereflex (Stress kann den negativ beeinflussen)?
Stillst Du immer in der gleichen Position?
Wie oft stillst Du in 24 Stunden? Immer beide Brüste?

LG
Steffi

Beitrag von inoola 25.10.10 - 23:08 Uhr

huhu,

meinst du denn du hast den milchstau wegen ZU VIEL milch?
frag doch die stillberaterin mal danach.
ich hatte mal einen milchstau, und sollte eine halbe tasse salbei tee trinken. hat supi geholfen, fast zu gut.
damit muss man echt aufpassen. bei zu viel bleibt die milch (bei mir z.b.) fast ganz weg.

lg inoo

p.s. ich stille meine zwillis auch voll. wir haben keinen festen rythmus, und selten volle 3 stunden pause. durchschlafen kann auch nur meine tochter. mein sohne mann hat nachts mind 3 mal hunger. und ich bekomme auch ständig zu hören, das ich doch endlich flasche füttern soll, damit die auch beide durchschlafen, oder ich länger pausen dazwischen habe....

aber solange sie satt werden, und gut zunehmen möchten wir nicht abstillen. wir sind ganz zufrieden so wie es ist. ich finde flasche viel stressiger.

Beitrag von berry26 26.10.10 - 09:58 Uhr

Hi,

also aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, das Flaschenfütterung eher mehr als weniger Stress bedeutet. Wenn du hinter dem Stillen stehst, dann würde ich auf die ganzen blöden Sprüche gar nicht hören. Einige sind einfach neidisch weil es bei ihnen nicht geklappt hat und andere haben schlicht keine Ahnung.

Wenn du regelmäßig Paracetamol nimmst, ist das überhaupt kein Problem. Das ist absolut stillverträglich. Ansonsten gebe ich deiner Stillberaterin recht. Vermeide Stress und konzentriere dich einfach mal nur auf dein Baby. Wenn du merkst das sich wieder ein Milchstau anbahnt, dann einfach immer schön wärmen und stillen und danach kühlen. Umschläge machst du ja schon. Achte darauf das dein BH nicht zu eng ist und dich nicht einengt.

Ich denke ihr bekommt das sicher mit viel Ruhe und Geduld wieder hin. Wenn es erst mal läuft hast du auch nicht mehr viel zu befürchten.;-)

LG

Judith

Beitrag von sissikatz72 26.10.10 - 21:38 Uhr

Hallo zusammen und vielen Dank für die lieben Antworten!
Meine BWs sind nie entzündet und es sind auch keine Eiterpickelchen oder so drauf. Die Flasche mit Mumi bekommt sie nur in absoluten Ausnahmefällen. Wenn ich nicht da bin oder eben wirklich mal ausschlafen muss.
Ein Tragetuch benutze ich nicht und den BH habe ich auch überprüft: alles gut. Wir nutzen den Ergo Carrier, allerdings nutzt ihn mein Mann mehr als ich.
Ich muss halt Lernen, auch mal nein zu sagen.

LG Sissi