Hoher Blutverlust bei der Geburt und nicht genug Milch - wer kennt das

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von ines7986 26.10.10 - 08:33 Uhr

Hallo,

ich habe bei der Geburt vor 8 Tagen ca. 1,5 l Blut verloren. Jetzt kommt kein richtiger Milcheinschuss. Es kommt zwar was, aber davon wird unser Baby nicht satt, so dass wir zufüttern müssen.

Hatte einer von euch ähnliche Probleme? Danke für eure Antworten und liebe Grüße

Ines

Beitrag von zwillinge2005 26.10.10 - 09:07 Uhr

Hallo Ines,

Bis wann ward Ihr im KH? Wie hoch war Dein letzter HB Wert? Hast Du Eisentabletten mit nach Hause bekommen?

Wann Habt Ihr mit Zufüttern begonnen? Woran machst Du fest, dass nicht ausreichend Milch "kommt", bzw. Dein Kind nicht satt wird?

LG, Andrea

Beitrag von 20girli 26.10.10 - 09:16 Uhr

Als erstes - woher weist du das dein Kind nicht satt wird von der Milch die da kommt?

Es wird so oft so schnell zugefüttert. Meine z.B. hat immer noch - jede Stunde Hunger - sie wird satt - nur hält Muttermilch nicht so lange weil sie so schnell verdaut ist. Zunehmen ist wichtig - spätestens wenn der Milcheinschuss da war..sollte es nasse Windeln geben.
Nasse Windeln und eine zunahme des Gewichtes zeigen das ein Kind satt wird.

Wie ist das bei euch?

lg

Beitrag von ines7986 26.10.10 - 09:24 Uhr

Ich war 4 Tage im KH. Mein HB war bei der Entlassung bei 6,9.

Fest machen tue ich das daran, dass sie selbst nach dem Stillen nicht ruhig wird und mitunter stundenlang schreit. Sie schläft auch nur wenig, ist mitunter 5-6 Stunden am Stück wach und quengelig.

Seit gestern versuchen wir nochmal den Milcheinschuss anzuregen, in dem ich quasi Power-Stille, also wirklich ständig anlege. Aber bis auf dass mein Kind immer unruhiger wird und schreit hat es noch nichts gebracht.

Beitrag von berry26 26.10.10 - 10:05 Uhr

Hi,

also in deinem Fall würde ich evtl. mal für ein oder zwei Wochen eine Babywaage in der Apotheke ausleihen. Damit siehst du wieviel Milch dein Baby tatsächlich trinkt und merkst auch ob deine Bemühungen Früchte tragen.

Quenglig sein und wenig Schlaf müssen nämlich nicht unbedingt zu wenig Milch bedeuten. Zudem wäre es ratsam eine Stillberaterin zu kontaktieren. Wenn du zufüttern musst, wäre es nicht schlecht das ganze über ein Brusternährungsset zu tun. Das kann dir eine Stillberaterin zeigen. So vermeidest du eine Saugverwirrung und regst zugleich die Milchproduktion an.

LG

Judith

Beitrag von 20girli 26.10.10 - 10:25 Uhr

Hi,

also meine ist nach dem Stillen auch nicht "wirklich" ruhig. Wärend sich mein Sohn beim Stillen abgeschossen hat...und man ihn einfach "weglegen" konnte...ist das bei unserer Prinzessin nicht möglich.
Auch jetzt hat sie ihr Vater auf dem Arm. Sie hat getrunken mehr als genug...und will nur getragen - geschaukelt werden. Selbst die Schaukel von fisher price bringt bei ihr nicht soviel wie bei den Jungs. Sie will nähe und viel und ganz oft an die Brust.

Meine kleine schläft seit dem sie 2 Tage jung ist bei mir im Bett- direkt neben mir. Ich hab zwar ihr bett neben meinem als Babybalkon- aber nur 10 cm von mir weg und sie weint. Sie schläft ich versuche mich rauszuschleichen... sie merkt das und weint. Ab und an klappt es manchmal schon für 10- 20 min...mehr aber noch nicht.

Meine ist geboren worden und war fast 4 stunden wach...sie ist viel und oft wach.

Vielleicht findet dein Mäuschen wie meine auch- auch schwer in den Schlaf...meine macht immer wieder einAuge auf und "Kontrolliert" ob sie noch auf dem Arm liegt wenn man mal ganz still bleibt. Das macht sie shcon von anfang an.

Was ich damit sagen will ist....das das keine Zeichen dafür sind das ein Kind nicht satt wird.

Meine kommt übrigens auch Nachts alle 1 - 1 1/2 stunde...

Vielleicht hilft auch ab und ein Schnuller...manchmal wollen Kinder nur ihr saugbedürfniss stillen und ärgern sich wenn da Milch rauskommt.

Und wie sieht das aus beim Stillen...ist TV etc. aus ist es eher ruhig? Wie bist du drauf? Bist du unruhig? Denn das überträgt sich sofort aufs Kind...auch wenn man denkt man wäre ruhig. Die haben das drauf das zu fühlen.

Und ansonsten nimm den Tipp mit der Waage mal an..bzw. lass sie mal wiegen...nimmt sie zu?
Hat sie nasse windeln?
Dann wird sie auch satt und es ist ein anderer Grund warum sie quengelt.

lg kerstin

Beitrag von zweiunddreissig-32 26.10.10 - 10:07 Uhr

Ich hatte beim KS auch ebenso viel Blut verloren. Mein Milcheinschuss kam erst am 5. Tag, so dass ich mit Pumpen, Tee etc. nachhelfen musste. Eisen hab ich schon im KH bekommen. Wichtig ist, dass du die Tabletten mit Orangensaft einnimst und keine Milchprodukte wenigstens 1,5 Stunden nach der Einnahme isst.

Wird denn dein Kleines nach dem Zufüttern ruhiger? Schläft ein?
Du musst dir einen Rat von einer Stillberaterin bzw. stillfreundlichen Hebamme holen, sie wissen es am besten, wie man den Milchfluss steigern kann. Trotz großem Baby konnte ich 3,5 Monate voll stillen.

LG

Beitrag von 20girli 26.10.10 - 10:28 Uhr

Hi,

du hättest nicth mit Pumpen Tees etc. nachhelfen müssen. Bei meinem Sohn kam er auch erst am 5 Tag und ich hab nix gemacht.
Gut nen Stilltee mal getrunken aber nicht um ihn zu beschleunigen. Das kann sowieso nur das Kind indem es eben an die Brust geht. Je mehr am anfang je besser - denn so eher kommt die Milch.

Wollte ich dir nur sagen...Es muss nicht unbedingt die Milch schon am 2 Tag kommen. Das ist kein schlechtes Zeichen und nicht tragisch weil die kleinen die Vormilch bekommen. Das reicht aus.

lg Kerstin

Beitrag von zweiunddreissig-32 26.10.10 - 11:03 Uhr

Nachgeholfen hab ich gerade am 5. Tag noch im KH, die Krankenschwestern wollten prüfen, ob ich überhaupt was hab. Ich hatte eine eingeleitete Geburt, mein Sohn wollte noch nicht kommen;-) Der Kleine hat auch ziemlich abgenommen (ok, er kam mit 4 kg, war nicht dramatisch) und die standen vor Entscheidung, ob sie ihm Flasche geben müssen, damit er nicht unterzuckert (hatte Gestationsdiabetes). Vormilch hatte ich gerade 2 Tröpfchen, was ihm definitiv zu wenig war, trotz dass er fast stündlich kam.
Das wahrscheinlich ein Zusammenspiel der Faktoren, dass es eine eingeleitete Geburt war, die in KS endete, plus großes Kind. Bei normaler Geburt wäre es wahrscheinlich alles anders und ich hätte keine Pumpe gebraucht.

Beitrag von littlelight 26.10.10 - 13:21 Uhr

Was hat denn die Größe des Kindes damit zu tun? #kratz

Beitrag von 20girli 26.10.10 - 15:06 Uhr

Hm...meine kam mit 3220 zur Welt und hat bis 2760 abgenommen.

Vormilch nur 2 tropfen - woher weis du das? Die ist so zäh und dickflüssig - das ist nur ganz wenig- anders als die richtige Milch. Warum? Weil das für das Baby besser ist. Die Nieren schaffen so große Flüssigkeitsmengen noch nicht so gut - darum ist die Vormilch wenig und dickflüssig - zäh...enthält aber ALLES was ein Baby braucht um bis zum Milcheinschuss "durchzuhalten". Da fehlt einem gesundem Baby rein gar nix.

Eine eingeleitete Geburt hat mit der Milch auch fast gar nichts zu tun...sondern das Kind muss nach der Geburt angelegt werden. Das ist viel wichtiger.
KS ist auch kein Grund. Und ein großes Kind schon mal überhaupt nicht.
Mein Sohn war 3940 gramm und 53 cm und ich hatte den Milcheinschuss erst am 5 tag.

Vertrauen und eine gute Beraterinnen in Sachen Stillen wäre besser gewesen. Du schreibst das du 3 1/2 monate voll stillen konntest...sicher gabst du die Flasche oder? Die Flasche wird der einzigste Grund gewesen sein warum es mit dem Stillen nicht geklappt hat.

lg Kerstin

Beitrag von zweiunddreissig-32 26.10.10 - 17:03 Uhr

Ich hab ihn fast stündlich angelegt, so wie er kam. Manchmal war es auch Dauerstillen, davon wurde er aber einfach frustriert und schrie noch mehr, da es ihm diese Vormilch zu wenig war. Es ist eben wegen meinem Diabetes, im Mutterleib war er überversorgt, daher großes Gewicht und mehr Hunger.
Es ist durchaus bekannt, dass durch syntetische Hormone eingeleitete Geburt und dann KS der Körper mit eigener Hormonproduktion einfach hinterher hinkt. War in Großhadern hier in München, die sind sehr positiv gegenüber dem Stillen eingestellt. Die Ärzte an der Uniklinik haben mir die Sache mit Hormonproduktion erklärt.
Ich habe 3,5 Monate voll gestillt, heisst, ich hab jede 2 Stunden entweder angelegt oder abgepumpt, damit der Milchfluss in Gang kommt. Mein Kleiner ist ein guter Trinker, es war ihm egal, ob Flasche oder Brust oder Schnuller, er trank immer gut. Nur nach der 12. Woche hatte er Riesenschub und da reichte Dauerstillen nicht mehr, er hat nur geschrien und kam gar nicht zu Ruhe. Gesteigerte Nachfrage haben meine Brüste irgendwie nicht kapiert, es kam nicht viel mehr Milch. Dann musste ich ihn nach dem Stillen schon zufüttern, und mein Kleiner kam trotzdem jede 2 Stunden, nur war er ruhiger und der Stress war weniger. Ich finde nicht, dass das Stillen bei uns nicht geklappt hat, es war schön, obwohl nicht lange. Die Stillberaterin von LaLecheLiga hat meine Strategie für richtig gefunden.
Ich gehöre halt nicht zu Kategorie, die um jeden Preis das Stillen lange behalten wollen. Ich mache so, wie es für mein Kind besser ist. Zufüttern bzw. Pumpen hat ihm nicht geschadet.

Beitrag von 20girli 27.10.10 - 06:29 Uhr

Hi,

nein um jeden Preis lange Stillen wollen ist blöd. Das würde ich auch nicht machen. Obwohl ich schon jetzt viel durchgestanden habe...aber nur in der Hoffnugn das es dann später so wird wie bei meinem Sohn.

Gut, wegen der Diabetes kenn ich mich nicht aus.

Ich denke immer nur- ich hab es ja bei mir selbst bemerkt...das dieses zu frühe Zufüttern der Punkt ist warum stillen so oft nicht klappt.

Ich hatte verkrustete Brustwarzen...Schmerzen ohne ende und ich hab das anlegen auf der linke Seite nicht mehr ausgehalten. Also sollte ich 1-2 Tage abpumpen. Die kleine war gerade mal 1 woche alt...vielleicht etwas mehr.
Damit die Brust etwas verheilen kann. Ich hab nur einen Tag lang abgepumpt...nachts schon wieder angelegt..nicht so oft - mehr die rechte seite.
Und was soll ich sagen...aufeinmal musste sich mein kInd da anstrengen - vorher kam die Milch so einfach...Man hat es also sofot gemerkt. Mittlerweile hat sich das alles gelegt - linkst ist genauso gut wieder wie rechts.
Was ich damit sagen will ist...ich bin selbst erstaunt welche riesen Auswirkung die ganze Sache haben kann. Wie empfindlich alles am Anfang ist. Hätte ich noch einen Tag länger abgepumpt...wer weis vielleicht würde meine Maus an die Brust gar nicht mehr gehen.
Denn wenn bei ihr die MIlch nicht sofort kommt macht sie einen heiden Theater.

Wie gesagt - wegen Diabetes kenn ich mich nicht aus. Aber das zu oft zu früh und zu viel zugefüttert wird. Und das gerade in den ersten 6 wochen alles so sensibel ist...das man da ganz schnell was kaputt machen kann. Auch später keine frage - leider.

Aber es ist doch schön wenn es für euch schön war...es euch gereicht hat und ihr so gut klar gekommen seit.
Es geht nicht immer nur darum das Stillen nur das einzig ware ist. Ich hab selbst 4 Flaschenkinder.


Lg Kerstin

Beitrag von angel2110 26.10.10 - 14:59 Uhr

Hallo.

Ich hab bei der Geburt auch viel Blut verloren und musste Eisentabletten nehmen. War bis eine Woche nach der Geburt noch im Krankenhaus. Musste dort schon einen Tag zufüttern weil meine Maus zuviel abgenommen hatte.
Ich musste zu Hause wieder anfangen zufüttern, da war mein Kind 3 Wochen alt. Sie hatte zu wenig zugenommen und war auch nur am Schreien.
Ich hatte eine super Hebamme, die mir geholfen hat und Tipps gegeben hat, wie sie nur konnte. Wenn es nach dem Kinderarzt gegangen wäre, hatte ich ihr mit nicht mal zwei Wochen schon 8 Flaschen pro Tag geben sollen #schock (den Kinderarzt habe ich gewechselt)

Ja, auch wenn manche das nicht für möglich halten: es gibt Frauen die NICHT voll stillen können #schmoll
Ich hätte es gerne getan und habe mir Vorwürfe gemacht dass es nicht ging.
Inzwischen ist meine Maus fast 1 Jahr alt und gesund und munter. Auch ohne 6 Monate voll stillen.

LG angel

Beitrag von ines7986 26.10.10 - 18:49 Uhr

Danke für eure Antworten.

Beitrag von conny755 26.10.10 - 21:22 Uhr

Hallo Ines,

hab bei der Geburt auch viel Blut verloren (Hb 5,4). Konnte eine Woche lang nicht aufstehen. Die kleine hat auch oft und lang getrunken ist aber nicht satt geworden und dann haben wir im KH schon zugefüttert.
Wir haben ca. zwei Wochen lang zugefüttert und dann hat es super geklappt mit´m stillen. Dran bleiben!

LG