depressionen

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von lilja27 26.10.10 - 09:40 Uhr

HI Zusammen,

ich selbst hab keine depression, aber meine beste freundin leidet darunter schon seit gut 2 jahren.
Und ich kann bald nicht mehr, ich bin sozusagen ihre nahezu einzige bezugsperson, sie hat sonst keinen wirklichen freundeskreis bzw, nur noch leute zu den sie einen oberflächliche beziehung hat, und die familie na ja die ist eher der grund noch tiefer in die depri zu stürtzen.
Ich versuche sie ja immer aufzufangen, und nach einer zeit dachte ich wirklich es geht bergauf hielt aber nur kurze zeit an jetzt versinkt sie wieder in ihrme schwarzen loch schon ihre stimmt am telefon wenn sie anruft, dann könnte ich sie schon ohrfeigen und anbrüllen, hey was ist denn wieder los mein gott ist doch nicht so schlimm sich so anzustellen.
Ich versuche sie rauszuholen , mit ihr weg zu gehen sie auf feste einzuladen etc, wobei sie selbst auch was unternehmen möchte aber es dann kaum lange aushält.
Jetzt hatte sie geburtstag für sie wieder einen grund ins tal der tränen zu stürtzen wieder ein jahr älter noch immer nicht den richtigen gefunden für zu heiraten und kinder zu bekommen sie ist anfang 30.

Jetzt hat sie auch noch ihre Medikamente einfach mal so agesetzt weil sie davon heißhunger bekommt und zunimmt.
Also sie geht schon seit über einem jahr zu einer therapie war schon in einer reha einrichtung und sollte auch medikamente nehmen, ihr arzt wollte sie stationär einweisen um es besser in griff zu bekommen, ich denke selbstgefährendend ist sie nicht, dafür ist wohl doch noch der hoffnungsschimmer zu groß doch auch mal ihr glück zu finden.
Dann weiter es ist bald weihnachtszeit, für sie jetzt schon ein grund ein trauerklos zu sein weil weihnachten allein zu sein, klar ist das nicht schön, dafür hab ich alles verständnis der welt, nur so langsam verliere ich die geduld, ich könnte sie schütteln und schauen wo die person ist die ich damals kennengelernt habe.
Ich merke wie ich immer weniger verständnis aufbringen kann, und mich selbst zusammenreißen muss und mir sagen muss sie kann nichts dafür sie ist nicht sich selbst sie ist krank, aber dann setzt sie ihre med ab, und sieht nicht mal ein das es jetzt schlagartig schlechter wurde weil die wage zeigt jetzt 2 kilo weniger an, das ist zum haare raufen.
Also wie geht ihr um mit euren angehörigen und freunden, wie schafft ihr es immer da zu sein und sich nicht mit rein ziehen zu lassen.
Ich hab manchmal ein schlechtes gewissen weil ich einen partner habe und über kinder oder so reden möchte, aber angst habe ich halte ihr das vor die nase was sie nicht hat etc.

Ich weiß ja auch nicht bin nur gerade gefrustet das es weider los geht .
lg

Beitrag von sonne.hannover 26.10.10 - 11:16 Uhr

Du kannst ihr nicht helfen. Ich an Deiner Stelle würde den Kontakt komplett abbrechen, denn Depressionen sind quasi ansteckend, Du holst sie nicht raus aus ihrem Loch, sondern sie reißt Dich hinein, insbesondere, wenn Du Dir immer mehr Gedanken machst.

Beitrag von sannymaeusl 26.10.10 - 12:15 Uhr

@ sonne.hannover: Nimms mir nicht übel, aber wenn ich das lese, kommt mir das ganz große Kotzen. Hätten damals meine Freunde nicht zu mir gehalten, mich nicht abgelenkt und wären sie nicht für mich da gewesen wäre ich jetzt nicht mehr hier. Und nur weil man jemanden zur Seite steht wird man nicht depressiv. Wenn es danach ginge müsste ganz Deutschland an Depressionen leiden und die Bevölkerung sich wegen Suizid rapide zurückgehen.

@ TE: Ich finde es klasse, dass du dich um deine Freundin so kümmerst und dir Sorgen machst. Das sie ihre Medis einfach absetzt ist nicht in Ordnung, früher oder später wird sie die wieder nehmen, weil Antidepressiva Entzugserscheinungen hervorrufen, aber sehr schleichend, da AD einen recht langen Halbzeitwert haben. Mir hat damals neben meiner Therapie auch ein neues Hobby sowie ein neuer Bekanntenkreis sehr geholfen. Und da ich fest entschlossen war den Depressionen den Kampf anzusagen, hab ich dem neuen Bekanntenkreis nichts davon erzählt und hab sehr an mir selbst gearbeitet. Aber man muss es selbst wollen.

LG

Beitrag von sonne.hannover 26.10.10 - 12:21 Uhr

@sannymaeusl
Wann Dir das große Kotzen kommt oder nicht, kann dahingestellt bleiben. So, wie sich die Verfasserin über den Zustand ihrer Freundin äußert, scheint kein Herankommen an diese mehr möglich zu sein. Deine Aussage allerdings zeugt doch von einer sehr großen Lebenserfahrung.

Beitrag von ni-cri 26.10.10 - 20:59 Uhr

mann kann doch eine Freundin nicht im Stich lassen, weil sie Depressionen hat!!!! Gehts noch???#schock
Du hast wohl keine Freunde, was? :-[

Beitrag von mansojo 27.10.10 - 07:57 Uhr

hier geht es nicht darum eine freundin im stich zu lassen

sondern darum sich selbst zu schützen

wenn die freundin auch noch in depression versinkt hilft das beiden nicht


die freundin gehört in therapie
sie kann sihc nicht völlig auf ihre freundin fokosieren und ihre eigenen bedürfnisse vernachlässigen

Beitrag von babybaer4 26.10.10 - 14:20 Uhr

Hallo,

ja das kenne ich auch.Meine Freundin hat Borderliner und im Prinzip kann ich dir nur sagen wie man es nicht machen sollte.
Ich habe/konnte keine Grenzen setzten.Ich war immer für sie da und habe mich und meine Wünsche vergessen.
Es sind auch nur so saloppe Dinge die ich gerne von meiner Freundin gehört hätte"Und was hast du heute gemacht?"oder "Wie geht es dir?"
Ihr das zu sagen konnte ich aber nicht,da es ihr irgendwie immer schlecht ging(sie war suizidgefährdet)und ging es ihr mal halbwegsgut wollte ich sie nicht mit meinem Kram nicht wieder runterziehen.Da denke ich war mein erster großer Fehler ,ich hätte es darauf ankommen lassen sollen.
So dann habe ich immer mehr Aufgaben übernommen ihren Haushalt ,ihre Tochter,ihre Katze ihre finanziellen Dinge(Sie war mehrere Monate in der Klinik).Das war zuviel.Fehler Nr 2:Ich habe mich übernommen.Hätte auch mal nein sagen müssen!
Ich war unzufrieden,wütend ....
Merkte das ich nur noch an sie dachte ,Lustlos ,alles was ich mir vornahm war für mich nur noch mit einer großen Kraftansträngung zu bewältigen!Ich denke ich war nahe an einer Depression.
Ich habe den Kontakt abgebrochen da ich weiß das ich mich nicht ändern kann.Ich lasse mich immer zusehr mit reinziehen Gedanklich...
Oft denke ich darüber nach "Hätte ich ihr doch mehr zugetraut!Dann wäre es vielleicht nicht soweit gekommen aber auf das Experiment kann ich mich nicht mehr einlassen da ich jetzt endlich auf mich und meine Familie konzentrieren muss!!
Wie du siehst nicht alle Angehörigen haben die Kraft den nötigen Abstand zu finden.
Rede mit deiner Freundin über deine Wünsche ,schaffe dir Freiräume

Lg Sabine

Beitrag von crocslady 26.10.10 - 16:43 Uhr

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Beitrag von nisivogel2604 26.10.10 - 17:44 Uhr

DU weißt doch gar nicht was Depressionen sind. Und deine aussage ist unter aller sau

Beitrag von sannymaeusl 26.10.10 - 18:30 Uhr

Wenn man keine Ahnung hat einfach mal Fresse halten. (sorry für die Wortwahl, alles andere hab ich mir schon verkniffen)

Beitrag von sonntagsmalerin 26.10.10 - 19:15 Uhr

Vielleicht solltest du dich erst mal informieren, bevor du hier so etwas von dir gibst.

Ich wünsch dir jedenfalls nicht, dass du jemals in eine Depression gerätst.

Die Geißel unserer Zeit scheint eher zu sein, dass es immer mehr Menschen gibt, die rücksichts- und verständnislos durch unsere Gesellschaft poltern.

Beitrag von mansojo 26.10.10 - 19:45 Uhr

hallo,

mit deinem verhalten hilfst du ihr nicht

du gießt ehr noch öl ins feuer weil du sie indirekt bestätigst

zieh dich zurück
wenn du keine kraft für sie hast ,sag ihr das genauso

erfinde keine ausreden
keine entschuldigungen

du bist nicht ihre therapeutin sondern die freundin

und freundschaft sollte auf gegenseitigkeit beruhen
ein abhängigkeitsverhältnis ist keine freundschaft

liebe grüße und alles gute manja

Beitrag von lilja27 27.10.10 - 10:08 Uhr

HI Zusammen

Danke für eure Antworten!
Aber im Stich lassen werd ich sie nicht, das ist nicht meine Art.
Ich suche nur einen weg anders damit umzugehen, einen neuen ansatz zu finden.
Zuerst einmal werd ich wohl mit ihr jetzt noch mal über die medikamente reden, und das ich es nicht in ordnung finde das sie die einfach absetzt sondern das erst mit ihrem doc besprechen soll, evtl gibt es ja auch andere alternativen ohne diese Nebenwirkungen.
Das blöde ist eben ich mach mir selber eben hoffnungen wenn sich kleine dinge bessern , und dann werden sie wieder zerschlagen.
Sie hatte große probleme am arbeitsplatz hielt es dort nicht mehr aus konnte nicht mehr mit diesen menschen zusammen arbeiten, abe rzu hause viel ihr die decke auf den kopf saß dann nu da und wartete auf eine aufgabe.
Jetzt hat sie einen neuen arbeitsplatz gefunden, und ich dachte juhu es geht vorwärts aber das tut es nicht, ihr angst und unfähigkeit sich neuem anzupassen ist enorm
Ich könnte nicht der Mensch sein, der ich sein will wenn ich meine freunde in ihrer dunkelsten stunde allein lassen würde, finde das zeigt wenig von charakter stärke, ich bin gesund und werd wohl einen weg finden, gelegentlich verirrt man sich halt.
Hab sie nächste woche zum backen eingeladen, weil ich weiß das sie sich darauf freut, und die woche später werden wir ins Kino gehen. So das sie am ende der woche immer etwas positives hat worauf sie sich freuen kann.

lg