Beschäftigungsverbot und Nebenabsprachen

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von saeli 26.10.10 - 09:43 Uhr

Hallo und guten Morgen @ all
Meine Schwangerschaft kam etwas überraschend damals und einiges in meinem Job war nicht schriftlich abgeklärt. Daher meine Frage: Ich hab mit meinem Chef (kleiner Familienbetrieb) damals abgeklärt das ich für ein niedrigeres Grundgehalt arbeite (damit er sich mich leisten kann) dafür aber andere Dinge kostenlos nutzen kann. Nicht schriftlich im Vertrag da er sagte das das dann ein Geldwerter Vorteil ist und viel Steuer kostet oder so. Kenne mich da gar nicht aus.
Dann wurde ich schwanger, bekam Beschäftigungsverbot (mein Gehalt wurde komplett von der KK bezahlt), durfte nicht mehr arbeiten. Jetzt meint er das ich für die Zeit die ich ja nicht für ihn gearbeitet habe die Möglichkeiten für mich kostenlos nicht mehr existieren sondern ich dafür bezahlen soll. Die Kosten dafür sind so hoch wie mein Elterngeld pro Monat und ich kann das auf die Schnelle nicht reduzieren.
Darf er das? Heißt es nicht das durch ein Beschäftigungsverbot für mich keine finanziellen Einbußen auftreten dürfen. Oder gilt das nur für "offizielle" Sachen?

Beispiel für meine Situation: Als Automechaniker geringes Gehalt, hab aber drei Autos kostenlos auf dem Gelände stehen. Darf nicht mehr arbeiten, keine Möglichkeit die Autos kostenlos oder günstig woanders hin zu stellen oder auf die Schnelle zu verkaufen. Jetzt muß ich dafür bezahlen und hab dann im Monat noch 100 Euro für alles. Was tun?

Hoffe das war verständlich, nicht zu lang und das jemand ne Idee hat. Bin echt ratlos und extrem in Sorge wegen den Finanzen. :-(

Beitrag von windsbraut69 26.10.10 - 10:09 Uhr

"Darf er das? Heißt es nicht das durch ein Beschäftigungsverbot für mich keine finanziellen Einbußen auftreten dürfen. Oder gilt das nur für "offizielle" Sachen? "

Du bist putzig - "Schwarzgeld" wird bei der Berechnung natürlich nicht berücksichtigt!
Du kannst nicht auf der einen Seite keine Steuern zahlen wollen und auf der anderen Seite dann im Ernstfall keine Einbußen haben wollen.
Verkauf die Autos, dann sparst Du die Kosten für die Stellplätze.

Gruß,

W

Beitrag von saeli 26.10.10 - 11:29 Uhr

Ist halt alles nicht immer so einfach wenn man nicht von Stütze leben will.
Verkaufen geht erst wenn repariert, reparieren kann ich derzeit nicht da ich keine Betreuung für mein Kind habe.
Für höheres Gehalt und alles offiziell angegeben wäre ich damals auch gewesen, dann hätte er mich aber nicht einstellen können weil die Abgaben für ihn zu hoch geworden wären.

Ich hoffe er läßt nochmal mit sich reden, das wir eine Lösung finden.

Sonst bleibt wohl nix anderes übrig als einen Kredit aufzunehmen (falls ich einen krieg).

Und wer frei von Sünde der werfe den ersten Stein oder wie heißt es so schön. Oder habt ihr noch nie was schwarz gemacht oder in Anspruch genommen?

Hatte gehofft es hat noch jemand nen Gedankengang den ich vielleicht noch nicht hatte.

Beitrag von thea21 26.10.10 - 11:42 Uhr

Ehrlich und auf meine Tochter schwörend: Nein, immer alles offiziell, nie in die Taschen, schwarz, nicht mit zustehend. ect.

UNd: ich glaube das ist beim Großteil der Bevölkerung so. Du bist da eher die Ausnahme.

Beitrag von windsbraut69 26.10.10 - 11:49 Uhr

Ja, da gibt es keinen hilfreichen Gedankengang.

Dein Chef wäre schön blöd, wenn er Dir Leistungen gewährt, zu denen er nicht verpflichtet ist.

Nein, ich habe noch nicht schwarz gearbeitet und selbst wenn, käme ich nicht auf die Idee, Lohnersatzleistungen dafür zu beziehen :)
Bevor Du einen Kredit aufnimmst (den Du vermutlich eh nicht bekommst), solltet Du ernsthaft überlegen, die Fahrzeuge zu verkaufen, wenn auch günstiger bzw. mit Verlust.

Gruß,

W

Beitrag von lisasimpson 26.10.10 - 14:17 Uhr

ähm- NEIN, ich habe noch nie schwarz gearbeitet- warum auch?
und NEIN- das argument, es wäre zu teuer für den chef gewsen stimmt so nicht.
du hast eine lesitung bekommen (kostenlose nutzung)- die hättest DU versteuern müssen.
für deinen chef wäre das nciht teurer gekommen.

das heitß DU hast steuern hinterzogen und beschwerst dich nun, daß du für die nicht versteuerten Lohnersatzleistungen kein elterngeld bekommst, bzw. sie dir nicht mehr zur verfügung stehen.

lisasimpson

Beitrag von kathi.net 26.10.10 - 14:26 Uhr

Nun ja, ein Gedankengang - den du aber nicht verfolgt hast - ist, dass ALLES nach deinem offiziellen Gehalt berechnet wird. Eben auch Elterngeld. Und wenn es ganz dumm läuft (man will es ja nicht hoffen) auch ALG1. Ach ja, dein Rentenanspruch natürlich auch......

Mal abgesehen davon, dass solche Nebenabsprachen schlecht einklagbar sind.

Jetzt kannst du nochmal drüber nachdenken, wer bei diesem Deal den Kürzeren zieht.

Gruß Kathi

(die ganz ohne schlechtes Gewissen mit Steinen werfen könnte)

Beitrag von kerstini 26.10.10 - 10:11 Uhr

Das ist ein wenig kompliziert!

Genau weiß ich es ehrlich gesagt nicht, aber ich bezweifle wenn es nur mündliche Absprachen gibt und nichts schriftliches hast du Pech gehabt!

Da kannst du nur auf Entgegenkommen von deinem Chef hoffen!


Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 28.SSW #verliebt

Beitrag von windsbraut69 26.10.10 - 10:24 Uhr

Ja, selbst, wenn sie die mündlichen Absprachen nachweisen könnte, könnte sie damit ja nichts anfangen, da sie sich damit auch strafbar macht.

LG,

W

Beitrag von kathi.net 26.10.10 - 10:18 Uhr

Hmm.... die Vorteile Eurer "Vereinbarung" hast du mit Kusshand genommen - ich sag nur Steuern!

Jetzt siehst du, dass solche krummen Dinger auch Nachteile haben können. Tja, so ist das Leben.

Und natürlich gibt es keine finanziellen Hilfen für "inoffizielle" Sachen.

Gruß Kathi

Beitrag von manavgat 26.10.10 - 10:36 Uhr

Daher meine Frage: Ich hab mit meinem Chef (kleiner Familienbetrieb) damals abgeklärt das ich für ein niedrigeres Grundgehalt arbeite (damit er sich mich leisten kann) dafür aber andere Dinge kostenlos nutzen kann.


Manche Frauen sind so blöd, dass es brummt.


Du machst illegale Geschäfte, arbeitest zum Teil schwarz, d. h. Steuerhinterziehung und jetzt heulst Du.

Mein Rat: frag einen Anwalt. Vermutlich hast Du mit Zitronen gehandelt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zwiebelchen1977 26.10.10 - 10:50 Uhr

Hallo

Würde sagen, Pech gehabt. Du hast den "geldwerten Vorteil" schwarz genutzt.

Und nun willst du daraus noch Kohle schlagen?

Wenn du dich auf sowas einlässt, ist es deine Schuld. Klar kann er das nun so machen.

Bianca

Beitrag von windsbraut69 26.10.10 - 11:53 Uhr

Ähm, nochmal eine Verständnisfrage:
Dein Kind ist 6 Monate alt, was fragst Du denn jetzt nach dem Beschäftigungsverbot, das Du mal hattest und warum darfst Du jetzt nicht arbeiten?

Dass Dein AG Dir während der Elternzeit jetzt die Plätze/Werkstatt nicht kostenlos zur Verfügung stellt, ist nachvollziehbar. Selbst, wennn es offiziell vereinbart wäre, gilt das doch nur, wenn Du dort arbeitest. Du bekommst während der Elternzeit ja auch kein Gehalt!

Gruß,

W