Zweifel an der Liebe

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Zweifel1 26.10.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

zweifelt ihr manchmal auch an der Liebe eures Partners.

Ich lebe nicht mit ihm zusammen, sind allerdings seit 18 Monaten ein Paar. Ich habe immer wieder solche Phasen die aus heiterem Himmel kommen ohne das er mir irgendwie ein Anlass dazu gegeben hätte.

Denke das ich ein zu geringes Selbstwergefühl habe.

Kennt jemand dieses Problem?

Beitrag von bluehorizon6 26.10.10 - 10:07 Uhr

Ich würde es nicht zu kompliziert denken. Vielleicht hat es was mit Urvertrauen zu tun, vielleicht mit Selbstvertrauen, vielleicht ist aber etwas normal menschliches zu zweifeln.

Liebe ist keine Sache in trockenen Tüchern. Du kannst dir noch so sicher sein, und du kannst enttäuscht werden, du kannst noch so unsicher sein und wirst immer nur belohnt.

Liebe ist eine Baustelle. Wer aufhört zu bauen, zu stützen, umzuändern, neu zu konstruieren, einzureissen, und wieder neue Ideen zu verwirklichen hat die Baustelle verlassen. Solange ihr merkt, das ihr zu zweit daran arbeitet, so gut ihr es könnt solange ist alles im grünen Bereich.

Und das bezieht sich auf alle Lebenspositionen: Sexualität, Finanzen, Familie, Kinder, Freunde, Freizeit, Hobbies, Gesundheit, Wohnen, Arbeit, Zukunft, Vergangenheit, Gegenwart, Tod und Geburt... Oft hat man das Gefühl einmal fertig werden zu wollen. Das ist Liebe aber nie. Liebe ist nie fertig, sie verändert uns, sie verändert dich und ihn.

Und Liebe kann sehr lange dauern, länger als man glaubt. Aber Liebe fühlt man nicht immer, manchmal liegt Baustellenschutt drauf oder jemand arbeitet an der Rückseite und man sieht ihn nicht. Aber er baut an der Liebe und den Schutt muss man ab und zu abfahren um wieder sehen zu können um was es geht.

So viel der Worte

blueH6

Beitrag von nele27 26.10.10 - 13:54 Uhr

Hi,

mir ist das in den ersten 1-2 Jahren auch so gegangen... habe dann aus Streits sowas geschlossen und mir eingebildet, er will nichts mehr von mir oder so.

Finde das normal. Also bei mir zumindest ist das Vertrauen in die Beziehung über Jahre gewachsen und da gab es halt Rückschläge.

Wir sind nun fast 7 Jahre zusammen und seit mindestens 4 Jahren vertraue ich ihm und seiner Liebe blind. Hat mir auch nie einen Anlass zum Zweifeln gegeben.

Leider hatte mein Mann gerade an meinen Gefühlen gezweifelt. Hatte auch seine Gründe. Aber das neigt sich dem Ende zu #freu

Naja, was ich damit sagen will: Es gibt eben Menschen, bei denen dauert das 100%ige Vertrauen einfach etwas. Solange ihr im Gespräch darüber seid und keine Spielchen gespielt werden, muss das nichts Schlimmes heißen, finde ich.

LG, Nele