@ Mütter ehem. Schreikinder: wie geht ihr mit dem 2. Kind um?

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Beitrag von claerchen81 26.10.10 - 10:13 Uhr

Hi,

Unser Sohn war ein Kind mit starken Bedürfnissen, nach einer Erholungsphase von 3 Tagen nach der Geburt weinte er viel, hatte starke Anpassungsprobleme. Es wurde immer schlimmer, er schlief nur mit direktem Körperkontakt, stillte teilweise permanent, ablegen war die ersten 9 Monate gar nicht möglich, erst als ich so kaputt war, dass nichts mehre ging, trauten wir uns, ihn zum Einschlafen neben uns zu legen und in den Schlaf zu begleiten (er schrie dabei teilweise über eine Stunde, aber das tat er auch, wenn man ihn trug oder stillte). Mittlerweile ist er ein vollkommen ausgeglichenes, eher pflegeleichtest Kind.

Wir sind es daher nicht gewohnt, dass man ein Kind z.B. in sein Bett legen kann und es schläft. Ich weiß auch nicht, wie es ist ein Kind mit Stillrhythmus zu haben (gar regelmäßig), oder wie es ist, einen Kinderwagen zu schieben (wir haben ausschließlich getragen, ging gar nicht anders). Dass ein Säugling gar im Auto einschlafen kann, ist mir unbegreiflich.
Vor genau einer Woche ist nun unsere Tochter geboren. Wir haben uns ein neues Tragetuch und eine neue Trage gekauft, der Kiwa staubt bei meinen Eltern ein. Ein Bett haben wir nicht - wozu, Kinder schlafen doch auf der Brust der Eltern.... tja, und dann kam diese müde Maus ;-) Seit einer Woche stillt und schläft sie nur - abwechselnd. Sie schläft, wo man sie ablegt - einfach so. Und sie schreit gar nicht richtig, quietscht nur ein wenig.

Nun kommt mir immernoch nicht in den Sinn, sie abzulegen. Ich bin es gewohnt, sogar mit Säugling im TT auf Toilette zu gehen. Derzeit mache ich also alles mit einer Hand oder halt mit Kind im TT. Gestern abend lag sie die ganze Zeit auf meiner Brust, während ich im Internet surfte. Ich könnte sie ablegen, das geht, wir haben es probiert (wenn ich dusche oder irgendetwas hebe oder so). Aber ich komme meist nicht auf die Idee. Ich WILL sie ja bei mir haben, weil ich es so gewohnt bin. Und weil ich es für richtig halte. Sie wehrt sich auch nicht, scheint es aber nicht zu fordern.

Natürlich nörgelt meine Umwelt jetzt (was mir herzlich Wurst ist). Es ist nur so seltsam, dass die Charaktere soo unterschiedlich sind, von der ersten Sekunde an.

Wie geht ihr damit um, dass ggf. das 2. Kind viel weniger fordert? Ich komme mit beiden gemeinsam derzeit gut zurecht, die Kleine ist an meinem Körper, während ich mit dem Großen spiele oder etwas unternehme, stille ich sie, lese ich ihm vor oder ähnliches. Klappt super. Aber ich selbst könnte mir natürlich mehr Freiheit nehmen, habe jetzt aber gar nicht das Bedürfnis danach. Versteht ihr das?

Verwirrte und ziemlich hormonverseuchte Grüße, C.

Beitrag von lady_chainsaw 26.10.10 - 12:18 Uhr

Hallo C.,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu der kleinen Maus #blume #klee #blume

Meine Tochter (inzwischen 7 J.) war auch ein Schreikind, Tragling und hat sehr lange nicht allein geschlafen (4 Jahre, um genau zu sein ;-))

Auch sie ist, wie Dein Großer, inzwischen ein absolut pflegeleichtes Kind #huepf

Vor einem Jahr kam dann ihr Bruder zur Welt #freu - er ist zwar äußerlich aboslut ihr Ebenbild, aber vom Charakter doch so ziemlich das Gegenteil :-)

Gut, er wird in den Schlaf gestillt, hatte nie einen wirklichen Rhythmus und schläft auch noch nicht durch, ABER: ich konnte ich von Anfang an auch locker mal zur Seite legen, er war auch auf seiner Krabbeldecke glücklich und ist im Auto eingeschlafen (und im Kinderwagen!!!!). Das kannte ich von seiner großen Schwester überhaupt nicht.

Trotzdem habe ich ihn fast immer mit mir rumgeschleppt (Manduca) - aber hatte auch kein schlechtes Gewissen, mal allein auf die Toilette zu gehen ;-)

Inzwischen ist er 1 Jahr alt und nur unterwegs (er läuft seit er 10 Monate alt ist), man muss eigentlich nur schauen, dass er nichts kaputt macht oder sich selbst verletzt (aus Versehen). Meine Tochter will bis heute noch beschäftigt werden und kommt äußerst selten auf die Idee, sich mal allein zu beschäftigen! #augen

Meine Umwelt nörgelt auch: warum stillst Du ihn noch? warum trägst Du ihn denn noch?

Bei meiner Tochter hat NIE einer gefragt - da schien es für alle völlig klar, dass sie noch eine Flasche brauchte (sie hat sich früh abgestillt) und dass sie getragen wurde.

Mir ist das völlig egal - denn MEIN Gefühl sagt mir, dass er das zum großen Teil halt noch braucht. Ich zwinge ihn doch schließlich nicht dazu - sondern er kommt (heute) von sich aus damit an.

Ich bin mal gespannt, wie es so weiter geht - er scheint ein echter Dickschädel zu werden #schwitz ;-)

LG

Karen