ARD "Essen ist Leben"

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Beitrag von miss-bennett 26.10.10 - 10:58 Uhr

Hallo!

Ich möchte nur kurz auf die Sendungen dieser Woche aufmerksam machen. Das was bis jetzt kam war schon interessant, falls jemand sein Köpfchen mit dem Thema zerbrechen möchte ;-)

LG Miss Bennett

Beitrag von allyl 26.10.10 - 11:08 Uhr

Hi,

ich habe gestern zwar nicht alles gesehen, aber das, was ich gesehen habe, war mir nicht neu#kratz. Schade fand ich, dass der Herr Bode so undiplomatisch war. Mir verleidet das eine Diskussion, wenn einer die anderen nie ausreden lässt. Auch wenn er in vielen Dingen Recht hatte. Leider wurde mir das aber irgendwann zu blöd, und ich habe umgeschaltet.

Trotzdem finde ich es super, dass die ARD diese Themenwoche gestartet hat (im Radio - z.B. beim NDR - wird ja parallel auch viel zu dem Thema gesendet). Denn auch wenn ich für mich bisher nicht allzu viele neue Erkenntnisse gewinnen konnte, besteht doch die Hoffnung, dass einigen die Augen geöffnet werden.

LG Ally#klee

Beitrag von siebzehn 26.10.10 - 11:17 Uhr

Ja, Herr Bode ist mir auch ganz furchtbar auf die Nerven gegangen und es ist schade, dass dadurch seine eigentlich richtigen Aussagen mit einem negativen Beigeschmackt rüberkamen.

Ich habe nicht mehr gezählt, wie oft Frau Aigner darum bitten musste, auch mal ausreden zu dürfen.

Beitrag von allyl 26.10.10 - 13:12 Uhr

Das fand ich auch sehr schade. Mit einer ruhigeren Art hätte er sich besser Gehör verschaffen können. Aber das ist nun einmal nicht jedem gegeben, und wahrscheinlich ist es auch schwer, ruhig zu bleiben bei dem oftmals doch sehr scheinheiligen Gerede von Politik und Industrie#kratz.

LG Ally#klee

Beitrag von miss-bennett 26.10.10 - 11:54 Uhr

Hi!

Für mich war auch nicht viel Neues dabei, aber vielleicht kommt noch was! Aber für die anderen vielleicht?

Herr Bode war undiplomatisch, klar, aber irgendwann platzt einem der Geduldsfaden, wenn einem ins Gesicht ganz frech gesagt wird: "Das ist keine Kundentäuschung, es ist alles absolut legal", worauf H. Bode sagte, dass "legal" nicht automatisch gut sein muss (in dieser Diskussion zumindest).

Ich hoffe nur, dass Menschen mehr Einfluss in ihre Hände nehmen!

LG

Beitrag von allyl 26.10.10 - 13:25 Uhr

Hi,

kann schon sein, dass es für viele Neuland ist, was da berichtet wurde. Frage ist nur, ob die Leute, die diese Information "nötig" hätten, solche Sendungen überhaupt schauen?

Da ich viele Jahre im Pharma- und Lebensmittelbereich gearbeitet habe, sind mir die meisten Zusatzstoffe bekannt, und schon deshalb schaue ich seit Jahren auf die Inhaltsstoffe. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich ausschliesslich "gut" ernähre, aber ich bemühe mich#schein. Für Normalverbraucher ist es natürlich schwer, sich in dem Dschungel zurechtzufinden, dennoch glaube ich, dass Eigenverantwortung wichtig ist. Ideal wäre natürlich, wenn die "legalen" Schwindeleien illegal würden, aber solange dem nicht so ist, muss man sich eben selber sensibilisieren und die Augen aufmachen (und nicht jedes Werbeversprechen glauben).

Für mich ist die artgerechte Tierhaltung eigentlich der wichtigste Aspekt. Ansonsten versuche ich lokal und/oder bio zu kaufen, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Und obwohl ich mir bewusst bin, was das ist, hab ich immer noch ein paar Knorr-Fix-Tüten im Schrank (ist aber deutlich weniger geworden in den letzten Jahren). Denn bei aller Vorsicht sollten wir tatsächlich auch daran danken, dass diese Zusatzstoffe nicht "giftig" sind. Sie rauben uns die Fähigkeit, einen eigenen Geschmack zu entwickeln, natürlich kann man von einer Tütensuppe nicht verlangen, dass sie voller Vitamine steckt, aber es bringt uns auch nicht um, ab und zu ne Tütensuppe zu essen. Vielmehr ist die Erwartungshaltung falsch, was in so einer Tüte steckt (finde ich).

Ach ja, die Ärgernisse um "schwarzwälder Schinken" konnte ich nicht nachvollziehen. Für mich war es eigentlich klar, dass da nicht jedes Schwein aus dem Schwarzwald kommt. Das ist doch bei vielen anderen Dingen genauso, oder erwartet jemand, der "Lübecker Rotspon" trinkt, dass die Lübecker irgendwo einen Weinberg haben#kratz?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was die Woche noch so bringt#schein.

LG Ally#klee

Beitrag von miss-bennett 26.10.10 - 14:19 Uhr

Dann weißt Du es aus erster Hand ;-)

Bei uns hat Edeka eine riesige "Fleischfabrik" gebaut. Volksentscheid hatte nichts bewirken können. Es war erstaunlich, wieviele Menschen gegen so eine Anlage waren eben wegen der Tierhaltung. Aber viele dieser Menschen holen doch ihr Fleisch so billig und so oft wie möglich #nanana

Es ist auf jeden Fall gut, dass es eine Gewisse Medienpräsenz gibt, auch wenn manche scheinen dagegen immun zu sein. Wir sind eine halb/halb-vegetarische Familie - manche sind es, manche nicht, aber jeden Tag kommt frisches Essen auf den Tisch, meistens aus regionalem Gemüse. Obst holen wir bei einem Bauern hier, Eier auch, egal was sie kosten - ich weiß, wie er seine Tiere hält und dann bin ich etwas ruhiger. Gerne nehme ich den Mehrpreis in kauf, dann gibt es eben nicht jeden Tag 10 Eier in der Pfanne, sondern eben nur so wenig wie nötig, wie es früher auch war.

Und mir ist es klar, dass man das "moderne" Essen nicht komplett loswerden kann, sollte man auch nicht, nur finde ich, dass es nicht überwiegen muss!

Dir auch einen schönen Gruß #klee

Beitrag von allyl 26.10.10 - 14:53 Uhr

Hi,
na ja, eher aus zweiter Hand, da wir „nur“ Händler waren. Aber ein Besuch der Messe „Food Ingredients“ lässt einen da echt erschauern.

Einen Bauern meines Vertrauens Vorort habe ich bisher noch nicht gefunden, bisher schaue ich hauptsächlich auf Bioqualität, wobei selbst das offenbar nicht immer für artgerechte Haltung spricht, leider. Aber ich werde mich in unserem Umfeld mal intensiver umsehen. Fleisch kaufe ich entweder Bio im Supermarkt oder aber Neuland-Fleisch, welches es zum Glück seit ein paar Wochen bei uns im Dorf zu kaufen gibt (http://www.neuland-fleisch.de).

Und ein bisschen Bio-Luxus muss auch manchmal sein (http://www.la-vialla.com/Home_DE.html) – hm, lecker…

Ein Hauptproblem ist – glaube ich – immer noch die Einstellung, dass Essen nichts kosten darf. Ich verstehe ja, dass bei vielen das Geld nicht so locker sitzt, aber ich verstehe nicht, dass z.B. künstliche Nägel, Parfum, Playstation, Handy etc. wichtiger sind als gutes Essen.

Herr Bode hatte sicher Recht, dass ein hoher Preis zur Zeit kein Qualitätsmerkmal ist (also auch teure Sachen können schlecht sein), aber gerade bei Fleisch denke ich, dass man bei kg-Preisen von 5 Euro oder weniger sich doch bewusst sein muss, wie die Tiere gehalten werden. Und dann sollte man überlegen, ob es einem egal ist, oder ob man bereit ist, mehr zu bezahlen, um artgerechte Haltung zu fördern.

Bei uns im Nachbarort soll auch ein riesiger Schweinemastbetrieb entstehen, und alle protestieren dagegen (abgesehen von der Mast an sich bedeutet das natürlich auch ein immenses Verkehrsaufkommen für ein kleines Dorf). Die Frage ist halt nur, ob die Menschen im Gegenzug auch bereit sind, ihr Konsumverhalten zu ändern?

Na ja, wir (und ich glaube schon, dass die "Gemeinde" wächst) machen schon mal nen Anfang, mal schauen, wie sich das Konsumverhalten die nächsten Jahre so entwickelt...

LG Ally#klee

Beitrag von robingoodfellow 26.10.10 - 12:29 Uhr

Hallo,

ich habe am Sonntag "Anne Will" angeschaut, war auch alles im Grunde nichts neues aber was dieser Herr Kamps teilweise von sich gegeben hat war eine Frechheit.
Ständig ist er auf seinem einen Satz herumgeritten das die heutigen Lebensmittel so sicher sind wie noch nie. (Glaube ich ihm unbenommen, aber bedeutet sicher auch gesund bzw. gut oder besser?)

Als nächstes fand ich es schon beinahe unverschämt als er meinte noch nie war das Essen so billig und wenn die Leute eben den 99 Cent Fleischsalat kaufen bekommen sie auch das was eben für 99 Cent zu haben ist. Fleischbrät und keine Fleischwurst. Und diesen Schnetzelschinken und keinen richtigen Schinken.

Auf die Frage von Frau Will, warum aber die Lebensmittel dann nicht eindeutig deklariert sind meinte er ganz frech, es stünde alles drauf es muss halt gelesen werden.
(Diese Winzbuchstaben und die Hälfte ist unverständlich für den Ottonormalverbraucher....usw.)

Ich hab mich ziemlich aufgeregt über die Arroganz dieses Menschen.

Gestern hab ich leider die Sendung mit Beckmann verpasst. Aber mal schauen, die Woche ist ja noch nicht zu Ende.

Ich fühle mich auf jeden Fall in meiner Meinung weiter bestärkt.

Liebe Grüße

Beitrag von miss-bennett 26.10.10 - 14:12 Uhr

Hi!

Genauso ging es mir, bzw. geht es mir schon lange. Eine Frechheit nach der anderen. Wir machen das schon seit Jahren so: was uns zu blöd ist, kaufen wir einfach nicht mehr. Punkt! Wenn mehr Menschen die chemische Pampe boykottieren würden, müsste man in der Lebensmittelbranche umdenken. Aber solange die Masse den Fleischsalat für 99 ct haben will...

Ich war als Kind oft bei meinen Großeltern und weiß ganz genau wie viel Arbeit und Mühe es bedeutet, einen Liter Milch, ein Kilo Fleisch oder 1 Kilo Kartoffeln herzustellen, daher greife ich einfach nicht zu den "billigen" Sachen. Das ist für meine Seele ganz wichtig.

Und mich freut es auch, dass meine Meinung nicht einsam herumirrt ;-)

Beitrag von robingoodfellow 26.10.10 - 15:53 Uhr

Nein, deine Meinung irrt nicht einsam herum. Bei Gemüse und Obst schau ich das es aus der Region ist und nicht 1000 von Km durch die Welt geistern musste. Ausser Mandarienen, die liebt mein Sohn.

Aber ich werde gerne regelmässig belächelt wenn ich sage dass ich NICHT in den Discountern etc. kaufe. Ich wurde schon von einigen als arrogante Kuh tituliert deswegen. Obwohl ich lediglich gesagt habe das ich aus den und den Gründen eben da nicht hingehe. Darf man wohl nicht. Egal.

Ich bin gespannt was sie noch alles bringen in dieser Themenwoche.

LG

Beitrag von puzzelchen 27.10.10 - 18:41 Uhr

Also, was ist im Laden noch richtig Qualität?
Wiesenhof? ;-)
da werden Hähnchenküken mit Antibiotika vollgestopft, und in sechs Wochen hochgezogen, dann geschlachtet, alles nur noch Profit.
Mich k.... es an, wenn ich dann solche hohe Herren im TV sehe :-[