Hebammenfragen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von teddybaer10 26.10.10 - 11:12 Uhr

Hallo

Ich möchte heute noch meine Hebamme, die ich schon einmal kennengelernt habe, anrufen und fragen ob sie die vorsorge bei mir machen kann.
Nun hätte ich Ende der Woche eine VU beim FA, finde es aber immer schrecklich dort lange warten zu müssen und nur kurz beim Doc drin zu sein.

Nun meine Fragen, vielleicht könnt Ihr mir sie schon beantworten.
Was macht die Hebi bei der Vorsorge genau?
Muß ich den US dann trotzdem beim FA machen lassen oder kann man das selber entscheiden?
Darf sie mir auch Sachen vercshreiben, wenn ich mal etwas brauche?
Macht sie die Eintragungen im Mutterpaß wie der FA?
Und noch eine intime Frage: Beim FA sitz man ja auf dem Stuhl, wie macht die Hebi das zu Hause?

LG und Danke schon einmal für Eure Mühe
#liebdrueck

Beitrag von qrupa 26.10.10 - 11:19 Uhr

Hallo

eine hebamem kann udn darf alle Untersuchungen machen die auch dein FA macht und die dazu nötigen Eintragungen in den MuPa machen. Das einzige was sie nicht kann ist ein US. Wenn du den willst bleibt dir nur der FA. Man muß aber auch keinen US machen lassen, wenn man das nicht will. Ich hab dieses Mal z.B. nur einen US ind er 29. SSW machen lassen und sonst keinen. Brauch ich für mich einfach nicht.
Ein richtiges Medikament kann sie dir nicht verschreiben, aber es gibt meist auch gute Alternativen, die du auch von der Hebamme bekommen kannst. Wenn ihr etwas komisch vorkommt, dann wird sie dich immer nochmal zusätzlich zum FA schicken.

der Unterscheid bei der Hebammenvorsorge ist in der Regel, dass die Hebamme nur die Untersuchungen macht, die zum einen wirklich vorgesehen ist (und vaginale Kontrollen sind es eigentlich nicht, wenn du nicht gerade beschwerden hast) oder nötig sind. Und wenn es doch mal sein muß oder es dir wichtig ist, dann kann man das genau so gut auf dem Sofa/ Bett liegend machen.

LG
qrupa

Beitrag von amandea 26.10.10 - 11:20 Uhr

Hallo!

ich hatte eben gerade meine VU bei der Hebi!
Es war super entspannt!

Sie hat den Fundusstand getastet und gemessen. Sie hat die Herztöne gehört und den Urin untersucht. Hat auch alles schön im Pass eingetragen.

Sie hat gesagt, dass sie vaginal nicht untersucht, da dass auch eine Infektionsquelle sein könnte. Und ein CTG wired sie später auch nicht schreiben. Aber da kann ich selber entscheiden, ob ich das dann in der Praxis machen lassen möchte oder nicht!

Die Ultraschalluntersuchung wird ja vom FA durchgeführt. Ich wprde sie immer machen lassen. Aber ich glaube, dass du auch das selber entscheiden kannst.
Eine Freundin von mir hat nur den US macxhen lassen um die Herzaktion zu sehen. Danach hat sie die komplette Schwangerschaft von der Hebi betreuen lassen.

Liebe Grüße
Amandea

Beitrag von nisivogel2604 26.10.10 - 11:21 Uhr

Die Hebi macht bei der Vorsorge alles was notwenidg ist. Sie kann alles machen bis auf den Ultraschall.
Viele Hebammen verzichten auf vaginale Untersuchungen, es sei denn die Frau wünscht diese oder es besteht der Verdacht das sich der Muttermund öffnet.
Oft wird statt dem CTG ein Dopton benutzt. Das wird dann 2-3 Minuten gemacht statt 30 Minuten. Hebammen verlassen sich auf ihr Wissen, ihren Tastsinn und nehmen die Schwangere als ganzes sehr genau war.

Du musst gar keinen Ultraschall machen lassen. Wenn du diesen machen lassen möchtest, dann musst du dafür zum Frauenarzt gehen.

Hebammen arbeiten mehr mit Natur als mit Chemie. Solltest du ein Antibiotikum etc brauchen, dann wird deine Hebamme dich für das Rezept zum Arzt schicken oder selber mit diesem Rücksprache halten um dir das Medikament zu besorgen.

Die Hebamme darf den Mutterpaß ausstellen und alle Eintragungen vornehmen

Wenn die Hebamme dich zu Hause vaginal untersucht liegst du dabei auf dem Sofa.

Auch das Kind musst du nicht in der Klinik kriegen, sondern kannst es mit einer Hebamme die Hausgeburten macht in vertrauter Umgebung bekommen.

Die Hebamme ist die Fachfrau für Schwangerschaft und Geburt. Ein Arzt darf eine Geburt alleine gar nicht machen, die Hebamme schon.

lg

Beitrag von aggie69 26.10.10 - 11:22 Uhr

Theoretisch könnte die Hebamme die geammte Vorsorge übernehmen - aber Du hast dann keine schönen US-Bilder.

Medizinisch gesehen habe ich mich bei der Ärztin besser aufgfehoben gefühlt. Bin auch nicht mehr ganz jung und habe alle möglichen Untersuchungen (Fruchtwassser...) machen lassen, die nur allein bei der Hebamme nicht möglich gewesen wären.

Beitrag von lucyfe 26.10.10 - 11:22 Uhr

Soweit ich das noch von meiner 1. SS vor zwei Jahren weiß, ist es eher so, dass die Krankenkassen nur eine der Vorsorgen bezahlen, standardmäßig. Allerdings war meine da sehr locker bzw. ist das in Berlin/Brandenburg ohnehin alles etwas "leichter". Ich war im Wechsel alle zwei Wochen im Geburtshaus und dann beim Frauenarzt. Eigentlich wollten die Hebis gern die Eintragungen im MuPass machen, aber die machte ja immer meine Frauenärztin und das fand ich auch besser, da diese ja richtig messen konnte mit dem Ultraschall - die Hebammen tasten ja nur die Höhe der gebärmutter von außen und schließen damit auf die Größe und das Gewicht (war bei mir so). Dafür konnten sie alles ohne "reingucken" erledigen und das ist ja auch fürs Kind weniger stressig als zum Beispiel Ultraschall (soll wohl sehr laut sein fürs Kind). Und meine Hebamme konnte mir tausend Fragen beantworten und im Gegensatz zu meiner FA hat sie mir zum Beispiel mal erklärt, wie mein Kind eigentlich grad liegt und sich jedesmal richtig viel Zeit genommen.

In den meisten Fällen verzichten die Mütter ja ungern auf den US, deswegen gehen sie lieber zum FA, aber wenn Du darauf verzichten kannst oder sich evtl. auch beides einrichten lässt, dann geht das allein bei der Hebamme...

lG
Lucyfe

Beitrag von teddybaer10 26.10.10 - 11:27 Uhr

Vielen lieben Dank für Eure Antworten.

Das hört sich für mich sehr gut an und würde mir auch besser gefallen als die ganzen termine beim FA.
Am Anfang der SS hatte ich ein paar Probleme, wo der FA ganz hilfreich war. Aber jetzt im nachhinein denke ich auch, daß eine Hebi mir hätte auch helfen können. Mir wurde mal im KH gesagt, daß man eh vor der 24 ssw nichts unternehmen kann.

Bin jetzt in der 17ssw und seit 3 Wochen geht es außer Blähungen und beim Gehen ein leichter Druck nach unten ganz gut.
Muß nachher erstmal meinen FA-Termin absagen. Muß ich bei denen gleich erwähnen, daß ich eine Hebi habe? Habe nämlich gehört, daß das da nicht so gerne gesehen wird.

LG

Beitrag von qrupa 26.10.10 - 11:34 Uhr

Hallo

es gibt FÄ die mit Hebammen ein Problem haben und sich dabei in ihrer Kompetenz untergraben fühlen (soeine hab ich). Die kommen dann gern mit so blödsinnigen Argumenten, dass sie dann keine Verantwortung übernehmen könnten (was sie auch gar nicht müssen, denn der FA ist nur für seine Arbeit haftbar und die Hebamme für ihre und nicht der FA für die Arbeit der Hebamme).

Es gibt aber auch FÄ die das super finden. Du kannst auch einfach nur beim FA anrufen, sagen dass du den Termin absagen willst und dich wegen einem neune Termin wieder meldest. Es besteht ja keine Vorsorgepflicht.

LG
qrupa

Beitrag von teddybaer10 26.10.10 - 11:37 Uhr

Danke Dir, Du hast mir sehr geholfen.
Habe der Hebi eben aufs Band gesprochen. Drück mir die Daumen, daß sie noch Zeit für mich hat und die Vorsorge macht. Ich finde das viel entspannter.
ICh denke auch, wenn mal doch etwas sein sollte dann kann ich immer noch zum FA oder gleich ins KH (ist hier gleich um die Ecke). Die hatten mir das auch gesagt, daß ich wieder kommen kann.

Denn die ersten Untersuchungen habe ich ja schon hinter mir beim FA und auch eine Nackenfaltenmessung.

LG

Beitrag von qrupa 26.10.10 - 11:47 Uhr

Hallo

ich finde das auch wahnsinnig entspannend. Meine erste SS hab ich noch mesit beim FA verbracht und kam mir immer vor als würde da ein besserer Tumor in mir wachsen aber kein baby. Diese SS hab ich meinen FA einmal in der 9. SSW gesehen und einmal in der 29. Und ich vermisse nichts, fühle mich nur rundum gesund schwanger. Und gerade jetzt in der zweiten SS ist es super entspannt weil ich nicht jedes Mal einen Babysitter für die Termine brauch oder meine gelangweilte Tochter davon abhalten muß die halbe Praxis auseinander zu nehmen. Meine Hebamme bezieht sie jedes Mal ganz toll mit ein in die Untersuchungen und es ist einfach alles viel entspannter. Und gerade zum Ende der SS, wenn sowieso jede Bewegung anstrengend ist und man evtl über Termin geht und alle zwei Tage eine Vorsorge hat bin ich wirklich nicht scharf darauf bei Eis und Schnee durch die halbe Stadt zu fahren