Osteopathen-Termin, mal ne Frage...

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von billche 26.10.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

bei unserer Kinderärztin wurde festgestellt, dass unser Sohn (20 Monate) beim Gehen den linken Fuß nach innen setzt, also schon ziemlich extrem, es fällt total auf.

Sie meinte, gehen sie mal erst zum Osteopathen.

Nun hab ich am Donnerstag abend nen Termin.

Was macht der denn jetzt genau? Reicht eine Erstbehandlung da aus?

Ich kann mir nix drunter vorstellen, wir waren noch nie da.

Kann das denn helfen?

Was habt ihr für ne Erstbehandlung gezahlt, sind das so um die 50 Euro?

Ich denke, wenn es nicht weggeht, bekommt er dann irgendwann mal Einlagen in die Schuhe... Ich und mein Mann hatten das übrigens auch als Kind.

Also erzählt mal was so abgeht beim Osteopathen und ob sich das lohnt bei so einer Sache.. Ich kenn es z.b. nur bei Babys die viel schreien dass man da mal hingeht.

Bitte helft mir mal, danke schonmal vorab!

LG
billche

Beitrag von enni12 26.10.10 - 12:03 Uhr

Hallo,

als erstes muss ich sagen, dass ich es merkwürdig finde, dass euch die Kinderärztin zum Osteopathen schickt. Ich würde da den Orthopäden die richtige Anlaufstelle finden!

Der Osteopath wird nicht nur den Fuß sondern dein Kind generell begutachten. Grundprinzip der Osteopathie ist, dass die Störung nicht unbedingt da her kommen muss, wo sie gerade auftritt.

Wir haben für die Erstanamnese 60 € bezahlt (für eine Stunde) und bei uns hat es ausgereicht. War aber wegen was anderem. Ob es reicht kann dir der Osteopath dann sagen.

LG

Dani

Beitrag von jujo79 26.10.10 - 12:58 Uhr

Hallo!
Ich finde es gut, dass euer Kinderarzt euch nicht gleich zum Orthopäden schickt, sondern erstmal gucken will, was die Osteopathie bringt. Bei Kindern ist die Erfolgschance nämlich recht groß und es ist ja gut, nicht gleich mit Einlagen oder so zu sehr in den Körper einzugreifen.
Wir waren mit unserer Tochter vor einem Jahr auch bei der Osteopathin und ihr hat es sehr viel gebracht. Wir waren da, weil sie mit der rechten Hand immer eine Faust machte und nach dem Termin ging es los, dass sich die Hand zunehmend öffnete und sie sie auch benutzte. (Ganz normal wird sie die Hand wohl nie benutzen können, aber das steht auf einem anderen Blatt...).
Die Osteopathin hat bestimmte Stellen an ihrem Körper berührt und versucht, damit Blockade zu lösen. Sehr viel hat sie bei unserer Tochter am Kopf gearbeitet. Da sie natürlich nicht die ganze Zeit still halten wollte, ist die Osteopathin auch viel hinter ihr hergeturnt ;-) und wir haben sie mit Spielzeug etc abgelenkt. Sie hat dann eigentlich auch ganz gut mitgemacht.
Ich werde in den nächsten Wochen nochmal einen Termin machen, obwohl ich eigentlich recht skeptisch war, dass sie das im Moment zulässt. Aber neulich war ich selbst wegen schlimmer Rückenschmerzen bei der Osteopathin und sie meinte, dass wir es ruhig probieren können.
Ich hatte vor der Behandlung unserer Tochter auch noch keine Erfahrung mit der Osteopathie und war mir auch recht unsicher, aber durch die tollen Erfolge bin ich jetzt echt froh darüber, dass wir es gemacht haben. Bei uns kostet eine Behandlung 55€ und das hat sich bei uns echt super gelohnt.
Viele Grüße JUJO

Beitrag von nana141080 26.10.10 - 13:23 Uhr

Hi,

schön das ihr erst zum Osteopathen geht!
Ich habe durchweg tolle Erfahrungen gemacht. kann es nur weiter empfehlen!
Selbst meine Mum, 2 Jahre furchtbare Schmerzen in der Hüfte und bei allen Ärzten gewesen und alle chemischen Medis eingenommen, wurde mit 3 Sitzungen (a`50€) geholfen.

ich ahbe für meine Jungs eine Zusatzvers. und zahl dann so 20€?! dazu.

Geh hin, wenn der gut ist kann er helfen!

VG

Beitrag von amadeus08 26.10.10 - 13:46 Uhr

der Osteopath schaut das Kind insgesamt an. Es kann sein, dass das mit dem Fuß eine ganz andere Ursache im Bewegungsapparat hat.
Wir waren mit unserem damals 12 Wochen alten Sohn dort, weil er den Kopf nur auf eine Seite drehen konnte und schon platt war auf einer Seite. Unsere Osteopathin verlangt für Babys und Kleinkinder nur 30 € für ein bis eineinhalb Stunden. Toll war halt, dass wir Pausen machen konnten wenn wir wollten, also wenn er Milch brauchte, gewickelt werden musste oder was auch immer. Allerdings ist sie da preislich wohl eher eine Ausnahme. Zwischen 50 und 90€ ist normal. Wieviele Sitzungen ihr braucht ist unterschiedlich. Unser Kleiner konnte nach einer Sitzung den Kopf drehen, aber sie sagte schon, aufgrund dessen, dass die Muskulatur durch die Fehlhaltung unterschiedlich sei, würde die Blockade wiederkehren. So mussten wir noch ein paarmal hin. Inzwischen haben wir eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Das lohnt sich bei uns, zumal die Osteopathin bei uns auch Homöopathin ist. Immer wenn der Kopfumfang wieder gewachsen ist, sind wir wieder hin, dass sie die Schädelplatten wieder etwas lösen und auf den richtigen Weg bringen konnte. Also wir haben gute Erfahrungen gemacht. Ich würds erstmal versuchen und wenn es nichts bringt, dann kannst Du zum Orthopäden. Noch ein kleiner Tipp, geh doch einfach mal zu einem guten Orthopädie-Schuhmacher. Der schaut sich den Fuß meist umsonst an, hat oft auch ein Laufband oder zumindest einen guten Scanner und ist in Bezug auf Füße noch fitter als der Orthopäde. Aus Erfahrung weiß ich, dass Kinderärzte in Bezug auf Füße nicht immer die allerbeste Ausbildung haben. Sie müssen halt, genau wie der Allgemeinarzt, zuviel Wissen haben.
Lg

Beitrag von betty38 26.10.10 - 14:03 Uhr

Hallo billche,

wir waren mit unserem Sohn wegen einer Asymmetrie und abgeflachten Kopfseite bei einem Osteopathen, der auch gleichzeitig Orthopäde ist.

Daher war die Erstuntersuchung eine Krankenkassenleistung. Ich glaube, wir waren insgesamt 10 x dort, anfangs alle zwei Wochen, später dann einmal im Monat. (von 35 bis 60 Euro, je nach Behandlung)

Ich war sehr zufrieden mit der Behandlung, auch wenn man direkt nichts sieht. Durch die Behandlung wurde vermieden, dass Max eine Helmtherapie machen musste. Der Kopf, der stark abgeflacht war auf der linken Seite, ist fast optimal. Nur uns zu Hause fällt es auf. Aber kein Unterschied zu vorher. Er war richtig schief. (beispiel K. Kleber vom Heute Journal...)..

Nun läuft Max(22 Monate) und er hat auch eine ähnliche Fußstellung, wie du beschreibst. Die Kinderärztin meint zwar nicht, dass es behandlungsbedürftig sei, aber ich muss sowieso nochmal zum Ortho/Ostepathen und da spreche ich das auch an, in ein zwei Monaten...

Ich finde, es lohnt unbedingt.

lg und alles Gute, betty