LEHRER HIER ??? Brauche mal Rat , bitte ...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mummy26 26.10.10 - 13:39 Uhr

Hallo

Mein Sohn geht jetzt in die 1 Klasse . Er ist im September 7 Jahre alt geworden .
Bereits am 1 Schultag wurde ich schon von der Lehrerin angesprochen weil mein Sohn während des Unterrichts vom Stuhl aufgestanden ist um aus dem Fenster zu schauen ... nunja ... natürlich sollten die Kinder während des Unterrichts sitzen bleiben , aber ich denke am 1 Schultag kann man das noch nicht so werten ... wenn es immer und immer wieder vorkommt ok , aber am 1 Schultag ... naja ich habs mir angehört und mit Leandro gesprochen ... was das betrifft kamen auch keine Klagen mehr .
So , die Lehrerin wollte auch gleich ab der 2 Woche das Leandro am Förderunterricht teilnimmt ... ist ja auch nicht so schlimm , ist ja nichts schlechtes ...
Dann riet sie mir mich mit der Caritas in Verbindung zu setzen und mir ( wörtlich so gesagt ... ) "Hilfe zu holen" ... ich frage mich wofür ... Leandro ist ein ganz normales Kind , er ist lebhaft aber ebenso ist er interessiert an der Schule und die Hausaufgaben bereiten ihm auch keine Probleme .
Naja , ich habe mit dem KIA gesprochen und der meinte ich solle zur Caritas gehen um die Lehrerin milde zu stimmen , sozusagen um meine Kooperationsbereitschaft zu zeigen . Der KIA meint auch das Leandro ein ganz normales , völlig normal entwickeltes Kind ist , ohne irgendwelche nennenswerten Auffälligkeiten .
So , jetzt sind die Ferien vorbei ... und was ist , ich hole Leandro heute vom Förderunterricht ab und da sagt die Lehrerin mir das es nicht so toll laufen würde mit ihm .
Die Kinder sollten am Monat gein Herbstbild malen und wenn sie können etwas dazu schreiben .
Leandro hat das obere Bild ausgemalt . In dem Rahmen wo er etwas hineinmalen sollte hat er "rumgekritzelt" und wo er etwas schreiben sollte hat er keine Sätze geschrieben sondern einzelne Buchstaben . Also kein Wort was zum Herbst passt .
Ich habe ihn gefragt wieso er nichts gemalt hat ... er war 100 % davon überzeugt er hätte etwas gemalt und man könnte es auch erkennen . Es sollte ein Igel unter Blättern und Ästen sein .
Ich weiss nicht was ich davon halten soll .
Leandro ist nicht dumm . Ich habe auch hier zuhause keine Probleme mit ihm was die Hausaufgaben etc. betrifft . Er kommt aus der Schule und spielt dann erstmal und nach dem Essen macht er seine Hausaufgaben in seinem Zimmer . Er kommt besser damit zurecht wenn er dabei seine Ruhe hat als wenn ich daneben sitze oder ständig gucke was er da macht . Er sagt mir immer was er auf hat und wenn er fertig ist dann zeigt er es mir auch , wenn mal etwas nicht ganz inordnung ist macht er es auch nochmal wenn ich das von ihm verlange .
Er kann bis 100 zählen , er kennt das Alphabet , er kann die Zahlen und Buchstaben schreiben und und und ... ich kann hier zuhause nicht erkennen das er irgendwie nicht mitkommt in der Schule .
Warum sieht die Lehrerin das so anders bzw. wieso macht er es dann in der Schule nicht vernünftig ?
Ich bin total verunsichert .
Die Lehrerin meint auch er hätte Probleme sich zu konzentrieren . Ein Beispiel dazu : Mein Sohn spielt leidenschaftlich gerne mit den SIKU Traktoren und allem was dazugehört .... da beschäftigt er sich stundenlang ausgiebig mit und ist dabei hochkonzentriert ...
Lediglich wenn ihn etwas nicht sehr interessiert verliert er schnell das Interesse und wird unaufmerksam .
Als er bei der Caritas zum Spielkontakt war habe ich danach 2 Fragebögen mitbekommen , 1 mit 2 Seiten und 1 mit 4 Seiten . Zum Thema ADHS . Mein Sohn hat kein ADHS . Mein Sohn ist lebhaft , das ja , aber er hat kein ADHS . Auch der KIA sagt das sei völliger Quatsch .
Die Frau von der Caritas will jetzt noch einmal mit der Lehrerin sprechen ( die Lehrerin musste auch einen Fragebogen ausfüllen ) und danach nochmal mit mir und dann wird vorraussichtlich ein Konzentrationstest und Intelligenztest gemacht .
Ich stelle mir nun die Frage ob man diese Tests überhaupt werten kann . Wenn er gerade dann keine Lust darauf hat und nicht richtig mitmacht dann kommt doch am Ende nicht das raus was rauskommen würde wenn er vernünftig mitmachen würde . Und was bringt es mir zu wissen was für einen IQ er hat . Ich weiss doch auch so das er ein schlaues Kerlchen ist , nicht mehr und nicht weniger .

Danke fürs Zuhören ...

lg

Beitrag von zanadu01 26.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo,ersteinmal finde ich es gut das du das Hilfsangebot der Caritas ( trotz Bedenken) angenommen hast.
Seit ihr schon mal bei er Ergotherapie gewesen, die kümmern sich hier um Kinder mit "Defiziten", Bei uns kommen sie auch bin die Schule und machen Beobachtungen während des Unterrichts.
Du bist ja der Meinung das die Lehrerin blödsinn erzählt. Hab ihr einen Endwicklungsplan bekommen. Bei uns bekomme ich als Mutter/Vater einen Plan mit den Defiziten ( Fördermölichkeuiten, was ich machen soll, was das Kind machen soll und was die Schul machen soll)?

Ich finde KIA können dazu eigendlich wenig sagen.
Bei meinen Sohn haben sie in der Ergotherapie festgestellt , das er ein Hörproblme hat. Er hat sich nicht taupgestellt , sondern er hat wirklich nicht gehört.
Seltsam finde ich die Geschichte mit dem Bild, welche Kinder können den am Anfang des Jahres schon Gechichen zu Bildern schreiben?

Beitrag von mummy26 26.10.10 - 15:07 Uhr

Hallo

Leandro war schonmal bei der Ergotherapie weil er Probleme mit der Stifthaltung hatte . Aber das war dann irgendwann nicht mehr notwendig und seitdem gehen wir nicht mehr hin .
Einen Entwicklungsplan ? Nein ,von sowas habe ich in der Schule noch nie gehört . Er geht ja auch erst seit August in die Schule .

Es ging ihr ja auch nicht darum das er nichts "anständiges" geschrieben hat sondern das er anscheinend kein herbstliches Bild gemalt hat .

Mir ist klar das der KIA wenig dazu sagen kann , aber wenn ich in der Arztpraxis bin erlebt er meinen Sohn ja auch . Und deswegen habe ich das mit eingebracht ... der KIA erlebt mein Kind als ganz normales Kind , zwar lebhaft aber normal .

Danke für deine Antwort .

Beitrag von kati543 26.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo,
meine Jungs sind noch nicht einmal so weit, dass sie in die Schule gehen, aber vielleicht kann ich doch etwas dazu sagen ;-)
Meine Söhne sind beide behindert (der Große schwerbehindert und der Kleine schwerst mehrfachbehindert). Von daher kennen wir natürlich Tests und deren Bedeutung zur Genüge. Einen IQ-Test haben wir auch schon gehabt. Der ist bei kleinen Kindern wichtig, wenn der Verdacht besteht, dass das Kind in einer Sonderschule oder mit Sonderförderung eventuell besser aufgehoben ist. Gleichzeitig hilft er auch manchmal festzustellen, warum ein Kind sich "anders" verhält. Ob jemand "schlau" ist, oder nicht, hat nichts mit dem IQ zu tun. Mein Großer hat z.B. einen IQ von 100 - also absoluter Durchschnitt. Er hat aber eine extreme Sprachentwicklungsverzögerung (naja, und noch ein paar andere kleine Baustellen). Aufgrund seines normalen IQ würde niemand ihn in eine Schule für geistig Behinderte schicken - da gehört er nicht hin. Er hat nun die Möglichkeit, auf eine Sprachheilschule zu gehen und später auf die Regelschule zu wechseln oder sofort in die normale Grundschule zu kommen. Hat beides Vor- und Nachteile. Bei einem IQ-Test kann man auch eine Hochbegabung feststellen - vielleicht gibt es diesbezüglich ja einen Verdacht bei euch.
Ich kann dir ansonsten nur raten, nicht mehr alles mitzumachen, was die Lehrerin vorschlägt, sondern jedesmal sich vorher informieren und beraten lassen. Unterschreibe nichts wegen Datenschutz und Weitergabe von ärztlichen Informationen. Das Ganze kann sich sehr schnell zu einem Projekt entwickeln, dass du weder steuern noch stoppen kannst. Du solltest unbedingt nochmal mit der Erzieherin aus dem Kiga reden und auch ein Gesprächsprotokoll anfertigen lassen.

Beitrag von lena10 26.10.10 - 14:50 Uhr

Sorry, aber dein letzter Abschnitt ist doch Quatsch!

Welches "Projekt" soll sich denn da entwickeln????

Nein, Lehrer wollen nicht prinzipiell jedem Kind etwas Schlechtes (so, wie das viele Mütter hier scheinbar glauben), sondern wollen bei Auffälligkeiten helfen!

Das Kind, um das es hier geht, scheint in der Schule tatsächlich auffällig zu sein - das kann ein Kinderarzt nicht beurteilen und die vorurteilsbehaftete Mama sicherlich auch nicht. Die Lehrerin will helfen, damit das Kind eine vernünftige Schullaufbahn ohne Probleme einschlagen kann, höchstwahrscheinlich nichts anderes (was hätte sie denn davon???).
Helfen kann man einem Kind aber nur, wenn alle Beteiligten zusammen arbeiten - hier ist "Datenschutz" totaler Blödsinn, dann kann man das Rad auch gleich jedesmal neu erfinden.

Die Fragebögen der Caritas können durchaus zum Ausschluss von ADHS dienen. Es gibt so viele verschiedene Aufmerksamkeitsstörungen oder andere Ursachen, die dazu führen können, dass ein Kind im Unterricht nicht mitarbeiten kann, da muss man halt auch systematisch einige erstmal ausschließen.

Ich hätte da noch ein Beispiel, wozu es führen kann, wenn alle meinen, die Lehrerin übertreibt und "alles verwächst sich":

Ein Kind in meiner letzten ersten Klasse war von Anfang an auffällig. Offensichtlich nicht dumm, aber überhaupt nicht in der Lage sich auf irgendetwas zu konzentrieren.
Da man als Lehrer eine Menge Erstklässler sieht, kann man durchaus beurteilen, was noch im normalen Rahmen ist und was nicht. Bei diesem Kind war das Verhalten nicht "normal".
In der Schule lief alles noch einigermaßen (obwohl es sich immer weit unter Wert verkauft hat), aber zu Hause entwickelte sich im Laufe der Zeit ein riesengroßes Drama um Hausaufgaben (die noch nie sehr umfangreich waren) und letztendlich um alles mögliche. Der Haussegen dort hing reichlich schief, die Nerven der Mutter waren sehr angegriffen.
Ich habe von Anfang an gesagt, sie mögen das Kind durchchecken lassen, von allen Stellen, die Experten aufweisen. Ich wusste nicht, WAS vorliegt, aber DASS etwas vorliegt - und das habe ich den Eltern auch genau so gesagt.

Die Eltern waren durchaus kooperativ und waren zuerst beim Kinderarzt. Der war es dann, der das Kind körperlich untersucht hat (alles in Ordnung) und meinte, alles andere wäre "Anstellerei" von der Lehrerin und das Kind wäre nur noch nicht "angekommen". Prima....

Das Verhalten wurde immer auffälliger, das Kind hatte große Probleme im Unterricht mitzuarbeiten und den Anschluss nicht komplett zu verlieren. Mutter wurde immer verzweifelter, die Machtkämpfe zu Hause immer größer. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich davon überzeugt bin, dass irgendeine Art von Entwicklungsstörung o.ä. vorliegt und dass sie doch beim SPZ vorstellig werden sollten - Kinderarzt verweigerte die Überweisung.....

Ende des zweiten (!) Schuljahres fing das Kind an depressiv zu werden, war davon überzeugt, dass es sowieso nichts könnte und dass es keiner leiden kann. Da ENDLICH haben die Eltern mit der Faust auf den Tisch gehauen! Sie haben auf eigene Kosten eine Psychologin aufgesucht, die die Hände über dem Kopf zusammenschlug und meinte, sie hätte selten einen typischeren Fall von ADS gehabt und dies auch mit Tests nachwies. Da konnte der nette Herr Kinderarzt plötzlich auch einen ADHS-Test (per Fragebögen) machen und äußerte den Eltern gegenüber, dass sie ja viel zu spät gekommen seien....:-[:-[

Nun ist das Kind im dritten Schuljahr und bekommt ADS-Medikamente, da die Situation schon viel zu verfahren war, als dass eine Verhaltenstherapie jetzt schnell genug greifen könnte. Es bestand tatsächlich bereits die Gefahr, dass das Kind sich etwas antut! Die Medikamente wird es jetzt vorübergehend nehmen, damit es selbst wieder merkt, dass es etwas kann und etwas wert ist. Wenn das Selbstbewusstsein wieder aufgebaut ist, kann man dann evtl. ohne Medikamente eine Therapie angehen.

Natürlich ist das ein Extremfall, aber so etwas kommt weniger drastisch ziemlich häufig vor! Dagegen habe ICH noch nie erlebt, dass irgendein Lehrer Tests vorgeschlagen hätte um einem Kind irgendwie zu schaden!

Gruß, Lena

Beitrag von mummy26 26.10.10 - 15:14 Uhr

Ich persönlich denke das die Lehrerin ein Problem mit meinem Sohn hat . Mein Sohn ist sehr selbstbewusst und das kann manchmal anstrengend sein . Für alle Beteiligten .
Bei meinem Sohn ist es wichtig das man ihm eine klare Linie vorgibt und auch Konsequent ist wenn es nötig ist .
Er brauch eine klare Struktur , schon seit dem Kleinkindalter .
Ich habe hier zuhause keinerlei Probleme mit ihm was die Hausaufgaben betrifft . Er macht sie sogar gerne . Und auch ordentlich und gewissenhaft .
Ich habe das Gefühl das die Lehrerin sich einfach bei ihm nicht durchsetzen kann . ( was vielen schwer fällt )

Beitrag von lena10 26.10.10 - 15:40 Uhr

Und selbst wenn es so wäre, was hätte sie dann davon, wenn sie euch Tests rät?

Ich gehe jetzt mal von mir aus: Ich kann mich definitiv durchsetzen (wie die meisten meiner Kolleginnen - sonst machst du den Job nämlich nicht lang!)! Und wenn ich Eltern auf bestimmte Verhaltensweisen hinweise, dann hat das Gründe!

Und wie das Kind sich zu Hause verhält, hat ganz oft gar nichts damit zu tun, wie es sich in der Schule gibt!

Beitrag von mummy26 26.10.10 - 17:11 Uhr

Und wie soll ich es deiner Meinung nach ändern wie er sich in der Schule verhält ??? Da kann ich nichts dran ändern , nur die Lehrerin . Sie ist in dem Moment vor Ort , nicht Ich .
Es gibt mehrere Eltern die mit dieser Lehrerin Probleme haben .
Was sagst du denn als Lehrerin zu den einzelnen Punkten ? Ist es nicht noch im Normbereich wenn ein Kind am 1 Schultag mal kurz aufsteht und aus dem Fenster sieht weil da Kinder lang gelaufen sind ? Das kann man doch nachvollziehen , oder !? In dieser Situation ist es an der Lehrerin ihm in genau dem Moment wo er das tut zu erklären das das in der Schule nicht mehr geht .
Zum Beispiel.

lg

Beitrag von lena10 26.10.10 - 19:38 Uhr

Da wird noch mehr vorgefallen sein! Keine Lehrerin wendet sich direkt an die Eltern, weil das Kind EINMAL aufgestanden ist! Entweder macht es das ständig, oder es geschehen noch andere Dinge.
Übrigens wird die Lehrerin das wohl in diesem Moment angesprochen haben! Vielleicht hört dein Kind schlichtweg nicht und sie sucht daher den Kontakt zu euch.

Auch die Sache mit dem Bild: Wenn 25 Kinder das geforderte Bild malen und EIN Kind krakelt stattdessen wild auf dem Blatt herum, hat das für mich nichts mit "durchsetzen" zu tun. Ich würde in dem Moment denken, dass das Kind entweder überhaupt nicht malen kann (wäre ein Grund, die Eltern anzusprechen), oder dass es mich provozieren will (wäre bei mehrmaligem Vorkommen auch ein guter Grund, die Eltern anzusprechen).

"Und wie soll ich es deiner Meinung nach ändern wie er sich in der Schule verhält ???"
Direkt ändern kannst du es nicht. Mit ihm reden sowieso, die Hilfeangebote wahrnehmen und vielleicht auch einmal im Unterricht hospitieren (ist dein gutes Recht - du musst dich nur vorher ankündigen) um zu schauen, was tatsächlich läuft.

Gruß, Lena

Beitrag von viofemme 27.10.10 - 00:14 Uhr

Deinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen!

Beitrag von mummy26 26.10.10 - 15:10 Uhr

Ich habe von meiner Seite her 3 Fälle von Hochbegabung in der Familie aber ich würde nicht soweit gehen und sagen das Leandro hochbegabt ist . Hochbegabt sind für mich Kinder die mit 3 Jahren schon Klavier spielen , komplizierte Matheaufgaben rechnen oder ähnliches ... aber nicht Leandro .
Er ist schlau und pfiffig ... das auf jedenfall ... aber nicht hochbegabt .

Danke für deine Antwort .

Beitrag von jule2801 26.10.10 - 21:07 Uhr

Hallo!

Ich finde das Verhalten von deinem Sohn tatsächlich auffällig! Ich glaube sofort, dass er schlau ist und auch dass du zu Hause keine Probleme mit ihm hast, ABER er ist 7 Jahre alt! Und mit 7 Jahren sind einige Verhaltensregeln tatsächlich zu erwarten. Besonders auffällig finde ich den letzten Abschnitt, in dem du schreibst, dass wenn dein Sohn gerade in dem Moment keine Lust zum mitarbeiten hat (IQ-Test), dass der Test dann ja keine Aussagekraft besitzt. Der Test sagt auch dann etwas aus, nämlich dass dein Kind nicht in der Lage ist, auf Aufforderung diesen Test zu bewältigen. Im ersten Moment wirst du jetzt denken, dass das doch nicht weiter dramatisch ist und dass man sowas halt machen muss, wenn er gerade Lust hat, oder so. Aber das stimmt so nicht. Wie ich vorhin schon erwähnt habe, setzt man bei einem 7 Jährigen gewisse Verhaltensregeln (Schul-)leben zu erleichtern.

lg Jule, selber Mama von 4 Kindern und Physiotherapeutin!

Beitrag von katti79 26.10.10 - 22:54 Uhr

Hhm, eigentlich glaube ich eher, dass die Lehrerin ihn nicht mag ( warum auch immer) .
Guck Dir das eine Weile an, aber lass nicht zu tun, das ihn dieses ganze Schulsystem unterbuttert.
Sie wollen kleine Ja-Sager, die sich stromlinienförmig ducken und wenn einer sein Tuschwasser verkippt, dann ist aber was los.

Wenn es gar nicht geht, würde ich die Schule wechseln.

Beitrag von viofemme 27.10.10 - 00:12 Uhr

"Die Lehrerin mag ihn nicht" - ja, das wäre eine Erklärung für alles mögliche und als Kind habe ich so auch oft versucht, unangenehme Beurteilungen so zu rechtfertigen...

Aber heute bin ich dann doch erwachsen und da genügen solche einfache Ausreden nicht mehr.

Warum sollte sich eine Lehrerin denn wie beschrieben um einen Schüler bemühen, wenn sie ihn nicht mag? Ergibt das Sinn? Zudem verweist die Lehrerin an weitere Stellen. Würde sie nicht wirklich Handlungsbedarf sehen, so würde sie sich doch absolut lächerlich machen, wenn das nur Schikane wären.

"Sie wollen kleine Ja-Sager, die sich stromlinienförmig ducken..." Nein, LehrerInnen wollen das gerade nicht! Sie wollen schon selbstständig denkende und kritische Schüler, aber sie müssen sich schon auch an Spielregeln halten.


Beitrag von fraz 27.10.10 - 08:00 Uhr

Hallo

Für mich ein absolut kontraproduktiver Beitrag!
Eltern, die in allem Ernst meinen, dass die Lehrkraft ihr Kind nicht "möge", haben nicht nur eine verschobene Selbstwahrnehmung, sondern tun ihrem Kind einen absoluten Bärendienst damit.
Und sich vom ganzen "Schulsystem" nicht unterbuttern lassen??? Wie ist das denn gemeint?
Eine Lehrkraft hat die Aufgabe, jedes einzelne Kind nach seinen Fähigkeiten zu fördern. Und wenn ein Kind mit 7 Jahren nur das tut, was ihm Spass macht, dann ist da Förderbedarf angezeigt! Wir wollen keine Ja- Sager, sondern sind auf Kinder angewiesen, die auch dann arbeiten, wenn nicht die Mama dabei sitzt, die auch dann dranbleiben, wenn es schwierig wird oder es grad nicht "so Spass macht". Kannst du dir vorstellen, wie das ist mit 24 Kinder und die arbeiten nur, wenn du daneben sitzest? Wie soll das den gehen? Oder machen nur das, was Spass macht, die Hälfte des Lehrplans bleibt somit liegen....und dann? Kommen die Eltern wie Furien und unterstellen der Lehrkraft, sie arbeite nicht seriös?


Ich hoffe, du hast keine eigenen Kinder, denn mit deiner Einstellung schaffst du keine gute Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit....


Fraz, eine Lehrerin#cool

Beitrag von katti79 28.10.10 - 10:27 Uhr

Deine Aussage: Ich hoffe, du hast keine eigenen Kinder, denn mit deiner Einstellung schaffst du keine gute Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit....

Meine Antwort:Pech für Dich. Ich hab nämlich Nachwuchs.

Und tu bloß nicht so als hättest Du den Parmesan erfunden oder den
Mozzarella - da waren andere schneller.


Beitrag von hope1983de 13.02.11 - 20:59 Uhr

Wie wäre es denn, wenn man es als Lehrer schafft die Schüler zu begeistern?? Dann hätten sie Spaß am Unterricht, scheinbar ist sowas bei deinem Unterricht selten! Dann müsste sich kein Schüler zusammenreißen, schon mal was von Stationsarbeit oder Freiarbeit gehört???
Solche Kommentare von einer Lehrerin, hilfe!
Wie wäre es mal mit einer Fortbildung im Bereich Pädagogik, eventuell zum Thema Umgang mit Heterogenität im Unterricht?!

Beste Grüße von einer Kollegin

Beitrag von twins2302 27.10.10 - 12:00 Uhr

Du kennst weder die Lehrerin noch das Kind und behauptest einfach mal so, dass sie den Jungen nicht mag!
Ich finde es schlimm, dass immer die Lehrer Schuld an allem sind!!!! HALLO? Er konnte mit 7 jahren kein vernünftiges Herbstbild malen, das IST bedenklich und ungewöhnlich.
Und da gibt es nichts dran zu rütteln. Dass er deswegen dumm ist, sagt ja niemand, aber wenn die Lehrerin das gefühl hat, dass man ihm helfen muss ist es doch gut, wenn sies sagt und es nicht einfach ignoriert und zusieht, wie er in der Schule später nicht mehr klar kommt!

Ich freue mich jetzt schon auf Eltern wie dich, denen man erklären muss, dass Kinder tatsächlich manchmal in der Schule anders sind, als zu Hause und dass auch mal Dinge vorfallen, die sie ihren "kleinen super intelligenten Engelchen" nie zutrauen würden!

"Sie wollen kleine Ja-Sager, die sich stromlinienförmig ducken und wenn einer sein Tuschwasser verkippt, dann ist aber was los."#klatsch
Super Beitrag!



Beitrag von froehlich 27.10.10 - 14:17 Uhr

Naja, aber umgekehrt ist es doch schließlich auch so, daß Du und wir eben auch die Lehrerin nicht kennen. Ich bin wirklich meilenweit davon entfernt, Lehrern immer alles in die Schuhe zu schieben (wir hatten erst kürzlich hier im Forum die Diskussion - ich bewundere alle Volksschul- und sonstige Lehrer, wirklich, HUT ab!) aber manchmal gibt es eben doch auch "schwarze Schafe" unter den Lehrern, das muß man konzedieren. Oder nicht? Ich finde einfach: die Dinge, die dem Kind der TE als "schwierig" und "auffällig" angekreidet wurden sind nicht ausreichend, um gleich derartig massiv die Test- und Fördermoralkeule zu schwingen. Die Sache mit dem Herbstbild: also, mein Sohn (7, heuer eingeschult) ist wirklich ein pfiffiger Schüler (ist nicht mein Urteil, sondern das der Lehrerin), aber beim Malen ist er auch kein Hengst. Vor allem in der Schule, wo er oft selbst das Gefühl hat, unter Zeitdruck zu stehen. Das kommt gar nicht mal von der Lehrerin, sondern mein Sohn macht sich den Stress selbst....er guckt eben nach links und rechts, sieht andere Kinder schneller malen und huscht dann auch irgendwas hin... . Da könnt ein Igel unterm Herbstlaub auch rasch mal zum Krikelkrakel werden. Seine Lehrerin (die übrigens durchaus mittelstreng ist) misst dem aber nicht sooo eine große Bedeutung bei. Nun wirst Du vielleicht sagen: o.k., der Knabe ist eben sonst fix und da drückt die Lehrerin ein Auge zu. Vielleicht. Aber auch die vorurteilsbelastetste Mutter kennt ihr Kind eben doch besser als eine Lehrerin nach ein paar Wochen und ich finde es absolut recht und billig, daß man sich als Mutter nicht sofort die Butter vom Brot nehmen lässt - bei allem Respekt vor der Lehrerin, der sein MUSS.....aber das, was die TE hier beschreibt würde mir auch zu weit und vor allem zu schnell gehen. Ein Kind, das vorher im Kiga nie auffällig war und auch vom Kinderarzt als "normal" eingestuft wird, das seine Hausaufgaben selbstständig erledigt und auch sonst gut durchkommt?! Da sind zumindest erhebliche Zweifel am Urteil der Lehrerin angebracht!

Beitrag von mummy26 27.10.10 - 15:28 Uhr

Danke :-)

Und zu dem Satz "Er konnte mit 7 Jahren kein Herbstbild malen ... " ...

Er kann ein Herbstbild malen ... nur eben nicht in der Schule . Alle beschriebenen "Probleme" treten ausschliesslich in der Schule auf . Sonst nirgends . Weder damals im KIGA , noch im Verein , noch zuhause , bei Freunden oder Verwandten . Nirgendwo treten irgendwelche Probleme auf . Nur in der Schule .
Wie gesagt , was das malen betrifft , im KIGA hat er es gehasst . Seitdem er in die Schule geht malt er hier zuhause wie verrückt . Ob es nun darum geht ein Bild auszumalen oder selbstständig ein Bild zu malen , das ist dabei egal . Er macht beides .

Beitrag von froehlich 27.10.10 - 15:55 Uhr

Also nun mach Dich wegen dem Malen bloß nicht verrückt!! ;-) Das ist nun wirklich nicht jedermanns Sache. Wenn ich mir so die Schulbilder meines Sohnes und die seiner Klassenkameraden angucke....auweia... . Es ist nun mal eine Tatsache, daß Jungs meist schlampiger ausmalen oder zeichnen als zum Beispiel die Mädchen, die stundenlang an einem Blümchen rumfeilen können Das liegt aber auch an den Themen. Mein Sohn malt zu Hause liebend gerne Flugzeuge und komplizierte Raketen, aber mit den Igel-, Herbst- und Ausmalbildern in der Schule kann er auch nicht so viel anfangen und kritzelt sie dementsprechend schnell runter. Bei den Hausaufgaben achte ich schon darauf, daß er sich Mühe gibt, aber die Blätter die er von der Schule nach Hause bringt sind öfter mal unterschrieben mit: bitte male genauer aus...oder sowas. ;-). Das akzeptiert mein Sohn dann auch und ich find's völlig o.k. und richtig, daß die Lehrerin die Kinder darauf hinweist...damit muß aber dann auch gut sein.

Ich will Dir mal ne kleine Episode aus meiner frühen Gymnasialzeit erzählen. Also, ich konnte auch nie gut malen und weil ich das wusste, habe ich Menschen grundsätzlich nur von hinten mit Haaren gemalt. Wir mussten in Kunst mal zum Thema "Nebukadnezar" malen, da habe ich dann glatt eine Riesenmenschenmenge von hinten gezeichnet - NUR Kreise mit blond und braun (das sollten die Köpfe sein). Meine Kunstlehrerin ist fast aus den Latschen gekippt und hat meine Mutter in die Sprechstunde bestellt. Sie meinte, ich hätte nen psychischen Schaden, weil ich Menschen nie von vorne male (keine Gesichter!!) und meine Mutter sollte mal mit mir zur Psychologin gehen. Meine Mutter (die Gott sei Dank eine Riesenportion Humor hat) hat sich köstlich amüsiert, mir die Geschichte erzählt, gefragt, warum ich Menschen nur von hinten male und auf meine Erklärung hin die Sache einschlafen lassen. Ich bin blendend OHNE Zeichentalent durch die weitere Schule gekommen, habe studiert und später an der Uni unterrichtet. Auch ohne Igelbilder im Gebüsch. :-)

Alles Gute Euch!

Beitrag von mummy26 27.10.10 - 18:49 Uhr

Ich finde es ja auch totalen Quatsch das das von der Lehrerin so extrem auf die Goldwaage gelegt wird .
Wie gesagt , ich werde mal abwarten was die Frau von der Caritas dazu sagt .
Im Endeffekt mache ich eh das was ich für richtig halte .

Heutzutage ist ein Kind welches nicht Ergo , Logo , Verhaltenstherapie etc. hinter sich hat einfach nicht normal .

Danke :-)

Beitrag von katti79 28.10.10 - 10:19 Uhr

"Ich freue mich jetzt schon auf Eltern wie dich" - das klingt verdächtig nach Pädagogik im 2. Semester.
Ich hoffe, Du vergißt nicht Dein Strickzeug an der Uni

Beitrag von twins2302 29.10.10 - 11:21 Uhr

Nein, das klingt nach Lehramt im 9. Semester und vielen Praktika und Elternabenden! Es ist wirklich interessant über 4 Wochen Das Verhalten eines Schülers zu beobachten und dann die Reaktion von ca. 50 % der Eltern zu beobachten, wenn man sie beim Elternabend mit Problemen konfrontiert.
Hast du die Erfahrung mal gemacht?
Natürlich gibt es schwarze Schafe unter den Lehrern, aber die gibts überall.
Und solche Kommentare wie das mit Strickzeug machen mir wieder bewusst, wie wenig dieser Beruf hier noch geschätzt ist!

Beitrag von katti79 28.10.10 - 10:21 Uhr

"Ich freue mich jetzt schon auf Eltern wie dich" - das klingt verdächtig nach Pädagogik im 2. Semester.
Ich hoffe, Du vergißt nicht Dein Strickzeug an der Uni .

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