Will man das wirklich sehen?

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Beitrag von kaktus0 26.10.10 - 14:10 Uhr

Hallo zusammen,

ich hatte heute ein Gespräch mit einer Kollegin, darum ging es um "Promi-Geschichten" für mich eher Katastrophenbilder im Allgemeinen.

Irgendwie kamen wir auf das Thema dieser Sängerin, die jetzt den Hubschrauberabsturz hatte. Will man wirklich sehen, wie der Hubschrauber abstürzt und die Verletzte aus dem Frack gezogen wird? Dabei geht es nicht darum, dass die Dame mal im TV zu sehen war, sondern einfach darum, dass ich mir solche Bilder nicht ansehen muss und fast immer wegschalte.

Ganz schlimm, wenn wir bei den "Promis" sind, fand ich auch, dass man den armen alten Joachim Fuchsberger filmen musste, als er am Todesfundort seines Sohnes stand und bitterlich weinte. Ich habe es gesehen, es wurde ja überall gezeigt, toll finde ich es ehrlich gesagt nicht.

Es gibt so viele Bsp., auch bei schweren Unfällen auf Autobahnen etc. wo Menschen rausgeschnitten werden oder oder oder.... Ich will einfach mal eure Meinung wissen, wollt ihr das sehen?

Beitrag von inovix 26.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo,

ich schalte oder klicke jegliche Unfallszenarien weg.
Ich möchte die trauernden Menschen, die Verletzten oder sogar die blutigen Orte nicht sehen.

Das würde mir schwer zusetzten und ich könnte lange nicht loslassen. Wird für mich schon schwer in der Fahrschule werden. Ich rechne mal damit das auch dort Unfallszenarien gezeigt werden, einfach nur zur Abschreckung.


LG ino

Beitrag von medina26 26.10.10 - 14:39 Uhr

Ich bin generell der Meinung das die Medien bei den Prominenten in der Privatsphäre zu weit gehen.

lg Medina

Beitrag von ayshe 26.10.10 - 14:44 Uhr

Ich will das auch nicht sehen.

Und da ich viel mit dem Auto unterwegs bin, sehe ich auch immer mal wieder Unfälle.
Wenn ich schon sehe, daß dort mehrere Krankenwagen und Feuerwehrwagen stehen, versuche ich mich nur nach vorn auf die Straße zu konzentrieren, wenn ich vorbei muß.
Ich habe echt Schiß vor Bildern, die ich vllt nur schwer wieder loswerde.

Beitrag von emeri 26.10.10 - 14:53 Uhr

hey,

meine persönliche meinung ist: nein, ich will diese bilder nicht sehen. und schon gar nicht so unvermittelt und ohne vorwarnung, wie es so oft passiert. da schlägt man die zeitung auf und zack sieht man plötzlich ein foto mit irgendwelchen schwerverletzten und leichenteilen.

nein, mir ist schon klar, das leben ist kein ponyhof, aber ich denke nicht, dass menschen in der heutigen zeit, in der man von gewaltbildern nur so zugeschüttet wird, davon noch aufgerüttelt werden. genausowenig will ich das video oder ein foto einer sterbenden, erschossenen studentin sehen. es würde mir persönlich schon reichen, darüber zu lesen und mir meinen teil zu denken.

gewalt hat es immer schon gegeben, das ist klar. aber ich will nicht das produkt einer medienmaschinerie werden, das durch dieses übermaß an gewalt und horrorszenarien einmal so abgestumpft wird, dass es nur noch mit der schulter zuckt, wenn es irgendwo eine leiche sieht. egal ob prominent oder nicht...

lg

Beitrag von maxundjan 26.10.10 - 14:57 Uhr

Familie Fuchsberger ist z.B ganz bewusst an die Öffentlichkeit gegangen, um andere an ihrem Schmerz teilhaben zu lassen.

Für manche Leute ist es schlimm dieses auszuhalten (das zusehen, ansehen usw.), aber denjenigen der es aushalten muß, den fragt nun mal keiner.

So kam z.B. auch wieder die Sprache auf die verwaisten Eltern, einfach auch als Info das es uns gibt...

Also, ich denke das man schon eine Menge aushalten kann, die Frage ist nur, ob man es will.........

Weggucken "tut" man schon bei Unfällen, aber in der heutigen gesellschaft eben auch bei Trauer

Grüße,
Sandra

Beitrag von asimbonanga 26.10.10 - 17:17 Uhr

Den Eindruck habe ich bei Familie Fuchsberger auch-inszenierte öffentliche Trauer.Die letzten Stunden werden rekonstruiert vom Vater in Begleitung der Presse, dem es offensichtlich verständlicher gewesen wäre, der Sohn wäre am Kilimandscharo abgestürzt.
Jeder wie er mag.
Wenn man das nicht sehen oder hören will------müsste man derzeit den Titel fast jeder Zeitung/ Illustrierte übersehen und auch nicht fernsehen.

Beitrag von risala 26.10.10 - 15:03 Uhr

Hi,

nein, ich will das nicht sehen. Genausowenig interessiert mich, welcher Promi mit wem was im Schlafzimmer (oder anderswo) macht.

Gruß
Kim

Beitrag von crocslady 26.10.10 - 15:11 Uhr

"die Verletzte aus dem Frack gezogen wird?"

Die hatte einen Frack an?

Beitrag von echtjetzt 26.10.10 - 16:06 Uhr

Und der Award für den unangebrachtesten Kommentar des Tages geht aaaaan..

Beitrag von micqu 26.10.10 - 16:43 Uhr

der Komentar ist zwar nicht ganz passend zum Thema aber ich musste dennoch sehr lachen...

Beitrag von halbling 26.10.10 - 15:32 Uhr

Hallo!
Hmm,kommt darauf an.Also Bilder von Unfällen muss nicht sein,das hat dann eher etwas mit der Sensationslust zu tun aber man kann(oder sollte) nicht generell vor allem Negativem die Augen verschliessen!Seien es Naturkatastrophen oder Tatsachenberichte über Verbrechen z.B..
Das Leid gehört nunmal zum Leben dazu und das besteht nicht nur aus Glück und Segen...........und ehrlichgesagt finde ich, dass das Leid anderer einem selbst ganz oft wieder wachrüttelt und man merkt,wie gut es einem doch geht!
LG
Alex

Beitrag von susi.k 26.10.10 - 15:40 Uhr

Hallo,

interessant wieder einmal dass es anscheinend niemand sehen möchte.

Ich hatte vor vielen Jahren einen Unfall. Ich habe immer noch die Bilder im Kopf von den vielen Gaffer die mit weit aufgesperrten Mündern und neugierigen Augen an der Unfallstelle vorbeigefahren sind.

LG,
Susi

Beitrag von halbling 26.10.10 - 15:52 Uhr

Das Problem ist,dass es die wenigsten zugeben,weil man gleich als Sensationsgeil abgestempelt wird.
Es liegt aber in der Natur des Menschen neugierig zu sein.Ich finde da muss man unterscheiden.....
Wenn ich an einem Unfall unfreiwillig vorbeifahren MUSS,dann gebe ich ehrlich zu dass ich automatisch hinschaue........wenn allerdings Leute extra hinrennen oder anhalten um zu gaffen,dann ist das unterste Schublade.

Beitrag von susi.k 26.10.10 - 16:07 Uhr

Ja, hast schon Recht. Etwas Sensationsgeilheit steckt wohl wirklich in jedem von uns, da nehme ich mich mal nicht aus.

Beitrag von suny123 26.10.10 - 17:03 Uhr

Wenn es keine "Interessenten" für solche Bilder gibt, würde die Berichterstattung vielleicht anders aussehen.

Beitrag von arkti 26.10.10 - 17:38 Uhr

Warum soll man solche Bilder nicht zeigen?
Es gehört zum Leben dazu.
Bei Promis ist es nunmal so das da immer irgendwelche Personen wissen wann sie wo sind und logischerweise sind dann auch immer Kameras anwesend im Notfall halt Handykameras.
Wenn ich irgendwo einen Unfall habe is die Chance sehr gering das gerade irgendjemand seine Handykamera aktiv hat, also gibt es von "normalen menschen" nicht solche Aufnahmen.

Beitrag von robingoodfellow 26.10.10 - 18:19 Uhr

Ich habe als Kind mal das Bild einer verbrannten Kinderleiche gesehen, war damals in einer Arztpraxis in einer von diesen Heften die da rumliegen. Dieses Bild habe ich heute noch im Kopf und das bremst wohl die Gaffgeilheit in mir aus.

Wenn wir an einem Unfall etc. vorbeifahren und schon Helfer vor Ort sind schaue ich grundsätzlich meine Füße und nix anderes an. Wenn ich fahre dann stur auf die Straße.

Ich will solche Bilder nicht mehr speichern, sie gehen mir zu Nahe.

Abgesehen davon sind 2 Freunde von mir Notärzte, was die teilweise mit Gaffern erleben passt auf keine Kuhhaut.

Beitrag von kendra.26 26.10.10 - 19:47 Uhr

Hallo,

nein ich möchte solche schrecklichen Dinge auch nicht sehen.

Seit ich einen Selbstmörder zerschmettert auf einem Bordstein habe liegen sehen, erinnert mich jeder Unfall an genau diesen Mann.

Diese Bilder vergisst man nie, und ich habe kein Bedürfnis noch mehr verletzte oder gar tote Menschen zu sehen.

Im Film ist das kein Problem, aber wenn es um echte, schwerverletzte Menschen geht, möchte ich das nicht, finde es auch total daneben das es im Fernsehen gezeigt wird.

LG

Beitrag von cherymuffin80 26.10.10 - 21:05 Uhr

Ganau darüber habe ich heute mit meinem Ex gesprochen (der Heli ging in seiner Wohngegend runter).

Ich finde es abartig das dann sofort die Kameras raufgehalten werden (ob nu Promi oder nicht) und das die Medien sowas dann auch schön in Nahaufnahme am laufenden Band zeigen.

Ganz schlimm und nein, ich will sowas nicht sehen!

Beitrag von gingerbun 26.10.10 - 22:58 Uhr

Ich muss und will soetwas auch nicht sehen, denke aber dass die Mehrheit der Menschen da anders ist. Schau allein was los ist wenn auf der Autobahn allein nur ein Auto am Rande steht. Gleich staut sich alles weil geglotzt werden muss. Ich glaube einfach dass die meisten keinen eigenen sinnvollen Lebensinhalt haben.. Ich versteh es jedenfalls nicht.
Gruß!
Britta

Beitrag von frauke131 27.10.10 - 12:05 Uhr

Ich sehe es auch wie Du. Nein, ich will das nicht sehen und ich würde auch nicht wollen, dass man mich zeigt, wenn ich gerade aus einem Auto geschnitten werde! Wo ist da der Informationsgehalt? Richtig, keiner nur reine Sensationsgier!

Das mit Blacky uchsberger habe ich auch im vorbeigehen gesehen und mich total aufgeregt, warum man ihn nicht in Ruhe lassen kann, er hat das schlimmste erlebt, was man als Mensch erleben kann! Das eigene Kind tot und dann halten noch schön die Kameras drauf, wiederlich.

Beitrag von maxundjan 27.10.10 - 12:52 Uhr

In einem Interwiev mit der Lebensgefährtin haben sie gezeigt, das sie als Lebensgefährtin und auch die Eltern mit den Kameras einverstanden waren/sind.


Grüße,
Sandra

Beitrag von freiwild 27.10.10 - 13:03 Uhr

Fuchsberger hat einen Tag nach dem Tod des Sohnes der BILD ein Interview gegeben - und dazu wird niemand gezwungen. Es gibt das Wort "Nein.", und dann ist man erstmal raus aus dem Rampenlicht - wenn man das denn will. Diese öffentlich inszenierte Trauer wirkte auch mich abstoßend und nicht echt.

Beitrag von maxundjan 27.10.10 - 13:27 Uhr

Meinst du, nur weil er öffentlich weint trauert er nicht um seinen Sohn? Was war denn mit Frau Enke? Die ist auch nach "draußen" gegangen, und hatte deshalb später auch "ihre Ruhe".

Vielleicht ist dies auch ein bewusst gewählter Weg um nicht allein zu sein in seiner Trauer. Es hilft z.B. auch (nicht bei allen!), wenn viele Menschen auf dem Friedhof Abschied nehmen. Keine Schaulustigen, sondern Menschen die den Verstorbenen kannten (auch wenns wirklich nur ein bekannter war).

Insofern ist schon fraglich, ob man das inzenierte Trauer nennen sollte. Was für den einen richtig ist, kann für den anderen falsch sein......

Jeder sollte so trauern dürfen wie er mag, wie es für ihn richtig erscheint; und andere müssen ja nicht hinsehen....

Gruß,
Sandra

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