Soll ich?? Ausbildung kontra Festen Job, 3 Kids LANG!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von blahblah 26.10.10 - 20:05 Uhr

Hallöchen!

Ich habe eine feste Arbeitsstelle TZ deren Arbeitszeiten eigentlich gut in mein Leben passen. Ich hab nette Chefs die ich eigentlich gerne mag. Die Kollegen sind nett und die Bezahlung ist passabel wenn man den Stundenlohn ansieht.

Leider ist es aber z.zt so das viele Überstunden anfallen die abgebummelt werden sollen, aber aufgrund des Überflusses an Arbeit ist grad nix mit Abbummeln zumindest bis Mitte nächstem Jahres #schock.

Von den Stunden her bin ich fast VZ arbeiten bezahlt werde ich allerdings in der Gleitzone in der untersten Stufe mit 420 Brutto. Bei STK 5 kommen dann da 329 Euro raus.

Nun lässt mich der Gedanke nicht mehr los das ich eig. ne Ausbildung machen könnte, ich habe nämlich aufgrund meiner 3 Kids damals keine machen können. Ich hab den Realschulabschluß und von den Voraussetzungen her würde es gehen.

Ich hab grad mal "nur so" beim Arbeitsamt geschaut ob der Ausbildungsberuf (Bestattungsfachkraft) irgendwo hier in der Nähe angeboten wird und oh Wunder direkt in der Nähe 25 km ca. ein Weg wäre eine offene Stelle, der Betrieb sucht Praktikanten die zwischendrin mal reinschnuppern wollen, und ab 01.08.2011 einen Azubi.

Soll ich es wagen, dauerhaft Vollzeit trotz oder grade wegen der Kids (KV zahlt nicht) arbeiten zu gehen? Bin ich mit dann 32 nicht schon zu alt dafür?
Gebt mir bitte einen Denkanstoß, ich danke euch.
LG

Die#bla
Mit 3 Kids (14/12/6)

Beitrag von sonntagsmalerin 26.10.10 - 20:20 Uhr

Hi!

Ich finde die Idee gut, eine Ausbildung zu machen! Wieso solltest du dafür zu alt sein? Ich glaube, auch Arbeitgeber profitieren davon, wenn ihre Azubis nicht mehr die Jüngsten sind - die wissen, was sie wollen, sind oftmals disziplinierter und zuverlässiger.

Deine Kids sind ja auch schon älter, insofern wäre doch ein Vollzeitjob ganz gut machbar, oder? Hast du die Betreuungsmöglichkeiten etc.?

Eine Ausbildung ist immer eine gute Grundlage. Denk mal dran, wie lange du noch arbeiten musst (mittlerweile ja bis 67 - das sind also noch ein paar Jährchen ;-) ). Auf der Ausbildung kannst du aufbauen und so Schritt für Schritt noch mehr erreichen auf deiner beruflichen Laufbahn.

Ich würde es auf alle Fälle probieren! Bewirb dich dort, schnupper mal rein und wenn sie dich nehmen und dir die Stelle zusagt - mach es! :-)

Meine Meinung :-)

LG
Clarissa

Beitrag von blahblah 26.10.10 - 21:06 Uhr

Hallo und Danke für deine Meinung.

Betreuung für meine Kids ist sicher machbar, da gibts genug Anlaufstellen und da die Kids eh alle drei (ab Sommer) in der Betreuung bis 16°° sind würde das sicher klappen.

Sie sind dann ab 7°° ca außer Haus und kommen gegen 16,30 wieder. Für 2 Std abends könnte ich jemanden einstellen der dann idealerweise auch etwas im Haushalt tut...

Da hab ich keine Angst vor eher davor das die mich morgen auslachen wenn ich "alte" da anruf und nachfrage#schwitz

LG

die#bla

Beitrag von sonntagsmalerin 27.10.10 - 08:07 Uhr

Na das hört sich doch super an! :-)

Ich glaube nicht, dass du Angst haben musst! Ich persönlich würde mich sogar eher für jemand "Älteren" entscheiden (Lebenserfahrung, Motivation, Zuverlässigkeit, und Kinder hast du auch schon). Du musst ja außerdem nicht gleich mit deinem Alter ins Haus fallen ;-) ,reicht ja, wenn sie das im Lebenslauf lesen. Aber ich finde, das kann man in einer Bewerbung auch gut darstellen, warum man sich spät noch für eine Ausbildung entscheidet.

Wünsche dir viel Erfolg!! Und halte uns auf dem Laufenden :-)
Würde mich interessieren, wie es bei dir weitergeht.

Liebe Grüße
Clarissa

Beitrag von blahblah 27.10.10 - 23:03 Uhr

Hallöchen!

Ich hab deine Antwort erst jetzt gelesen und öööhm nu isses ein wenig zu spät :-D, ich hab nämlich heute morgen in besagter Firma angerufen und gesagt:
Guten morgen mein Name ist xyz und ich rufe an weil ich gelesen habe das sie eine Ausbildungsstelle anbieten. Die Annonce ist an junge Leute gerichtet und ich möchte gern wissen ob ich mich trotzdem mit 31 noch Bewerben kann.

Die Dame am anderen Ende hat herzlich gelacht, gemeint ihr wäre jemand älteres sogar lieber. Leider suchen sie eigendlich einen Mann da die Arbeit ja schon Körperlich schwer ist aber ich soll auf jeden Fall die Bewerbung abschicken denn im Frühjahr bräuchten sie noch jemand der dann nicht in die Familien geht und den Verstorbenen abholt sondern jemanden der dann auch viel Beratung und alles weitere so macht.

Also bin ich trotz Absage erstmal hoffnungsfroh , nebenher hab ich mich registriert bei der Innung, vielleicht habe die ja auch was für mich.

LG und danke an alle die mir Mut zugesprochen haben

die#bla

Beitrag von romy76 26.10.10 - 20:50 Uhr

Würde dir auch dazu raten, wenn du keine Angst mit drei Kids vor Vollzeit hast....

Beitrag von budgie 26.10.10 - 21:33 Uhr

Hallo !

Ich finde nicht, dass man mit 32 Jahren zu alt für eine Ausbildung ist.

Ich bin 30 Jahre, habe vergangenen Januar mein 2.Kind bekommen und habe ein paar Bewerbungen für eine Ausbildung im Jahr 2011 laufen, und das trotz bestehendem unbefristetem Arbeistverhältnis.

LG

Beitrag von hedda.gabler 26.10.10 - 22:32 Uhr

Hallo.

Grundsätzlich würde ich sagen ... nur Mut!
Organisieren lässt sich alles und das Ausbildungsgehalt dürfte vermutlich auch nicht unter Deinem jetzigen Verdienst liegen ...

... aber:

Wie willst Du das finanzieren?
Ich nehme mal an, dass Du derzeit ergänzend Alg II bekommst.
Das würde auf alle Fälle für Dich (nicht für die Kinder, sollten sie noch welches bekommen und nicht Wohngeld, wenn sie darüber plus Unterhaltsvorschuß + Kindergeld ihren Bedarf selber decken ... und Wohngeld gäbe es natürlich auch weiter) wegfallen, wenn die Ausbildung dem Grunde nach Bafög förderungsfähig ist, egal ob Du Bafög bekommst oder nicht.

Du musst also unbedingt abklären, ob Du Bafög oder BAB für Deinen Lebensunterhalt bekommst.

Außerdem müsstest Du gucken, ob Du ein Praktikum, das sicher unentgeltlich ist, neben Deinem jetzigen Job machen kannst. Denn nur Praktikum wird a. finanziell nicht hinhauen und b. würde es Dir die ARGE nicht genehmigen, einen Job dafür aufzugeben. Außerdem erlaubt die ARGE meist nur Praktika bis zu 6 Wochen. Was machst Du in der Zeit bis zum Ausbildungsbeginn?

Du musst also viel abklären ... und wenn alles geregelt ist, würde ich sagen, JA, mach die Ausbildung unbedingt.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von blahblah 26.10.10 - 22:38 Uhr

Hallo Hedda,

ich bekomme keinerlei Staatlicher Leistungen da ich neu verheiratet bin , selber Geld verdiene und auch mein Mann verdient nicht schlecht.

Die Arge hat also Gott sei Dank nix mitzureden, Auto hab ich um dahin zu kommen und das Geld für ne Haushaltshilfe wäre wenn der Ausbilungslohn nun nicht wesentlich unter meinem jetzigen ist drin...

LG

die#bla

Beitrag von hedda.gabler 26.10.10 - 22:40 Uhr

Na, also ... dann mal los;-)

Alles Gute und viel Spaß!