Jetzt ist es amtlich: Wir bekommen ein Frühchen!

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von moeriee 26.10.10 - 20:33 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an mich. Ich liege seit 11 Tagen im KKH wegen verkürztem GMH und Trichterbildung. Heute hatte ich wieder eine Untersuchung. Der GMH ist stabil. Dann kam der Hammer: Die FÄ fragte, ob ich irgendwie in den letzten Tagen vermehrt durchsichtigen Ausfluss hatte. Ich konnte es nicht so ganz einordnen, aber ich erzählte ihr dann, dass ich auf der Toilette immer das Gefühl hatte, als ob ich tonnenweise Toilettenpapier hätte nehmen können und wäre trotzdem nie "trocken" gewesen. Zudem hatte ich pH-Handschuhe benutzt und diese waren immer orange, also lag der pH-Wert bei 4,0. Aber seit letzter Woche waren die Handschuhe immer grün-bläulich. Weil ich es selber nicht glauben konnte, machte ich noch einen und noch einen und noch einen Test. Immer dasselbe Ergebnis. Das hatte ich aber bei der Visite schon gesagt. Da hieß es nur: "Beobachten Sie es mal weiter!" Auch eine Hebamme nahm es nicht weiter ernst: "Ach, das mit den pH-Handschuhen wird alles überbewertet." OK! Die FÄ meinte dann, dass sie jetzt testet, ob es Fruchtwasser ist, das so aus mir herauströpfelt. Und, was soll ich sagen!? Der Test war positiv! #schock So ein Mist! #heul Sie erklärte mir dann im Eilverfahren, dass ich nun hierbleiben müsse bis 34+0, dann würde der Wehenhemmer abgesetzt. Sollte die Geburt dann nicht von alleine losgehen, würde eingeleitet werden. #gruebel #schock #heul Dann musste ich erst einmal nachfragen, WANN denn dann genau eingeleitet würde. Denn irgendwie hab' ich's nicht genau verstanden. Oder ich wollte es nicht verstehen. Jedenfalls wurde mir dann erklärt, dass ich an 34+0 keine Medis mehr bekäme, dann würde 24 Stunden gewartet und wenn sich dann nichts rührt, würde an 34+1 eingeleitet. #heul Bis 34+0 müssen wir es nun erst einmal schaffen. Denn sobald ich eine Infektion habe, wird der Kleine sofort geholt. Aus diesem Grund bekomme ich nun 3 CTGs pro Tag und jeden Tag wird mein Blutbild kontrolliert.

Ich hab' so Angst! Ich will mein Baby noch nicht so früh bekommen müssen. Mir ist schon klar, dass der Kleine gute Chancen haben wird. Trotzdem habe ich furchtbare Angst, dass doch noch irgendetwas schief geht.

Wem von euch ging es denn ähnlich? Wie lange schafft man es denn im Normalfall noch mit einem Blasensprung? Sind weitere 5 Wochen realistisch oder eher eine Seltenheit?

Ich danke euch für jede Antwort! #danke

Traurige Grüße #schmoll

Marie mit #baby-Louis im Bauch (30. SSW)

Beitrag von usajulie 26.10.10 - 20:40 Uhr

Hallöchen,
erstmal wünsch ich dir natürlich dass es noch so lange geht wie nur möglich.
Mach dir nicht so ne Panik, erstens kann mans ja noch ändern und zweitens wenns so ist dann ist es so, es kann alles gut werden. Es bringt doch nicht wenn du dich jetzt so fertig machst#liebdrueck

Ich kann nicht genau sagen wie lange, aber ich hab von jemanden gehört dass sie 10 Wochen im KH war, aber sich die Fruchtblase sogar geschlossen hatte.

Hab aber eine Frage, warum wird denn 100pro eingeleitet? Kann man denn dann nicht einfach warten bis es los geht? Besteht dann Gefahr fürs Kind?

Alles Liebe
Julie

Beitrag von moeriee 26.10.10 - 20:53 Uhr

Im Allgemeinen wird eine Geburt ab 34+0 ja nicht mehr aufgehalten, weil Kinder dann sehr gute Chancen haben. Wägt man die Risiken ab (Frühgeburt <-> Infektionsgefahr), dann ist die Frühgeburt wohl das kleinere Übel. Auf der Suche, ob dieses Verfahren so üblich ist, bin ich auf folgende Seite gestoßen: http://www.medizinfo.de/annasusanna/schwangerschaft/geburt/blasensprung.shtml

Na ja, Panik bekommt man dann schon. Gerade weil hier letzte Woche ein Baby gestorben ist, weil bei einer Infektion und vorzeitigem Blasensprung zu spät gehandelt wurde. Das Kleine hat es nicht geschafft! #heul Ich versuche wirklich, optimistisch zu sein. Aber von Zeit zu Zeit überrollt mich doch die ein oder andere #zitter-Attacke.

Beitrag von jennychrischi 26.10.10 - 21:05 Uhr

Hey Marie, also ich war ab 31+0 im KH mit verkürztem GMH und Wehen. Dazu ein Nierenstau. Ich war Dienstags noch beim Doc und sie machte Urintest, alles super. Mittwoch Abend kam ich in die KLinik. Donnerstag ABend war mein Zustand so schlecht das ich auf ITS kam. Lungenreife etc. Nieren waren entzündet. Die Frauenärztin hatte schlicht vergessen, den Urintest auszuwerten. Nun ja, was soll ich sagen, der kurze kam "erst" 35+0. Wahrscheinlich hätt ers noch länger ausgehalten, aber meine Nieren wollten nicht mehr. Man kann also mit Wehen und GMH von 1cm und hoher Blasenriss noch gut durchhalten. Ich hab das mit Fruchtwasser auch nie gemerkt. Dachte ich hätte normalen Ausfluss. Bekomm ja nicht täglich nen Baby, woher sollt ichs wissen ;-) Ich bekam Wehenhemmer und Antibiotika und viel viel Bettruhe. War tierisch langweilig, aber es ging :-) Wünsch dir alles alles Gute!!

Liebe Grüße,

Jenny mit Collin (35+0) jetzt 8,5 Monate und quitschfidel :-)

Beitrag von usajulie 26.10.10 - 21:22 Uhr

Achso,
naja dass man bei ner Infektion lieber schnell handelt hab ich mir gedacht.
Aber ich verstehe halt nicht: sie geben Medis bis 34+0 und wenn das Baby nicht von alleine kommen mag leiten sie nach 24 Stunden ein, warum wenn alles doch gut geht? Vielleicht würde ja sogar noch nen paar Wochen ohne die Medis alles glatt laufen und dann von ganz alleine kommen.

Oder steh ich grad auf dem Schlauch, passiert mir öfters;-)

Naja dass die Ängste nicht immer wegzudenken gehen ist ja klar, hatten wir ja auch durch, aber sonst auch, ab besten erst fertig machen wenns so weit ist.
Hilft besonders wenn das Mäuschen so früh kommt, da wird einem viel vorausgesagt und bei uns ist nichts eingetroffen :-) Ein Glück hab ich mir nicht gleich immer den Kopf zerbrochen, sonst hätt ich nur geheult und am Ende war alles gut.

Liebe Grüßies
Julie

Beitrag von ina175 26.10.10 - 20:52 Uhr

Ich hatte bei Marius bei 34+4 einen vorzeitigen hohen BS. Bekam sofort AB und auch täglich Blutentnahme. Es ging noch bis 36+2, da bekam ich leichte Wehen. Am 36+3 wurde eingeleitet und bei 36+5 wurden die Blutwerte schlechter und da hat man die Vorblase aufgemacht und Marius kam bei 36+6 auf die Welt.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du es bis 34+0 schaffst.

LG, Ina

Beitrag von ronjaleonie 26.10.10 - 21:10 Uhr

Hallo Marie!

Zunächst mal: Gaaaanz ruhig!

Du bist in der 30. SSW, das ist schon mal ganz ganz arg super. Ich hatte bei beiden Kindern vorz. Wehen und GMH-Verkürzungen und jedesmal sagte man mir, sobald eine 3 vorne steht, wäre das schlimmste geschafft. Nicht das eine Geburt in der 30. SSW toll ist, aber du hast die gefährlichste Zeit hinter dir.

So, wie es nun weitergeht hast du zum einen Teil in der Hand (bitte schön brav liegen bleiben, ich weiss wie ätzend das ist, lag in der letzten SS 10 Wochen fest im Bett), zum anderen liegt es aber in Gottes Hand, ob sich eine Infektion reinsetzt, da kannst du nix machen.

Versuche insgesamt so ruhig wie möglich zu bleiben, ich weiss, im KH und dann noch mit Partusisten ist das nicht einfach, aber deine Unruhe überträgt sich heftig aufs Baby.

Ich halte dir ganz feste die Daumen, das du es noch ein paar Wochen schaffst.

LG
Nicole

Beitrag von fruehchenomi 26.10.10 - 22:22 Uhr

Gaaaaaaaanz ruhig, 30. Woche ist schon mal sehr "brauchbar".
Bei meiner Tochter ist schon ab der ca 24. Woche das Fruchtwasser "getröpfelt", aber keiner hats gemerkt, wurde auf Ausfluß geschoben.... Sie hielt dann liegend durch bis Ende der 29.SSW und dann schlüpfte Leonie spontan auf die Welt. Sie war recht unterversorgt und wog nur 980 g. Wieviel wiegt denn Dein Kleines ?
Apropos Leonie: schau auf meine VK, da siehst Du den Wirbelwind.
Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten gesund, hellwach und überaus lebendig #verliebt unser groooßer Schatz !

Alles Gute
LG Moni

Beitrag von moeriee 26.10.10 - 22:30 Uhr

Süß die Kleine! #verliebt Danke, das macht mir wirklich Mut!!! Ich habe heute mal explizit nach Größe und Gewicht gefragt. Die Größe wusste die Ärztin nicht. An 27+5 war er ca. 36 cm groß (momentan sind wir 29+2). Heute hatte er, laut Ärztin ca. 1.400 g. Festlegen wollte sie sich jedoch nicht, da ihr, wie sie sagt, das Schallen nicht so liegt. Das könnten andere besser. Mir steht ja auch noch die 3. VU zu. Da soll der untersuchende FA mal genauer schauen. Das wird voraussichtlich Ende dieser oder Anfang nächster Woche sein. Je nachdem, wie die Ärzte hier Zeit finden.

Ihr seid wirklich lieb! Das baut mich sehr auf! #blume

Beitrag von lisi32 27.10.10 - 01:50 Uhr

Hallo

ist schwer ruhe zu bewhren ich kenne das....

Aber da das Fruchtwasser nur ganz langsam raus tröpfelt kommts bestimmt von weiter oben...

und du würdest nicht die erste sein, bei der sich der riss wieder schließt...

Ich drücke dir alle Daumen, daß es bei dir so ist....

Karoline

Beitrag von lilaluise 27.10.10 - 09:44 Uhr

hallo
vielleicht kann ich dir ein bisschen mut machen :-) #liebdrueck
ich hatte einen hohen blasensprung in der 18ssw und dazu hat sich vorher noch ein miniteil der plazenta abgelöst. ich hatte dann strenge bettruhe..also durfte nicht mal zur toi aufstehen#schwitz und es kam auch immer wieder schwallartig fruchtwasser raus..besonders wenn ich mich mal hinsetzte oder auch nachts wenn ich mich "entspannte"- es war absolut krass für mich weil ich erstmal die zeit von der 18-25ssw überstehen musste..und so lag ich und lag ich und auf einmal war die 29ssw da und es ging kein fruchtwasser mehr ab....dann wurden im abstand von 10 Tagen zwei Amnichecks gemacht.----beide negativ- Das Loch hatte sich wieder veschlossen und auch meine 10 wochen andauernde starke Blutung hatte aufgehört. ich durfte nach hause und da bin ich jetzt immer noch....mittlerweile fast 37ssw:-)
Das man wenn der Blasensprung offen ist bei 34+0 einleitet ist normal...wollten sie bei mir auch machen wenn es sich nicht verschlossen hätte das loch. ich hätte dem aber wahrscheinlich nicht zugestimmt....da meine entzündungswerte immer ok waren und ich auch keine wehen hatte. Aber das ist jedem selbst überlassen wieviel eigenverantwortung er tragen möchte...
ich kann dir nur sagaen, dass es nicht so unrealistisch ist, dass du noch 5 Wochen aushälst. bei mir auf der station lagen viele frauen die es noch 5 'Wochen ausgehalten haben sogar mit tiefem blasensprung- es gibt alles. man kann keine prognose geben.
ich hab mir noch unterstützung von einer heilpraktikerin geben lassen, vielleicht ist das auch was für dich!
lg luise

Beitrag von marta100 27.10.10 - 11:12 Uhr

Hallo Marie;-),

meine Schwester hat es nach BS in der 24.SSW noch drei Wochen lang "geschafft", das der Kleine im Bauch bleiben konnte.
(liegend, CTG Kontrolle dreimal täglich, Kontrolle von Infektionswerten und Lungenreife)

Da es dann Anzeichen für eine beginnende Infektion gab, wurde die Schwangerschaft am Ende der 26. SSW beendet.
Dem Kleinen geht es heute prima, mittlerweile ist er neun, bzw, korrigiert sechs Monate alt.

Versuch dir nicht sooo große Sorgen zu machen, jetzt "schon" 30. Woche ist super!#pro

Viel Glück, daß er noch eine Weile im Bauch bleiben darf!!!!#klee

Beitrag von moeriee 27.10.10 - 13:17 Uhr

Hallo ihr Lieben! #winke

Ich habe mich jetzt schon besser mit der Situation arrangiert. Dass ich liegen muss, war von Anfang an klar. Dadurch dass ich ja noch den verkürzten GMH und Trichter habe. Der Gedanke hat mich also gar nicht so sehr geschockt. Ein kleines Erlebnis heute Morgen hat mich allerdings etwas runtergeholt. Ich bekam ja schon die ganze Zeit über Partusisten. Schon bevor der Blasensprung bekannt war. Heute Morgen wurde der Schlauch gewechselt. Mir fiel dann auf, dass das Stück Schlauch, dass zwischen mir und dem 3-Wege-Hahn hängt, voller Blut war. Ich konnte mir das gar nicht erklären, bis meine Bettnachbarin plötzlich meinte: "Ach du Sch... Guck' mal: Dein Schlauch!" Als ich runterschaute, fiel mir auf, dass der Schlauch offen war und beide Enden auf dem Boden lagen. #schock Also rief ich eine Schwester, welche den Schlauch wechseln wollte. Dabei ging jedoch meine Vene flöten, in der die Braunüle steckte. Sie stellte also den Infusomaten komplett ab und meinte, es käme bald ein Arzt, der mir eine neue Braunüle legt. Es dauerte und dauerte und nach ca. 1 Stunde hatte ich ca. alle 10 Minuten Wehen. Wir sagten noch mal Bescheid, aber nach einer weiteren Stunde hatte ich immer noch keine neue Braunüle und war demzufolge seit 2 Stunden ohne Wehenhemmer. Dann kam die Ärztin und war total erschrocken, weil ich sie elendig aussah. Denn ich hatte Wehen, Druck nach unten, ... Das voll Programm eben. Und das, obwohl ich keine Wehen hatte, bevor ich ins KKH kam. Da an 34+0 sowieso nichts mehr aufgehalten wird, wäre an dem Tag der Wehenhemmer abgestellt worden. Und so, wie ich das jetzt eben erlebt habe, wäre dann die Geburt auch sowieso losgegangen. Es ist fast schon gut, dass das heute Morgen passiert ist. Denn so weiß ich, dass es so oder so an 34+0 losgegangen wäre.

Ich wurde nach dem Anschalten der Tokolyse durchgecheckt und es wurde ein CTG geschrieben. Es war aber alles OK!

Ich danke euch für eure aufbauenden Worte! #danke #herzlich Ihr hört von mir, sobald es Neues gibt!

Liebe Grüße

Marie