Autounfall! Was meint ihr?

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Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 07:17 Uhr

Guten Morgen zusammen,

mein Mann hatte gestern mit meinem Auto einen Autounfall. Die Schuldfrage ist scheinbar nicht geklärt, die Polizei war aber vor Ort.

Zum Unfallhergang:

Mein Mann ist in eine kleinere Nebenstrasse eingefahren. Diese hat keine Mittelmarkierung, aber auf seiner rechten Seite mehrere Parkstreifen.
Er hatte vor sich einen roten Ford. Es kam Gegenverkehr, die Dame die entgegenkam wich in eine Parklücke auf ihrer Seite aus um Platz zu machen. Der Ford fuhr auf den Parkstreifen und hielt an. Mein Mann hatte ausreichend Abstand, dadurch, dass der Ford dort anhielt, ging er davon aus, dass er dort parkt.
Als mein Mann dann an ihm vorbeifahren wollte, schert der Fordfahrer ohne zu blinken und zu gucken einfach wieder aus dem Parkstreifen aus. Er traf meinen Mann mit seinem linken Blinker/Licht in der Mitte unserer Beifahrertür. Mein Mann war also schon fast an ihm vorbei.
Die Dame die Platz gemacht hat ist von meinem Mann Zeugin, dass der Ford einfach so wieder heraus gefahren ist.
Die Polizei wurde gerufen. Diese meint mein Mann wäre Schuld und der Fordfahrer bekäme wahrscheinlich eine Teilschuld.
Wir sind da etwas anderer Meinung. Da der Ford auf dem Parkstreifen anhielt, kann er ja nicht einfach wieder herausziehen.

Wie seht ihr das? Haben wir eine Chance, dass mein Mann Recht bekommt. Ich habe einen 1 Jahr alten Wagen und die komplette Beifahrertür und hintere Tür ist verschrammt und verbeult.

Lieben Gruß von Lucy...

Beitrag von gisele 27.10.10 - 07:26 Uhr

hallo.habt ihr eine rechtsschutzversicherung?so etwas würde ich einen juristen fragen.
ich habe leider auch keine ahnung#schwitz
lieben gruss,nadine

Beitrag von krokolady 27.10.10 - 07:30 Uhr

also wenn dieser Ford wirklich richtig geparkt hatte trägt er die Schuld.........ist er aber nur ziemlich weit rechts gefahren und hat kurz "gezögert" tragen Beide eine Teilschuld.
So sehe ich das jedenfalls.....
Man muss ja immer vorrausschauend fahren....und wenn der Ford nicht eindeutig geparkt hat, hätte Deine Mann ihn "berücksichtigen"müssen.

Stand der Ford aber richtig in einer Parkbucht/Lücke ....also er rollte nicht mehr sondern stand halt......dann hätte er Zeichen geben müssen vorm weiterfahren

Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 07:37 Uhr

Er hat wohl richtig gestanden. Wie gesagt, die Dame die entgegenkam hat Platz gemacht und danach hat sich der Fordfahrer auf den Parkstreifen gestellt und angehalten, hinter einem anderen Auto auf dem Parkstreifen. Für meinen Mann also eindeutig, dass er parken wollte.

Beitrag von hauke-haien 27.10.10 - 13:05 Uhr

Ich wüsste nicht, dass die eSchuld bei einer Vorfahrverletzung mit der Vorgeschichte zu tun haben könnte. Letztendlich hat ein zuvorstehendes Fahrzeug ohne Ankündigung und ohne Beachtung des übrigen Verkehrs die Fahrspur gewechselt und ist dabei dem anderen reingekracht. Was ist daran nicht eindeutig?

Beitrag von zickenhaushalt 27.10.10 - 19:49 Uhr

Ehrlich gesagt, ist das auch mein Empfinden, ich bin auch kein Rechtsexperte, aber selbst wenn er nur zum Ausweichen in diese Parkbucht gefahren ist, muß er doch damit rechnen, dass ein anderes Fahrzeug kommt, was davon ausgeht, dass derjenige parkt bzw ausparken will, und das macht man nicht mit Krawall sondern Rücksichtnahme auf den Verkehr.
Man kann ja nun auch nicht sagen, dass ersichtlich war, dass er ausweichen wollte, weil das hat der Gegenverkehr ja schon gemacht, von daher wäre ich auch davon ausgegangen, dass er parken möchte.

Beitrag von karna.dalilah 27.10.10 - 07:39 Uhr

Zunächst hat dei Polizei nicht die Befugnis einer Schuldzueweisung.
Sie hat lediglich die Aufgabe den Unfallhergang aufzunehmen ohne subjektive Intepretation und Zeugenaussagen und daten des Unfalls aufzunehmen.
Den Rest klären die Versicherungen.

In der Tat ist es ein schwieriger Fall.
Hat denn der Fordfahrer richtig in der Parklücke gestanden, so dass man von einer Parkabsicht ausgehen kann? (Lichter aus,Motor ausmachen)
Denn dass hätte dein Mann abchecken können und müssen, um seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen.
Der Fordfahrer hätte seine Absicht sich in den fließenden Verkehr einzuordnen it entsprechenden Blinkzeichen anzeigen müssen und den rückwärtigen Verkehr beobachten müssen. Er ist in der Pflicht sicherzustellen, dass mit seinem Einordnen der fließende Verkehr nicht gefährdet wird.
Leider wird der Schulterblick nach der Fahrschulenur noch selten angewandt.
Dies hätte den Unfall mit Sicherheit verhindert, denn dein Mann war sicher schon aus dem Innenspiegelbereich raus.

In dem von dir geschilderten Fall, haben beide Fahrer durch ihr Verhalten den Unfall herbeigeführt.
Ich denke dein Mann bekommt eine Teilschuld

Karna

Beitrag von hauke-haien 27.10.10 - 13:08 Uhr

Wartest du bei jedem, der vor dir in eine Parklücke einschert, bis er den Motor und die Lichter ausgemacht hat, bevor du weiterfährst?

Beitrag von karna.dalilah 27.10.10 - 19:10 Uhr

Wenn ich mir nicht sicher bin ob er sich tatsächlich zum parken in die Parklücke gestellt hat, sondern einem evt einem entgegenkommenden Fahrzeug Platz machen will.... Klar... lieber eine Minute gewartet, als 300 Euro für die Selbstbeteiligung berappen müssen.
Übrigends reicht es ja wenn der Motor abgestellt wurde ;-)

Fakt ist wer bei unklarer Verkehrslage überholt trägt eine Teilschuld.
Dann ist warten allemal billiger ;-)

Beitrag von kleinehexe1606 27.10.10 - 07:56 Uhr

Aber wenn ihr davon ausgeht das sie parkt warum schreibst du dann das hier

Es kam Gegenverkehr, die Dame die entgegenkam wich in eine Parklücke auf ihrer Seite aus um Platz zu machen.

Sie wich aus um Platz zu machen... damit wäre die Frage doch schon beantwortet. Wenn sie auswich um Platz zu machen hat Dein Mann auf jedenfall mit Schuld , denn er hätte warten müssen. Wenn Du es so schreibst gehe ich davon aus das Dein Mann das auch so gesehen hat und gedacht hat das die entgegenkommende Fahrerin ihn auch vorbei lässt.

Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 08:22 Uhr

Die Dame wich aus um Platz zu machen, richtig. Und der Fordfahrer fuhr auch auf den Parkstreifen und blieb stehen. Somit ist mein Mann davon ausgegangen, dass er dort parkt, da die Dame ja schon Platz gemacht hat um ihn vorbei zu lassen. Da hätte der Fordfahrer wenn er weiter hätte fahren wollen ja garnicht Platz machen müssen.

Beitrag von hauke-haien 27.10.10 - 13:10 Uhr

"Die Dame wich aus um Platz zu machen"

Woher weißt du das? Hat sie das später zu Protokoll gegeben? Hat sie entsprechende Zeichen gegeben? Oder vermutest du nur?

Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 15:15 Uhr

Sie hat definitiv Platz gemacht, da sie das später aussagte und auch als Zeugin für meinen Mann gilt.

Beitrag von hauke-haien 27.10.10 - 15:37 Uhr

Die Frage hast du nicht ganz verstanden:

Wurde ihre Absicht, für den Gegenverkehr Platz zu machen sofort klar oder erst durch ihre spätere Aussage?

Wäre es nämlich sofort für alle klar gewesen, dass sie den Gegenverkehr durchlassen wollte, dann wäre auch das Verhalten des Unfallgegners nur als Parkabsicht zu deuten gewesen.
Somit hätte dein Mann keinen Grund gehabt, mit dem plötzlichen einscheren des Ford rechnen zu müssen.

Vielleicht hat sie ja Lichtzeichen oder Handzeichen gegeben? Oder sich mit Blinker links hinter den parkenden Fahrzeugen eingeordnet?

Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 16:04 Uhr

Scheinbar war es sofort klar, denn der Fordfahrer ist ja erst recht spät wieder raus gezogen. Da war mein Mann ja schon fast an ihm vorbei. Sprich, er war beim Aufprall schon mit der kompletten Schnauze an ihm vorbei. Sonst hätte mein Mann ihn ja hinten irgendwo streifen müssen.

Beitrag von babsie81 27.10.10 - 08:30 Uhr

Die polizei klärt keine Schuldfragen sonden lediglich, wer die Ursache gesetzt hat....da die Dame gegenüber ebenfalls in die Parklücke ausgewichen ist, hätte dein Mann auch von einem Ausweichen seitens des anderen Fahrers ausgehen müssen und somit hat er die Ursache gesetzt....

Beitrag von alkesh 27.10.10 - 09:01 Uhr

Wie die Anderen schon schrieben, die Polizei entscheidet nicht wer schuld hat oder nicht!
Es gibt lediglich einen Verursacher aber selbst da ist nicht das letzte Wort gesprochen, egal was die Polizei schreibt!

Ich finde es immer schwer so einen Fall zu bewerten ohne wenigstens eine Skizze vor mir zu haben, lasst Euch von einem Anwalt beraten.

LG

Beitrag von bezzi 27.10.10 - 09:24 Uhr

Was die Polizei dazu sagt ist genauso egal wie die Meinung der User hier.

Ihr meldet den Unfall Eurer Versicherung, der Unfallgegner macht das gleiche mit seiner Versicherung. Anschließend reicht jeder Beteiligte bei der gegnerischen Versicherung seinen Schaden ein.
Alles weitere klären die Versicherungen untereinander.

Wenn ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden seid, könnt ihr einen Rechtsanwalt beauftragen und gegen die Versicherung klagen.


Meine persönliche EInschätzung aus den hier gegebenen Infos:
Teilschuld. Beide 50:50.
Fehler Deines Mannes: Überholen bei unklarer Verkehrslage
Fehler des Unfallgegners: Anfahren ohne schauen und zu blinken.

Beitrag von lucccy 27.10.10 - 12:01 Uhr

Hallo,

ruf Eure Autoversicherung an. Dann werdet ihr ein Formular zum Schadenhergang ausfüllen müssen (gebt auch das Aktenzeichen der Polizei an) und dann regelt die Versicherung schon die Schuldfrage für Euch.
Wenn ihr im ADAC seit, habt ihr Anspruch auf eine kostenlose Erstberatung beim Anwalt. Der kann Euch etwas neutraler (und fachlich kompetenter) zur Schuldfrage beraten.

Gruß Lucccy

Beitrag von nick71 27.10.10 - 12:19 Uhr

M.E. musste der Fahrer des Ford damit rechnen, dass er überholt wird und ist schuld, wenn er einfach rauszieht, ohne zu gucken und zu blinken.

Beitrag von vwpassat 27.10.10 - 12:58 Uhr

Das wird keinesfalls eindeutig, eher 50/50.

Beitrag von hauke-haien 27.10.10 - 13:02 Uhr

Stellt euch mal auf einen längeren Weg ein, obwohl ich das eindeutig sehe, aber eben nicht jeder.

Der Unfallgegner hat ohne Ankündigung und ohne Beachtung des Vorrangs deines Mannes den Fahrstreifen gewechselt.
Dein konnte nicht davon ausgehen, das er nicht die Absicht hatte zu parken (seit man zum Anhalten nicht mehr blinken muss, weiß man es nicht).

Nicht ganz klar ist: Auf wessen Spur standen, denn behindernde (parkende) Fahrzeuge?
Wer hatte für den eingeengten Bereich Vorrang?

Mit dem. was ich weiß, würde ich sagen: 100% bezahlt der Unfallgegner!

LG, H.H.

Beitrag von lucy1234 27.10.10 - 14:49 Uhr

Also, ich beschreibe es nochmals etwas genauer.
Die Strasse ist eigentlich fast nur einspurig. Auf der Seite meines Mannes sind Parkstreifen und auf der anderen Seite wird teilweise so geparkt und es sind einige Verkehrsinseln.
Wie gesagt, der Ford ist nachdem der Gegenverkehr schon Platz gemacht hat auf den Parkstreifen gefahren und hielt dort. Mein Mann geht also davon aus, dass er dort parkt. Er möchte daran vorbei fahren und der Mann schert plötzlich ohne jegliches Zeichen wieder aus. Dabei trifft er meinen Mann in der Mitte der Beifahrertür, mein Mann war also schon halb an ihm vorbei.
Das Gegenfahrzeug hat also mit dem Unfall so nichts zu tun. Sie ist Zeugin für meinen Mann, weil auch sie sagt, dass dieser Mann einfach wieder ausgeschert ist.

Meines Erachtens ist also nicht mein Mann Schuld. Sonst könnte ja jeder einfach so wieder vom Parkplatz runter fahren ohne zu gucken.

Beitrag von manavgat 27.10.10 - 22:15 Uhr

Das Gericht wird klären wer Schuld hat.

Ihr braucht einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bezzi 28.10.10 - 10:56 Uhr

Warum malst Du so schwarz ?

Das Gericht klärt doch erst dann, wenn die Versicherungen sich nicht einig werden. Ob die Versicherungen wegen einem "Bagatellschaden" wirklich vor Gericht ziehen, ist zweifelhaft.

Wozu braucht die Fragestellerin einen Anwalt ?
Das ist doch erst mal Sache der Versicherung...#kratz

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