müssen die kinder mitgehen,wenn sie nicht wollen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von ligru30 27.10.10 - 10:01 Uhr

Hallihallo,

hab mal eine Frage.
Können Eurer Meinung nach eine fast 3 jährige und ein fast 5 jähriger selbst entscheiden, ob sie mit dem Vater mitgehen oder nicht?
Der Vater holt die 2 einmal pro Woche nachmittags für 2 Stunden ab, meine Tochter wollte letzte Woche nicht, sie blieb dann zu Hause, der Vater meinte,ist kein Problem.
Nu meine Frage, ob ich ihm ein schreiendes Kind mitgeben muss,das nicht möchte?Meiner Meinung nach nicht, das JA meint, es sind verabredete Tage,und sie müssen mit.
Ich kann das nicht glauben, denn wenn ich sie schreiend ins Auto setzen würde, dann würde sie nie wieder mitfahren.
Bis vor kurzem war es begleiteter Umgang beim JA, erst seit 2 Wochen holt er sie zu Hause ab und bringt sie.

Was meint Ihr?

ligru30
Was meint Ihr?

Beitrag von silbermond65 27.10.10 - 10:07 Uhr

Meiner Meinung nach nicht, das JA meint, es sind verabredete Tage,und sie müssen mit.

Das JA könnte mich in dem Fall mal ganz gepflegt am Allerwertesten.......
Meine Kinder haben zwar gar keinen Kontakt mehr zu ihren Vätern ,aber wenn meine Tochter nicht wollte,dann MÜSSTE sie auch nicht .....auch nicht mit 3 1/2.
Wenn ,dann sollen die Kinder gerne zum Vater gehen und nicht unter Zwang.

Beitrag von sonnenfinsternis 27.10.10 - 10:17 Uhr

Mein Ex war auch mal beim Jugendamt, weil mein Kind öfters mal nicht mit wollte, geweint hat und ich sie dann nicht mitgelassen habe. Die Tante beim Jugendamt meinte, ich muss ihm das Kind auch schreiend mitgeben! Er hätte schließlich ein Recht, sein Kind zu sehen bzw. mitzunehmen. Mein Kind war zu dem Zeitpunkt gerade seit kurzem 5 Jahre alt.

Sie meinte, auch wenn das Kind an Mama klammert, versuchen es vor der Haustür von mir zu lösen und ich sollte dann schnell reingehen und die Tür zu machen!!!

Ich sagte, ich setze mein Kind nicht vor die Tür und knalle ihr diese vor der Nase zu. Da komm ich mir ja vor, als setze ich es auf die Straße!

Sie ließ meine Einwände nicht gelten, meinte, auch ich muss lernen, mich vom Kind zu lösen.

Beim nächsten Mal machte ich es so, weil mein Ex mir noch an der Tür drohte, die Polizei zu holen und mich eingeschüchtert hat. Ich hatte das ganze Wochenende Gewissensbisse. Dadurch wurde ich innerlich irgendwie stärker, ich wurde wütend auf ihn und als es das nächste Mal passierte, dass sie weinte und nicht mitwollte, habe ich IHM die Tür vor der Nase zugeschlagen, mein Kind geschnappt und gesagt: So, meine Süße und jetzt machen WIR uns ein schönes Wochenende, ohne Tränen, nur wir zwei. Wenn du nicht zum Papa willst, brauchst du es auch nicht.

Mein Ex hat gemerkt, dass ich mich nicht mehr einschüchtern lasse und ist auch nie wieder zum Jugendamt gegangen, sondern hat es zähneknirschend über sich ergehen lassen, dass er des öfteren mal umsonst kommen musste, weil sie nicht mit wollte.



Beitrag von zahnweh 27.10.10 - 10:46 Uhr

Hallo,

beim Jugendamt würde ich mal drauf achten, ob die was vom Kind verstehen oder nur auf ihren Paragrphen rumreiten.
Der Grund: ich kenne inzwischen einige Mitarbeiter dort (wurde zwischendurch gewechselt). Da waren welche, die wirklich nach Lösungen gesucht haben

- wie alt ist das Kind
- wie reagiert das Kind
- warum will das Kind (nicht)
- welche Zeiten sind für das Kind umsetzbar (oh war der KV damals sauer, weil ich das Baby nicht wecken wollte, damit ER früher wieder nach Hause kann)
..

und welche, die keine Ahnung haben von Kindern. Kind spricht die Person vom JA an und die Person schaut das Kleinkind an, als käme es vom Mond (nicht wegen der Sprache, sondern eher ein "sowas-hab-ich-noch-nicht-gesehen-Blick)

wieder andere JA-Arbeiter schicken 16jährige, die zu Hause verprügelt werden zum Sozialamt weiter.

Von daher, achte ich bei Ratschlägen darauf, wie sich die Person mit Kindern auskennt! Ob sie zum Wohle des Kindes handelt oder auf Paragraphen basierend.


Mein Kind würde ich mal fragen, WARUM sie nicht hin möchte. Manchmal sind es einfache Gründe (sie würde lieber zur Freundin, sie kränkelt an dem Tag, schlecht geschlafen, der Bezug ist noch nicht so ganz da...)
beim ersten mal, würde ich mit dem Vater sprechen und sie nicht zwingen.

Falls sie häufiger nicht mitwill, würde ich versuchen der Sache auf den Grund zu gehen. Entweder Missverständnisse aus der Welt schaffen und meinem Kind dabei helfen, Vertrauen zum Vater aufzubauen.
Oder herausfinden, was wirklich dahinter steckt und mir den Vater vorknöpfen. Je nachdem WAS/WARUM es so ist.

Beitrag von kati543 27.10.10 - 10:53 Uhr

Die Frage ist doch eher, warum sie nicht mitwill und ob das öfter passiert. Wenn bisher alles geklappt hat und die Besuchswochenenden ihr Spaß gemacht haben, dann hatte sie vielleicht nur einen schlechten Tag. Warum willst du dann dein Kind zwingen?

Beitrag von redrose123 27.10.10 - 11:03 Uhr

Der Vater sagte doch ist ok oder? WEnn ihr euch einig seid das Ihr die Kinder nicht zwingt kann kein JA was tun;-) Mein Mann nimmt die Kinder auch nicht wenn sie nicht wollen, es hat doch keinen wert oder

Beitrag von ligru30 27.10.10 - 11:14 Uhr

ja,zu mir sagt er,ist ok,beim jugendamt hat er rumgejammert und sagt,sie muss doch mit,ist doch seine zeit

Beitrag von redrose123 28.10.10 - 05:33 Uhr

Klar ist es seine Zeit, nur wille r ein Kind das nicht will? Ich nicht und mein Mann auch nicht, denn hier geht es nicht um Ihn sondern ums eine Kinder....

Beitrag von sumpfdotterblume89 27.10.10 - 12:18 Uhr

Bei uns hieß es (vom JA): Wenn das Kind nicht will, will es nicht.
Der Vater solle alle Woche anrufen um dem Kind zu signalisieren "Ich bin für dich da."

Die Kleine war damals 3 1/2 Jahre alt.

Situation heute: Die Kleine ist 5 und kennt ihren Vater nicht mehr, da sie sich auch weigert ans Telefon zu gehen.


Kooperation der Mutter: 0
("Das ist mein Kind, ich zwinge das nicht zu dir zu gehen. Wenn sie nicht will bleibt sie bei mir.")

Beitrag von nick71 27.10.10 - 12:35 Uhr

Ich würde das nicht überbewerten und erst recht nicht jedem Willen meines Kindes nachgeben. Wenn ein Kind z.B. neu in den Kindergarten kommt, weint es auch oft, wenn die Mutter geht. Das legt sich im Regelfall aber meistens wieder, sobald sie aus der Tür raus ist. Deine Tochter muss sich anscheinend erst an ihren Vater gewöhnen, wenn der Umgang noch nicht so lange läuft und vorher begleitet war. Ich kann dir nur zur Geduld raten...

Beitrag von stormkite 27.10.10 - 13:25 Uhr

Ich würde das Kind mitgeben - auch und gerade, wenn es nicht will.

Der leibliche Vater ist nicht irgendein Hempel, der je nach Wunsch des Kindes eine Rolle spielen darf oder nicht. Er ist eine der wichtigsten Bezugspersonen für das Kind, und wie soll er diese Rolle positiv (oder überhaupt) erfüllen können, wenn ein Kleinkind bestimmen darüber darf, ob es gerade Lust auf Zeit mit dem Vater hat oder nicht?

Außerdem klammern immer die Kinder am meisten, die die Verlustangst der Mutter nach außen projizieren müssen. Hier müssen die Kinder tragen, was den Müttern an Souveränität und Eigenständigkeit fehlt: Nicht das Kind hat Angst, sondern die erwachsene Frau.

Bei uns war es nie eine Frage - es ist Vaterwochenende, und ich habe dann FREI, und will in der Zeit von den Kindern auch nichts hören und sehen. Das trösten, beschwichtigen, versorgen, genervt werden ist dann der Job eines anderen. Und der wird ihn schon so gut hinkriegen, das die Kinder am Sonntag Abend noch am Leben sind.

Gruß, Kite









Beitrag von thea21 27.10.10 - 14:05 Uhr

BRAVO!

Endlich mal ne vernünftige Antwort.

Bei uns war es zB. so das Sophia ca. 3 Monate lang jedesmal GESCHRIEHEN hat, wenn sie zu MIR zurück musste, bei Papa war ja so toll, Wochenende Zirkus, schwimmen, Spielplatz und da gegenüber steht Mutti die arbeiten geht und nur "Restzeit" hat.

Hat sich aber alles mit der nötigen Konsequenz und Erklärung dem Kind gegenüber eingepegelt.

Im übrigen passierte dies gerade bei Umstellung, dh. als wir uns trennten und den Umgang regelten.

Heute ist sie eine Woche bei mir, eine bei ihrem Vater, also jeweils 7 Tage.

Sie hat uns einfach signalisiert, das ein Wochenende (2-3 Mal im Monat) ihr nicht ausreichen um sich in sein Familienleben zu integrieren, tat sie dies, war das Wochenende schon wieder vorbei.

Natürlich fällt und fiel es mir schwer mein Kind regelmäßig 7 Tage lang nicht zu sehen, aber ich sehe wie toll es IHR geht, sie bei mir und ihrem Vater beiderseits sehr gern ist und aufblüht und das ist mir mein vermissen wert und die Freude, die sie hat, wenn sie mich oder ihn nach der Woche sieht, entschädigt für alles.

Beitrag von flipper123 28.10.10 - 00:03 Uhr

Wenn dein Kind genauso gern oder noch lieber bzw. öfter beim Vater sein möchte als bei dir, hast du - meine Meinung - als Mutter versagt!

Ich könnte dann nicht mehr in den Spiegel schauen und würde mich immer fragen, was habe ich verkehrt gemacht?

Beitrag von elli2803 28.10.10 - 02:31 Uhr

Wieso hat man als Mutter versagt wenn das Kind den Vater genauso liebt wie die Mutter?

Das hat nix mit versagen zu tun sondern soll so sein.

Sie macht nix verkehrt sondern alles richtig.

Beitrag von jollymax 28.10.10 - 03:36 Uhr

Ich finde, sie hat alles richtig gemacht.
Hut ab!

Beitrag von silbermond65 28.10.10 - 07:39 Uhr

Genau dann haben BEIDE alles richtig gemacht.

Beitrag von thea21 28.10.10 - 08:06 Uhr

Ahja, dann bin ich im Falle deiner Anschuldigung aber verdammt stolz, das meine Tochter mich abgöttisch liebt und ihren Vater ebenso.

Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, das sie wahnsinnig behütet auf beiden Seiten aufwächst, auf beiden Seiten ein warmes zuhause hat und unglaublich viel lernt und ein kluges aufgewecktes Mädchen ist.

Sie freut sich beide Arschbacken ab, wenn sie nach ihrer Papawoche von mir abgeholt wird und freut sich 7 Tage später wieder alle beiden ab, wenn ihr Papa sie abholt.

Und genau so sollte es viel öfter aussehen, als diese ewigen Streitereien und Anfeindungen die niemanden, erstrecht keinem Kind gut tun.

Beste Grüße

Beitrag von flipper123 28.10.10 - 13:53 Uhr

Dein Kind hat kein richtiges Zuhause, wo es mal länger "runterkommen" (abschalten oder wie auch immer) kann.

Möchtest DU so leben? Eine Woche im Wechsel hier und da?

Wie findest du eine Woche Urlaub? Packen, ankommen, auspacken, sich eingewöhnen und gerade wenn man sich eingewöhnt hat, musst du wieder einpacken, fahren, dort auspacken.

Gut, vielleicht fällt das Packen bei euch weg, weil sie Kleidung bei dir und ihrem Vater hat, aber ein paar persönliche Sachen werden wohl immer individuell mitgenommen.

Möchtest du eine Woche bei deinem Vater verbringen, dort rausgerissen zu werden und wieder zurück zur Mutter? Und DAS im wöchentlichen Wechsel???
Oder stelle es dir wahlweise mit (d)einem Freund vor! Eine Woche dort, eine Woche zuhause!

Nee, das ist (psychischer) Stress pur für ein Kind.

Beitrag von thea21 28.10.10 - 14:11 Uhr

Und du kennst mein Kind so gut, das du sowas sagen kannst?

Behalt bitte deine verbohrte Ansicht für dich!

Ich schiebe mein Kind nicht wie ein Paket hin und her und wir haben uns das lange und vor allem BREIT überlegt was wir machen.

Wir leben nun schon 4 Jahre getrennt, davon sah sie 3 Jahre lang den Papa nur am Wochenende und DA wurde es irgendwann Stress ohne Ende, weil sie sich nicht einfinden konnte.

Und nebenbei bemerkt, muss sie weder hier noch da ankommen. Sie hat bei mir, wie bei ihm ein zuhause, IHR Reich, mit IHREN Sachen.

Und mein Kind ist verdammt glücklich in der Situation in der wir leben,

Beitrag von flipper123 28.10.10 - 19:53 Uhr

Ein Kind gehört zu seiner Mutter, das lebt uns die Natur doch schon vor...

Beitrag von thea21 28.10.10 - 10:31 Uhr

Ach und liebe Flipper:

Ein Kind was mit beiden Elternteilen zusammenwohnt hat dann deiner Meinung nach das Recht, beide gleichlieb zu haben?

Nur getrennte Kinder MÜSSEN Mama lieber haben als Papa, weil sonst die Mutter ja in deinen Augen versagt hat?

Bei manchen Menschen läuft gehörig was schief!

Beitrag von tritratrullalala 28.10.10 - 18:17 Uhr

Habe schon lange nicht mehr so etwas Unqualifiziertes gelesen. Hatte erst gedacht, dass du ein frisch angemeldeter Troll bist, der nur Stunk machen will.

Kinder brauchen beide Eltern. Wer etwas Anderes behauptet, hat so absolut gar nichts begriffen.

Beitrag von claudi2712 27.10.10 - 15:13 Uhr

Tolle Antwort!

LG
Claudia

Beitrag von anno1978 27.10.10 - 16:22 Uhr

schöne Antwort.

Leider sehen viele Mütter es nicht so und geben die Kids nicht mit, wenn diese Theater machen. Bei uns war es jedenfalls so. Die KM machte alles vom Kind abhängig und mein LG als Papa musste springen wie Madame wollte. Es ging soweit, dass die Kleine, die eigentlich alle 14 Tage von Fr. 15 bis So. 18 Uhr bei uns war, nur 1 Stunde blieb und dann nach ihrer Mama geweint hat. Tja das Ende vom Lied. Die KM hat sie nun soweit, dass sie jetzt 11 Monate nicht bei uns war. Nicht, dass es heisst, wir hätten uns nicht gekümmert ect. Mein LG war 4 mal auf Gericht und liess alles dort regeln, aber nicht´s hat geholfen.

Selbst wenn wir dort waren (5 mal vergebens!) wurde die Tür nicht geöffnet oder es kam mal wieder am Donnerstag vorm Papa-WE um 21.30Uhr eine SMS, dass die Tochter krank sei, was anderes vorhatte oder ähnliches.

Beim letzen Versuch sie zu holen, hat mein LG dann zu der Kleinen gesagt, wenn sie zu uns möchte, dann solle sie Mama zu uns bringen. Tja bis heute haben wir nichts dergleichen gehört.

Wir denken, dass die KM auf das Kind einredet, damit sie nicht mehr zu uns will. Anders können wir uns das nicht vorstellen, denn die Kleine war immer ein Papakind und war gern bei uns.

LG und einen schönen Abend noch
anno1978

Beitrag von krokolady 27.10.10 - 14:28 Uhr

wenn dein Kind heult im KiGa - nimmst es wieder mit?
Wenn später heult in der Schule - muss es dann nicht hin??

Kinder heulen doch dauernd........das muss aber nicht heissen das des Kind nicht zum Papa möchte!
Vielleicht würde es gern einfach noch etwas weiterspielen....vielleicht mag es sich nicht von Mama trennen.

Und jedes Mal weil das Kind heult alles über den Haufen werfen und das tun was das Kind möchte????
Sry, aber ich denke das ist absolut der falsche Weg!

Wenn mir ein 6jähriges Kind sagt es möchte nicht zu Papa weil es da Haue bekommt oder so - das ist nen Grund.
aber doch nicht losheulen ohne Grund

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