Unstimmigkeiten nach Geburt mit Hebamme - wie Dienste beenden?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von saarbunny 27.10.10 - 10:56 Uhr

Hallo Ihr lieben,

vor 4 Wochen ist mein kleiner Sonnenschein auf die Welt gekommen. Die Geburt verlief total problemlos und ich konnte nach einem Tag wieder nach Hause, mit der Bedingung, dass ich eine Nachsorgehebamme habe.
Meine Hebamme hat mich vor der Geburt 3mal besucht, war auch während der ganzen Geburt dabei. Nur hat sie mir schon beim ersten Nachsorgetermin vorgeschrieben was ich zu machen hatte und ging eigentlich gar nicht auf mich ein. Sie kam jeden Tag und wollte auch dann immer nach meiner Dammnaht schauen (als ob die sich von heute auf morgen verändern würde). Mir ging es supergut, dem kleinen auch, warum soll ich da im Bett bleiben und mich schonen? Ich merke schon von selbst wann es mir nicht gutgeht. Nunja das nur mal so am Rande. Aber dann hat sie die Nachsorgetermine immer so gelegt wie es mir passt (Mittags um 12, wo normale Leute kochen und essen). Hatte ihr dann Sonntags abgesagt, weil wir nicht zuhause waren und teilte ihr mit, dass ich mich wieder melde. Montags stand sie ohne Vorankündigung bei mir vor der Haustüre. Hatte den kleinen grade ins Auto gepackt und wollte wegfahren, da kam sie zu mir und meinte wo ich denn jetzt hinfahre. Hab ihr nur gesagt dass ich einen Termin habe. Sie fragte zu welcher Uhrzeit und wo...das geht sie doch überhaupt nichts an!! Jedenfalls meinte sie dann, dass sie aber trotzdem nach dem Kleinen schauen wollte und ich nicht einfach wegfahren könne. Ich hab dann die Scheibe hochgemacht und bin gefahren. Kann ja nicht wahr sein, dass sie meinen Tagesablauf bestimmt.
Habe ihr dann eine Nachricht geschrieben, dass ich gerne die Dienste beenden würde weil es einfach nicht passt und ich alleine klarkomme.
Sie hatte sich darauf auch nicht mehr gemeldet, wobei ich sagen muss, dass sie auch 2 Wochen Urlaub hatte.
Gestern meldete sie sich bei meinen Großeltern, die auch im Haus wohnen und meinte, dass ich ihr noch Unterschriften geben muss. Abends rief sie wieder bei ihnen an und sagte, dass sie vorbeikommen und mit mir reden muss.
Kann sie mir die Unterlagen nicht per Post schicken, dass ich unterschreibe und diese wieder zurückschicke? Ich möchte mit dieser Frau kein Wort mehr reden und sie auch nicht in unsere Wohnung lassen.
Ist es evtl. möglich auch mit der Krankenkasse zu reden, dass die Frau trotzdem die Vorsorge und Geburt abrechnen kann?

Liebe Grüße

Beitrag von laboe 27.10.10 - 11:51 Uhr

Also wenn ich mal ganz ehrlich sein darf, habe ich bei der Überschrift wer weiß was gedacht.
Aber ich finde, dass du sehr unerwachsen handelst. Warum kannst du denn nicht mit ihr reden? Einfach das Fenster hochkurbeln ist so ähnlich wie einfach am Telefon aufzulegen. Das ist unterste Schublade.

Was das eigentliche Thema angeht: Ich finde es angebracht, dass man nach der Geburt in der ersten Zeit zu Hause ist und der Besuch, den man empfängt ist den der Hebamme. Mehr erstmal nicht. Sicher, kann man spazieren gehen oder Freundinnen einladen. Aber zunächst sollte man doch die Hebamme empfangen. Erst recht, wenn man direkt nach der Geburt nach Hause geht. Und da du nicht die Einzige sein wirst, die die Hebi zu versorgen hat, musst du nunmal den Termin nehmen, den sie dir anbietet. Also kochen oder essen ist ja nun echt kein Argument, sie nicht empfangen zu wollen. Selbstverständlich legt sie die Termine so, wie sie es braucht, denn sie hat einen Rund-um-die-Uhr-Job! Meine Hebi sagt zB sie kommt gegen 14.30 und wenn sie dann erst um 16h kommt, dann ist das eben so. Sie ist Beleghebi und kann schonmal schnell im Kreißsaal landen. Das akzeptiere ich und bin dankbar für ihre tolle Arbeit!

Was denkst du, was eine Hebi macht...Das ist schließlich keine Dienstleistung wie die Bedienung im Cafe...

Sie muss ihre Frauen versorgen, dazu ist sie verpflichtet und wenn dann jemand wie du einfach wegfährt, wenn sie kommt, dann muss sie wiederum zusehen, wie sie den Kleinen zu Gesicht kriegt, um seine Entwicklung zu begutachten.

Und was die Dammnaht angeht: Das ist normal, dass sie täglich angesehen wird! Wenn da was nicht richtig adaptiert wird, dann hast DU den Nachteil. Und wirst sagen: Meine Hebi hat nix bemerkt!
Was meinst du, warum sie dich sonst da ansieht??

Also wie du schon merkst, kann ich dich nicht verstehen und du solltest das Ganze mal aus dieser Sicht betrachten.

Und wenn du sie nicht mehr als Hebi haben magst, würde ich das Rückgrat haben und ihr das kurz und knapp erklären, die Unterschriften leisten und dann alleine weitermachen. Aber auf diese Art, hintenrum über Krankenkasse usw., das finde ich echt kindisch!

Laboe

Beitrag von derhimmelmusswarten 27.10.10 - 20:22 Uhr

Dass eine Naht jeden Tag angeguckt werden muss, ist ja wohl lächerlich. Nach meiner Entlassung hat bis zur Nachuntersuchung keiner mehr danach geschaut. Woher nimmst du diese Weisheit?!

Beitrag von laboe 27.10.10 - 22:02 Uhr

Das nehme ich von meinen beiden Geburten mit. Ist doch auch logisch! Schleimhäute heilen sehr schnell, da sollte man einen Blick drauf haben, engmaschig! Denn wenn die Häute schrgäg überlappen, dann haste da unten mal schnell ne 3.Schamlippe, wenn du verstehst was ich meine#aha#augen

Beitrag von hova 29.10.10 - 12:25 Uhr

Das ist keine Weisheit, das ist eine Tatsache. Nach allen 4 Geburten wurde meine Dammnaht so oft untersucht und da bin ich froh für. Eine Entzündung dort stelle ich mir alles andere als toll vor und das passiert schneller als man denkt.

Dass sich Frauen im Wochenbett oft mehr zumuten als für sie gut ist, ist auch leider meistens eine Tatsache!
Man fühlt sich fit, gerade in den ersten 6 Wochen auch aufgrunde der hormonellen Situation aber das kann sich ganz schnell ändern.

LG :-)

Beitrag von hova 29.10.10 - 12:26 Uhr

#pro

Beitrag von sunny-babe81 27.10.10 - 12:00 Uhr

Ich finde, die Hebamme trägt ja auch die Verantwortung, gegenüber der Krankenkasse. Also sprich, sie schaut nicht nach der Dammnaht nach, und sie entzündet sich, und du musst dann weitere ärztliche Hilfe in anspruch nehmen, dann kriegt sie einen "Anschiss" von der Krankenkasse. Genauso ist das mit deinem Kind. Sprich, verliert es zuviel Gewicht, entzündet sich der Nabel, ist sie dafür verantwortlich.

Klar ist es nicht ok, wenn sie vor der Tür unangemeldet steht, aber so war die Situation nun mal.

Ich finde es total übertrieben, dann mit ihr nichts mehr zu tun haben zu wollen.
Ich würde auf jeden Fall noch ein Abschlußgespräch mit ihr machen, und ihr die Unterschriften PERSÖNLICH geben.
Das zeigt einfach von Menschlichkeit.

Beitrag von minnie85 27.10.10 - 19:15 Uhr

Die Hebamme kriegt nicht nur einen "Anschiss" von der Kasse - die Kasse verklagt sie auf die Kosten! Daher verstehe ich, dass Hebis mehr als genau arbeiten.

Beitrag von thalia.81 27.10.10 - 12:07 Uhr

Ich finde ehrlich gesagt, dass du ziemlich kindisch reagierst und handelst. Wenn man den Betreff liest, denkt man, es wäre wubnder was passiert, aber das ist echt eine Lapalie.

Ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen. Regelt das wie erwachsene Menschen und lebe deinem Kind nicht ein solch affiges Verhalten vor! (Scheibe hochmachen und wegfahren)

Beitrag von anarchie 27.10.10 - 12:14 Uhr

Hallo!

Also zuerstmal MUSST du keine Nachsorgehebamme haben, das fordern zwar viele KH, ist aber nicht verbindlich.
Genausowenig sind ihre Ratschläge verbindlich und genausowenig musst du ihr deine dammnaht oder dein Kind zeigen.
Und natürlich kannst du jederzeit die Sache beenden.

Allerdings macht ein tägliches Ansehen der Naht durchaus Sinn.
Ebeneso das Begutachten des babys und der Rückbildung.
Gerade bei einer Erstgebärenden.


Dein Verhalten ist unreif.
Sinnig wäre es gewesen, klare worte zu sprechen.
Zu fragen, warum sie deine Naht sehen will, wenn es dich stört und du es nicht verstehst.
darum zu bitten, termine anders zu legen.
Sagen, was man sich wünscht und was nicht.
Und dann entweder miteinander auskommen oder eben beenden, dann aber vis avis.
Ebeneso einfach die scheibe hochzumachen...was soll denn das?!
Kurze ansage, dass sie sich nicht angekündigt hat und du jetzt los musst, ihr aber heute abend telefonieren könnt.

Vielleicht macht sie sich aus irgendwelchen gründen sorgen, wenn sie so vehement das kidn sehen will?

Aber REDEN ist hier das zauberwort.
und zwar wie erwachsene.

du bist erst 21, aber du hast ein Kind - zeit , erwachsen zu handeln.

lg

melanie(28) mit 4 Kindern(8,6,3,1)

Beitrag von yorks 27.10.10 - 14:05 Uhr

Meine Hebamme war die auch jeden Tag bei mir. Sie meinte zwar immer das alles ok wäre aber ich fand es gut, dass sie jeden Tag auf meine KS-Narbe schaute und auch auf den Nabel des Kindes.

Ebenso hat sie den Kleinen sehr oft gewogen und allgemein gefragt wie es läuft.

Bei uns lief es gut und bis die Sache mit dem Nabel, hätte ich sie fast nicht gebraucht aber es ist doch nichts dabei sich Hilfe anzunehmen.

Wenn sie dir was vorschreibt, dann kannst du natürlich sagen nein du möchtest so oder so machen aber überdenke immer vorher ob sie nicht vielleicht Recht hat. Beim ersten Kind kann man nicht alles wissen, muss man auch nicht. :-)

Wenn du sie nicht mehr sehen möchtest, ok. Schaue das du ihr die Unterschriften noch gibst und vielleicht könnt ihr euch ja doch noch im Guten trennen.

Sie ist sicher auch nicht sauer, sie kennt die Hormone der Frauen. ;-)

Beitrag von canadia.und.baby. 27.10.10 - 15:41 Uhr

Empfange sie , gibt ihr ihre Unterschriften und sage ihr das du auf weitere Besuche verzichtest und darüber auch nicht diskutieren willst.

Mein KH wollte auch das ich sein Nachsorgehebamme habe. Ich habe dann einfach irgendeine angegeben .
Diese war nie bei mir und ich habe sie auch nicht gebraucht.
Bei mir hat nur der FA bei der Abschluss untersuchung auf die Dammnaht geschaut.


LG

Beitrag von minnie85 27.10.10 - 19:13 Uhr

Hallo,

also ich finde dein Verhalten zwar etwas seltsam, da auf die Dammnaht zu schauen und dir Tipps zu geben der Job und die Verantwortung der Hebamme ist, aber gut. Und auch dass sie mal zu "unnormalen" Zeiten kommt - meine kam auch oft um 12 oder 13 Uhr, je nachdem, wie sie noch Schicht im KKH hatte. Das sollte einem die Gesundheit schon wert sein.

Ansonsten: rede doch mit ihr. Du bist doch erwachsen und biete ihr an, dass du unterschreibst und sie aber nur noch anrufst, wenn was ist. Ganz normal unterhalten wird ja wohl gehen.

Beitrag von derhimmelmusswarten 27.10.10 - 20:21 Uhr

Kreisch. Die Antworten hier sind ja haarsträubend. Wo kommen wir denn dahin, wenn eine Hebamme sich derart aufdrängt? Es kann dich auch niemand zwingen, eine zu nehmen! DIE hätte ich auch nicht mehr rein gelassen. Hatte vor der Geburt auch so ein nerviges Exemplar, die mir eine Bekannte aufs Auge gedrückt hatte. Die habe ich auch auflaufen lassen und hab mich nicht mehr gemeldet! Hatte nach der Geburt zum Glück dann eine ganz nette, mit der ich super klar kam.

Es ist ja wohl jedem selbst überlassen, OB er eine Hebamme nimmt und für welche Dienste er sie in Anspruch nimmt! Meine Hebamme hat nie nach meiner Naht geguckt. Sie hat sich um die Kleine gekümmert. Bei uns hieß das: Wiegen, messen, nach dem Bauchnabel gucken.

Lach. Es darf doch nicht wahr sein, was es hier wieder für Meinungen gibt.

Beitrag von lil77 27.10.10 - 20:45 Uhr

Schade, daß du keine wirklich gute Nahsorge kennengelrn hast. Ich denke zwar auch nicht, daß täglich die Naht angeschaut werden muß, aber nur Wiegen , Messen, Nabel ist echt ne arme NAchsorge. Meine Hebamme hatte immer ne Stunde Zeit, hat mir den BAuch oder Rücken massiert,hat mit mir die Geburt im Gespräch aufgearbeitet und mir einfach gut getan.

Beitrag von schnuppelag 27.10.10 - 20:33 Uhr

Aus genau solchen Gründen hatte ich keine Lust auf eine Hebamme ;-) Ich kann dich gut verstehen und hätte genauso wenig Lust auf eine deratige "Bevormundung".
Allerdings bin ich der selben Meinung wie die meisten hier: lieber den Rest persönlich klären und sie auch persönlich aus ihren Diensten entlassen. Dann hat sie keinen Ärger mit der Krankenkasse und du hast das Ganze schneller hinter dir.

Beitrag von schnupps22 27.10.10 - 21:34 Uhr

Wenn Deine Hebamme so darauf pocht dein Kind und Dich zu untersuchen, wird sie Ihre Gründe haben! Vielleicht hat sie ein ungutes Gefühl und besteht deswegen darauf dass du nicht losfährst sondern sie die Untersuchung durchführt. Ich finde DEIN Verhalten unmöglich!!!
Ich war damals nach der Geburt die meiste Zeit zuhause und war vor allem zuhause wenn meine Hebamme kam. Ich hab dann Kaffee gekocht und wir haben entspannt gequatscht. Du tuhst gerad so als wenn sie dir was böses will! Sei froh dass sie sich um euch kümmert auch wenn du der meinung bist das alles nicht zu brauchen!!! Sie sieht es aus einem anderen Blickwinkel und ist anscheind nicht der meinung dass du alles alleine wuppst!

Beitrag von smurfine 27.10.10 - 21:42 Uhr

Hallo,

also ich hatte im Krankenhaus die dämlichsten Hebammen unter Gottes Sonne, aber meine Nachsorgehebi war ein echter Engel :-), die hätte ich am liebsten behalten.
Sie kam alle paar Tage, hat sich meine Stickmuster nur einmal angesehen. Einmal hatte ich den Tag vergessen und war nicht da, da hat sie sich eben nur meine Kleine angeschaut, die mit Papa daheim war.
Könnt echt kein schlechtes Wort über die Frau verlieren.

Aber wenn die genauso wie die Tanten im Krankenhaus gewesen wär...
Allerdings sucht man sich ja gerade die Nachsorgehebamme selber aus, ich wollte z.B. eine junge haben.

Die Belege musste ich auch unterschreiben. Tut ja aber auch nicht weh.


Lg,
FINA

Beitrag von hemizo 28.10.10 - 06:36 Uhr

Ich würd einfach Tacheles reden. Sag ihr was dir nicht gepasst hat und warum du ihre Dienste nicht mehr möchtest.

Wenn du sie nicht ins Haus lassen möchtest ruf ihr an und sag ihr sie möchte dir die Unterlagen zur Unterschrift zusenden.

Warum hast du nie gesagt was dich stört?

Ich selbst hab mich immer über den Besuch meiner Hebi gefreut. Gebraucht hätte ich sie eigentlich nicht aber ein Kaffee mit ihr war immer super nett.

Beitrag von seluna 28.10.10 - 08:48 Uhr

Hallo,
natürlich kann sich die Dammnaht von heute auf morgen verändern und das auch recht schlimm.
Eine aufreißende Naht oder eine Entzündung entwickelt sich schnell und du kannst ihr dann vorwerfen das sie sich nicht gekümmert hat.

Ich hatte z.b Probleme mit der Rückbildung der Gebärmutter, der Wochenfluss lief nach 3 tagen nicht mehr und die Gebärmutter wurde wieder größer.
Mir wäre das nicht aufgefallen und hätte die Hebamme nicht kontrolliert, hätte das ganze ziemlich böse enden können.

Hast du ihr mal klar gesagt, das du um 12 nicht kannst und dir z.b 9.00 Uhr lieber wäre?
Die Frau kann keine Gedanken lesen und hat zudem sicher nicht nur dich als Patientin.

Ich würde mal das Gespräch mit ihr suchen, wenn dein Kind später ein Problem mit dir hat kannst du die Scheibe nicht auch einfach hochkirbeln.

Beitrag von seluna 28.10.10 - 08:51 Uhr

Warum gibt es hier eigentlich kein Editier Button???

Irgendwie steht da nur die Hälfte von meinem Text, daher hier der Nachtrag.


Ich finde es allerdings merkwürdig das sie nach vier Wochen immer noch täglich vorbei kommen möchte, das ist im Prinzip nicht mehr nötig wenn es keine Probleme gibt.

Beitrag von wuestenblume86 28.10.10 - 15:06 Uhr

Weil ich befürchte es gibt doch Probleme von denen die TE nur nix erwähnt hat #schwitz eine Hebamme hat sicher auch noch andere Patienten und würde nicht unnötig jemanden "belästigen"

Beitrag von becca04 28.10.10 - 21:59 Uhr

Hallo,

auch wenn ich eigentlich sehr für die Hebammenarbeit bin, kann ich trotzdem die Probleme der Schreiberin mit der Hebamme nachvollziehen.

Ich finde es z.B. nach der Geburt eines Kindes immer schwierig, wieder Struktur in den Alltag zu bekommen: Man "daddelt" so vor sich hin, die Tage zerfließen und das ist manchmal einfach nicht gut für die Seele... Ich habe dann auch fast jeden Tag meiner drei frühen Wochenbette damit verbracht, auf meine Hebammen zu warten. Die Male, die sie einigermaßen pünktlich waren (ich spreche hier von drei verschiedenen Frauen!), waren selten. Ich habe mich dann kaum getraut, das Haus zu verlassen - eben weil es mir so wichtig war, dass nach mir und dem Kind gesehen wurde. Meistens kamen sie dann wirklich zur Mittagszeit bzw. hatten sich zur Mittagszeit angemeldet - auch das fand ich problematisch, da man als stillende Mutter wirklich einen Mordshunger hat. Ich habe dann entweder - in Erwartung der sich meistens verspätenden Hebamme - das Mittagessen verschoben, es ganz ausfallen lassen oder in mich hineingeschlungen. Meine Vorstellung von einem entspannten und vor allem erholsamen Wochenbett ist da anders.

Zu dem Thema "Die Hebamme wird wohl einen Grund haben, warum sie auch nach vier Wochen noch kommt" kann ich nur sagen, dass meine Hebamme mir ganz glasklar gesagt hat, dass sie meine Betreuung um 2-3 Monate verlängern will/wird, um regelmäßige Einkünfte auf ihrem Konto zu haben! Einen Grund, warum sie mein 6 Wochen altes Baby sehen musste, gab es nicht. Auch bei mir war alles super!

Wie gesagt, ich schätze Hebammen und ihre Arbeit wirklich sehr. Aber ich habe von meiner letzten Hebamme einfach zu viele "Wahrheiten" zu hören bekommen - z.B. sagte sie auch zu mir, dass sie bei Frauen im Wochenbett ohnehin nicht pünktlich sein müsse, da "die ja sowieso nichts vorhaben und viel Zeit haben"! Und genau deshalb habe ich nun schon mein drittes frühes und vor allem spätes Wochenbett damit verbracht, z.T. 2-3 Stunden auf eine Hebamme zu warten!

Liebe Grüße,
Becca