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Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von trennung 27.10.10 - 12:05 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich schreibe Anonym,denn es ist mir lieber so.Nun zur meiner Geschichte:
Bin verheiratet,lebe mit meinem Mann zusammen in einer 2 Zimmer Wohnung,haben einen Sohn zusammen.So nun kommt der Tag der Wahrheit.Denn wir haben uns getrennt,haben gemerkt das es keinen Sinn mehr macht zwischen uns.Mein Mann möchte ausziehen.Die Frage ist jetzt wie machen wir das?Sorry habe von so etwas keine Ahnung.Er ist Berufstätig und ich bin in Elternzeit.Ich habe kein Einkommen.Was sind die Schritte die man gehen muss??Muss er sich darum kümmern bei der ARGE??Oder wo und denen das sagen??Denn ich muss ja auch irgendwie Geld beziehen oder??Arbeiten gehe ich erst wieder wenn Sohnemann 3 ist.Dauert also noch 2 Jahre.Kann auch nicht gehen weil ich keinen KITA Platz habe und sonst auch keiner ihn nehmen könnte.Davon abgesehn möchte ich das auch garnicht denn die 3 Jahre kann ich nie wieder genießen mit Ihm.ES kann ka vorher keiner Ahnen das man sich trennt.Wäre nett für Vorschläge.Ich denke es stehen mir rein Rechtlich auch nur 2 Zimmer zu oder mit Kind??Würde auch gerne ausziehen denn 4 Stock und muss alles alleine machen ist schon anstrengend.Aber das kann ich wohl knicken.Denn das ersparte was ich hatte,ist alles fürs Kind gewesen.hmm Wäre über Antworten dankbar.

Beitrag von anyca 27.10.10 - 12:51 Uhr

Du hast Anspruch auf Trennungsunterhalt von Deinem Mann, und für Deinen Sohn muß Dein Mann natürlich auch zahlen.

Hast Du Dich denn überhaupt schon mal gekümmert um einen Kitaplatz? Klar kann keiner ahnen, daß man sich trennt, aber nun von vorneherein zu sagen, Vater Staat muß mir 3 Jahre daheim finanzieren, finde ich auch etwas dreist! Meine Kinder sind mit etwas über einem Jahr 6 Stunden zur Tagesmutter gekommen und ich genieße beide trotzdem :-)

Also, sieh erst mal zu, daß Du Dich über Unterhalt und Einkommen finanzierst, bevor Du zum Amt läufst ...

Alles Gute!

Beitrag von trennung 27.10.10 - 12:59 Uhr

Also danke erstmal.
Deswegen frage ich ja hier,weil ich mich damit nicht auskenne.So habe ich denn gesagt das ich von Vater Staat abhängig sein möchte???Ich denke nicht oder=? Habe nur gefragt was man machen kann??Und ich habe einen Kindergartenpaltz ja wenn er 3 ist!

Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 13:03 Uhr

Doch, Du hast davon gesprochen, ALGII bei der ARGE zu beziehen und davon, erst wieder arbeiten zu wollen, wenn der Kleine 3 Jahre alt ist.

Willst Du kein ALGII beantragen, mußt Du auch nicht zur ARGE, dann kannst Du tun und lassen, was Du willst und auch eine Villa mieten!

Gruß,

W

Beitrag von trennung 27.10.10 - 13:05 Uhr

Ich habe nirgenwo geschrieben das ich ALG möchte.Nur gefragt ob man das muss.Da hin wie gesagt er ist berufstätig und ich stehe auch im Berufsleben.Gehe aber erst wenn er 3 ist.

Beitrag von anyca 27.10.10 - 13:21 Uhr

Wenn Du kein ALG brauchst, dann mußt Du natürlich auch nicht zum Amt ...

Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 13:23 Uhr

Warum sollte man Dich zwingen, Transferleistungen zu beantragen?

Beitrag von michi0512 27.10.10 - 12:57 Uhr

Du gehst zur Arge. Da bekommst Du Papiere. Anschließend musst Du zum JA wegen Unterhalt fürs Kind. Gleichzeitig musst Du den Trennungsunterhalt beantragen.

Desweiteren: warte mit deinen Umzugsplänen, dass kannst Du in 6 Monaten immer noch.... eins anch dem anderen ;-)

Viel Glück und alles gute!

Beitrag von trennung 27.10.10 - 13:03 Uhr

DAnke michi

Das ist nett eine gute Antwort mal.Muss man das denn alles so machen Jugendamt und so??Denn er wird bestimmt auch so zahlen denn wir bleiben ja freunde.So sagt man das denke ich er kümmert sich weiter.Nur unserere Wege trennen sich aber dem kind soll es nicht fehlen

Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 13:22 Uhr

Ihr könnt Euch auch untereinander einigen, solange Du keine staatliche Unterstützung beantragen willst.
Ich würde zum Anwalt gehen und den Deine Ansprüche gegen Deinen Ex durchsetzen lassen.

Gruß,

W

Beitrag von michi0512 27.10.10 - 18:17 Uhr

Beim JA gehts eigentlich nur um die Berechnung des Unterhaltes :-)

Beitrag von heutschwarz 27.10.10 - 13:21 Uhr

huhu

du musst zur arge

dein mann ist dir und dem kleinen unterhaltsverpflichtet,
dieses wird dann beim alg2 gegengerechnet.
berechnet wie schon jemand schrieb wirds beim jugendamt.
wenn er freiwillig zahlt ist ja schön, aber wieviel müsst ihr erfragen.

wohnung kommt drauf an, wieviel m² ihr habt auch,
denn wenns ne große 2 raumwohnung ist dann ist doch gut.

lg


Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 13:23 Uhr

Warum muß sie zur ARGE?

Beitrag von heutschwarz 27.10.10 - 13:33 Uhr

wenn sie bis 3 elternzeit nimmt ( und das will sie ja ) und nur unterhalt bekommt wirds wohl finanziell nicht reichen.

Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 13:44 Uhr

Sie hat doch gar nicht erwähnt, wie hoch das Einkommen ihres Partners ist...

Beitrag von michi0512 27.10.10 - 18:21 Uhr

heutzutage geht man eher von geringverdienern aus - wer verdient schon noch so viel um seine familie ernsthaft zu unterstützen und gleichzeitig sein leben zu führen.

2 mal miete + Strom etc.
Lebensmittel, Unterhalt etc....

ihr stünden wenn sie zb. zur arge gänge etwas um die 1200euro (sachsen.. nehme ich mal als beispiel) zu. dazu käme kindergeld. + unterhalt... also hätte sie mit glück am ende 1500. der selbsterhalt liegt glaub ich bei 950 (in etwa). also müsste der ex knapp 2500 verdienen um alle finanziell zu versorgen.


Beitrag von windsbraut69 27.10.10 - 21:43 Uhr

Auch "heutzutage" gibt es nicht nur Geringverdiener und so furchtbar utopisch sind 2500 Euro ja nicht.
Ich kenne z. B. niemanden, der durch Trennung gleich zum Sozialfall wurde.

LG

Beitrag von michi0512 27.10.10 - 22:05 Uhr

Also hier sind 2500 Euronen für uns wirklich utopisch. Ich wiederum kenne genügend sozialfälle auf Grund des geringen Verdienstes :-) Nach einer Trennung würden die sicherlich nicht zum Mittelstand aufsteigen.

Beitrag von windsbraut69 28.10.10 - 07:42 Uhr

Warum "hier"?
Es gibt garantiert in jeder Region auch anständig bezahlte Jobs, das hat dann eben auch mit der Qualifikation zu tun.


Gruß,

W

Beitrag von michi0512 28.10.10 - 08:00 Uhr

Tja, dann sind wir eben in Deinen Augen nicht qualifiziert genug. Kann nicht jeder eine #aha sein.

Mal im ernst: So lange Menschen für Hungerlöhne arbeiten gehen (müssen) ist es fast unmöglich einen gut bezahlten Job - trotz Qualifikation - zu bekommen.

Ich bekam u.A. Stellen nicht weil ich "Überqualifiziert" sei - ja wohin soll man dann noch?

Mein LG (Vater meiner Kinder, seit 7 Jahren sind wir zusammen - muss man bei Ubria ja erwähnen ;-)) ist z.B. mit in meine alte Heimat gezogen. Gab dafür Arbeit etc. auf. Ja..der eine sagt dass sei blöd, aber er hielt es ohne die Kinder nicht mehr aus. Ende vom Lied: von knapp 18€ die Stunde sollte er "hier" 6,50 bekommen. Dazu dann Aussagen á la: hier finden sie nichts besser bezahltes.

Geld muss ja irgendwoher kommen - also ist man irgenwann gezwungen für wenig zu arbeiten. Klar - man kann immer nach was besseren suchen (was er ja tut - und wir haben auch mehr wie 6,50) - aber bis dahin auf Staatskosten leben?

Stellen gibt es hier fast auschließlich über Arbeitnehmerüberlassungen - vom Arbeitsamt gefördert.

Und mich würde auch interessieren welchen Arbeitsweg Du auf Dich nehmen würdest um einen gutbezahlten Job zu finden. Man muss ja stets auch die Ausgaben für Fahrtkosten etc. mit einbeziehen.

Naja egal - ist ja eh nicht das Thema. Und es ist zu früh um mich wieder über Politik & Co. aufzuregen.

LG

Beitrag von nele27 28.10.10 - 09:26 Uhr

Soweit ich gelesen habe, ist die TE in Elternzeit, hat also einen Arbeitgeber. Da würde ich an ihrer Stelle nicht lange überlegen und die Elternzeit abbrechen - Tagesmutter suchen und NICHT zum Sozialfall werden. D

Ob 2500 Euro viel sind - das kommt doch ganz auf die Ausbildung an. Wer jahrelang studiert hat, findet es nicht viel.
Wer nichts gelernt hat wahrscheinlich schon...

LG, Nele

Beitrag von nele27 27.10.10 - 15:02 Uhr

Hi,

also mal eins nach dem anderen:

1. gehe zu einem Anwalt und zum JA und lasse Dir Deinen Unterhalt ausrechnen. Dir steht Unterhalt fürs Kind und bis zum 3. Lebensjahr auch für Dich zu. Wie viel das ist kann Dir hier keiner sagen, da wir nicht wissen, wie viel Dein Mann verdient.

2. Wenn der Unterhalt nicht reicht, was wahrscheinlich der Fall ist, hast Du 2 Möglichkeiten: Arbeiten oder Dich vom Steuerzahler finanzieren lassen. Letzteres darfst Du, bis das Kind 3 ist. Ich persönlich würde mich immer fürs Arbeiten entscheiden, da ich keinen Bock hätte, anderen auf der Tasche zu liegen und immer Rechenschaft abzulegen. Aber das ist meine Ansicht.
Rein rechtlich musst Du nicht arbeiten. In dem Fall gehst Du zur Arge, die ermitteln Deinen Bedarf, ziehen den Unterhalt ab und das was dann rauskommt, ist Dein ALG2. Die sagen Dir auch, wie das mit der Wohnung ist.

3. Umgang kannst Du mit Deinem Ex privat vereinbaren, wenn ihr Euch gut versteht. Je jünger das Kind, desto sinnvoller sind häufige kürzere Besuche. Bei älteren Kindern klappt es gut z.B. das ganze Wochenende.
Wenn es Streit gibt, kannst Du Umgang auch übers Jugendamt regeln.

Viel Erfolg und viel Kraft für die kommende Zeit!

LG, Nele