Wann ist aus medi. Sicht eine Schwangerschaft nachweisbar?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:16 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich brauche mal Euren Rat/Hilfe!

Ich habe einen so tollen Arbeitgeber, dass er mich in der Schwangerschaft gekündigt hat und behauptet nun Sachen die es wirklich nicht gibt!

Wann ist aus mediz. Sicht eine Schwangerschaft nachweisbar?

Hat vielleicht jemand einen Arztbericht, ein Gerichtsurteil oder einen Gesetzestext oder ähnliches den ich vor Gericht verwenden könnte.

Es wäre zu schön, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet! Meine armen Nerven. #zitter

GGLG Andrea + Baby inside 16. SSW

Beitrag von nisivogel2604 27.10.10 - 12:19 Uhr

Ich bezweifel das es dazu ein Gerichtsurteil gibt.

Das ist bei jeder Frau etwas anders. Je nachdem wie schnell sich die Ss entwickelt, wann der Es war etc

Lg

Beitrag von labello1984 27.10.10 - 12:19 Uhr

Huhu, was hast du denn für einen Arbeitgeber??
Wusste er das du Schwanger bist als er dich gekündigt hat?
Nachweisbar ist wenn man ne Fruchthöhle mit Embryo sieht...also ca. ab der 6-7. SSW . Wobei der HCG ja schon vorher nachweibar ist, aber meistens sagt man es den AG ja erst nach der 12. Woche!

Liebe Grüße

Beitrag von zuckerpuffel 27.10.10 - 12:20 Uhr

Als Schwangere hast du besonderen Kündigungsschutz. Theoretisch kann und darf dich dein AG nicht kündigen.

Du kannst dir vom FA eine Bescheinigung ausstellen lassen, wann die Schwangerschaft festegestellt wurde.

Beitrag von leeoo 27.10.10 - 12:20 Uhr

So einen habe ich wohl auch, jedenfalls hat er mir mit Kündigung gedroht.
Allerdings hast Du Kündigungsschutz von dem Moment an, wo Du den AG informiert hast über Deine SS. Auch dann noch, wenn erst die Kündigung kommt und DU die 2 Wochen danach nutzt, um eine SS-BEscheinigung abzugeben.

Kündigen könnte er nur aus wichtigen Gründen, aber dies müsster er soweit ich informiert bin auch "beantragen" ...


Ich hoffe für uns beide, dass alles gut wird ...

Beitrag von kathi.net 27.10.10 - 12:22 Uhr

Wann hat er denn gekündigt und wann hast du ihn über der SS informiert?

Beitrag von nanunana79 27.10.10 - 12:25 Uhr

Hallo,

eine SS gilt als intakt sobald das Herz schlägt. Also ca. ab der 7.SSW.

Ob dieser Zeitpunkt relevant ist für den Kündigungsschutz oder der Zeitpunkt, ab dem der AG über die SS informiert ist, weiß ich allerdings nicht.

Da solltest Du Dich am besten von einem Anwalt beraten lassen
LG

Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:27 Uhr

Hallo,

bei der Kündigung ging es um eine Schwangerschaft im März die leider in eine FG ändete. Es wurde nie ein Herzschlag festgestellt, aber der Ansatz einer Schwangerschaft.

LG

Beitrag von nanunana79 27.10.10 - 13:16 Uhr

Puh, und in diesem Zeitraum bist Du gekündigt worden?

Ich denke mal, da musst Du echt mal einen Anwalt befragen.

Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:25 Uhr

Huhu,

mein Arbeitgeber weiss von der Schwangerschaft, aber er glaubt dies trotz ärztlicher Bescheinigung nicht!

Meine FÄ ist auch zum Gerichtstermin geladen, wie bei der letzten Verhandlung auch, doch ist sie leider nicht erschienen, so dass sich der Termin mal wieder verschoben hat.

Ich dachte nur, dass es irgend etwas gibt. Ich habe im Netz auch nicht wirklich etwas gefunden.

Aber die Richterin ist eine Frau und dürfte sich eigentlich auskennen. Aber ob das ausreicht? Mein Anwalt hat diesbezüglich leider keine Ahnung.

Vielen lieben Dank an Euch!

GGLG Andrea

Beitrag von butter-blume 27.10.10 - 12:31 Uhr

Du bist in der 16.ssw?
Da hast du doch sicher schon einen Mutterpass und US-Bilder bekommen!
Das muss doch als Beweis dicke reichen.

Hab ich ja noch nie gehört, dass einem seine SS nicht geglaubt wird! Spätestens wenn das Baby da ist, hilft doch eh alles Leugnen nicht mehr!

... und das dein Anwalt sich nicht auskennt spricht irgendwie nicht FÜR ihn! Vielleicht solltest du dir da mal eine 2. Meinung einholen!

Viel #klee
Butterblume

Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:55 Uhr

Hi,

es ist nicht diese Schwangerschaft, sondern die SS aus Januar/Februar die im März in eine FG mit AS endete in der 11. SSW.

So lange liegt der Fall schon zurück.

Vielen lieben Dank!

Beitrag von corimq 27.10.10 - 12:32 Uhr

Hallo Andrea,

du brauchst überhaupt keinen Gesetzestext o. ä.

Dein AG kann dich in der Schwangerschaft nicht kündigen, auch wenn er das anders sieht. Selbst, wenn er jetzt noch nichts von der Schwangerschaft wusste, hat er sehr schlechte Karten. Bitte lass dich rechtlich beraten und mach von deinem Recht auch Gebrauch. Dein Rechtsanwalt wird alle notwendigen Schritte in die Wege leiten. Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, die Arbeitsrecht abdeckt, so wird diese den Fall finanziell übernehmen. Ansonsten steht dir noch die Möglichkeit der Prozesskostenbeihilfe zu.

Lass dich bitte nicht ins Boxhorn jagen!

Viele Glück!

Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:45 Uhr

Hi,

bist Du lieb - vielen vielen Dank!

Na klar habe ich eine Rechtschutzversicherung, zwar mit SB, aber dies ist egal. Der Fall liegt auch schon Monate zurück. Seit März! Inzwischen bin ich wieder Schwanger und seit dem krankgeschrieben.

Aber leben tue ich eigentlich von Luft und Liebe, da mein AG meine Krankenkasse scheinbar sehr belatschert hat.

Aber hoffentlich findet dies alles bald ein Ende und ich kann wieder schlafen und für mein Kleines da sein!!!

Beitrag von krebs83 27.10.10 - 12:46 Uhr

Mmh, auch wenn dein AG die Bescheinigung vom FA nicht anerkennt, wie soll man dann noch nachweisen dass man schwanger ist.

Das Attest vom Arzt gilt doch als offizielles Dokument, oder sollste 9 Monate warten und dann spontan vor seinen Augen gebären??

Denke net dass er so viele Chancen hat dich zu kündigen (außer du hast was illegales angestellt), andererseits würde ich mir überlegen ob ich da weiterhin arbeiten will vielleicht gibt es eine Lösung dass er dir ne Art Schadenersatz zahlt und du daheim bleibst.

Drück dir die Daumen!

Krebs83 mit #ei 15. SSW

Beitrag von sumsum888 27.10.10 - 12:53 Uhr

Mir geht es nur im Gerechtigkeit!

Da wirklich Arbeiten, kann ich mir momentan nicht vorstellen.

Wer weiss wie die Verhandlung ausgeht, sofern es zu einer Einigung kommt!

Es ist inzwischen der 5. Gerichtstermin.

Beitrag von asharah 27.10.10 - 13:21 Uhr

Bei mir war es letztes Jahr ähnlich.
Das Arbeitsgericht hatte damals entschieden, dass die Kündigung zurück gezogen werden muss. Dabei galt die Berechnung der FÄ, spricht erster Tag der letzten Periode (zum Zeitpunkt der Kündigung muss bei mir etwa die Befruchtung oder Einnistung stattgefunden haben). Ob die SS intakt ist oder nicht, spielt in dem Moment keine Rolle. Ich habe dieses Kind leider in der 10. SSW verloren, aber bis dahin (bzw. bis ich dem AG die Fehlgeburt mitteilte) galt ich als schwanger und damit unter Kündigungsschutz.

LG, Ash (33. SSW)