Krankengeld und Mutterschaftsgeld

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von behri 27.10.10 - 12:22 Uhr

Hallo zusammen!

ich bin im 8. Monat schwanger und habe ein paar Fragen zum Krankengeld/Mutterschaftsgeld. Leider ist es immer sehr schwierig, an offiziellen Stellen brauchbare Auskünfte zu erhalten ;-). Daher wäre ich sehr dankbar, wenn jemand von Euch mir helfen könnte!

Über mich: Ich bin freiwillig gesetzlich versichert und arbeite in einem Angestelltenverhältnis. Seit 5 Wochen bin ich krankgeschrieben und es ist sehr wahrscheinlich, daß ich bis zum Eintritt des Mutterschutzes, der am 3. Dezember beginnt, krankgeschrieben bleiben werde. Das würde bedeuten, daß ich ab der zweiten Novemberwoche Krankengeld erhalten würde. Ich befürchte, daß dieses Krankengeld weitere Auwirkungen Auswirkungen haben könnte. Folgende Fragen stellen sich mir:

1) Wie berechnet sich das Mutterschaftsgeld, wenn ich im November zeitweise Krankengeld bezogen habe? Ich habe gelesen, daß für die Ermittlung des Mutterschaftsgeldes die drei letzten Monate herangezogen werden - also Sep., Okt. und Nov. Da ich im November nur teilweise normales Gehalt und überwiegend Krankengeld bekommen werde befürchte ich, daß ich nicht mein volles Gehalt an Mutterschaftsgeld beziehen kann. Ist diese Befürchtung richtig? Weiß jemand, wie das Mutterschaftsgeld in diesem Fall errechnet wird?

2) Würde ich durch den Bezug des Krankengeldes im November zurückfallen in die gesetzliche Krankenversicherung, wenn mein "normales" Novembergehalt (ohne Krankengeld) unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen würde? Dies wäre insofern gut, als ich dann während der Elternzeit keinen Eigenanteil zur freiwillig gesetzlichen Versicherung mehr leisten müsste. Ist das richtig oder habe ich hier falsch gedacht?

Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe!!

Viele Grüße

Stephanie

Beitrag von myimmortal1977 27.10.10 - 13:29 Uhr

Das Mutterschutzgeld wird aus der Zeit vor Zahlung der Lohnersatzleistung, sprich Krankengeld, berechnet. Das ist immer ein Sonderfall.

LG Janette

Beitrag von kati543 27.10.10 - 16:02 Uhr

Die Aussage meines Vorredners ist nur richtig, wenn es sich bei der Krankheit, weswegen du Krankengeld hattest um eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung handelt. Hast du dir das Bein gebrochen und kannst deswegen lange nicht arbeiten, dann hast du Pech - das zählt dann bei der Berechnung dazu.

Beitrag von susannea 27.10.10 - 21:16 Uhr

DAs ist falsch, siehe MutSchG:
Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt (§ 23a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch) sowie Tage, an denen infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis kein oder ein vermindertes Arbeitsentgelt erzielt wurde, bleiben außer Betracht.

DA eine Krankheit immer ein unverschuldetes Arbeitsversäumnis ist, zählt dies also nicht mit.

Das was du meinst stimmt nur fürs Elterngeld!