die packen das nie und nimmer!welche Entlastung gibt es?

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von Lady in black 27.10.10 - 12:49 Uhr

Ich muss mich heute mal schwarz verbal ausleben.

Es geht um jemanden der mir sehr eng vertraut ist.Sie ist mir sehr wichtig und ich möchte gleich jetzt klären dass es kein lästern sein soll.Ich suche Rat,weiss nicht wie ich ihnen helfen soll.

Wir nehmen als mal an: Familie,jung,Mann beruflich viel weg,wenig Geld.
Sie zu Hause,2 Kinder,eins sehr anstrengend,das andere noch nicht mal ein Jahr alt.Sie ist arg an ihren Grenzen weil sie eben viel alleine ist,keine Unterstützung hat und auch kein Kindergartenplatz da ist.
(der gestellte Platz ist mit der Straßenbahn nur in 45 min zu erreichen,ein Auto gibt es nicht-also nicht machbar)
Außerdem bin ich mir sehr sicher dass sie Depressionen hat.Dies zwar am Rande erkennt aber nichts dagegen tut.

Jetzt ist sie ungeplant schwanger geworden,er hätte sich am liebsten aufgehängt,weiss nicht wie er das schaffen soll (sie das schaffen sollen!).
Sie möchte das Kind bekommen (was ich absolut verstehen kann)
Die Entscheidung ist gefällt,das Kind wird,sofern alles gut geht,also geboren werden.
Aber ehrlich,ich mach mir riesige Sorgen.Die Ehe ist arg belastet,sie als Eltern sind arg überlastet,die Finnzen werden auch nicht besser.
Und ich weiss wie sie jetzt schon auf dem Zahnfleisch geht,wie soll das werden wenn das Baby erst mal da ist?

was gibts denn für Möglichkeiten,um sie zu entlasten(ich fall raus weil ich 850 km weit weg lebe)
Gibt es Hilfen vom Jugendamt,in Form von Haushaltshilfen,in Form finanzieller Entlastung,Kindergartenplätze?

wer ist da der ideale Ansprechpartner?
Ich hab echt ein wenig Schiss dass die als Familie vor die Hunde gehn wegen Überlastung.


Lady in black

Beitrag von yorks 27.10.10 - 14:12 Uhr

Hallo,

vielleicht kannst du mal bei Profamilia anrufen und dort die Info einholen. Deine Freundin wird es sicher schwer fallen dort um Hilfe zu fragen, kann ich auch gut verstehen.

Ich finde es gut, dass du dir Gedanken machst. Bleibe am Ball, gib nicht auf und versuche ihr zu Helfen, wenn auch aus der Ferne. Vielleicht kannst du ja Urlaub nehmen und mal ein paar Tage zu ihr fahren und ihr unter die Arme greifen. Manchmal hilft das schon, wenn auch kurzfristig aber so kannst du ihr dann mal von deinem Gespräch mit Profamilia erzählen.

Eventuell nimmt sie die Hilfe auch dankbar an.

LG yorks

Beitrag von -------- 27.10.10 - 14:12 Uhr



sie sollte sich vielleicht mal an eine Schwangerenberatung wenden.Die haben schon eher Adressen für sie,wo sie sich hin wenden könnte.

Bei uns gibt es zum Bsp. so ne Organisation wo ehrenamtliche Helfer vermittelt werden.Diese kommen regelmäßig und helfen ein wenig.

Beitrag von sunflower5 27.10.10 - 14:16 Uhr

Erstmal wollt ich sagen, ich finde es gut, dass du dich für deine Freundinerkundigst.

Also: Gibt es nähere Kita-plätze? Wenn nicht: Umziehen.

ICh würde mich an kirchliche B-stellen wenden, dort gibt es oft HIlfsprogramme.
Bei uns gibt es das Wellcome-Projekt.
Es gibt auch kostenlose Oma-HIlfsdienste.

Sie sollte etwas gegen die Depr. tun, dh. zum Psychologen gehen...
Sie kann sich während der SS auch von einer B-stelle begleiten lassen.

Wenn es ihr während der SS nicht gut geht, kann eine HH-HIlfe verordnet werden. Man findet jemanden bei ambulanten Hilfsdiensten.

wg Geld: Antrag bei B-stelle bei der Mu-Ki-STiftung für SSW-Kleidung und kompl Babyausstattung.

Kirchl B-stellen haben noch andere Hilfsfonds, ich weiss ja nicht, WIE eng es ist.

glg erstmal

Beitrag von seluna 27.10.10 - 17:11 Uhr

Hi,
ja die gibt es.
Ich kenne einen solchen Fall, ziemlich ähnlich gelagert wie das von dir geschilderte.
Die Frau hat sich ans Jugendamt gewandt und von dort z.b Kiga plätze für ihre Kinder bekommen, sogar 2 Stunden länger als gewöhnlich.
Das muss aber das Jugendamt einleiten.
Haushaltshilfe ist auch machbar, zudem muss sie dringend in Behandlung wenn sie Depressiv ist und da spreche ich aus Erfahrung.

Beitrag von anna030 27.10.10 - 22:42 Uhr

Hey, ich find das total klasse von dir, dass du dich um diese familie bemühst.

gerade wenn der verdacht auf eine depression besteht, ist es für die betroffenen selbst manchmal kaum möglich sich hilfe zu suchen. aber es gibt hilfe - auch über die staatlichen möglichkeiten hinaus. :-)
wenn du hier anonym bleiben willst, dann schreib mir gerne mal über die vk.

ich wünsche dir sehr, dass du gute antworten auf deine fragen bekommst, die dieser familie echt weiterhelfen können.
liebe grüße
anna #blume

Beitrag von sexy-hexe 28.10.10 - 21:29 Uhr

also,beim jugendamt eine familienhilfe beantragen
kindergarten
tagesmutti

Beitrag von super_mama 29.10.10 - 09:35 Uhr

Hallo !

Also ich weiß das es über das Jugendamt, eine Familienhelferin zu bekommen. Diese ist kostenlos und "hilft" mit den Kindern, bzw schaut sie sie sich an, greift Probleme auf und unterstützt beim finden von Lösungen !

Organisationen wie Caritas, Profamilia oder Arbeiter Samariter Bund sind natürlich auch immer ein guter Anlaufpunkt. Dort kann sie auch finanzielle Hilfe beantragen, bzw haben sie dort auch Adressen wo sie dies tun könnte um eben die Erstausstattung zu bekommen (ein weiteres Bett muss ja her, ein anderer Kinderwagen, etc).

Was den KiGa Platz angeht ist es leider schwer. Ist der/die Große denn schon über 3 ? In manchen Städten haben Kinder auch erst mit 5 (eben das letzte Jahr) Anspruch auf einen Platz und die Jahre davor werden Kinder die Plätze bekommen deren Eltern voll für diesen Platz zahlen. Ist leider so.
Umziehen wäre eine Alternative, aber sich im Moment nicht möglich, ansonsten gibt es keine Chance als sich wirklich dahinter zu klemmen und/oder Alternativen zu suchen.

Zur finanziellen Entlastung könnten sie evtl Wohngeld oder ergänzendes ALG 2 beantragen wenn er so wenig verdient.

Möglichkeiten gibt es massig und für alles wenigstens eine, aber wenn deine Freundin jetzt schon so überlastet ist, dann brauch sie sicher jemanden der diese Gänge mit ihr macht und das Ganze vorab organisiert ! Kennst du denn jemanden in ihrer Nähe der das mit ihr tun könnte ? Oder kannst du das alle sschon vorab klären und dann hinfahren um mit ihr zu tun ?

LG Mara