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Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von spatzl75 27.10.10 - 13:02 Uhr

Hi,

Flo geht in einen Betriebskindergarten. Der Kiga ist auch von der Lebenshilfe-dadurch haben wir einen Platz bekommen, obwohl wir nicht Betriebsangestellte sind.
Die Woche VOR Weihnachten ist eine 'Notfallgruppe' vorhanden. Ich habe mich eingetragen, weil mein Mann arbeitet und ich unsere Luisa zu Hause habe. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist eh zu.

Jetzt fragte mich gestern die Erzieherin, ob ich Florian doch Daheim lassen könnte, weil viele Mitarbeiter noch Urlaub nehmen müssen und sich viele Betriebskinder angemeldet haben deren Eltern zu dieser Zeit arbeiten.
Sicherlich war und bin ich nicht begeistert, denn es ist mit meinen Mäusen doch eine ziemlich Herausforderung, auch weil mein Mann zw. Weihn. u Neujahr arbeiten muß.
Ich habe zugestimmt doch irgendwie finde ich es auch unfair.
Zum Einen kann ich deren Argumentation verstehen-deswegen habe ich kein Drama daraus gemacht, zum Anderen denke ich, daß mir diese Notfallgruppe auch zustehen würde, obwohl wir nicht dort angestellt sind.
Oder würdet Ihr das so sehen-das ich eh zu Hause bin und somit Florian ruhig Daheim lassen könnte?

Ich beschwere mich auch nicht. Es ist ein toller Kiga und wenn die unterbesetzt sind stecke ich eben zurück.
Als Kompromiss würde ich doch noch vorschlagen-vielleicht könnte Flo nur morgens hin!?

Ich bin mal auf Eure Meinung gespannt. Wie seht Ihr das?

LG

Bianca




Beitrag von kleinehexe1606 27.10.10 - 14:50 Uhr

Hmm ich kann schon verstehen das die arbeitenden Leute die keine weitere Betreuung haben ein Vorrecht haben. Immerhin bist Du dann ja zu Hause, bei den anderen wäre dann wohl niemand da und sie müssten eine andere alternative suchen.

Beitrag von spatzl75 27.10.10 - 15:25 Uhr

Ja, ich denke auch die haben Vorrang, aber trotzdem fühlt es sich merkwürdig an-aber ich kanns verstehen.

Wollte nur andere Meinungen hören, weil ich die Situation nicht ganz so richtig einschätzen kann!

lg

Beitrag von kati543 27.10.10 - 15:32 Uhr

Ich denke, als der Kiga deinen Sohn angenommen hat, hat er dir dieselben Rechte und Pflichten zugebilligt, wie es auch alle anderen Eltern der Kinder dort haben. Bei uns ist es eher anders herum. Bei uns pocht der Kiga darauf, dass mein Sohn immer da ist - sonst bekommen die am Ende Probleme wegen dem I-Status - ich denke doch mal, dass Flo einen I-Status hat, oder?
Ich denke, frühmorgens ist bei dem Kiga alles voll. Vielleicht wäre es eine Lösung, dass er nachmittags geht, oder laß ihn ganz daheim. Kannst du nicht anderweitig Unterstützung bekommen? Bekommt ihr denn noch andere Leistungen der Lebenshilfe?

Beitrag von girl08041983 27.10.10 - 16:39 Uhr

Hallo,

trotz I-Status war das bei uns auch immer so, dass wenn ein Elternteil nicht arbeitet, dass die Notfallgruppen für Kinder sind deren Eltern beide arbeiten.
Das ist hier aber in jedem Kindergarten so

Lg

Beitrag von mamapapaleni 29.10.10 - 10:07 Uhr

HAllo Bianca,

wenn dein Flo in diesem Kindergarten aufgenommen wurde, sollte er schon grundsätzlich die gleichen Rechte haben, wie alle anderen Kinder (deren Eltern vielleicht im Betrieb arbeiten).
Aber ich finde es schon "vernünftig", wenn man die Kinder in der Notbetereuung bevorzugt, deren Eltern beide arbieten (müssen). Während es für dich eigentlich machbar sein sollte, deinen Florian zuHause mitzubetreuen (ich weiß nicht, was er hat und wie pflegeintensiv er ist- wird sicherlich sehr anstrengend, ist aber eben doch machbar), haben die arbeitenden Eltern ein echtes Problem.
Als ich jedenfalls nicht gearbeitet habe, hat man mich auch in Stresszeiten (Notfallbetreung wegen Krankheitsfällen etc) angesprochen, ob ich meine Tochter dann nicht ausnahmsweise selbst betreuen könnte....