Kinderpornographie im Internet: Löschen oder Sperren

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Beitrag von daddy69 27.10.10 - 13:19 Uhr

Naja, die Frage war ja eindeutig beantwortet, alle Experten sprechen sich gegen das sperren und für das löschen aus. Die Gründe kann ich bei Bedarf nochmal explizit aufführen.

Aber das hier erklärt vielleicht, warum das BKA beharrlich auf's Sperren setzt: Mit gerade mal 6 Stellen ist es natürlich schwer, die Seiten zeitnah löschen zu lassen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,725446,00.html

Man sollte sich mal im Bankensektor anschauen, wie schnell Phishing-Seiten verschwinden. Die sind anscheinend engagierter.

Beitrag von ippilala 27.10.10 - 14:33 Uhr

Ich weiß nicht so ganz was das Sperren/Löschen bringen soll. Kinderpornografie entsteht doch nicht, der Kinderpornografie wegen, sondern weil die gezeigten Kindern nunmal wirklich gepoppt werden.
Man vergewaltigt doch kein Kind, um damit Geld zu verdienen. Man vergewaltigt ein Kind und weil das gerne andere sehen möchten, stellt man noch eine Kamera auf. Das beudeutet für mich, dass das Sperren/Löschen den Kindern nicht hilft und auch nicht den kranken Kinderpoppern. Das einzige was Sperren/Löschen bringen würde, wäre dass das Kind nicht einfach so im Internet gezeigt wird (Recht am eigenen Bild) ABER das ist ja nun wirklich nicht das Problem an der Sache. Anstatt Geld fürs Löschen/Sperren auszugeben, sollte man eventuell lieber in Therapien für Phädophile stecken. Und zwar nicht erst, wenn schon was passiert ist. Und dafür auch öffentlich Werbung machen. Vor einiger Zeit gab hier solch eine Aktion, da waren aber nur 100 Plätze frei und die waren sehr schnell belegt, für alle anderen Pädophilen gab es dann keine Plätze mehr.

Beitrag von freiwild 27.10.10 - 14:47 Uhr

Das ist ein dermaßen intelligenter, gemäßigter, durchdachter Beitrag -

da wird hier gleich ein Sturm der Entrüstung der Meute losbrechen.

Du wirst "Therapie? Schwanz ab!" lesen und "Die armen Kinder!" in allen Variationen. Du wirst miterleben, wie normale Frauen zu Furien werden. Du wirst sehen, wie der Mob die Masken fallen lässt.

Sei stark. Es gibt welche, die hassen diese Entleisungen genauso.

Beitrag von ninnifee2000 27.10.10 - 14:50 Uhr

Glaubst du wirklich, dass man Pädophilie heilen kann? Man kann den Männern helfen, ihren Drang zu unterdrücken. Aber heilen? Unmöglich...

Beitrag von ippilala 27.10.10 - 14:55 Uhr

Nein ich denke auch nicht, dass man das heilen kann. Aber unterdrücken und damit-klar-kommen würde ja helfen (also den Kindern die dann nicht vergewaltigt werden).
Es geht darum, die Kinder zu schützen und das passiert auch, wenn Pädophile sich aussprechen, andere Wege gezeigt bekommen oder Möglichkeiten, damit umzugehen.

Kinderpornos verbieten hilft den Kindern nicht.
Dann werden sie halt nicht vor laufender Kamera vergewaltigt, dürfte für das Kind keinen Unterschied machen.

Beitrag von marion2 27.10.10 - 16:13 Uhr

Aha.#aha

Man verkauft auch keine Drogen an Kinder des Geldes wegen.

Deswegen muss man Drogendealern auch mit Therapien helfen und sie nicht einsperren.#nanana

Beitrag von daddy69 28.10.10 - 09:06 Uhr

Verkauft der Drogendealer seine Drogen wegen einer psychischen Störung?

Beitrag von sandycheeks 28.10.10 - 19:04 Uhr

Unter Umständen ja. Ist Kriminalität evt. eine psychische Störung? Es verkauft ja immerhin nicht jeder Drogen an Schüler, nicht wahr? Wir können das Thema gerne auf die Spitze treiben, wenn Deine Grundlagen dafür reichen.

Ich kann das Gejaule über die "armen kranken Kinderschänder" wirklich nicht mehr hören bzw. lesen. Mir ist das völlig egal ob einer "nur" kriminell oder psychisch gestört ist. Niemand hat sich an Kindern zu vergreifen, so einfach ist das. Die "armen Kranken" zerstören Leben und produzieren ihrerseits wieder "arme Kranke" Das ist degeneriert.

Wer andere schädigt und gefährdet gehört aus dem Verkehr gezogen. Egal ob er einfach mal nur so kriminell ist (wobei man auch hier davon ausgehen kann, das irgendwas im Hirn aus dem Tritt ist) oder wie auch immer psychisch "krank" ist.

Der Schutz von Kindern muss immer vorgehen, nicht das sinnbefreite "getüdelde" mit "armen kranken Kinderschändern".

Sortier Dich mal.



Beitrag von flitzkacke 28.10.10 - 19:22 Uhr

"Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null, und das nennen sie ihren Standpunkt"

Nie war dieses Zitat so passend wie heute.
Ich hoffe, du hast keine Kinder in die Welt gesetzt, das Risiko wäre nämlich hoch, dass diese zur Degenerierung unserer Gesellschaft beitrügen, ist aber alles eine Erziehungsfrage.

Beitrag von valtteri-filppula 28.10.10 - 20:56 Uhr

Degenerierung ist ein feines Stichwort betreffend den Inhalten Deiner Postings im Allgemeinen und diesem hier im Besonderen.

Beitrag von parzifal 04.11.10 - 18:03 Uhr

Gehest Du nicht davon aus, dass eine Therapie hilft Kinder zu schützen? Sollte man diese also sein lassen?

Du verwechselst Therapie mit vorgeblicher Heilung.

Therapie dient aber auch einfach der Risikominderung. Und am besten ist diese natürlich vor einer Tat.

Welcher verantwortngsvolle Mensch kann sich gegen den Vorschlag stellen Pädophilen eine Therapie zu gewähren?

Und Deine Einstellung: "Mir ist das völlig egal ob einer "nur" kriminell oder psychisch gestört ist. Niemand hat sich an Kindern zu vergreifen, so einfach ist das" steht dazu doch in überhaupt keinen Widerspruch.

Du gehst einfach davon aus, dass wer für eine Therapie ist, auch der Meinung ist die Täter können nichts dafür und sollten mit Samthandschuhen angefasst werden.

Da das aber nicht behauptet wurde hast Du diesen Schuss emotional aus den Fingern gesaugt.

Es ging doch gerade um Therapien von Pädophilen die eben (noch) keine Straftäter sind. Pädophilie allein ist keine Straftat. Erst deren Ausleben ist eine.


Bist Du also ernsthaft gegen Therapien für Pädophile?

Dann solltest Du auch in der Lage sein zu begründen warum Du gegen die Minderung von Gefahren bist die unseren Kindern drohen.

Selbst wenn die Therapie nur bei 10 % hilft sich im Griff zu haben. Wäre das nicht Grund genug?


Beitrag von marion2 28.10.10 - 21:31 Uhr

Es gibt keine psychische Störung, die dich willenlos eine Kamera aufstellen lässt.

Beitrag von happy_mama2009 27.10.10 - 16:55 Uhr

Eine Frage,

kann man einen Pädophilen wirklich heilen??


Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Danke schonmal.

Beitrag von suny123 27.10.10 - 17:11 Uhr

Nein kann man nicht!

Beitrag von daddy69 28.10.10 - 09:07 Uhr

Mag sein. Aber man kann ihnen helfen, ihren Drang zu unterdrücken oder was weiß ich, damit sie ihn nicht ausleben.

Was wäre denn die Alternative? Alle Männer präventiv wegsperren?

Beitrag von mannohfrau 28.10.10 - 16:38 Uhr

Hi
Du glaubst doch nicht im Ernst, dass sich die Meisten es erst gar nicht eingestehen das sie gestoert sind.
Es gab sogar Websites von Organisationen, die sich als Kinderfreundlich und liebend ausgaben, alles ganz normal. Glaubst du diese lassen sich therapieren oder dazu zwingen. Es sind nur wenige die Hilfe suchen, der Rest denkt es ist ok! Dieser Markt ist riesig und es geht auch um viel Geld dabei.
Es gibt Untersuchungen darueber und nicht gerade wenige.

Wer sich nicht freiwillig meldet, wird auch nicht als solcher erfasst!

Alternative? Medikamente um den Trieb zu unterdruecken, wegsperren, die sich nicht helfen lassen wollen.

Spreche mal mit Betroffenen ( Opfer ) die habe eine klare Meinung dazu!

MFG

Beitrag von zeitblom 27.10.10 - 17:17 Uhr

Kann man Homosexualitaet heilen? Beruhen sexuelle Preferenzen auf eine "freie" Wahl oder sind sie biologische Attribute? Waere, wenn moeglich, ein genetischer Eingriff zu rechtfertigen?

Auch ernstgemeinte Fragen....

Beitrag von carola63 27.10.10 - 18:13 Uhr

Du willst doch nicht etwa die Homsexualität auf die gleiche Stufe stellen wie Pädophilie?

Sexuelle Präferenzen bedürfen der gesellschaftlichen Akzeptanz, und diese wird es im Bezug auf die Pädophilie hoffentlich nie wieder geben.

Ob die sexuelle Ausrichtung biologisches Attribut oder selbstgewählte Richtung ist? Keine Ahnung, ich glaube, es ist eine Mischung aus vielen Komponenten.

Heilen kann man so etwas, wenn man es denn für krankhaft hält, sicherlich nicht, aber man kann es wahrscheinlich in vielen Fällen zumindest therapieren.

Hat man nicht in den USA versucht, gewisse Triebtäter durch Kastration und ähnliche Folter "in den Griff zu kriegen?" Nee, also ehrlich, diese Dinge müssen wir anders regeln. Im Zweifel hilft wegsperren, aber wir sollten nicht mal daran denken, Menschen für einen noch so guten Zweck zu verstümmeln.

Zum Thema Sperren/Löschen: Wie lange wollen die Damen und Herren von der politischen Seite denn noch diesen Unsinn betreiben? Sinnlose und vor allem hilflose Versuche, so zu tun, als ob man etwas tut.

Grüße
Uwe

Beitrag von ippilala 27.10.10 - 21:10 Uhr

Naja im Grunde genommen ist es das gleiche. ABER ein Homosexueller tut nicht zwangsläufig irgendwem weh. Homos machen miteinaner rum. Pädophile aber nunmal nicht.


Im Übrigen hat Kastration zwar durchaus einen Effelkt auf das sexuelle Verlangen, der ist aber nicht so groß, dass diese komplett versiegt.
Unabhängig davon, dass Pimmel abschneiden und Zwangskastration nicht nett sind, würden sie also auch nicht Pädophilie verhindern.

UND selbst wenn es sowas geben würde, würde das ja erst geschehen, wenn schon ein Kind zu Schaden gekommen ist.

Also auch nicht unbedingt sinnig.

>Wie lange wollen die Damen und Herren von der politischen Seite denn noch diesen Unsinn betreiben?

Bis es keine Pädophielen mehr gibt oder bis genug Geld für genug Therapien da ist. Oder bis Pädophilie komplett unter dem Teppich gekehrt wird.

Beitrag von happy_mama2009 28.10.10 - 12:54 Uhr

"Sexuelle Präferenzen bedürfen der gesellschaftlichen Akzeptanz"

Quatsch. Solange man niemandem Wehtut braucht es keine gesellschaftliche Akzeptanz.

Beitrag von daddy69 28.10.10 - 13:08 Uhr

Naja, die Schwulen und Lesben in z.B. Russland wünschen sich garantiert mehr gesellschaftliche Aktzeptanz.

Man möchte eben seine sexuelle Präferenz nicht nur zuhause ausüben. Sondern auch mal händchenhaltend durch die Stadt gehen.

Beitrag von happy_mama2009 28.10.10 - 13:11 Uhr

Ja, das sie sich die Akzeptanz wünschen ist nachzuvollziehen, aber es muss nicht "abgesegnet werden " man wird es dennoch machen.

Ich vermute auch das ein Pädophiler sich wünscht mehr verstanden zu werden, schließlich ist er krank.

Beitrag von gunillina 28.10.10 - 15:05 Uhr

Das heisst jetzt aber nicht, dass du der Meinung bist, auch Schwule und Lesben seien krank, oder?

Beitrag von happy_mama2009 29.10.10 - 16:49 Uhr

Nein nein absolut nicht. Ich hab schwule und lesbische Freunde.
Mir ging es nur darum das es keiner gesellschaftlichen Akzeptanz bedarf, wenn man bestimmte Neigungen hat, sexuell gesehen.

Beitrag von gunillina 29.10.10 - 17:10 Uhr

Aber mit der gesellschaftlichen Akzeptanz liesse es sich für die Homosexuellen in jeder Gesellschaft besser leben.

Wo hier nur schikaniert wird, wird anderswo brutal verfolgt und niedergeschlagen.

Also, ich finde schon, dass die gesellschaftliche Akzeptanz eine Wertigkeit hat. Für die Lebensqualität Homosexueller, jetzt.