Gefällt es den Kann-Kindern in der 1. Klasse?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von negromancer 27.10.10 - 19:47 Uhr

Hallo

meine Tochter ist seit Sept in der Schule, wird erst im November 6, war also Kann-Kind. Was mussten wir uns alles anhören von wegen Rabenmutter, viel zu früh, armes Kind, nur wenige hatten Verständnis..
Aber Arzt, Kindergarten fandens es ok, sie wollte auch unbedingt und macht es toll!! Hausis weiss sie immer, gibt alle Zettel und Infos weiter, läuft den Schulweg mit ihrer grossen Schwester...Bisher alles supi, klar ist noch nicht lange, aber ich kenne auch genug Kinder, die nach 1 Woche schon Stress gemacht haben, Hausis verweigert, zur Förderklasse sollten...
Wie läuft es bei euch? Würdet ihr es wieder tun ?Oder warum nicht?
Liebe Grüsse

Beitrag von kuri 27.10.10 - 19:59 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist am 21.10 6 geworden und meistert die Schule bisher ganz gut.
Hausis findet er jetzt nicht soooo prickelnd aber er macht alles sehr gut und vergisst nichts.
Er benimmt sich wohl vorbildlich. Ich weiß natürlich nicht was in einigen Jahren noch auf uns zukommt aber wir haben damals auch wenig Verständnis bekommen zwecks vorzeitger Einschulung. Bei uns waren die Erzieherinnen auch dafür und wir haben lange für die Entscheidung gebraucht. Ich hoffe es war die Richtige. Bis jetzt eindeitig:JA!

LG
Tina

Beitrag von sabine301180 27.10.10 - 20:54 Uhr

unsere 3. Tochter ist auch im September in die Schule gekommen. Sie wird am 10.November 6. Es macht ihr Spass und wir sind sicher, dass die Entscheidung richtig war. Ausserdem hatten wir schon Erfahrung mit unserer ältesten sie hat am 6.Dezember Geburtstag ist ist auch mit 5 in die Schule gekommen.

Beitrag von lena10 27.10.10 - 20:10 Uhr

Hallo,

mein Sohn wird Ende Februar 6 und ist seit August in der Schule.

Die Entscheidung war sehr langwierig und gut durchdacht. Wir haben viele "Experten" befragt und alle waren sich einig, dass er eingeschult werden soll.

Bisher läuft alles bestens: Er geht gerne zur Schule, hat Freunde gefunden, ich habe noch nichts vom Lehrer gehört (O-Ton: "Wenn irgendetwas ist, melde ich mich - wenn Sie nichts hören, ist alles gut." ;-) ), Hausaufgaben dauern maximal 20 Minuten und vergessen hat er auch noch nichts. Leistungsmäßig ist er ziemlich unterfordert, beschwert sich aber bisher nicht und macht seine Sachen trotzdem ordentlich.

Fazit zur Zeit (wie's in der Zukunft wird, weiß man natürlich nicht....): Es war die richtige Entscheidung!

LG LEna

Beitrag von michaela_76 28.10.10 - 08:21 Uhr

Hallo!
Meine Tochter wird am 10. November 6 Jahre und wurde am 14. September eingeschult.

Es macht ihr alles viel Spaß. Im KiGa war es ihr schon lange zu langweilig.
Hausis findet sich ab und zu auch nicht so lustig. Vorallem wenn es 30 x 4er oder sonstige Zahlen zu schreiben gibt.

Und ich würde es wieder so machen. Auch wenn viele hier sagen, daß man den Kindern doch noch das Jahr KiGa gönnen soll und es evtl. erst in den weiteren Klassen Probleme gibt.
Ich hätte sie nicht noch ein Jahr in den KiGa gehen lassen wollen und hab das auch von den Erzieherinnen bestätigt bekommen!

LG
Michi

Beitrag von tauchmaus01 28.10.10 - 09:03 Uhr

In Jules Klasse ist auch ein Kannkind. Er wurde mit 5 eingeschult weil es ihm in der Kita zu langweilig war. Als er dann in die Zweite kam begann das Drama schon, er kam nicht mehr mit. Wurde zurückkgestuft und kam in JUles Klasse wo er zum Glück freundlich empfangen wurde von den anderen Kindern.
Ich höre immer Gemischtes darüber, meist kommen die Probleme so mit der dritten, vierten Klasse, spätestens wenn die Kinder in die Pupertät kommen und die "Kleinen" dann eben hinterherhinken in der körperlichen und geistigen Entwicklung. Der Übertritt auf die nächste Schule ist dann nochmal ein Knackpunkt den viele vergessen. Kommen die "normal alten" Kinder auf die nächste Schule sind sie ja schon die "Kleinen". Sind sie dann noch mal von den Kleinen die Kleinsten ist das nicht leicht für die Kinder.

Daher gab es bei uns keine Diskussion, meine Große war auch pfiffig (Dezemberkind) aber als sie ein Jahr später, also mit fast 7 eingeschult wurde, konnte ich den Unterschied klar sehen. Macht eben doch viel aus.

Eine befreundete Lehrerin auf einer Oberschule berichtet jedenfalls dass die früh eingeschulten Kinder es wirklich nicht leicht haben sich durchzuboxen und eher unter Druck stehen um mitzukommen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Mona

Beitrag von celia791 28.10.10 - 13:07 Uhr

Hallo,

kann ich genauso unterschreiben. Ich selber war auch ein Kann-Kind und bin vom Schulstoff her gut mitgekommen. Die ersten 4 Klassen waren kein Problem, ab der 5. fing es dann aber an. Kinder können sehr grausam sein, wenn andere Kinder jünger sind als sie selber. Ich hatte zwar meine Freunde, aber ich habe die Schule trotzdem als nicht angenehm empfunden, weil ich immer irgendwie in der Gesamt-Entwicklung hinterherhinkte, sie wurden natürlich viel früher weiblich, hatten Freunde, interessierten sich schon für die BRAVO etc. Bei mir war das nicht und somit wird man schon als Baby abgestempelt. Man versucht zwar "mitzumachen", weiss aber eigentlich gar nicht worum es geht und spielt halt lieber noch. Und dieser Stress führt einfach dazu, dass man viel zu viel Energie in unwichtige Dinge legen muss, die einem dann aber in der Schule fehlt.
Meine Tochter wäre auch laut der Kinderärztin ein KANN-Kind gewesen, sie ist im Dezember geboren, wir haben es aber nicht gemacht. Sie kann zwar auch schon etwas lesen und ein bisschen rechnen, aber ich muss sagen, sie langweilt sich kein bisschen im Kindergarten. Sie geniesst es, viel zu spielen, zu basteln, die Vorschule mitzumachen.
Jetzt schon sieht man ganz deutlich die Unterschiede in der "Reife". Es gibt Kann-Kinder bei ihr von Oktober 2005. Nur 10 Monate, aber es liegen Welten zwischen ihnen und den Kindern von Nov-März. Meine Tochter spielt auch nicht mit ihnen, sie sagt immer, dass sie mit ihnen nichts anfangen kann, weil sie sich noch wie "Babys" benehmen.

Ich habe einige Freunde, die Lehrer/Grundschullehrer sind. Darunter auch einen Grundschulrektor und eine Rektorin. Alle haben einstimmig gesagt, dass sie gegen die Kann-Kind Einschulung sind, aus genau den oben genannten Gründen. Sie haben alle beobachtet, dass diese Kinder es immer schwerer haben als andere. Es sei denn, es liegt eine Hochintelligenz beim Kind vor, dass ist etwas ganz anderes.

Lg Celia.

Beitrag von michaela_76 28.10.10 - 13:29 Uhr

Also ob ein Kind jetzt im September 6 Jahre alt wurde oder im November, da finde ich ist der Unterschied nicht so groß. Da sind die Kinder doch sehr nah beieiander.
Ich geb Euch recht, wenn ein Kind schon fast 7 Jahre alt ist und ein fast 5 jähriges Kind dem gegenüber steht.

Aber ich finde immer noch, daß man es nicht verpauschalisieren kann. Jedes Kind ist anders. Und ich bin nach wie vor fest der Meinung, daß ich meiner Tochter in keinster Weise einen Gefallen getan hätte, wenn ich sie noch ein Jahr in den KiGa hätte gehen lassen.
Wir haben auch lang überlegt, nachdem der Stichtag im September ja erst zurückgenommen wurde und habe das Gespräch mit den Erzieherinnen und einer Leiterin einer Vorschule, die einmal die Woche in den KiGa kam, gesucht. Und die kamen alle zu dem Schluß, daß sie in die Schule gehört.

Ich war auch immer die Jüngste in der Klasse, weil ich damals noch 2 Wochen über den Stichtag Ende Juni war. Aber geschadet hat es mir nicht.

Beitrag von tauchmaus01 28.10.10 - 13:30 Uhr

Naja, hier sind die Kinder ja schon hochbegabt wenn sie MAMA schreiben können ;-)
Ist am Ende doch eher der Ergeiz der Eltern, die Leidtragenden sind dann wieder die Kinder.
Meine Kleine (5) könnte locker den Stoff der ersten Klasse mitmachen. Sie ist thematisch soweit wie die Kinder Ende der ersten Klasse.
Käme aber niemals auf die Idee ihren Schulverlauf derart zu beeinflussen. Mir tät es leid wenn sie in die 5. Klasse kommt und die "Kleine" ist die sich immer durchboxen muß, aber das muß echt jeder selber wissen.

Auch an unserer Schule wird geraten die Kinder NICHT zu früh einschulen zu lassen. Aber viele denken einfach nur von jetzt bis nächstes Jahr.

Mona

Beitrag von michaela_76 28.10.10 - 15:51 Uhr

Hier wurde von keinem was von hochbegabt geschrieben. :-[ Schade, daß man wenn man Kann-Kinder einschult immer in eine Schublade verfrachtet wird.

@tauchmaus01 : Ich bezieh Deinen Beitrag jetzt mal auf meine/unsere Situation. Ich bin nicht diejenige, die den Ehrgeiz entwickelt, daß sie unbedingt schon in die Schule gehen soll.
Wir hatten uns wegen der Einschulung schon Gedanken gemacht, bevor bei uns in Bayern der Stichtag auf den 30.09. zurückgenommen wurde.
Denn zu dem Zeitpunkt war meine Tochter noch ein Muß-Kind und am Anfang des 3. KiGa-Jahres hat es sich dann entscheiden, daß es doch nicht beim 31.12. bleibt.

Aber ich glaub nunmal den Erfahrungen der Erzieherinnen, daß meine Tochter in der Schule klar kommt und sie sich im KiGa langweilt. Klar kann es immer noch sein, daß es mal schwierig wird. Aber das kann keiner vorhersehen! #kratz

Beitrag von bluehorse 28.10.10 - 10:58 Uhr

Hallo,

mein Sohn geht auch seit September in die Schule und wird erst Mitte Januar 6. Er läuft von Anfang an alleine heim und macht selbständig (und feiwillig) seine Hausaufgaben. Im Unterricht gibt es keine Probleme. Da von Seiten der Schule Bedenken wegen einer vorzeitigen Einschulung bestanden steht er dort schon unter Beobachtung. Aber die Rückmeldungen waren bisher ausschließlich positiv, wie gut er alles macht. Daheim macht er auch freiwillig mehr als er müßte, weil es ihm in der Schule noch zu langsam voran geht. Außerdem sagt er immer wieder, wie froh er ist, in die Schule gehen zu können und nicht mehr in den Kindergarten zu müssen.

LG bluehorse

Beitrag von kat30 28.10.10 - 11:22 Uhr

Hallo,

ich antworte mal als 3.Klässler-Dezember-Kann-Kind-Mama ;-).

Für uns war es die einzig richtige Entscheidung - auch jetzt noch. Leistungsmäßig ohne Anstrengung mit bei den Besten. Fällt lt. Lehrerin in keinster Weise als "jünger" auf - die fehlenden cm an Körpergröße werden mit großer Klappe ausgeglichen #schwitz.

Da sie auch sonst vom Verhalten her älter und reifer wirkt als die tatsächlich Älteren (die Großen spielen noch mit Puppen - sie interessiert sich für Rockmusik + schnelle Autos!!!) wird es in der Hinsicht wohl auch keine Probleme geben...

Kat