Tapetenbordüre entfernen - muss ich das???

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von sarosina1977 27.10.10 - 21:42 Uhr

Liebes Forum.

Meine Odysse mit meinem beknackten Vermieter neigt sich zwar dem Ende zu, aber der Ärger nimmt bis zur Schlüsselübergabe kein Ende.

Obwohl mit der alte Spinner quasi täglich angeschrieen hat, mir die Heizung abdrehte, als er 3 Wochen in Urlaub fuhr und mich mit unmöglichen Verdächtigungen belästigt hat, war eine fristlose Kündigung nicht möglich!

Per Gesetz gelten Türenschlagen, Anschreien und tägliches Stören des Hausfriedens nicht als ausreichend, um als Mieter fristlos zu kündigen - da kriegt man Stress serviert und darf noch teuer bezahlen?!

Egal.

Meine Frage: Als ich die Wohnung übernommen habe, war in einem der Zimmer eine Bärchenbordüre an der Wand geklebt. Die Vormieter hatten den Raum als Kinderzimmer genutzt und ich hatte auch erst vor, da das Kinderzimmer einzurichten. Dann überlegte ich es mir aber anders und machte das Kinderzimmer zum Schlafzimmer. Bloß störte mich die Bärchenbordüre. In Absprache mit dem Vermieter entfernte ich die Bordüre. Auf der einen Wandseite ging das wunderbar - auf der anderen Wandseite war sie mit Uhu festgeklebt worden!!!
Ich einigte mich mit dem Vermieter darauf, dass ich eine andere Bordüre drüberklebe, weil die Bärchenbordüre nicht zu entfernen war. Die Bordüre klebte ich nur an eine Wandseite (dort, wo die alte nicht wegging), die andere Wand blieb bordürenlos, weil eh ein großer Schrank da stant.

Gesagt, getan. Leider wurde nie etwas Schriftliches diesbezüglich festgehalten.

Und mein Vermieter nutzt jetzt natürlich jede Gelegenheit, mir eine reinzuwürgen. Er verlangt jetzt also, dass ich meine aufgeklebte Bordüre entferne, obwohl die Nachmieter kein Problem mit diesem Klebeding hätten.

Und es geht noch weiter: Wenn ich die Bordüre entferne, ist natürlich die Tapete im Eimer. Er besteht also darauf, dass ich das Zimmer komplett neu tapeziere!!!

Ich rege mich so furchtbar auf, dass es mir seit Wochen gesundheit miserabel geht. Diese Wohnung bzw. der Vermieter ist ein Fluch, sie ist wie die Pest.

Weiß jemand Rat?

Beitrag von scrollan01 27.10.10 - 22:13 Uhr

Das ist mist!

Aber wenn im Vertrag darüber nichts schriftl. drin steht, dann wirst du es so machen müssen!

Ich finde solche Vermieter ätzend!

Aber ich habe aktuell gerade das selbe Problem als Vermieter gehabt!
Ich sollte blechen für Dinge ... unglaublich!
Ich wurde erpresst und zum Anwalt geschleppt ...

Gewonnen habe ich zwar - logo - aber vertrauen verloren und verkaufe die Wohnung jetzt!

So kanns gehen ...

Beitrag von grubenlicht 28.10.10 - 10:36 Uhr

was steht denn im übergabeprotokoll als du die wohnung angemietet hast?

wir hatten hier auch teilweise bordüre bzw. keine vom vormieter und das wurde auch so vermerkt da wir die wohnung unrenoviert übernommen haben - sprich ich kann also meine neu drüber geklebten bordüren auch dran lassen wenn wir hier mal wieder ausziehen sollten.

(bin durch die alte wohnung echt schlauer geworden - wir haben uns dieses mal jedes einzelne bohrloch, jeden riss in der tapete oder fleck auf der auslegware etc. vermerken lassen)

Beitrag von nobility 28.10.10 - 14:39 Uhr

" Leider wurde nie etwas Schriftliches diesbezüglich festgehalten "


Hallo,

ja , so wie dir ergeht es vielen. Man hält es sehr oft nicht für wichtig wegen solcher Kleinigkeiten extra zu schreiben.

Ich kenne einen ähnlichen Fall. Da hat ein Mietinteressent den Teppichboden im Schlafzimmer bei Wohnungsübernahme wegen Flecken bemängelt. Das war gut. Das Vermieterbüro welches im Auftrag des Vermieters handelte, wechselte die Teppichauslegeware aus. Jedoch war der Farbton nicht genau wie der Farbton der übrigen Auslegeware in der Wohnung. Das Vermieterbüro löste sich auf. Der Mieter kündigte nach 5 Jahren die Wohnung. Nun trat der Vermieter auf und beanstandete genau die erneuerte Auslegeware weil sie nicht mit dem Farbton der übrigen gleich war. Dieser Mieter dachte auch, ach was, warum soll ich wegen der ausgewechselten Auslegeware einen Brief schreiben. Genau diese Unterlassung war sein Verhängnis.