Brisante Frage - Haus beziehen in dem ein Verbrechen begangen wurde?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von murmel72 27.10.10 - 23:36 Uhr

Hallo,

das hoert sich jetzt an, wie aus einem Film, ist aber Tatsache.

Wir sind auf der Suche nach einem Haus in und um Muenchen.
Nun sind wir auf ein schoenes Haus gestossen mit tollem Garten. Und sehr guenstig.

Nun habe ich ein bisschen recherchiert, weil mir der Mietpreis arg guenstig vorkam.
Es hat sich herausgestellt, dass in diesem Haus Anfang des Jahres ein Vater seine ganze Familie ausgeloescht hat. Er hat seine Frau und seine beiden Zwillingstoechter umgebracht und dann Selbstmord begangen.

Fuer mich kommt dieses Haus deswegen gar nicht mehr in Frage. Es ist zwar ganz pragmatisch gesehen Quatsch - das Haus kann nichts dafuer und das Grauen steckt nicht in den Waenden. Oder doch?

Aber meine Kinder dort aufwachsen zu sehen, wo 2 sieben(?)jaehrige umgebracht wurden, ist schon arg grenzwertig.

Mein Mann sieht das eher trocken und haette nicht ein so grosses Problem damit.

Was denkt ihr?

Gruss
Murmel

Beitrag von manavgat 27.10.10 - 23:41 Uhr

Also, sieh es mal pragmatisch: es gibt vermutlich keinen Fleck auf dieser Erde, auf dem noch niemand ermordert wurde.

gruß

Manavgat

Beitrag von jennychrischi 27.10.10 - 23:44 Uhr

Außerdem siehts Häusle von aussen schonmal nett aus ;-) Habe es noch gut in Erinnerung, stand in der Bild. Grausam.

Also, wenn du damit gar nicht ruhig schlafen kannst, lass es. Aber Manavgat hat schon Recht, es gibt vermutlich wirklich keinen Ort mehr, wo noch nichts passierte.

Beitrag von murmel72 27.10.10 - 23:47 Uhr

Doch, hier *meld* Es sei denn unter unserem Erstbezug-Haus liegt jemand verscharrt. ;-)

Ja, du hast schon Recht. Aber bei diesem Haus weiss ich es eben definitiv. Es gibt Bilder der Familie und das Ganze ist erst ein paar Monate her.

Klar gibts wenige Orte, wo noch nie was passiert ist. Aber was ich nicht weiss, .....

Beitrag von manavgat 28.10.10 - 09:45 Uhr

Wenn Du tief genug gräbst, findest Du vielleicht noch tote Römer, Kelten, tote aus dem 1. und 2. Weltkrieg usw. Wenn die alle da rum spuken würden, dann gäbe es ein Platzproblem.

Ein Ort und ein Mord haben nichts miteinander zu tun. Das ist ein Mythos.

Gruß

Manavgat

Beitrag von murmel72 28.10.10 - 13:29 Uhr

Wenn neben den toten Roemern noch ein paar wertvolle Muenzen liegen, hab ich nichts dagegen :-)

Beitrag von hoja13 27.10.10 - 23:47 Uhr

Hallo!!

Ich denk mal auch,es ist eine reine 'Gewissensfrage'

Wenn IHR damit leben könntet, warum nicht...Ich persönlich könnt's wohl eher nicht


LG Kerstin

Beitrag von pupsik_1984 28.10.10 - 00:01 Uhr

Ich könnte da nicht leben.#zitter

In dem Nachbarhaus meiner Eltern wurde auch eine ganze Familie ausgelöscht. Da hat der Sohn der Familie seine Eltern und seinen Bruder mit einem Fleischermesser umgebracht(war Schlachter) Anschliessend sich selbst.

Es ist zwar schon Jahre her, wir haben damals da noch nicht gewohnt. Aber ich habe trotzdem immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich dran vorbei gehe.

Beitrag von smurfine 28.10.10 - 00:18 Uhr

Ich würde es nicht wollen.
Neben meiner alten Arbeitsstelle gab es eine Doppelhaushälfte, da hat der Vater auch die ganze Familie drin abgeschlachtet. Ich weiß, dass die danach noch 5 Jahre unbewohnt war. Nicht vermietbar. Die ersten Nachmieter haben laut hören-sagen 200€ Kaltmiete bezahlt.

Wenn jemand an Altersschwäche oder Krankheit da drin gestorben wäre, das wär mir egal wenn ich danach da einziehe. Aber zu wissen, dass in meinem Schlafzimmer ein kleines Kind erwürgt wurde? Ne. Danke. So günstig kann die Miete nicht sein.

Lg,
FINA

Beitrag von murmel72 28.10.10 - 00:25 Uhr

ja, so aehnlich sehe ich das auch.

Beitrag von nick71 28.10.10 - 09:06 Uhr

"Es ist zwar ganz pragmatisch gesehen Quatsch"

Eben ;-)

"das Grauen steckt nicht in den Waenden. Oder doch?"

Ich glaube an solche Schauergeschichten nicht. Aber wenn du so negativ bzgl. des Hauses eingestellt bist, solltest du es tatsächlich nicht mieten.

Ich hätte -wie dein Mann- wahrscheinlich kein Problem damit.



Beitrag von lichtchen67 28.10.10 - 09:07 Uhr

Ich könnte da nicht einziehen, es würde mich gruseln #zitter

lichtchen

Beitrag von darkblue81 28.10.10 - 09:12 Uhr

Hallo,

nein, ich könnte es auch nicht #zitter

In meinem Elternhaus ist die Vorbesitzerin (war schon eine alte Dame über 90 Jahre) gestorben, sie ist einfach eingeschlafen.
Meine Eltern haben mir als Kind nichts was davon erzählt,ich habe es erst viele Jahre später erfahren, aber in dem Raum wo sie starb hatte und habe ich immer noch ein komisches Gefühl, wenn ich mir vorstelle das ja jemand umgebracht wurde #schock

Ich könnte die Gedanken an die Kinder die da umgebracht wurden wohl nicht einfach weg schieben #gruebel

LG

Beitrag von fensterputzer 28.10.10 - 09:17 Uhr

du könntest also in Dresden,Berlin, Hannover usw nicht leben da dort Hunderttausende bei Bombenangriffen getötet wurden???

Beitrag von darkblue81 28.10.10 - 09:28 Uhr

Ach komm, das ist doch jetzt Haarspalterei ;-)

Es ist doch schon ein Unterschied ob vor über 60 Jahren Menschen bei Bombenangriffen getötet wurden oder ob ich in ein Haus ziehe von dem ich weiß das dort ein Verbrechen verübt wurde wobei auch Kinder getötet wurden.

Genauso gibt es hier im Ort ein Haus, da hat sich der Familienvater erhangen im Rohbau wegen finanzieller Sorgen. Nach dem Tod des Mannes wurde das Haus verkauft und heute sind es Mietwohnungen, aber ich würde da nicht wohnen wollen. Ich finde es seltsam.

#winke

Beitrag von fensterputzer 28.10.10 - 09:40 Uhr

In meinem Elternhaus ist die Vorbesitzerin (war schon eine alte Dame über 90 Jahre) gestorben, sie ist einfach eingeschlafen.
Meine Eltern haben mir als Kind nichts was davon erzählt,ich habe es erst viele Jahre später erfahren, aber in dem Raum wo sie starb hatte und habe ich immer noch ein komisches Gefühl,

Es gibt wohl nur wenige ältere Häuser in denen noch kein Mensch gestorben ist!!! Sei also sehr vorsichtig wenn du durch eine größere Stadt gehst da sitzen Gespenster in fast jeder Mauer.

Beitrag von darkblue81 28.10.10 - 10:17 Uhr

Mit den Geistern muss ich aber nicht leben, mein Balduin reicht mir ;-)

Beitrag von oekomami 28.10.10 - 14:37 Uhr

Dann hoffe mal das du nie in die Klinik musst. Denn da ist in jedem Zimmer und jedem Bett jemand gestorben

Beitrag von murmel72 28.10.10 - 14:55 Uhr

Das kann man doch gar nicht vergleichen. Es geht hier doch nicht um ein Haus, in dem mal jemand an Krankheit oder Alter gestorben ist.

Sondern um ein Haus, in dem ein Familienvater willentlich seine Familie abgeschlachtet hat.

Das sind doch zwei verschiedene Dinge.

Beitrag von fensterputzer 28.10.10 - 14:56 Uhr

ich sag ja Shining... redröm-redröm

Beitrag von darkblue81 28.10.10 - 17:09 Uhr

Das wollen aber manche nicht einsehen ;-)

Es ist so schon ein komisches Gefühl zu wissen, wenn in einem Haus jemand gestorben ist, aber wenn es um ein Verbrechen geht, nein danke. Die Gedanken wären nichts für mich.

Beitrag von sandri25 28.10.10 - 09:40 Uhr

Hallo

Also ich könnte es auch nicht#zitter

Bei uns im Dorf war auch mal ein Doppelmord, das Haus stand lange leer, aber jetzt wohnt dort auch eine Familie drin, immer wenn ich an dem Haus vorbei fahre muss ich hinschauen und es kruselt mich....

Alles gute das ihr euerer Haus findet

Sandra

Beitrag von ballroomy 28.10.10 - 09:41 Uhr

Hi,
was mich einfach stören würde, dass ja jeder die schreckliche Geschichte kennt.
Ich würde nicht wollen, dass meine Kinder da vielleicht dauernd drauf angesprochen werden: Hey Ihr wohnt doch in dem Haus, wo ....

Ne danke,
dann wohne ich lieber woanders.


Grüße
ballroomy

Beitrag von blattgoldflieger 28.10.10 - 09:44 Uhr

Hallo,
du solltest das Thema auf jeden Fall ernst nehmen, weil es dich beschäftigt. Ich würde mir überlegen, wie man diesen Ort reinigen könnte, falls Ihr Euch für das Haus entscheiden solltet. Also spirituell reinigen meine ich.

ich weiß ja nicht, wie katholisch du bist. Aber wenn ich es wäre, würde ich mit dem Pfarrer der dazugehörigen Gemeinde reden, dass er vorbei kommt und den Ort segnet (oder irgendetwas in der Richtung macht, ich kenne mich da nicht so aus).

Falls du es nicht so mit der Staatskirche hast, würde ich mir ein Ritual überlegen, mit dem man selbst dem Ort eine neue Energie geben kann. Man kann Dinge und Orte neu besetzen und ganz bewusst entscheiden: Jetzt zieht in dieses Haus Leben und Freude ein und das ist stärker als das Schlimme, was hier passiert ist.

Nimm deine Bedenken ernst, aber lass dich davon nicht unterkriegen.

LG,
Betty

Beitrag von daisy80 28.10.10 - 14:01 Uhr

Ja, sowas würd ich glaub ich auch machen.

Mich würds vermutlich nicht stören.
Ist günstig und wenns schön und für mich passend ist, würd ichs nehmen.

Aber ich würd auch liebend gern Häuser aus Zwangsversteigerungen kaufen *händereib*
Da haben ja auch viele Leute (moralische) Probleme mit - aber das ist wohl nochmal was anderes...

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