hund und leine

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von ronic 28.10.10 - 08:54 Uhr

Hallo zusammen!!!

Ich habe ein problem...meine 2 jährige Hündin will einfach nicht an der Leine laufen...ohne Leine hört sie wie eine eins aber sobald sie an der Leine ist kann ich reden wie ich will als ob sie auf taub stellt! Nun habe ich eine 5 monate junge tochter und will ja auch gern den hund mit nehmen wenn wir spazieren gehen...aber es ist nur ein ziehen an der leine und sie ist kein kleiner hund (Schäferhund-schnauzer mix) das ich schon keine lust mehr habe sie mit zunehmen!!!
Kann mir jemand helfen wie ich sie an die leine gewöhnen kann?
Vorher waren wir immer im Wald unterwegs ohne Leine aber mit Kinderwagen geht das gerade nicht ist kein Weg da!
Ach ja wir haben den hund aus dem tierheim geholt..sie wurde in spanien auf der straße gefunden und nach deutschland gebracht..sie hat also schon eine schwere zeit hinter sich und liebt es ihren freiheitsdrang auszuleben! Aber es geht nicht immer ohne Leine!!!
Freue mich über tipps!!!!!!!!!!
Gruß Nicole

Beitrag von minimoeller 28.10.10 - 09:27 Uhr

Hallo Nicole,

wie lange habt Ihr den Hund schon? Bist Du in einer Hundeschule?

Das Thema "Leinenführigkeit" gehört mit zu den schwierigsten in der Hundeausbildung. Es erfordert von Dir als Besitzer viiiiiiieeeeeel Geduld und Konsequenz. Wenn Hundi erst einmal gelernt hat, das sie an der Leine die Ohren auf Durchzug stellen kann, kann ich Dir jetzt schon sagen, dass Du einen kleinen Berg Arbeit vor Dir hast. Aber es ist möglich, Deine Hündin zu erziehen! Nur Mut.

Zunächst einmal muss sie lernen, dass ihr ziehen keinen Erfolg mehr hat. Das heißt: wenn Hund zieht, bleibst Du sofort stehen. Sobald sie Dich anschaut und langsamer wird, gibst Du ihr eine Belohnung. Ziehen an der Leine muss konsequent ignoriert werden! Da kann man für 10 Meter Wegstrecke schon mal 15 Minuten brauchen...

Du kannst auch ein Kommando einbinden. Sofort wenn Du merkst, dass sie wieder zieht, ein sanftes Rucken an der Leine und Komandeo "Langsam" rufen. Sofort belohnen, wenn sie sich ordentlich verhält.

So etwas ist nicht in wenigen Tagen erlernt. Geduld und - ganz wichtig - Konsequenz sind der Schlüssel zum Erfolg. Nicht zu früh aufgeben, sonst fällt sie schnell in ihr altes Verhaltensmuster.

Du kannst auch mal unter "Leinenführigkeit" Tante Google fragen. Da findest Du sicherlich auch viele Tips.

LG

Beitrag von ronic 28.10.10 - 09:40 Uhr

Hallo

ersteinmal danke für deine schnelle antwort!

Wir haben den hund seit gut 1 1/2 Jahren, sie durfte vorher immer ohne Leine laufen da ich die wege so gewählt habe das keine straße in der nähe ist...nun seid 5 monaten geht das mit dem kinderwagen nicht mehr und der hund muß an die leine...der weg bis zum wald wo wir wieder ohne leine können ist 45 minuten normalerweise kann auch schon mal 1 1/2 stunden dauern.
Habe schon versucht wenn sie dann brav neben dem wagen läuft sie mit leckerli zu belohnen aber unterwegs interessiert sie kein futter egal was es ist icht wichtig hauptsache sie ist draußen da muß man ja nicht fressen...so sieht sie das glaube ich!
Übe ja nun schon seid 5 monaten jeden tag mit ihr aber es wird einfach nicht besser!
In eine Hundeschule gehen wir nicht 1. fehlt dazu die zeit und 2. das geld!!!
Ohne Leine beifuß laufen ist kein problem aber wehe die leine ist drum!!!

Beitrag von biibii 28.10.10 - 12:36 Uhr

Hört sie denn ohne Leine aufs Wort?

Wenn das der Fall ist, würde ich sie einfach ohne Leine nebenher laufen lassen, und nur zur Sicherheit die Leine dabei haben.

Meine vorherige Hündin war die Leine auch nicht gewohnt, und es war ein Kampf wenn ich sie anleinen mußte, was selten der Fall war, nur wenn ich in der Stadt unterwegs war :-) Ich habe sie ansonsten überall "frei" laufen lassen, denn ich habe ihr 100% vertraut und sie hat aufs Wort gehört, an den Straßen hat sie sich gesetzt, und erst auf Kommando weitergegangen, aus der Entfernung konnte ich ihr ein "Sitz" sagen das sie ausgeführt hat, wenn sie ein Stückchen vorlief z.B wenn auf der Straße ein Auto fuhr ...

Aber das hat auch eine gute Ausbildung erfordert und habe mit ihr auch Prüfungen und Wettkämpfe bestritten.

Lg

Bianca

Beitrag von minimoeller 28.10.10 - 13:05 Uhr

Du wirst nicht darum herum kommen, ihr die Leinenführigkeit anzugewöhnen.

Ein Alltag mit Hund, der dies nicht beherrscht ist kaum möglich - meiner Meinung nach. Aber es ist wirklich keine unlösbare Aufgabe - nur leider sehr zeitaufwendig, da sie ja bislang keine Leine brauchte und nun schon lange Zeit ihren Trott laufen konnte.

Ich kann Dich gut verstehen, dass mit einem Baby das Ganze nun noch schwieriger für Dich wird.

Im Punkto Futter würde ich mal die Hungertour probieren. Das bedeutet, dass Deine Hündin ab sofort nur noch Trockenfutter für erfolgreiche Arbeit bekommt. Nichts mehr aus dem Napf. Ein hungriger Hund ist ein lernwilliger Hund - ein satter Hund kann schon mal auf eine Belohnung verzichten.

Geh die Sache mit der Leine wie bei einem Welpen an. Also von gaaaaaanz Vorne. Erst in der Wohnung üben, dann auf dem Grundstück üben und langsam steigern. Und immer loben, wenn sie nicht rumgekaspert hat.

Sie war lange ein freier Hund, ohne Kommandos und Zwang. Und Leine bedeutet für sie Zwang. Das ihr das nicht schmeckt, ist natürlich. Aber sieist ja erst 2 Jahre alt. Da kannst Du ihr noch alles beibringen.

Ich kann Dir übrigens folgende Internetseite empfehlen:

www.dogforum.de

Da wird Dir bestimmt sehr kompetent weitergeholfen. Versuch's doch mal.

LG

Beitrag von ronic 29.10.10 - 04:39 Uhr

Hallo

Oh eine hungerkur für meinen vielfrass...das bring ich nicht übers herz!!Weniger geben bringt es vielleicht auch zu was, mal ausprobieren!

Wie bei einem welpen anfangen mache ich ja eigentlich jeden tag wenn wir draußen sind...bei uns auf dem grundstück darf sie frei sein und ich muß auch ehrlich sagen da hätte ich garnicht die zeit zu mit leine brauch sie ewig um ihr geschäft zu machen..nun bei dem wetter kann ich nicht auch mal eben schnell die kleine mitnehmen wie es noch vor kurzen ging!!!

Aber gut dann heißt es weiter üben bis der hund es mal gelernt hat,hoffe ja das es nicht mehr ewig dauert!

Danke für deine guten ratschläge und auf der iseite werde ich auch mal schnüffeln!

gruß#danke

Beitrag von minimoeller 29.10.10 - 09:17 Uhr

*Schmunzel*

Ja, so eine Hungerkur schmerzt den Besitzer meist mehr, als dem Hund...

... denn der stammt ja vom Wolf ab, und damals stand auch nicht pünklich um 12:00 Uhr das Essen auf dem Tisch. Es musste erjagt und erarbeitet werden.

Das mit dem Geschäft machen, also ohne Leine, das kenne ich auch zu gut!
Da wird geschüffelt und gesucht, herumgelaufen und man denkt sich: " Hey, jetzt mach halt den Haufen da in den Busch, sieht grad keiner..."

Aber nein, es muss genau DIE richtige Stelle sein. Die und keine andere!

Ob's war mit der Windrichtung zu tun hat? Oder mit der Sternenkonstellation? Oder mit der kosmischen Strahlung? Oder mit der Sonneneinstrahlung, Erdkrümmung oder Wasseradern... Ich werde es wohl nie verstehen!

Also, tapfer am Ball (äh, ich meine Hund) bleiben - irgendwann fällt der Groschen bestimmt.

LG