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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von kuckuk 28.10.10 - 09:52 Uhr

hallo,

ok, ich muss mich erst nächstes Jahr entscheiden. Aber ich frag euch trotzdem mal.

Meine Tochter wird im nächsten Jahr eingeschult. Nun ist es an unserer Schule so, es gibt katholischen und evangelischen Religionsunterricht.
Alle die nicht dran teilnehmen werden auf die Parallelklassen verteilt.

Wir leben nicht gläubig. Praktizieren wir einfach nicht. Getauft ist sie auch nicht. Also fände ich meine Tochter im Religionsunterricht fehl am Platz.
Sie in eine andere Klasse zu stecken in der Zeit empfinde ich eher als Strafe. Davon hat sie garnix.

Was würdet ihr tun? Sie in einen Unterricht stecken in dem sie sich langweilt (Parallelklasse) und dem sie wahrscheinlich nichtmal vernünftig folgen kann,
oder zähneknirschend bei ihrer Klasse lassen obwohl das nicht unserer Lebensweise entspricht?

Gruß
Kuckuk

PS Religion wird hier von einem Pfarrer/ kirchlichen Mitarbeiter unterrichtet. Ist also auch kein Ethikunterricht, sondern wirklich sehr religiös

Beitrag von 3erclan 28.10.10 - 09:57 Uhr

Hallo

meine war damals auch nicht getauft und sie ging dann in die ev. Religion


Was erzählt ihr eurer Tocher warum Weihnachten,Ostern usw.. wir feiern.


lg

Beitrag von kuckuk 28.10.10 - 10:21 Uhr

hallo,

natürlich erzähle ich meinen Kindern warum zB Weihnachten gefeiert wird. Auch mit dem christlichen Hintergrund.
Meine Kinder mögen auch die Geschichten rund um Jesus.
Trotzdem hat sie noch keine Kirche von innen gesehen.


LG

Kuckuk

Beitrag von ichclaudia 28.10.10 - 14:16 Uhr

Hallo,

auch wenn sie noch keine Kirche von innen gesehen hat: Sie mag die Geschichten rund um Jesus, sie interessiert sich evtl. dafür, warum man Weihnachten/Ostern feiert...

Dass Ihr Eure Tochter nicht getauft habt, zeigt Eure Lebenseinstellung. Aber irgendwann soll Eure Tochter doch für sich selbst entscheiden, ob sie in die Kirche eintreten möchte (spätestens mit der Konfirmation) oder nicht. Also muss man sie einmal vernünftig an die Materie heranführen, damit sie die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob sie es möchte oder nicht...
Wie soll sie sich sonst später entscheiden, wenn sie gar nicht weiß, worum es geht...

LG Claudia

Beitrag von juki 28.10.10 - 15:00 Uhr

Huhu...

feiert ihr denn Weihnachten? und wenn ja warum;-)

LG

Beitrag von nicky131974 28.10.10 - 10:01 Uhr

Hallo , wir leben in einem Dorf wo hauptsächlich alle Katholisch sind.

Ich und meine Kinder sind evangelisch und mein Mann ist "gar nichts".

Nun ist es leider so, dass es dieses Jahr nur katholischen Unterricht gibt.

Ich lasse meinen Sohn dran teilnehmen, aus dem Grund, dass er auch die andere Seite kennenlernt. Obwohl wir alle keine grossen Kirchgänger usw. sind. Aber nur so kann er beides kennenlernen. Er war auch schon in einem katholischen Kindergarten (es gab keinen anderen) Er soll ja auch Freunde im Ort finden und nicht erst in der Schule. Schülergottesdienst ist freiwillig. erst im 3. Schuljahr müssen die Katholischen Kinder in den Gottesdienst wg Kommunion.

Meine Meinung ist, auch wenn ihr nicht gläubig seid. Lasst sie doch beim evangelischen Unterricht mitmachen. Dann kann sie vielleicht später auch leichter entscheiden, ob sie sich vielleicht taufen und konfermieren lassen will oder ob das gar nichts für sie ist. Schaden tut es doch nicht.

Und wenn ihr euch dagegen entscheidet, langweilen wird sie sich nicht in der Parallelklasse.

Meine Tochter hat gar keinen Religionsunterricht, da es an ihrer Schule keinen evangelischen gibt, aber sie kann in der Klasse bleiben beim katholischen Unterricht und hört entweder zu , macht schon Hausaufgaben oder anderes (sie ist allerdings schon 5. Klasse, mein Sohn ist 2. Klasse)

Ihr werdet schon die richige Entscheidung treffen. Das war nur meine Meinung.

Alles Gute

Nicole

Beitrag von danymaus70 28.10.10 - 10:18 Uhr

Hi,

mein Sohn ist auch nicht getauft und nimmt nicht am Reliunterricht teil.
Bei uns ist es glücklicherweise so, dass Religion immer in der 1. oder letzten Stunde ist. Somit geht mein Sohn früher oder kommt später.

Wenn ich von dem Unterricht nicht überzeugt bin, würde ich mein Kind lieber in eine andere klasse für diese 45 min. schicken.......

LG Dany

Beitrag von stineengel 28.10.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

ich bin in keinsterweise kirchlich, bin damals zu Schulzeiten aber wohl in den Religionsunterricht gegangen und zwar freiwillig, denn ich wollte was über die Religion an sich lernen. Bei uns war es ein recht lockerer Unterricht, also schon am Anfang die ganzen Bibelsachen etc. aber in den höheren Klassen haben wir dann auch andere Religionen behandelt.
Wenn Du die Möglichkeit hast, lass sie doch in den evangelischen Unterricht gehen, der ist zumindest bei uns an der Grundschule etwas lockerer, als der katholische! Mir hat es nicht geschadet, warum auch?

Unser Sohn geht übrigens (wir sind immer noch total unkirchlich ;-)) in einen katholischen Kindergarten ohne Probleme. Er lernt dort auch sehr viel, was die KAtholiken etc. so feiern, das ganze ist halt schon kirchlich aufgezogen. Wir haben damit absolut kein Problem, so lernt er halt auch familien-untypische Sachen, also, was bei uns inder Familie so gar nicht gemacht wird! Finde das toll.

LG Steffi

Beitrag von juki 28.10.10 - 11:35 Uhr

Huhu...

Was will denn deine Tochter?

haben sie denn im ersten Schuljahr schon richtigen Religionsunterricht? Bei uns waren im ersten alle zusammen(also Chrsiten, Muslime usw.) es war also nicht sehr religiös...ab der zweiten wurde dann "getrennt"....

Natürlich ist das eine schwierige Entscheidung, aber ich denke, ich würde sie in den Religionsunterricht schicken an deiner Stelle, schaden kann es ja nichts und wenn sie sich für die "Geschichten" interessiert ist es bestimmt interessant für sie...

zu deinem Satz, sie war halt noch nie in einer Kirche...Glauben heißt nicht man muss unbedingt in die Kirche gehen....ich bin gläubig und studiere Theologie, trotzdem gehen ich nicht regelmäßig in den Gottesdienst...

LG

Beitrag von schnecke1966 28.10.10 - 11:36 Uhr

also bei uns an der schule haben alle religion egal ob ev., kath., getauft oder nicht gefauft - da wird gar nicht nach gefragt.

aber was wird den zwergen in der grundschule denn schon groß religiöses vermittelt - doch wirklich nur die bedeutung der christl. feiertage etc. zu mehr reicht doch die 1 oder max. 2 std. die woche gar nicht aus und ich denke das ist doch durchaus etwas was jeden menschen der an den feierlichkeiten teilnimmt interessieren sollte! oder feiert ihr kein weihnachten und ostern etc.???

lg susi

Beitrag von lulu2003 28.10.10 - 11:48 Uhr

Hallo Kuckuck,

warum denkst du dass deine Tochter sich dort langweilt? Vielleicht gefällt ihr das Ganze ja und sie kann sich ein bischen in das Thema reinfinden und später, wenn sie älter ist, ihre eigene Glaubensrichtung finden.

Unser Großer ist auch nicht getauft und wir leben auch nicht gläubig. Aber Raúl geht in den evangelischen Religionsunterricht. Unser Rektor an der Schule legt großen Wert darauf dass die Kinder den Unterricht besuchen. Sie lernen dort nämlich auch wie man vernünftig miteinander umgeht, reden über Freundschaften usw. Ich finde gerade in der heutigen Zeit auch das sehr wichtig. Raúl gefällt es sehr gut.

Melde sie doch ersteinmal für den Unterricht an, vielleicht mit der Option, sie bei Bedarf wieder rauszunehmen.

LG
Sandra

Beitrag von munre 28.10.10 - 12:02 Uhr

Hallo,

wir hatten auch das Problem das wir nicht religiös sind und standen vor der Frage Ethik unterricht oder Religion. Beim ersten Elternabend vor Einschulung ahben uns die jeweiligen Lehrer erklärt was in jedem Fach unterrichtet wird.
Also haben wir unseren Sohn damals noch 6 Jahre erklärt was wo unterrichtet wird und er hat sich für Religion entschieden ist jetzt in der dritten Klasse und fühlt sich immer noch wohl dabei.

Wie gesagt er ist weder getauft noch irgendwas anderes.

Lg munre 34+4

Beitrag von blucki 28.10.10 - 13:34 Uhr

hallo,

ich glaube selbst auch nicht an gott, mein mann auch nicht. bin aber selbst streng katholisch erzogen worden und mein mann evangelisch.

unsere kinder sind nicht getauft, warum auch.

ABER - unser sohn (6) geht seit über einem jahr zur schule und hat seit diesem schuljahr religionsunterricht. für uns war immer klar, dass er dann zum evangelischen unterricht geht. ethik käme nicht in frage, weil da die ganzen moslems sind, da würden WIR uns fehl am platz fühlen. und katholisch war mir selbst als kind schon immer zu langweilig unterrichtet.

wir sprechen aber mit unseren kindern über gott, als wenn es ihn wirklich gäbe. eben so, wie wir auch erzogen worden sind.

ich würde an deiner stelle schauen, in welchem unterricht dein kind die schulfreunde hat und es dann dort hinein tun.

lg
anja

Beitrag von shabnam85 28.10.10 - 20:00 Uhr

#kratz#augen

Beitrag von loonis 28.10.10 - 13:41 Uhr




Uns ging es ähnl.
Luca hatte jetzt in d.2.Klasse 3x!!! pro Wo Religionsunterricht
auf dem Stundenplan zu stehen...ich dachte ,ich falle vom "Glauben" ...


Habe dann direkt mit d. Lehrerin gesprochen...
es ist ein Ethikunterricht ,aber weil es das als Fach so nicht
gibt ,steht Relig. auf dem Stundenplan...

Ich hatte mich schon gefragt wie sie das macht ,denn in
d. Klasse sind viele Moslems ...

Das hat sich nun zum Glück geklärt.

Wir sind absolut nicht gläubig ...keiner ist hier getauft u.
wir haben Null mit d.Kirche am Hut ...

Wenn es richtiger Relig.unterricht wäre ,würde ich mein
Kind lieber in d. Parallelklasse geben für d.Zeit.

LG aus HH

Kerstin

Beitrag von luka22 28.10.10 - 13:55 Uhr

Ich würde sie am RU teilnehmen lassen und das unter "Allgemeinbildung" verbuchen. Sie lebt in einem christlich geprägten Land und sollte wissen, was an den Feiertagen gefeiert wird. Auch ein paar Geschichten über Jesus werden sie in keine Sinnkrise stürzen. Sie hat ja euch zu Hause und ihr seid ausschlaggebend. Ich glaube nicht, dass sie wegen 2 Stunden Religion plötzlich tiefgläubig wird. Meine Tochter freut sich immer auf diese netten Stunden, weil es locker zugeht, viel erzählt, gebastelt und gemalt wird.

Grüße
Luka

Beitrag von froehlich 28.10.10 - 21:35 Uhr

Köstlich dieser Thread...ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht. Was meinst Du denn, was im Religionsunterricht in der ersten Klasse gelehrt wird? Irgendwelche obskuren Riten? Wake up to the 21. Century!! Zumindest hier in der Großstadt ist der Religions- UND Ethikunterricht ein kreatives Fach, in dem den Kindern Grundwerte des (immerhin christlichen) Abendlandes vermittelt werden - übrigens diesselben (christlichen) Grundwerte, mit denen auch Du groß geworden bist, ob Deine Familie nun religiös ist oder nicht. Wird Deinem Kind bestimmt nicht schaden. Übrigens: mein Sohn geht in den katholischen Religionsunterricht und er hat noch keine einzige Bibelgeschichte zu hören bekommen (darüber beschwert er sich aber eher, er findet nämlich die Bibel spannend!) - ist doch auch ein völliges Klischee!!! Bei uns arbeiten der katholische und der evangelische Pfarrer auch eng zusammen, die Gemeindearbeit läuft sehr harmonisch - gelebte Ökumene. Da fühlt sich jeder gut aufgehoben, ob christlich oder nicht. Schick sie in den Reli-Unterricht und gut ist. Was ihr zu Hause macht, juckt doch niemanden! Das Zeitalter der Inquisition ist vorbei.

Beitrag von supikee 29.10.10 - 07:28 Uhr

Hi du,

wir sind auch nicht gläubig, und meine Kinder nicht getauft.
Mein Sohn war erst in Ethik, aber da waren so wenig Schüler, dass er doch in Religion wollte. Dort ist er jetzt seit der 2. Klasse, und er kann selbst entscheiden, ob er den Stuss glaubt oder nicht.
Die wortwörtlich "Geschichten" rund um die Feiertage hab ich ihm trotzdem erzählt.
Ich fand den Religionsunterricht selbst schon ätzend und überaus unsinnig.
Da hätte ich dafür lieber noch ne Stunde Sport eingebaut #schein



Beitrag von sumsel81 29.10.10 - 14:27 Uhr

Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen.
Ich bin nicht getauft und habe die ersten vier Jahre evangelischen Religionsunterricht mitgemacht und danach 6 Jahre katholischen Religionsunterricht.
Geschadet hat es mir bestimmt nicht. :)
Ich bin deswegen nicht gläubig geworden, finde aber persönlich, dass ich ohne den Relegionsunterricht eine Bildungslücke hätte.
Gruß

Beitrag von martina75 29.10.10 - 14:55 Uhr

Hallo,
ich kann Dir nur sagen, wie es bei uns gehandhabt wird:
Wenn Ihr keiner Religion angehört, darf sich das Kind bzw. die Eltern aussuchen, ob
- das Kind gar nicht teilnimmt
oder
- das Kind entweder am katholischen oder evangelischen Unterricht teilnimmt.
Bei uns ist Religion immer in der ersten oder letzten Stunde, also entweder dürfen die Kinder ohne Religions-Unterricht zu Hause bleiben oder nach Hause gehen oder gehen in die Betreuung, falls sie dort angemeldet sind.
Die evangelischen Kinder haben im ersten und zweiten Schuljahr sowie im dritten und vierten Schuljahr gemeinsam Unterricht, einmal die Woche eine Stunde beim Pastor, da es bei uns an der GS keinen evangelischen Lehrer mehr gibt. Die katholischen Kinder haben jede Klasse für sich jeweils 2 Stunden Religion.
Wenn Deine Tochter Interesse an den Geschichten von Jesu hat, dann würde ich sie vielleicht am Relilgionsunterricht sogar teilnehmen lassen. Vorzugsweise bei der Religion, die bei Euch mehr vertreten ist. Irgendwo geht es ja auch ein bisschen um Allgemeinbildung, ich denke mal, jeder sollte wissen, warum es z.B. Weihnachten und Ostern gibt, ob nun religiös oder nicht.
Und irgendwoher muß sie in Erfahrung bringen, ob das Thema Religion vielleicht doch von Bedeutung für sie ist. Vielleicht entscheidet sie sich ja später doch mal, einer Religion beizutreten.
LG,
Martina75