Bekommt man im Bv Weihnchtsgeld bezahlt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von bommersch 28.10.10 - 11:00 Uhr

weiss gehört nicht wirklich hierer aber hier sind wohl die meisten mit einem Bv unterwegs
weiss jemand wie das ist
arbeite in der Pflege und wir bekommen 13 Monatsgehalt
habe aber jetzt seit 3 wochen ein Bv
kennt sich jemand aus

Beitrag von kleinerkruemmel 28.10.10 - 11:07 Uhr

Hallo


habe auch ein BV (erstmal nur befristet) und bekomme eigentlich auch 13 Gehalt , soweit ich das weiß wird das ganz normal Gezahlt.....

hoffe ich doch :-)

lg Mona

Beitrag von rosebud-78 28.10.10 - 11:14 Uhr

huhu, jep, bekommst du auch weiterhin gezahlt... :-)

ich bekomme trotz elternzeit jedes kahr mein weihnachtsgeld und urlaubsgeld... bin ja immernoch im angestelltenverhältniss, mußte aber diese sonderleistungen am anfang des jahres bei meinem arbeitgeber beantragen...

;-) lg angela

Beitrag von incredible-baby1979 28.10.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

ich habe während des BV`s meine Jahressonderzahlung erhalten (bin allerdings im gehobenen, nichttechnischen Dienst tätig, weiß nicht, ob bei uns die Uhren nicht "anders ticken").

LG,
incredible mit Julian (19 Monate)

Beitrag von bluemchen85 28.10.10 - 11:14 Uhr

Bei mir ist es noch bloeder... Weihnachtsgeld gibt's bei mir, wenn ich im Mutterschutz bin. Ausserdem hab ich ein BV.

Lass mich mal ueberraschen. Verpflichtet ist der AG ja nicht, da das ja ne freiwillige Leistung ist... Bin Arzthelferin im oeffentlichen Dienst, 13. Monatsgehalt waere schon toll :-p

lg,
Bluemchen, 30.SSW

Beitrag von kasiy 28.10.10 - 16:35 Uhr

Der Arbeitgeber muss das nicht zahlen! Wahrscheinlich wirst du es nicht bekommen, aber vielleicht hast du ja Glück! Oder du bekommst anteilig etwas für die Monate, in denen du dort warst.
Liebe Grüße

Beitrag von butzelinchen 28.10.10 - 16:52 Uhr

Nein, das stimmt leider nicht. Der Arbeitgeber muss das 13. Monatsgehalt zahlen, sobald es Bestandteil des Vertrages und des Reglements ist.

Wortlaut Arbeitsvertrag: "Es wird jährlich zusätzlich ein 13.Gehalt iHv 1.000€ brutto gezahlt, fällig jew. am 1.12. zusammen mit dem Novembergehalt, soweit das Arbeitsverhältnis am 30.11. noch ungekündigt ist. Soweit das Arbeitsverhältnis nicht über den 1.4. des darauffolgenden Jahres hinaus fortbesteht, verpflichtet sich der AN zur Zurückzahlung von 50 % des oben genannten 13.Gehalts."

Der gesetzliche Mutterschutz darf Schwangeren keinen Nachteil bei der Berechnung eines 13. Monatsgehalts einbringen. Die 14wöchige Frist, die Schwangere vor und nach der Entbindung nicht arbeiten dürfen, darf bei der Festsetzung eines anteilig berechneten 13. Monatsgehalts nicht abgezogen werden. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (Quelle / Beschluss: (Bundesarbeitsgericht, 10 AZR 595/97 - 10 AZR 5/98)).

Ist das 13. Monatsgehalt ein zusätzlicher Teil der Vergütung, die sich nach der erbrachten Arbeitsleistung richtet, handele es sich um eine "arbeitsleistungsbezogene Sonderzahlung". Diese Sonderzahlungen mit reinem Entgeltcharakter seien auch für Zeiten zu gewähren, in denen der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher, tariflicher oder sonstiger Regeln das Einkommen weiter zahlen müsse.

Mit dem Urteil gab das höchste deutsche Arbeitsgericht einer Frau recht, die den Zeitraum, den sie wegen des Mutterschutzgesetzes nicht arbeiten durfte, auf die Höhe des 13. Monatsgehalts angerechnet haben wollte. Die Büroangestellte hatte für das Jahr 1994 ein volles Monatsgehalt als Weihnachtsgeld erhalten. Als sie im folgenden Jahr wegen ihrer Schwangerschaft den gesetzlich festgelegten Zeitraum bis zum Beginn des Erziehungsurlaubs nicht arbeitete, zog ihr der Arbeitgeber diese Frist bei der Berechnung des 13. Monatsgehalts anteilig ab.

Darüber hinaus spricht auch die Formulierung der Klausel nachhaltig dafür, dass Ihnen das 13. Gehalt in voller Höhe zusteht.

Denn Ihr Arbeitsverhältnis ist, trotz Arbeitsverbots ungekündigt und besteht über den 01.04. des Jahres hinaus ungekündigt und in vollem Umfang. Der Umstand des gesundheitlichen Beschäftigungsverbotes und des angezeigten Mutterschutzes darf Ihnen insoweit nicht zum nachteil angerechnet und damit kürzend berücksichtigt werden, da auch die vertraglich Regelung eine Einschränkung auf eine Teilzahlung nicht vorsieht.

Vor allem da es sich in Ihrem Fall um ein echtes vertragliches Arbeitsentgelt handelt und das Beschäftigungsverbot und der Mutterschutz die Entgeltzahlungspflicht des Arbeitgeber vorschreibt, ist auch das 13. Gehalt als Lohnleistung zu zahlen.