Halbtagsstelle und Anfahrtsweg

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Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 11:22 Uhr

Moin moin,

da ich mich gerade mit dieser ganzen Thematik auseinandersetze, wollte ich nur mal so aus Neugier diejenigen, die Teilzeit arbeiten, fragen:

Wie weit ist euer Anfahrtsweg zur Arbeitsstelle?

Bis zu welcher Entfernung fändet ihr das für euch vertretbar bzw. meint ihr, dass es sich "lohnt"?

Neugierige Grüße
pupsi

Beitrag von nele27 28.10.10 - 11:34 Uhr

Moin!

Ich hatte 50 km einfach - das aber für eine Vollzeitstelle, die meine gesamte Familie ernährt hat.

Für eine Halbtagsstelle würde ich weniger ansetzen. Bis 30 km vielleicht?

Kommt natürlich auch drauf an, wie gut der Verdienst ist und ob Du 5 Tage hin musst oder nur 2-3.

LG, Nele

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 11:38 Uhr

Und was wäre dein ganz persönlicher Grund dafür? Die höheren Kosten, die dadurch entstehen oder die zusätzliche Zeit?

Beitrag von nele27 28.10.10 - 12:15 Uhr

Beides.

Wenn ich mal annehme, jeden Tag fahren zu müssen, hätte ich keinen Bock, für 5 Arbeitsstunden 1,5 im Auto zu sitzen... und wenn ich nicht gerade sehr gut verdiene, stünde das auch in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand (nicht nur Sprit, auch Reperaturbedarf). Anders sieht es wieder aus, wenn ich nur 3 Tage arbeite und z.B. auch einen tollen Karrieresprung durch den Job zu erwarten habe. Dann würde ich das Opfer eventuell bringen.

Oder - negativ gesprochen - wenn ich weiß, ich kriege auf absehbare Zeit kein anderes Angebot auf den Tisch. Dann besser fahren und weiterbewerben als arbeitslos sein.

Du siehst, das hängt von soviel ab... müsste genaueres über den Job wissen.

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:23 Uhr

Wie schon gesagt, es geht mir nicht darum, meine Konditionen mit denen anderer zu vergleichen. ;-)

Mir geht es lediglich darum, zu erfahren, welche Entscheidungswege andere beschreiten, welche Kriterien Priorität besitzen etc.

Meine Situation ist ja eh ein wenig anders gelagert. Ich bin in der glücklichen Situation, nicht arbeiten zu müssen, sondern einfach zu wollen. ;-)

Von daher ist meine Betrachtung auch eine andere. Für mich persönlich ist es eine einfache Rechnung, ob für den finanziellen und zeitlichen Aufwand, den ich betreibe, um meinen Arbeitsplatz zu erreichen, für meinen Geschmack noch "genügend über bleibt". ;-)

Beitrag von nele27 28.10.10 - 12:28 Uhr

Also meine Kalkulation ist in solchen Dingen eher männlich gesprägt:
Wie ist das Verhältnis vom verdienten Geld gegenüber dem finanziellen und zeitlichen Aufwand :-)
Danach das Vorwärtskommen mit der betreffenden Stelle - hat ja auch wieder mit Geld zu tun.

Erst später kommen Dinge wie "Ich mag den Job", "ich bin schon so lamge da" oder "die Kollegen sind nett".
War vll zu lange Alleinverdiener für sowas - würde immer nach was Besserem schielen, wenn es sich mehr rentiert.

Wobei viele Frauen auch bei ihrer Berechnung auch die spätere Rente und die Armutsfalle Hausfrau/ 400-Euro-Job vergessen, wenn NUR Verdienst gegen Kinderbetreuung gerechnet wird (eh eine Milchmädchenrechnung, denn die meisten Kinder haben ja auch noch einen Vater, dessen schönes Kl.3-Gehalt wird natürlich nicht gegengerechnet #augen).

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:40 Uhr

Steuerklasse 3 hätte ja ich bei uns. ;-)

Nee, ich habe einfach das genommen, was ich (lt. Recherche im I-Net) als mein zukünftiges Gehalt vermute. Genaueres dazu weiß ich in den nächsten Tagen, wenn mein AG mir das zuschickt.

Davon habe ich dann die halben Betreuungskosten (das Licht ging mir nämlich auch auf, dass das ja nicht nur zu Lasten meines Gehaltes geht ;-)) und die Fahrtkosten abgezogen.

Und die Höhe der Summe X die dann überbleibt, ist halt für mich entscheidend.

Beitrag von kerstini 28.10.10 - 11:35 Uhr

Das kannst du doch gar nicht richtig vergleichen!

Da musst du soviel beachten. Wie hoch ist das Einkommen? Braucht man ein Auto? Fahrgemeinschaft? Bus? Zug? Wie ist die Kinderbetreuung geregelt? Welche Kosten kommen durch die Kinderbetreuung auf einen zu?

Erst wenn du das alles genau durchrechnest kannst du entscheiden ob es sich "lohnt" oder nicht. Und das ist doch bei jeder Frau verschieden #winke

LG

Kerstin mit #sternMadita & #sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 29.SSW #verliebt

PS: Ich mach mir darüber momentan auch Gedanken. Werde aber nur wieder arbeiten gehen wenn ich einen Job finde in dem ich die Kinderbetreuung mit einem einigermaßen pasablen Anfahrtsweg vereinbaren kann. Ansonsten ist es für uns unrentabel.

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 11:39 Uhr

Ich wollte auch weniger meine Konditionen mit denen anderer vergleichen, sondern einfach mal sehen, wie andere das für sich persönlich bewerten und wovon sie ihre Entscheidung abhängig machen. ;-)

Beitrag von kerstini 28.10.10 - 12:01 Uhr

Schwieriges Thema gell!

Eigentlich wollte ich nach 1 Jahr auch wieder anfangen zu arbeiten, aber wenn wir uns das so durchrechnen mit dem durchschnittslohn in meinem Beruf werde ich wohl noch etwas zu Hause bleiben (müssen)
Bei den meisten Teilzeitjobs werden wir wohl sonst nur draufzahlen :-(

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:24 Uhr

Darf ich fragen, warum ihr draufzahlen würdet? Ist bei euch die Kinderbetreuung so teuer?

Da haben wir es hier echt gut, ich finde die wirklich günstig.

Beitrag von kerstini 28.10.10 - 12:37 Uhr

Naja es kommt immer drauf an welche Stelle ich später mal bekomme.

Das Problem ist das wir in einem 300 Seelen Dorf wohnen und die nächsten Kinderkrippen 20km weiter weg sind. Da ergibt sich schon mal das Problem mit dem Fahren und ob ich überhaupt kurzfristig einen Platz bekomme.

Mehr als Teilzeit möchte ich anfangs erstmal nicht arbeiten gehen und bei dem nunmal sehr niedrigen Gehalt einer Zahnarzthelferin, abzüglich der Sprit und Betreuungskosten zahle ich definitiv drauf. Da wird Vollzeit schon nicht soooo viel übrig bleiben #augen Leider!

Darf ich fragen was bei Euch die Kinderkrippe kosten würde?
Bei uns kostet bei den meisten die Stunde knapp 40€ wobei das aber natürlich je nach Stundenanzahl noch gestaffelt wird ist klar! Weiß nicht ob das normal ist. Manchmal glaub ich aber auch das wir hier in Bayern nicht besonders günstig sind in sowas :-)

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:52 Uhr

Ich würde ab nächstes Jahr (wenn unser Bursche in die Schule kommt) für unsere Kleine für einen Halbtagsplatz mit Frühdienst (also von 7.00 bis 12.00 Uhr) 95,50 € bezahlen und für den Hort für unseren Burschen wenn ich das richtig weiß 60,-- €.

Jetzt im Moment bezahlen wir 42,50 € für den KiGa. #pro

Beitrag von kerstini 28.10.10 - 13:01 Uhr

Wow das ist wirklich nicht teuer! Auch der KiGa im moment ist mit 42€ nicht teuer. Das ist schon ein Unterschied zu uns. Zusätzlich müssen wir leider auch noch den Kindergartenbus bezahlen. Da der nächste KiGa 15km weiter weg ist fahren die Zwerge all morgendlich mit einem extra Bus und werden gegen Mittag wieder gebracht.

Bin zwar froh das es den Service hier bei uns gibt aber sind halt auch wieder Kosten. Andererseits will ich nicht meckern. Meine Freundin fährt ihr Kleine jetzt immer selber in den KiGa. Der ist nur 5km weiter weg, aber die Zwerge müssen morgens um 06.35 Uhr am Busplatz sein und dann fahren Sie mit dem normalen SCHULBUS #schock bis zum KiGa. Der kommt dort ungefähr um 07.30 Uhr an und dann heißt es nochmal ne halbe Stunde warten bis der KiGa wirklich anfängt! Das nenn ich mal Streß für so ein kleines Wesen! 1 Std. Busfahren mit den Rabauken aus der Hauptschule um dann nochmal zu warten bis der KiGa anfängt! Da habens wir wirklich noch gut dagegen :-)

Naja irgendwie wird es schon werden. Wär halt nur schön wieder was zu machen :-)

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 13:22 Uhr

Oh ja, das klingt wirklich nicht sonderlich reizvoll. #schwitz

Da haben wir es deutlich besser. Der KiGa ist in der Nähe und er ist echt günstig. Wenn ich mir anschaue, was Nele z.B. in HH für die Betreuung zahlt... wahnsinn. #zitter

Bei uns wäre die Aufteilung dann zukünftig, dass mein Mann die Kids morgens zum KiGa bzw. später Hort bringen würde und ich, solange unser KiGa keinen Spätdienst anbieten kann, jemanden für mittags ca. 1 Std. zur Betreuung besorgen müsste.

Da muss ich aber erst noch schauen, was wir dafür bezahlen müssten. Na ja und dann natürlich neu bewerten, inwiefern sich das rechnet. ;-)

Beitrag von flogginmolly 28.10.10 - 11:38 Uhr

Hi,

gute Frage :-)

Mein Anfahrtsweg ist extrem weit, ich habe lange überlegt ob es sich rechnet für eine 400€ Job eine Strecke von auf den Kopf genau 1,0 km in Kauf zu nehmen;-)

Ich hatte glück eine Stell so nah zu finden, meine Limit was die Entfernung betrifft lag allerdings bei 15 km. Weiter wäre ich nicht gefahren weil es sich dann vom Zeit Aufwand und den Kosten nicht mehr gelohnt hätte.

LG

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 11:42 Uhr

Bah, da bin ich neidisch! So einen kurzen Arbeitsweg hätte ich auch gerne. Nun gut, hatte ich ja eigentlich. Habe ja in der Elternzeit selbständig gearbeitet von Zuhause aus, da war mein Weg gleich 0! #freu

Aber wenn ich jetzt zu meinem Arbeitgeber zurückgehe, ist der Weg doch ein klein wenig weiter.

Wärest du jetzt nur für einen 400,-- €-Job nicht mehr als 15 km oder generell, auch z.B. bei einer halben Stelle?

Beitrag von flogginmolly 28.10.10 - 11:53 Uhr

Das war für mich das Limit bei einer 400€ Stelle, über eine halbe Stelle habe ich mir nie Gedanken gemacht, weil das für mich nicht in Frage käme auf Grund der Steuern etc.
Allerdings hatte ich, als ich noch voll berufstätig war eine Strecke von 60km einfach zur Arbeitsstelle. Also würde ich jetzt mal ohne großartig zu rechnen behaupten für einen halbe stelle würde ich 30km in Kauf nehmen... aber wie gesagt, das ist jetzt einfach nur behauptet, ob es sich rechnet weiß ich nicht.

LG

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:27 Uhr

Da mein Mann selbständig ist, hätte ich Steuerklasse III. #freu

Auf Steuerklasse V hätte mir sonst auch Fürchterliches geschwant, da hätte ich gar nicht drüber nachdenken brauchen. #zitter

Beitrag von louis2005 28.10.10 - 12:14 Uhr

Ich fahre für eine Teilzeitstelle 60 km einfach. Mir macht mein Job in dieser Firma aber sehr viel Spaß, deshalb suche ich mir auch nichts neues. LG

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 12:28 Uhr

Und du arbeitest halbtags? Und es bleibt trotzdem noch genügend für dich über, dass du gerne arbeiten gehst?

Beitrag von louis2005 28.10.10 - 12:32 Uhr

ich arbeite von montags bis freitags á 5,5 stunden. wenn mein sohn älter ist, möchte ich auch gern wieder in vollzeit arbeiten. derzeit ist dieser "preis" (fahrtzeit, benzingeld ...) für mich total in ordnung, habe dafür nachmittags zeit für mein kind. man muß immer kompromisse eingehen!!! und diesen gehe ich sehr gern ein :-)

Beitrag von rotihex 28.10.10 - 12:47 Uhr

Ich werde ab Januar ca. 45km pro Strecke zurücklegen, halbtags.

Ich denke, es hängt davon ab, wieviel man verdient. Für einen 400€ Job würde ich das nicht tun.

Beitrag von pupsismum 28.10.10 - 13:07 Uhr

Das sehe ich auch so, für 400,-- € ganz bestimmt nicht. Halbtags würde mein Einkommen aber deutlich darüber liegen.

Beitrag von erdbeertiger 28.10.10 - 13:04 Uhr

Hallo,

ich lege (z.Zt nicht, bin noch in elternzeit, aber ab 2011 dann wieder) ca 30 min mit dem Auto zurück (eine Strecke), dann auch für eine Teilzeitstelle. Vor der letzten Elternzeit hatte ich Teilzeit auf 5 halbe Tage vereinbart, 4 x im Büro, 1 x im Home office. Hielt sich bei ca 25 Arbeitsstunden/Woche mit ca 4 Stunden Anfahrt noch in meinem Rahmen. Vorher habe ich 3 ganze Tage gearbeitet, da hatte ich im Verhältnis noch weniger Zeitverlust durchs pendeln
Leider ist die Strcke mit den Öffentlichen nicht so gut zurückzulegen, müsste dann min. 1 Stunde/Weg rechnen, das wäre mir zuviel...obwohl ich es eigentlich entspannter finde, mit der Bahn anzureisen. Noch lieber wäre mir eine Fahrradentfernung (die hat bei uns mein Mann), aber meinen interessanten Job deswegen gegen einen langweiligeren zu tauschen, würde ich auch nicht machen - dann lieber fahren!
Meine persönliche Schmerzgrenze für Vollzeit wäre ca 1 Stunde pro Weg - bei teilzeit müsste das schon ein echter Superjob sein - oder relativ viel Home office zulassen, dann würde ich auch für TZ etwa zwei mal die Woche eine Stunde fahren...

LG

Erdbeertiger

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