War das die richtige Entscheidung?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von why-is-me-so-dumb 28.10.10 - 13:15 Uhr

Hallo,

ich bin seit 5 Jahren von dem leiblichen Vater meines Sohnes getrennt. Der Kleine ist jetzt 6 1/2 Jahre alt und ich bin seit 3 Jahren wieder verheiratet.

Mein Sohn hatte immer Kontakt zu seinem Vater, jedoch leider nur sehr unregelmäßig.
Der Kleine liebt ihn wahnsinnig, doch leider meldet sich der "KV" nur sehr sporadisch...

Die letzten 2 Jahre sahen so aus:
Ausgemacht waren wöchentliche Treffen (immer Montags).
Diese kamen 6 x zustande.
Dann 3 Monate Funkstille (ohne Absage).
Dann wieder 2 Treffen mit ca. 3 Wochen Abstand, dann 6 Monate Funkstille.
Ein Treffen mit dem Versprechen, wieder regelmäßig präsent zu sein.
Darauf ist er 7 Monate weggeblieben.
Ein Anruf zum Geburtstag.
2 Monate nichts.
Ein Anruf am Tag der Einschulung (6 Uhr morgens), zu welcher Schule er kommen solle.

Ich habe ihm dann gesagt, dass unser Sohn schon wegen der Schule sehr aufgeregt ist und dass er nicht noch den emotional belastenden Familien-Zusammenführungs-Stress nach Monaten ohne Kontakt gebrauchen kann.

Der kleine leidet sehr unter dem ständigen Hoffen und der Enttäuschung, wenn dann doch keiner kommt.

Da sein Vater ein äußerst unstetes Leben führt bzw. nie ein eigenes Leben führt, sondern von Frau zu Frau umzieht, weiß ich nie, wo er wohnt oder unter welcher Telefonnummer er aktuell erreichbar ist. Unterhalt bezahlt er auch keinen, woraus ich schließe, dass er auch keiner Arbeit nachgeht.

Für meinen Sohn würde ich mir einen regelmäßigen und verlässlichen Umgang wünschen.
Nun habe ich dem KV gesagt, dass er den Kleinen sehen kann, wenn er sich um eine Begleitung durch eine Erziehungsberatungsstelle kümmert. Ich bin gerne bereit, dabei mitzuwirken, wenn er eine geeignete Stelle gefunden hat.
Nach so langer Zeit will ich meinen Sohn nicht einfach so für einen Nachmittag mitgeben und dann hört er wieder ewig nichts von seinem Vater.
Mir ist klar, dass auch die Erziehungsberatungsstelle nicht dafür sorgen kann, dass er regelmäßig zu den Terminen erscheint, aber vielleicht macht ihm das ja deutlich, wie sehr ein Kind darunter leiden kann, dauernd vernachlässigt zu werden. Und wenn nicht, haben wir es wenigsten versucht.

Was haltet Ihr davon?

Liebe Grüße,
Sophie

Beitrag von agostea 28.10.10 - 13:28 Uhr

>>Der Kleine liebt ihn wahnsinnig,<<

Das wäre für mich maßgeblich.

Gruss
agostea

Beitrag von why-is-me-so-dumb 28.10.10 - 20:17 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort!
Natürlich ist das maßgebend, sonst hätte ich die Versuche, für einen Kontakt zu sorgen, schon längst aufgegeben...

Beitrag von sol72 28.10.10 - 15:13 Uhr

Hallo Sophie,

Dein Plan klingt danach, als wärst Du eine sehr verantwortungsbewußte, liebevolle und fürsorgliche Mama.

Ich drücke Dir die Daumen, dass sich der Vater Deines Sohnes daran beteiligt. Eine bessere Idee hätte ich in Deinem Fall auch nicht vorzuweisen.

#herzlich Viel Glück!

Beitrag von why-is-me-so-dumb 28.10.10 - 20:20 Uhr

Vielen Dank!
Das geht runter wie Butter... Vor Allem, wenn man manchmal das Gefühl hat, es ist suboptimal - egal, was man macht.
Noch einen schönen Abend!

Beitrag von manavgat 28.10.10 - 20:49 Uhr

Da sein Vater ein äußerst unstetes Leben führt bzw. nie ein eigenes Leben führt, sondern von Frau zu Frau umzieht, weiß ich nie, wo er wohnt oder unter welcher Telefonnummer er aktuell erreichbar ist. Unterhalt bezahlt er auch keinen, woraus ich schließe, dass er auch keiner Arbeit nachgeht.


Ich hätte da schon eher die Reißleine gezogen. Im übrigen bist Du als Mutter verpflichtet, den Unterhalt beizutreiben, es ist schließlich das Geld deines Kindes.

Anwältin, nötigenfalls Anzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung und Umgang nur zu klaren Bedingungen: verlässlich und regelmässig.

Gruß

Manavgat

Beitrag von redrose123 29.10.10 - 06:32 Uhr

Du handelst richtig, ich werde es nie verstehen das Väter denen die Mütter so entgegenkommen diese Chance nicht nutzen. Bei uns ist jetzt nach 4 jahren endlich ohne Kampf etwas Ruhe eingekehrt, aber nur weil wir nicht mehr stressen die Mutter hat es nicht mal für nötig gehalten meinem Mann bescheid zu geben wo Einschulung ist und wann, wir haben sie regelmässig....