Geburt unserer Tochter am 25.06.2010

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Forum: Geburtsberichte

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Beitrag von susu896 28.10.10 - 13:52 Uhr

Lieber spät als nie ;-)

Dafür muss ich ein bischen ausholen.

Mir ging es die ganze Schwangerschaft über einfach nur wunderbar, ich hatte keine Übelkeit, kein Erbrechen, ich nahm nicht groß zu, ich konnte meine Schule wunderbar machen und ich hatte keine Wehen, hab zwar auch Magnesium genommen, aber trotzdem, es war eine Traumschwangerschaft und ich hatte wirklich immer das Gefühl "Ja die bleibt bis zum Kaiserschnitttermin 05.07.2010 drin".

Doch ca. 2 Monate vor dem eigentlichen Entbindungstermin (25.07.2010) änderte sich auf einmal diesen Gefühl und ich wusste auf einmal wie bei meinem Sohn Valentin das Julia nicht bis zu dem KS-Termin in mir bleiben wird. Ich habe dann noch schnell meine 2. Lehre fertig gemacht und versucht mich so viel es geht aus zu ruhen.

2 Wochen vor Julias Geburt fing es an das ich auf einmal Wehen bekam, nicht schmerzhaft, aber sehr oft regelmäßig. 4 Tage vor ihrer Geburt waren die Wehen immernoch nicht schmerzhaft aber sehr stark, haben nach unten gezogen und das ging gute 5h so. Ich ging ins Bett und der Spuk war vorbei, bin dann aber trotzdem am nächsten Tag (Dienstag) zur FÄ gegangen und hab nach Julia schauen lassen, alles ok, Wehen ja, aber gering und nicht regelmäßig, der Mittwoch verging genau so und Donnerstag kam meine Hebi zu mir und kurz bevor sie kam ging es wieder los, regelmäßige, aber nicht schmerzhafte Wehen. Sie beobachte das ne zeitlang und schlug mir dann vor in der Klinik an zu rufen und mit der Chefärztin zu sprechen. Gesagt getan, ich sollte Freitag früh um 8 da sein und schonmal vorsichtshalber die Kliniktasche mitbringen und sollte erstmal ab Abends 10Uhr nix mehr essen, alles andere hatte ich schon beim Kliniktermin abgeklärt und unterschrieben. Das war Nachmittag um 4, ich rief Micha an und er machte sich sofort auf den Weg nach Hause aus der Schweiz. Nachts um 2 kam er hier an. Wir haben morgens die Kids fertig gemacht und in Schule und Kiga verteilt und sind dann in die Klinik gefahren, dort wurde ich ans CTG gelegt, regelmäßige Wehen die nach unten drückten, dann US und Kind vermessen, es kam nur ein Gewicht von 2300g raus und ich wurde aufgeklärt was passieren kann falls sie Julia jetzt schon holen müssten. Dann musste ich zur vaginalen Untersuchung und es wurde nochmal genau nach meiner inneren Narbe geschallt und die gefiel der Chefärztin gar nicht mehr. Ich zog mich wieder an und ging zum Gespräch mit ihr, da war es morgens halb 10. Sie sagte mir das sie es nicht mehr verantworten will mich weiter mit solchen Wehen rum laufen zu lassen denn "falls die Narbe platzt bekommen wir dann das große gerenne" (O-Ton) Sie und ihre Assistensärztin riefen dann im Op an um zu fragen ob er frei ist und das sie bis 11 Uhr das Baby haben wollen, der Op rief dann zurück und sagte ich solle wenn dann sofort runter kommen und dann fing das gerenne doch an (man mir wird grade schon wieder ganz anders wenn ich jetzt zurück denke daran). Ich schnell zu Micha zurück in den Kreissaal (der dachte ja bis dahin immernoch das wir bis Mittag wieder zusammen zu Hause sein werden) und Bescheid gesagt das es jetzt los geht und Julia geholt wird, der ist gleich ganz weiss geworden. Blut und Urin hatte ich alles vorher schon ab gegeben und dann wurde mir der Katheter gelegt und schon gings los. Ich wurde mit der Assistensärztin und der Hebamme in den Op gefahren. Rein geschoben, vorbereitet (also abgepinselt mit dem gelben Zeug, abgeklebt usw) und da wurde ich schon langsam bissl wuschig und war froh als der Sauerstoff kam und ich dann auch fast gleichzeitig einschlief. Aufgewacht bin ich dann 2h später im Aufwachraum erst, die Narkose hat mich total weg genockt diesmal.

Irgendwann wurde ich dann ins Zimmer gefahren und dann kam Micha mit nem kleinen rosa Paket an und legte mir unsere Tochter in den Arm, es war so unwirklich, ich war noch so verdaddelt und konnte es auch nicht wirklich glauben das das mein Kind und dann auch noch meine Tochter sein sollte. Ich hab sie dann irgendwann angelegt und sie hat sofort mit großem Zug und Hunger (was sie heute noch tut :giggle ) getrunken. Ich weiss nicht wie lange ich sie hatte, Micha telefonierte dann mit seiner Mutter (die hat mir später erzählt das sie so ca um 10 rum auf einmal ein ganz komisches Gefühl bekam und versucht hat uns an zu rufen de ganze Zeit) und ist dann irgendwann erstmal los und dann kam die Schwester und nahm mir mein Kind weg ohne das ich wusste warum. Sie musste an die Überwachung weil 4g fehlten zur Grenze. Naja es ist ja alles gut gegangen. Gott sei dank. Muss aber dazu sagen das ich diesmal fast 2 Wochen zu tun hatte bis ich die Narbe nicht mehr merkte (es waren aber keine Schmerzen, habe sie eben nur gemerkt).

Julia Elisa 10.39Uhr 2496g 48cm KU33