An die nichtgläubigen Menschen.....

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von juki 28.10.10 - 16:47 Uhr

Huhu...

durch die Diskussion weiter unten bezüglich des Religionsunterrichts bin ich auf die Frage gestoßen, feiern die von uns, die nicht an Gott etc. Glauben Weinachten? Und wenn ja, warum und was sagt ihr euren Kids was der Sinn des Festes ist und warum ihr es feiert auch wenn ihr nicht daran glaubt?

Ich meine ich weiß, dass einige auch die Sonnenwende(heißt es so?)feiern, aber bei uns hier ist ja nun mal der Grundgedanke die Geburt Jesu hinter dem Fest...ich möchte auch niemanden angreifen oder ähnliches, ist einfach eine Frage deren Antwort mich interessiert....da ich glaube ich, wenn ich nichtgläubig wäre ein problem damit hätte das fest zu feiern:-)

LG

Beitrag von suny123 28.10.10 - 16:54 Uhr

Mir reicht es das ich nach langer Zeit meine Familie wieder sehe und mit ihnen ein paar schöne Tage verbringe, dass ist für mich persönlich Weihnachten. Mein Kind geht in den Religionsunterricht und kennt die kirchliche Bedeutung, wie er es als Erwachsener macht und woran er glaubt ist seine Sache.

Beitrag von ballroomy 28.10.10 - 17:30 Uhr

Ich betrachte das als Familienfest. Alle kommen zusammen, wir essen gemeinsam und schenken uns was.
Auch wenn ich nicht an die Kirche und an Gott glaube, so bin ich doch trotzdem mit dem christlichen Glauben irgendwie großgeworden.
Ich habe vor Jahren mal ein Interview mit einem Atheisten gesehen (hab leider komplett vergessen, wer das war) der sagte, man müsse unterscheiden zwischen muslimischen und christlichen Atheisten. Denn die Religion prägt auch den Atheisten. Sonst müsste er sich ja auch nicht als solchen bezeichnen. Fand damals, der erklärte das ganz gut.


Viele Grüße

b



Beitrag von ippilala 28.10.10 - 17:42 Uhr

Ostern und Weihnachten sind einfach Familienfeste. Zu Ostern wird der Frühling gefeiert und zu Weihnachten der Winter, das letzte Jahr. So wie zu Silvester der Jahreswechsel. Ich knalle da auch, auch wenn ich nicht glaube, dass ich so böse Geister vertreibe. Einfach nur so aus Spaß und Tradition, vollkommen Religionsunabhängig.
Das kann man auch so Kindern erzählen und hinzufügen, dass andere Familien an Weihnachten die Geburt Jesu feiern und dass das Fest daher kommt.

Beitrag von katjafloh 28.10.10 - 17:54 Uhr

Schließe mich an, so sehe ich das auch.

LG Katja

Beitrag von loonis 28.10.10 - 18:45 Uhr




Sehe ich absolut auch so ....

Ich liebe Weihnachten ....ich mag die Gemütlichkeit ,den "Zauber" ,leuchtende Kinderaugen u. dass man mit seinen Lieben nett
zusammen ist ...

Dazu muss ich nicht gläubig sein.

Mein Sohn hat zwar Ethikunterricht ...kennt die Geschichte ...

Wir haben aber mit der Kirche echt nichts
am Hut.

LG Kerstin

Beitrag von tauchmaus01 28.10.10 - 18:43 Uhr

Das moderne Weihnachten hat doch schon lange nichts mehr mit der Geburt Jesus zu tun.
Für einen Teil der Menschen ist es das heilige Fest, für einen anderen das Fest der Liebe und wieder für andere einfach ein schönes Fest um mit der Familie zusammenzukommen.
Auch Nichtgläubige feiern Weihnachten und beschenken ihre Kinder, es gehört einfach mit zur Tradition.
Und sein wir doch mal ehrlich, es ist eine wunderschöne Zeit die allen Menschen in der dunklen Jahreszeit etwas Licht im Herzen geben soll, egal aus welchem Grund.

Mona

Beitrag von clazwi 28.10.10 - 18:43 Uhr

Hallo Juki,

wie definierst Du "nichtgläubig"?

Im christlichen Sinn? Im Sinne des Judentums? Des Islams? Des Hinduismus?


Ich bin "gläubig" und das Praktzieren meines Glaubens fliesst in mein ganzes Leben ein.
Aber ich bin kein Christ.


Da unser Pflegekind christlich getauft ist, mein Mann der christlichen Kirche angehört und sich die Kinder wünschen, Weihnachten zu feiern, feiern wir das mit den Kindern.

Wir Nicht-Christen in Deutschland sind ja auch den Feiertagen "unterworfen".

LG
Claudia

Beitrag von schullek 28.10.10 - 20:16 Uhr

"Wir Nicht-Christen in Deutschland sind ja auch den Feiertagen "unterworfen". "

eben! das habe ich in meiner antwort auch so ähnlich geschrieben. ich wette, wenn wir die feiertage abschaffen würden und dafür jeder die gleiche menge mehr urlaubstage erhalten würde, es den menschen freigestellt wäre, sich dann oder dann freizunehmen - ich wette, dann würde ein großteil der ach so christlichen menschen aber kaum an den eigentlichen feiertagen den urlaub legen....

lg

Beitrag von juki 29.10.10 - 10:36 Uhr

huhu...

da gebe ich dir recht(wobei ich im Studium ja eh noch keinen Urlaub hab;-))

LG

Beitrag von juki 29.10.10 - 10:39 Uhr

Huhu...

das ist eine gute Frage was ich mit nichtgläubig meine...in erster Linie Nicht-Christen....denn bei Juden und Moslems gehe ich davon aus, das sie kein Weihnachten feieren(zumindest tun es die nicht, die ich kenne:-))

LG

Beitrag von clazwi 29.10.10 - 11:23 Uhr

Hallo Juki,

danke für Deine Antwort.
Mir ist es einfach wichtig zu sagen, dass ich auch als "Nicht-Christ" ein gläubiger Mensch bin.
Ja, ich fühle mich auch etwas verletzt, wenn ich ...nur weil ich kein Christ bin...als "nichtgläubig" bezeichnet werde.


Schöner hätte ich es gefunden, wenn das Thema "An die nicht christlichen Menschen" geheissen hätte.

Nicht falsch verstehen: ich fühle mich nicht angegriffen, aber mir liegt es wirklich am Herzen, das mal so aus meiner Sicht darzustellen.

Lieber Gruß
Claudia

Beitrag von clazwi 29.10.10 - 11:48 Uhr

....das ist mir noch wichtig zu schreiben ;-):

für mich sind alle(!) Menschen, die "an etwas glauben", gläubige Menschen.
Selbst wenn jemand nicht die Religionszugehörigkeit hat, die ich habe und SEINEN Glauben praktiziert, sehe ich diesen Menschen als "gläubig" an.

Mit "an etwas glauben" meine ich jetzt auch nicht zwingend einen monotheistischen Glauben, sondern auch im Sinne von "eine Philosophie/Weltanaschauung" mit den damit verbundenen ethischen Werten für sich (!) als praktikabel empfinden und diese zu praktizieren.
Das beinhaltet für mich auch ein atheistisches Weltbild (ist mir ganz wichtig zu sagen, denn ich glaube auch nicht an einen "schöpferischen" Gott im alt- und neutestamentarischem Sinne und habe trotzdem eine Religionszugehörigkeit).



Da gibt es für mich keinen der "besser" glaubt oder "schlechter".

LG
Claudia

Beitrag von zeitblom 29.10.10 - 12:12 Uhr

"für mich sind alle(!) Menschen, die "an etwas glauben", gläubige Menschen."

Das scheint mir doch eine etwas zu weite Auslegung des Begriffs "gläubige Menschen". Wer nur an sich selber glaubt oder nur an die Kraft des Geldes oder an die Macht der Suggestion, kann kaum als "gläubig" im konventionellem Sinne betrachtet werden. Ansonsten gaebe es keine unglaeubigen Menschen, denn an irgendetwas glaubt jeder und sei es, dass morgen die Sonne scheint....

Beitrag von clazwi 29.10.10 - 12:57 Uhr

Hallo Zeitblom,


Zitat:

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Wer nur an sich selber glaubt oder nur an die Kraft des Geldes oder an die Macht der Suggestion, kann kaum als "gläubig" im konventionellem Sinne betrachtet werden. Ansonsten gaebe es keine unglaeubigen Menschen, denn an irgendetwas glaubt jeder und sei es, dass morgen die Sonne scheint....
**********************************************

im Sinne Deines Beitrags sehe ich das auch so wie Du.

Aus dem Grund hatte ich meinen Beitrag noch ergänzt.

Zitat:
********************************************
Mit "an etwas glauben" meine ich jetzt auch nicht zwingend einen monotheistischen Glauben, sondern auch im Sinne von "eine Philosophie/Weltanaschauung" mit den damit verbundenen ethischen Werten für sich (!) als praktikabel empfinden und diese zu praktizieren.
*********************************************


Möglicherweise ist das sehr schwierig, über's Internet zu vermitteln, wie ich es meine. #schwitz#kratz
Auf jeden Fall kann ich Deinen Einwand sehr gut nachvollziehen.


LG
Claudia

Beitrag von zeitblom 29.10.10 - 13:59 Uhr

sorry, meine Senilitaet: das mit den ethischen Werte hatte ich ueberlesen....

Beitrag von clazwi 29.10.10 - 14:09 Uhr

Kein Problem!#blume#blume#blume

Beitrag von juki 29.10.10 - 13:54 Uhr

huhu

stimmt Nicht-Christen wäre wirklich besser gewesen....ich würde nie auf die Idee kommen zu sagen jemand der nicht an das Christentum glaubt sei nicht gläubig, habe viele Freunde und Bekannte die meinen Glauben nicht teilen und die trotzdem gläubig sind...

LG

Beitrag von fensterputzer 28.10.10 - 19:33 Uhr

Ich bin in deinem Sinn nichtgläubig glaube eben nur an etwas Anderes.

Wir feiern dei Wintersonnwende.

Falls es interessiert schreibe ich dir unsere 8 Feiertage im Jahr mal auf mit den entspechenden Göttern und Früchten und der Bedeutung:

Imbole (Kerzenfest) Abend des 1. Februar Rigani (Die Himmelsgöttin) Kerze und Herdfeuer Fest der Reinigung und der Fruchtbarkeit

Beltane (Feuerfest) Nacht zum 1. Mai Belenus und Taranis
Feuer, Blumen, Maibaum Fest des Feuers und der Blumen

Lughnasad (Kornfest) Nacht zum 1 August, sowie 15 Tage davor und danach Essus (Gott der Erde)
Sichel, Brot und Weizen Fest der Fruchtbarkeit und der Ernte

Samhain (Totenfest) Nacht zum 1 November Taranis, Sucellos, Sirona, Herecura
Kürbis, Mais, Schädel Fest der Toten und der Anderswelt

Vogelfest (Rückkehr der Zugvögel) ungefähr 21 März (Frühlings-TagundNachtgleiche) Rigani, Esus, Keltische Ishtar
Hasen, Schwalben und Eier Rückkehr der Zugvögel

Mittsommer (Eichenfest) ungefähr 21 Juni (Sommersonnenwende) Ogmios (Gott des Wortes)
Eiche und Eichenlaub Fest der Eichen und der Magie

Weinfest (Erntedankfest) ungefähr 21 September (Herbst-TagundNachtgleiche) Esus, Rosmerta
Weinrebe, Traube und Füllhorn Erntedankfest

Mittwinter (Wiedergeburt der Sonne) ungefähr 21 Dezember (Wintersonnenwende) Esus/Enunnos, Sirona
Mistel, Tanne und Hirschgeweih Fest zur Wiedergeburt der Sonne

Mittwinter entspricht ungefähr eurem Weihnachten.

Beitrag von juki 29.10.10 - 10:39 Uhr

Danke...das war sehr interessant:-)

Beitrag von fensterputzer 29.10.10 - 14:11 Uhr

speziell für dich zur Info

Germanische Glaubens-Gemeinschaft
GGG e. V. Hexenhaus,
D-14806 Werbig, Deutschland.
http://www.germanische-glaubens-gemeinschaft.de

Beitrag von schullek 28.10.10 - 20:14 Uhr

hallo,

ich bin in der ddr geboren und die meisten dieser generationen ist eben nicht religiös groß geworden. weihnachten und ostern haben wir trotzdem immer gefeiert. der sinn, hast du recht, ist nicht mehr der ursprüngliche. aber das heißt ja nicht, dass es ein schlechterer sinn ist. oder unangemessen. bei uns ist vor allem weihnachten ein absolutes familienfest. wir sitzen zusammen, haben unsere bräuche und nat. bekommen die kinder geschenke. für unseren sohn versuchen wir es kleiner zu halten, damit daraus kein konsumfest wird. allerdings galueb ich schon, dass ihm das ganze drum udn dran, das singen mit der familie und das gespannte warten mit seiner cousine und cousin auf den weihnachtsmann das schönste und wichtigste ist. wir essne leckeres essen gemeinsam und ich bereite jedes jahr eine kleine überraschung für alle vor. letztes jahr habe ich pralinenn selber gemacht, jedes jahr mache ich fotokalender. dieses jahr kommt eine bestimmte leckere selbstgemachte marmelade aus sache aus meinem garten dazu. und alle freuen sich darüber, was wiederum mir große freude bereitet.
das ist der sinn dahinter bei uns. ein zusammenkommen, zur ruhe kommen und sich aneinander erfreuen.

meine antwort auf die häufig gemachte aussage, dass nicht gläubige ja die feiertage nicht frei bekommen sollten: meinetwegen, ich finds sowieso blöd dann frei machen zu müssen, wann es mir ein religiöser kalender vorschreibt. von mir aus bitte insgesamt mehr urlaubstage, keine feiertage mehr udn jeder sucht sich selber aus, wann er frei macht. ich wette mit dir, so mancher christ wird sich wohl eher nicht an die christlichen feiertage halten;-)

lg

Beitrag von marion2 28.10.10 - 22:01 Uhr

Hallo,

wenn der Weihnachtsmann kommt, hat das wenig mit der Geburt Jesu zu tun.

Warum feiert man Geburtstage?

Gruß Marion

Beitrag von ratpanat75 28.10.10 - 22:33 Uhr

Hallo,

der 25. Dezember wurde schon zur vorchristlichen Zeiten gefeiert und viele Weihnachtsbräuche sind heidnischer Herkunft.
Außerdem ist Jesus nicht am 25. Dezember geboren, niemand weiß, an welchen Tag er geboren wurde, aber es wird vermutet, dass es im September war- der 25. Dezember wurde nur festgelegt, damit das Fest von den Heiden besser aufgenommen wird.
Für mich ist Weihnachten ein Fest der Besinnlichkeit, egal ob man Christ ist oder nicht.
Sclimm finde ich nur den weihnachtlichten Konsum.

LG

Beitrag von delfinchen 29.10.10 - 07:24 Uhr

So ist es :-).

Kurz auf den Punkt gebracht. Super!!

LG

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