Warum sind 400€ Jobs so unbeliebt?

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Beitrag von hazi 28.10.10 - 17:10 Uhr

Hallo!


Ich möchte hier mal eine allgemeine Umfrage starten.


Würdet ihr auf 400€ Basis arbeiten gehen wenn man euch von Anfang an sagt das NICHT die Möglichkeit besteht das man aufstockt?


Bei uns im Betrieb werden gerad händeringend 400€ Kräfte gesucht. Aber sobald man dann erzählt das es halt auch nicht die Aussicht auf mehr gibt, verziehen die das Gesicht und lehen ab.

Was ist nur mit den Leuten los. Ich denke mir gerade für Langzeitarbeitslose wäre das doch zumindest ein Einstieg um wieder ins Berufsleben zu kommen.
Warum sind also 400€ Jobs so unbeliebt?



LG hazi

Beitrag von marina300601 28.10.10 - 17:51 Uhr

Hallo hazi

ich arbeite auf 400 Euro basis und ich will und kann auch garnicht aufstocken. Mir reicht es. Mein Mann geht Vollzeit arbeiten, meine Kinder 6 und 3 Jahre alt gehen in den Kindergarten, ich gehe am WE und etwas unter der woche wenn die beiden im kiga sind arbeiten.

Ich bin damit voll ausgelastet und es ist leider auch ein Rechenexempel.
Wüde ich z. B. auf Teilzeit arbeiten gehen würde die Kindergartengebühr drastisch ansteigen. Wir müßten Steuern nachzahlen, und das alles für ein paar Kröten mehr......ne ne ne.
Ich zahle freiwillig was in die Rentenkasse ein und das passt schon.

Gruß Marina

Beitrag von windsbraut69 28.10.10 - 19:54 Uhr

Hast Du auch für den Fall einer Trennung ausreichend vorgesorgt?

Ich bekomm immer Magengrummeln, wenn ich lese "mein Mann verdient ja genug"...

LG,

W

Beitrag von kris86 28.10.10 - 20:23 Uhr

Hi,

eine ähnliche Antwort habe ich hier auch mal gegeben. In der Diskussion ging es um Hausfrauen vs. berufstätige Mütter.

Ich wurde derbst angegangen deswegen#nanana Mir wurde erklärt, so bräuchte man ja nicht an eine Partnerschaft ran gehen und es gehöre nun mal dazu, dass der Mann sich um das Einkommen kümmert und die Frau auf die Kinder aufzupassen hat.

Wollte ich nur mal los werden;-)

LG

Beitrag von marina300601 28.10.10 - 20:24 Uhr

Wenn wir uns trennen würden, dann würde ich aufstocken, das ist bei uns kein problem.
ich zahle was in die rentenversicherung und ich zahle auch privat noch was ein.

Und wie gesagt bei uns in der firma könnte ich sofort auf 20 oder 30 stunden in der woche aufstocken.

Beitrag von sini60 29.10.10 - 08:40 Uhr

Dann dürfte man sich auch kein Haus leisten.

Beitrag von windsbraut69 29.10.10 - 09:40 Uhr

???
Den Zusammenhang versteh ich jetzt nicht.

Beitrag von sini60 29.10.10 - 10:29 Uhr

Gemeinsame Schulden. Der Verkauf des Hauses deckt dann meistens nicht die Schulden.

Beitrag von windsbraut69 29.10.10 - 10:42 Uhr

Ja und?
Ich sag ja, man sollte sich nicht zu abhängig machen.
Wir haben so kalkuliert, dass jeder von uns beiden das Haus auch alleine halten könnte.

Beitrag von sini60 29.10.10 - 11:03 Uhr

Das ist ja toll für euch. Aber nicht alle Frauen verdienen soviel, dass sie Kinder und Schulden noch abtragen können.

Wenn ich nicht bereit bin, mich in gewissen Maße abhängig zu machen, dann gründe ich einfach keine Familie.

Beitrag von windsbraut69 29.10.10 - 11:17 Uhr

"Kinder abtragen"?

Warum ist es immer die Frau, die der Kinder wegen ihr Leben aufgibt und ihre Perspektiven???

Beitrag von sini60 29.10.10 - 13:48 Uhr

Wenn Frau den besseren Job hat, kann das durchaus auch der Mann.

Beitrag von windsbraut69 29.10.10 - 14:11 Uhr

Sind aber offensichtlich nicht viele Männer so bescheuert.

Die 50/50-Lösung kommt für Dich gar nicht in Frage?

Beitrag von haarerauf 28.10.10 - 18:08 Uhr

Ich arbeite selbst auf 400 Euro Basis.

Wieviel Stundenlohn zahlt ihr denn oder wieviele Stunden kann man bei euch arbeiten um auf 400 zu kommen?

Vielleich liegts ja am Stundenlohn.
Bei 400 Euro muß man sich ja selbst krankenversichern und da noch kleine Mehrarbeiten und Fahrtkosten... Der Verdienst ist da vielleicht nicht so hoch?

Ich arbeite sehr gerne mehr, allerdings darf ich von der Firma aus nicht mehr wie 400 verdienen und schiebe daher meine Stunden von Monat zu Monat vor mich her....

Ich hab für dieses Jahr schon voll, alles was ich ab morgen arbeite ist schon für 2011. Wenn ich mal Urlaub mache.... (der ist natürlich auch nicht beinhaltet).

Haarerauf


Beitrag von hazi 28.10.10 - 18:20 Uhr

Stundenlohn ist 7 Euro also 57 Stunden im Monat. Ich finde das völlig ok.

Beitrag von haarerauf 28.10.10 - 18:25 Uhr

Um welche Tätigkeit handelt es sich denn?

Ich arbeite in einem Krankenhaus.

Haarerauf

Beitrag von hazi 28.10.10 - 18:30 Uhr

Also Ich bin in einem Seniorenzentrum. Auch ich habe damals für 7 Euro die Stunde auf 400 Euro Basis angefangen zu arbeiten. Im Pflegebereich. Wir suchen im Moment aber Leute für die Reinigung und da denke ich sind 7 Euro durchaus ok zumal wir nur ein kleines Haus sind.

Beitrag von fallen-angel89 28.10.10 - 19:32 Uhr

Hallo,

ich habe als Stallhelferin fast 10 Euro pro Std bekommen bei freier Zeiteinteilung.


Lg

Beitrag von king.with.deckchair 28.10.10 - 22:28 Uhr

Der gesetzliche Mindestlohn für Reinigungskräfte, die in einer Gebäudereinigungsfirma arbeiten, beträgt 7,87 €.
Bevor also jemand bei Euch die Billigputze und Discountbettpfannenschubse gibt, sucht er/sie sich sicherlich etwas bei einer Gebäudereinigunsfirma. Auch wenn es nur 0,87 € sind - über den Monat gesehen, muss man für's gleiche Geld bei euch mehr wienern. Würde ich auch nicht einsehen.

Beitrag von jiny84 31.10.10 - 16:27 Uhr

Das Thema ist zwar schon etwas älter (2 Tage) aber muss kurz sagen,der Mindestelohn als Reinigungskraft,in den neuen Bundesländern,also auch in Hessen,beträgt 8,40 Euro und ab Januar 2011 8,50 Euro,habe bis zum Muschu selber in der Gebäudereinigung gearbeitet.

Beitrag von ippilala 28.10.10 - 23:24 Uhr

7€ für eine Tätigkeit, bei der man sich bewegen muss und Kontakt mit Reinigungsmitteln hat?

Na da verdient man hier bei Kaufland als Aushilfe (da muss man zwar auch putzen, aber nicht ausschließlich), im Blümchenladen als Aushilfe (+ Kaffee, Blumen)und als Tippse bei Zalando (fast freie Zeiteinteilung + 40% Rabatt) mehr.

Kein Wunder, dass die alle ablehnen. Oder bietet ihr sonst noch irgendwelche schönen Sonderleistungen mit an, die einen solch niedrigen Stundenlohn rechtfertigen ?

Beitrag von ippilala 28.10.10 - 23:26 Uhr

Oh das war jetzt eigentlich als Antwort auf die Antwort von hazi gedacht.

Beitrag von suny123 28.10.10 - 18:34 Uhr

Bei uns in der Firma gehen die 400,- Euro Kräfte, 32 Std arbeiten.

Beitrag von king.with.deckchair 28.10.10 - 19:08 Uhr

Tipp: Ich habe von 1986 bis 1990 - also vor 20 Jahren - als Schülerneben-/Helferjob mal Kekse verpackt. Für 13,- DM/Stunde. Ich habe geputzt. Für 10,- DM/Stunde. Bananen verpackt. 8,50 DM/Stunde. In einem Café bedient. 10,- DM/Stunde (plus Trinkgeld). Burger gebraten. 9,- DM/Stunde.

Du bist also ernsthaft der Ansicht, 20 (ZWANZIG!) Jahre später seien 7,- €/Stunde für eine Helferstelle OK?!

Beitrag von curlysue1 28.10.10 - 18:12 Uhr

Hallo,

ich gehe gerne auf 400€ Basis arbeiten, es reicht von den Stunden her.

Wieviele Stunden werden bei Euch denn für 400€ angeboten?

Bei uns könnte ich jederzeit aufstocken.

LG