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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von bremen2800 28.10.10 - 21:52 Uhr

Stand in Bild:

Der sehnliche Wunsch nach einem Kind – jedes Jahr beginnen 120 000 deutsche Paare eine Behandlung, um endlich Nachwuchs zu bekommen. Unerfüllter Kinderwunsch – lesen Sie wie Ärzte heute helfen können:

#herzlich Wann sollten Frauen zum Arzt gehen? #herzlich

Frauen unter 35 Jahren sollten mit ihrem Gynäkologen sprechen, wenn sie seit einem Jahr nicht schwanger werden, obwohl sie es versuchen (Pille abgesetzt). Frauen, die älter sind, bereits nach sechs Monaten Warten.

#herzlich Welche Frauen haben ein erhöhtes Risiko? #herzlich

Frauen, die mehrere Fehlgeburten, eine Eileiterschwangerschaft (Ei nistete sich im Eileiter ein statt in der Gebärmutter) oder Geschlechtskrankheiten hatten. Die können die Eileiter verkleben – die Eizelle gelangt nicht mehr in die Gebärmutter.

#herzlich Wie findet der Arzt die Ursache für Kinderlosigkeit? #herzlich

Nach Ultraschall- und Bluttests (Hormonpegel) untersucht der Gynäkologe den Unterleib. Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) Untersuchung der Gebärmutter auf Fehlbildungen der Schleimhaut (z. B. Polypen, Zellwucherungen). Die Gebärmutter muss gesund sein, damit sich eine Eizelle einnistet. Bauchspiegelung (Laparoskopie) Unter Narkose öffnet der Arzt die Bauchdecke (z. B. im Nabel), führt ein Endoskop ein. In die Gebärmutter spritzt er einen Farbstoff – kommt der im Bauchraum an, ist klar: Die Eileiter sind durchgängig. Ein Internist sollte daneben andere mögliche Ursachen prüfen, z. B. hormonelle Veränderungen durch Übergewicht – dann verhilft schon eine Diät zum Baby.

#herzlich Wie geht es für Frauen danach weiter? #herzlich

Liegt die Ursache eindeutig bei der Frau, wird sie behandelt: Tabletten bei Störungen in der Hormonproduktion. Eine Operation, um Wucherungen in der Gebärmutter zu entfernen. Verschlossene Eileiter lassen sich zwar auch operieren, der Eingriff bleibt aber oft ohne Erfolg.

#herzlich Wie oft liegt Kinderlosigkeit am Mann? #herzlich

In 40 bis 50 Prozent der Fälle ist ER „schuld“: Durch Impotenz (oft erhöht durch den „Erfolgsdruck“, ein Kind zu zeugen) oder zu wenig gesunde Samenzellen im Sperma. Gründe: sein Alter (ab 45 ist ungünstig), Erkrankungen, Umweltgifte, Strahlung. Die Spermienqualität wird im Labor geprüft – der Mann gibt dafür eine frische Probe (max. 45 Min. alt) ab.

#herzlich Wie verbessern Männer ihre Spermienqualität? #herzlich

Mit dem Rauchen aufhören, Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen (B, C, E, Folsäure), Spurenelementen (Zink, Selen), Omega-3-Fettsäuren. Dazu täglicher Sex – senkt den Anteil geschädigter Samenzellen um zwölf Prozent. All das wirkt aber erst nach ca. drei Monaten auf die Spermien.

#herzlich Wie wird das Paar weiter behandelt? #herzlich

Je nach Ursache der Kinderlosigkeit wählen Ärzte eines der drei Befruchtungsverfahren (Details siehe unten). Bei Bedarf erhält die Frau vorher Hormonpräparate (z. B. Menogon, Proluton), die Eizellen wachsen und reifen lassen sowie die Gebärmutter vorbereiten. Der Arzt prüft den Erfolg per Ultraschall.

#herzlich Wie groß sind die Erfolgschancen? #herzlich

Das direkte Einspritzen der Spermien in die Gebärmutter (Intrauterine Insemination, IUI) verdoppelt die Chance im Vergleich zum normalen Sex. Nach drei bis sechs erfolglosen Versuchen sollte man zur In-vitro-Fertilisation (IVF) wechseln. Chancen hier: 20 bis 30 Prozent pro Versuch. Nach vier Versuchen durch IVF ist im Schnitt jede zweite Frau schwanger.

#herzlich Was kosten die Behandlungen, wer zahlt? #herzlich


Eine IUI kostet 150 bis 500 Euro, eine IVF mehrere Tausend Euro pro Zyklus (Versuch). Die Kassen zahlen die Hälfte dazu – aber nur bei Frauen zwischen 25 und 40 Jahren (und Männern bis 50). Das Paar muss verheiratet sein, das Sperma vom Ehemann kommen.

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Na toll #schmoll Bei mir waren vor Jahren die Eileiter verklebt, die man dann wieder Durchgängig gemacht hatte. Dann kann ich ja das gleich vergessen#heul#heul

LG Nicole