Fragen die mich beschäftigen-Suche nach Austausch dazu

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von unicorn34 29.10.10 - 06:38 Uhr

Hallo,

ich bin neu hier und habe ein paar Fragen. Ich bin in Bälde 34 Jahre alt und habe eine sehr schwere Zeit hinter mir. Ich hatte 6 Jahre lang mit Essstörungen zu tun, Therapie, Depressionen etc, sodaß an ein Kind gar nicht zu denken war. Jetzt (mit fast 34) habe ich einen ernsthaften Kinderwunsch.Ich bin mit meinem Freund fast zwei Jahre zusammen, wir sind seit Januar auch verlobt. einerseits wünsche ich mir ein Kind und mache mir Gedanken um Kinderzimmer/Bekleidung/Namen etc, andererseits habe ich manchmal Angst und Zweifel eine gute Mutter sein zu können, weil ich selbst sehr schlechte Eltern hatte. Kennt jemand diese Zweifel und Gedanken? Ich habe auch "Hemmungen" das bei meinem Freund anzusprechen weil er 14 Jahre älter ist als ich und schon eine erwachsene Tochter hat. Sind diese Gedanken/Bendeken normal? Kann das jemand nachvollziehen??

Würde mich über Austausch dazu freuen.

LG

Unicorn

Beitrag von twingo1985 29.10.10 - 07:11 Uhr

Hallo,

diese Gedanken sind total normal. Ich habe die Pille abgesetzt, habe mit meinem Mann darüber gesprochen, wir haben geherzelt was die Hütte hielt und nach 3 Monaten hatte ich einen positiven Test in der Hand und habe mich gefragt, was ich hier mache, ob ich noch ganz dicht bin und ob ich das alle schaffe.

Meine Kindheit war leider auch nicht die schönste und ich bin deswegen heute in pychologischer Behandlung, aber trotzdem kann ich meinem kleinen Sonnenschein alle liebe geben, die sie braucht und versuche immer viel besser zu sein, wie meine eigenen Eltern. Man weis ja, was einem an den eigenen Eltern nicht gefallen hat und kann sich somit bemühen nicht die gleichen Fehler zu machen.

Drück dich

schönes Wochenende
twingo1985

Beitrag von unicorn34 29.10.10 - 07:25 Uhr

Hallo Twingo,

ich musste etwas lachen als ich Deinen ersten Absatz las..(geherzelt was die Hütte hielt)

Ja ich denke das kann absolut auch ein "Vorteil" sein wenn man selber schlechte Lehrer hatte weil man weiß was man seinem Kind NICHT antun will. Das ist zumindest schonmal ein Anfang.

Nun ist es beii mir so, das wir erst heiraten wollen um dem Kind eine gute Grundbasis zu geben, denn ein Kind braucht ein Elternpaar. Das sehen wir beide so. Über meinen ganz konkreten Kinderwunsch haben wir noch gar nicht wirklich gesprochen. Ich weiß nicht so recht wie ich es angehen soll. Aber ich denke im Januar fahren wir an unserem Verlobungsjahrestag nach Prag. Vielleicht ergibt sich da eine Gelegenheit bei einem schönen Winterspaziergang. Aber das ist alles so "weit weg".

Ich habe etwas Angst davor, das mein Schatz vielleicht dann doch konkret kein Kind mehr möchte er ist immerhin 47 Jahre alt. Was mache ich dann?

Ich glaube das ist mit meine größte Angst warum ich so Hemmungen hab drüber zu reden aus Angst das er nicht so denkt wie ich..

Klar kommen von ihm in entsprechenden Momenten Sprüche wie "ich will ein Kind von Dir", aber wieviel Wert hat so eine Aussage im Moment intimer Zweisamkeit?..Nichtd as ich an seiner Aufrichtigkeit Zweifel habe, ich hab einfach Angst er denkt nicht so wie er spricht.

Ich hoffe die Thera hilft Dir Deine Erlebnisse zu verarbeiten. Mir HAT es jedenfalls geholfen.

Liebe Grüße & Drücker zurück

Unicorn

Beitrag von twingo1985 29.10.10 - 07:39 Uhr

Also wenn dein Verlobter keine Kinder mehr möchte, denn musst du wohl abwegen, ob du damit leben kannst, selber auch keine Kinder zu bekommen oder ob dich ggf. nach einem neuen Partner umschauen musst. Kling gehemein und hart, aber er kennt es schon ein Kind groß zu ziehen und du würdest es denn ggf. für ihn aufgeben und wie es meist bei paaren ist, wird irgendwann der moment kommen, wo man es vorhält und da kann eine Beziehung denn schon dran zerbrechen.

Ich hätte nicht damit leben können, wenn mein Mann nein gesagt hätte.

Ja sie hilft sehr gut. Ich muss nur noch lernen mich mehr durch zu setzen, was meine Eltern angeht.

Beitrag von unicorn34 29.10.10 - 07:45 Uhr

ich sehe schon es läuft wirklich auf ein konkretes Gespräch hinaus. Ich hab zwar noch keine ahnung wie ich das in Gang bringen soll, aber da wird mir wohl schon was einfallen. Nur: WANN ist der richtige Zeitpuunkt dafür?? Ich denke ich sollte nicht warten bis wir nach Prag fahren wenn dann dort die Frage nach einem Hochzeitstermin kommt dann anzuschließen" aber nur wenn wir Kinder wollen" das wäre ja schon fast Erpressung..

Aber vorher müsste ich mich wohl erstmal mit der Frage auseinandersetzen, ob ich es leben könnte wenn er keine Kinder mehr möchte. Schwierige Frage, was kann bei der ANtwort helfen? Ich möchte Kinder(wenigstens 1)...

Ja kann mir vorstellen das es bei Dir ein großes Thema ist denn egal wie alt und erwachsen man selbst auch ist, man bleibt IMMER das Kind seiner Eltern. Das ist nicht immer von Vorteil... Hoffe das Du einen Weg findest. Machst Du schon lange Thera?



Beitrag von twingo1985 29.10.10 - 09:59 Uhr

Wie du ihn am besten ansprechen tust, kann ich dir leider nicht sagen. Und wenn ihr schon verlobt seit, ist es ja nur eine FRage der Zeit, wann ihr heiratet. Ich wollte auch erst verheiratet sein, bevor wir damit angefangen haben.

Helfen kann dir auf die Frage "was wenn er nicht will" glaub ich niemand, dass musst du schon für dich alle entscheiden.

Ich mache die Thera jetzt ein Jahr, am Anfang 1 mal die Woche von Dez. bis feb. zwei mal die Woche, danach nur alle zwei Wochen... jetzt geh ich noch einmal im Monat.

Beitrag von schnecke2703 29.10.10 - 09:14 Uhr

Hallo Unicorn,

die Gedanken sind ganz normal.

Letztes Jahr haben wir unser absolutes Wunschkind bekommen. Wir haben bewusst "geübt", aber als ich dann den positiven SST in der Hand hatte, bin ich fast in Ohnmacht gefallen. "Ach Du Sch**** was machen wir denn jetzt????"

Und natürlich kommen da die Fragen, ob man eine gute Mutter ist.
Ich hatte überhaupt keine Erfahrung mit Kindern, hatte noch nie eine Windel gewechselt und wusste auch nicht was, wann und wie sie sich die Kleinen entwickeln und überhaupt....
Aber weißt Du was... wenn das Baby kommt, weißt du als Mutter instinktiv was zu tun ist. Vieles lernst Du auch vorher, nicht umsonst ist eine Schwangerschaft 9 Monate lang. Zeit genug sich über ALLEs zu informieren. Und ansonsten bekommst Du auch viel Infos und Hilfe von der Hebamme, anderen Müttern und nicht zuletzt hier im Netz. :-)

Was den Kinderwunsch angeht finde ich, dass Du das noch vor eurer Hochzeit besprechen solltet. Das ist ja schon eine zentrales Thema, was die Lebensplanung angeht. Aber generell denke ich, dass die meisten Männer OHNE Kinderwunsch auch keinen Hehl daraus machen und umgekehrt heiratswillige Männer meist auch dem Kinderwunsch gegenüber aufgeschlossen sind. Aber das musst du halt mit deinem Verlobten besprechen.

LG
Schnecke

P.S.
Eine Freundin von mir leidet auch seit ihrer Jugend an einer Eßstörung und wird demnächst zum 2. x Mutter und geht in ihrer Rolle richtig auf. :-)

Beitrag von unicorn34 29.10.10 - 09:27 Uhr

Hallo Schnecke,

Dein Beitrag macht mir grade viel Mut. Meine Sorge ist eben das er bereits 47 Jahre alt ist und schon eine erwachsene Tochter hat (mitd er ich mich blendend verstehe). Zwischen uns liegen 14 Jahre Altersunterschied.

Aber ich hab eben mal meinen Mut zusammen gefasst und ihm eine Mail geschrieben in der ich ihm von meinem Traum erzählt habe. ich hab geträumt das ich ihm in Prag die Frage stelle ob er mit mir Kinder möchte und er hat "nein" gesagt.. hab ihm geschrieben das ich aber sehr hoffe, das seine reale Antwort anders lautet. Mal sehen ob/was er darauf antwortet. Ich will zumindest eine Richtung, damit ich einen Anfang für ein Gespräch habe.

Ist vielleicht nicht die geschickteste art aber ich musste es loswerden...

Bin gespannt was jetzt kommt..