28 SSW, Blasensprung, KH, strikte Bettruhe

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von filou1979 29.10.10 - 09:45 Uhr

Hallo!

Ich schreibe für eine Freundin.

Sie hat einen Blasensprung, ausgelöst durch eine infektion, in der 28 ssw, es ist aber nur sehr wenig fruchtwasser ausgetreten.

nun muss sie liegen, strikt. kein toilettengang, gar nicht aufstehen.

mich würde interessieren, wie ein frühchen in dieser ssw ins leben findet? das kleine wiegt ca. 1300g, lungenreifungsspritzen wurden gegeben.

sie will versuchen, noch 4 wochen zu schaffen...ist das realistisch?

Stillen geht dann nicht, oder? saugreflex bildet sich doch erst recht spät?!

Danke für eure antworten!

Beitrag von christina7787 29.10.10 - 11:48 Uhr

Hallo, so eine Bettruhe kenne ich sehr gut, deine Freundin muss jetzt nur positiv denken dann kann sie evtl 4 Wochen schaffen. Wenn sie sich "hängen" lässt klappt es denke nicht.
Bei mir wars etwas anders..
- Mein Muttermund war in der 28+5 schon 5 cm offen und ich hab noch bis 31+3 durchgehalten und hab 3 Wochen am Wehenhemmertropf gelegen, Lungenreife hab ich dann auch bekommen und dann kam meine Kleine bei 31+3 mit 1490gr und 40 cm auf die Welt.(geschätzt wurde sie aber auf ca. 1900gr)
Ich wollte auch stillen, aber hab mich doch dann dafür umentschieden, da sie mir gesagt haben das meine Kleine eh erstmal spezial nahrung bekommt und sie bis ca zum ET im KH bleiben muss und ich dann alle 2-3 Std abpumpen müsste.. und da das KH über ne Stunde von uns entfernt war und ich jeden Tag hin fahren wollte hab ich mich dann dafür entschieden nicht zu stillen, Amy wurde dann die ersten Wochen durch eine Magensonde ernährt und irgendwann fingen die Schwestern dann an mit Flasche versuchen zu füttern..erst hat es nur gaaanz gaaanz wenig geklappt und von Tag zu Tag wurd es dann mehr.. Jetzt ist sie seit fast 3 Wochen zuhause und sie trinkt mal mehr, mal weniger.
Ich hoffe ich konnte euch helfen, ansonsten wenn noch Fragen sind dann schreib mir einfach :)
Alles Gute schonmal

Beitrag von filou1979 29.10.10 - 12:10 Uhr

Vielen Dank für deine einfühlsame Antwort!

Meine Freundin ist zum Glück ein sehr positiv denkender Mensch und ich denke, sie wird alles versuchen, dass das Baby noch möglichst lange im Bauch bleibt!

Schlimm ist natürlich, dass sie ein kleines Kind zuhause hat, knapp 2 Jahre alt. Aber Oma kann zum Glück einspringen...

Dir alles Gute mit deiner Amy (den Namen find ich übrigens richtig toll!)!

LG

Beitrag von bobinha 29.10.10 - 13:32 Uhr

Hi

Natürlich kann sie trotzdem stillen. Ich habe selber 4 Monate abgepumpt und habe dann mit stillen angefangen. Mein Sohn kam in der 25.SSW. Anfangs bekam er Muttermilch über die Magensonde. Dann musste man die Ernährung umstellen um dann später wieder auf die Muttermilch umzusteigen. Dabei blieb es auch bis er 7 Monate alt war und gestillt habe ich bis er 1 Jahr alt war. Mir hat es geholfen mich deshalb nicht zu stressen. Muss gestehen, dass ich auch nicht alle 3-4h abgestillt habe, sondern so wie es sich ergeben hat.

Ich saß eigentlich den ganzen Tag bei meinem Sohn. Im Krankenhaus hatten sie bei uns ein Stillzimmer. Da standen auch Milchpumpen die man benutzen konnte. Deine Freundin kann sich ja deshalb noch erkundigen wenn es so weit ist.

Wünsch deiner Freundin, dass sich das Baby noch lange wohl fühlt im Bauch.

LG Bobinha mit Mr. Kleb-an-Mama

Beitrag von trottelfant 29.10.10 - 20:46 Uhr

Als ich wegen vorzeitiger Wehen im KH lag, lag neben mir eine Frau, die in der 26. SSW den Blasensprung hatte. Sie hat bis zur 31. SSW durchgehalten, hatte dann aber eine Infektion und es wurde ein KS gemacht. Ich meine, dass der Kleine da um die 1500g gewogen hat. Soweit ich weiß, war er noch bis kurz nach dem eigentlichen ET im KH, ist aber inzwischen schon lange zuhause und es geht im gut.

Beitrag von charlotte_n 29.10.10 - 22:31 Uhr

Hallo,

kann leider nur zu wenigen Sachen was schreiben, aber meine beiden Jungs kamen beide spontan zur Welt ( ssw33+0 und 33+2). Ich habe beide gestillt bzw. stille immernoch. Mit Geduld und einer guten Stillberaterin wird das auch bei kleinen Frühchen gehen. Meistens sind die Kleinen engagierter als die Großen! Mein Kleiner trank schon nach zehn Tagen nur an der Brust, der Große erst nach drei Wochen.

LG charlotte_n mit

Hendrik 3,5 J. (33+0, 2170g, 46cm) #verliebt

und

Clemens 6 M. (33+2, 2420g, 46cm)#verliebt

Beitrag von lisi32 29.10.10 - 22:59 Uhr

Hallo

Hoffe, deine Freundin schaft es noch möglichst lange...

Aber Stillen oder am Anfang Abpumpen sollte sie auf alle Fälle. Die Milch enthält so viel, was das Baby braucht und ist auch wenn sie über eine Sonde gegeben wird, oder noch was beigemischt wird doch das Beste fürs Baby.....

Ich hatte so auch das GEfühl was für meine Kinder zu tun...

Drücke aber deiner Freundin erst mal die Daumen, daß es noch lange geht und sie ganz normal stillen kann...

Karoline