was mach ich nur mit ihm!!!!!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von catzyy 29.10.10 - 09:51 Uhr

guten morgen zusammen,

mein sohn ist dreieinhalb jahre und im moment völlig ausser rand und band..

seit ca. 2 wochen gibts von morgens bis abends nur ärger.

er fängt an schlagen wenn ihm was nicht passt, sei es die belangloseste sache der welt, bspw. jacke anziehen.

er hört absolut nicht auf verbote, er ignoriert sie völlig.

wenn ich ihm sage das er dies oder jenes nicht darf, stellt er sich hin, hebt die fäuste und spannt seinen kompletten körper an und zittert richtig...

gewalt ist bei uns absolut tabu und wird sofort bestraft..

er war bis jetzt ein vollkommen problemloses kind.

er verbringt eigentlich die hälfte des tages auf der treppe ( strafe)

gestern hatten wir keine milch mehr für seinen kaba und ich fuhr mit ihm los, welche zu holen, da fing er im auto an seinen metall kran gegen die fenster scheibe zu schmettern. nachdem ich ihn mehrmals dazu aufgefordert hatte das zu lassen , hab ich einfach umgedreht und bin wieder heim gefahren, dann gabs halt den ganzen tag keinen kaba..

heute morgen hat er im kiga windeln ins wc gestopft und alles unter wasser gesetzt....


ich hab keine ahnung was mit ihm im moment los ist. ich kann nicht von mir behaupten das ich nicht streng genug bin.

ich denke es könnte eventuell ein schub sein da er seit ca. 2 wochen regelmässig aufs wc. geht und seitdem fing es an

lg catzyy

Beitrag von flexi 29.10.10 - 09:56 Uhr

Hi,


ohje du arme, also ich denke auch das es ne phase ist, er entdeckt sein eigenes Ich und du musst da einfach durch, aber nicht nageben und immer so machen wie du es bisher gemacht hast.

Mehr kann ich dir auch nicht raten

ALex

Beitrag von angelinchen 29.10.10 - 09:59 Uhr

Hallo
vielleicht wendest du die "falschen" Konsequenzen an?

bei dem Beispiel mit der Milch kaufen hätte ich ihm einfach den Metallkran weggenommen, und wär nicht umgedreht...hätt ich jetzt sinnvoller gefunden.

Treppe als Strafe----was bringt sowas?

Desweiteren denke ich, dass JEDES Kind diese Phase durchläuft und diese auch irgendwann wieder aufhört...

Alles Gute
Anja

Beitrag von melly_k 29.10.10 - 10:01 Uhr

Hi,

#liebdrueck bei uns ist es auch so. Meine Große (4) war schon immer "temperamentvoll". Doch seit sie keinen Schnulli mehr nimmt...
Bin mal gespannt, ob noch wer Tipps hat!

LG Melly

Beitrag von tauchmaus01 29.10.10 - 10:06 Uhr

*er verbringt eigentlich die hälfte des tages auf der treppe ( strafe) *
Was bringt das bitteschön?

*ich kann nicht von mir behaupten das ich nicht streng genug bin.*
Tja, vielleicht ist das schon das Problem, vielleicht einfach mal mehr Liebe in den Alltag bringen, statt stille Treppe und Strenge!

*gewalt ist bei uns absolut tabu und wird sofort bestraft..*
Wie bestrafst Du denn dann? Mit "Ab auf die Treppe" ?

Weißt Du, solchen "Stress" mit Kindern haben sicher die meisten Eltern, ich war auch nicht frei davon. Vermutlich scheint das also einfach am Alter zu liegen und am Grenzen austesten.
Was viele Mütter aber können, ist Grenzen liebevoll setzen. Das wird dann gerne als "Übermutter" tituliert von Müttern die das nicht schaffen.
Hat aber nichts mit Übermuttersein zu tun, sondern mit der Einstellung zum Kind.

Meine Erfahrung war, das Positive im Alltag hervorzuheben, nicht das negative.
Ich könnte mir beim besten Willen nicht vorstellen meine Kinder für längere Zeit auf die Treppe zu bugsieren weil sie mal nicht brav sind.

Übrigens, das mit den Windeln im Klo.....das haben unserer Erzieher auch mal erlebt, zwar mit Handtüchern, aber glaub mir, nachdem die Jungs das Bad unter Aufsicht aufwischen mussten, ist denen der Spaß daran vergangen ;-)

Mona

Beitrag von sparrow1967 29.10.10 - 10:08 Uhr

*grinsen muß*

Beitrag von meandco 29.10.10 - 11:03 Uhr

*lol*

bin auch so ne übermutter wie du sie meinst ... auch laut ihrem papa ...

wenn ich allerdings von übermutter sprech ist das meist was gaaaanz negatives #cool
ich mein damit nämlich die, die ganz wichtig um ihr kind rumschnurren (und mein kind hier und mein kind da und was es nicht schon alles kann und es ist ja soooooooooooo brav und außerdem mache ich dieses und morgen geht es zum babyschwimmen und nein, alleine würde ich mein kind nicht mit nem babysitter zu hause lassen ...) und überall ganz vorne mit bei sein müssen (zb in spielegruppen) und dann aber es eben nicht schaffen genau so mütterlich und liebevoll zu reagieren wenns mal drauf ankommt. wenn sie vom kind richtig gefordert werden und eigentlich kindgerecht grenzen setzen sollten #cool#aerger

lg



Beitrag von sparrow1967 29.10.10 - 10:07 Uhr

>>gewalt ist bei uns absolut tabu und wird sofort bestraft..<<

hm.

>>er verbringt eigentlich die hälfte des tages auf der treppe ( strafe) <<

Wie wäre es mit sinnvoller Beschäftigung/Ablenkung?

Er beginnt, sein Ich zu entdecken. Er findet, dass er einen eigenen Willen hat, der nicht immer mit deinem Willen konform geht. Da muß man manchmal auch Kompromisse finden. Nur weil man Mutter/Vater ist heißt das nicht, dass man sich IMMER und auf Biegen und Brechen durchstezen muß.

Würde ich die hälfte des Tages auf der TReppe sitzen müssen, wäre ich vermutlich nicht anders.


>>ich kann nicht von mir behaupten das ich nicht streng genug bin. <<

Daran liegts vielleicht, dass dein Kind so ist, wie es ist. Fang an, auf dein Kind einzugehen und nicht es nur zu maßregeln.


sparrow

Beitrag von meandco 29.10.10 - 10:11 Uhr

... gewalt ist bei uns absolut tabu und wird sofort bestraft ...

#augen gewalt ist eine ausdrucksform wenn man sonst nicht mehr weiterweiß ... bestrafen hilft wenig. besser wär es rauszufinden warum er so austickt. das hat eine ursache - irgendwo gibt es eine situtation bei der es keinen ausweg für ihn gibt, es gibt keine andere angemessene form in der er reagieren kann. er kann das nicht aushalten - und reagiert mit gewalt. also: suchen, suchen, suchen ... kann alles sein (ich weiß, ist harte arbeit und kann dauern, aber es lohnt wirklich!#pro)


... er verbringt eigentlich die hälfte des tages auf der treppe ( strafe) ...

warum? was lernt er daraus? hat er veruscht die treppe abzutragen oder wie #kratz
wo ist da die direkte konsequenz? da tun sie sich schwer mit verbindung - ist wie fernsehverbot #augen
besser ist wie hier bereits erwähnt: du machst mit dem kran die fensterscheibe hin und das will ich nicht und du hörst nicht auf also kommt der weg #cool (mit vorherigem abmahnen und kundtun der folge einer nichtbeachtung ...). das wirkt normalerweise schnell ;-)

Beitrag von jabberwock 29.10.10 - 11:19 Uhr

Ich denke auch, dass du über die angemessenen Konsequenzen nachdenken musst. Beim Beispiel mit dem Kran, wäre sinnvoll gewesen, ihm diesen wegzunehmen (auch für längere Zeit) und trotzdem einzukaufen, also das zu tun, was du vorhattest.

Ich kann mir vorstellen, dass die wachsende Selbständigkeit (Toilette) mit dem steigenden Anspruch von Selbstbestimmung einhergeht.
Vom Treppesitzen ist mMn gar nichts zu halten. Du bringst ihn damit ihn eine Situation der Ohn-Macht (im Sinne von Machtlosigkeit), die wiederum den Wunsch nach Selbstbestimmung und die Frustration (die sich mangels anderer Ausdrucksformen in Aggression kanalisiert) verstärkt.

Auf der Treppe sitzen ist sinnlos vergeudete Zeit. Wie wäre es, wenn du ihn stattdessen ihn sein Zimmer schickst, wo er auch spielen kann? Du würdest ihn damit nur aus *deinem* Wirkungskreis kurzzeitig ausschließen und vermitteln, dass er sich entweder sozial verträglich benehmen oder aber allein beschäftigen muss.
Also ein bißchen wegdenken vom Begriff Strafe. Eine räumliche Trennung ist eine direkte Lösung des Konfliktes und logische Konsequenz, muss aber keine Strafe in dem Sinne sein, bei der er zum Nichtstun gezwungen ist.

Weiß ja nicht, ob das klappt (meiner akzeptiert solche Maßnahmen praktisch gar nicht, da wird dann rumkrawallt und geheult #schwitz)

Beitrag von jabberwock 29.10.10 - 11:20 Uhr

keine Ahnung, warum ich heute statt "in" immerzu "ihn" schreibe #kratz

Beitrag von kerstin.53721 29.10.10 - 20:23 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen, ich glaube ich hätte genau das gleiche gemacht, auch wenn die anderen was anderes schreiben. Mein Sohn ist auch fast 3 1/2 und macht auch viel Mist. Zuhause muss er in sein Zimmer wenn es garnicht anders geht. Ich finde ich bin schon streng aber das hilft auch nichts. Andererseits kann er alles haben was er will solang er nur lieb ist. Heisst nicht, ich besteche ihn, aber ich mache viele tolle Sachen mit ihm, gestalte seine Freizeit interessant und bin schon ganz großzügig. Aber wenn ich mit ihm reden will und ihm was erklären, dann hört er garnicht zu. Das macht mich schon manchmal ziemlich wütend. Meine Eltern waren auch recht autoritär aber geschadet hats mir nicht. Ich hoffe es hört einfach bald auf......

LG Kerstin

Beitrag von sparrow1967 30.10.10 - 07:47 Uhr

>>Meine Eltern waren auch recht autoritär aber geschadet hats mir nicht.<<

Deine Eltern haben dich auch ohne Kindersitz im AUto mitgenommen- geschadet hats dir nicht.
Vermutlich bist du auch ohne Helm im Fahrradsitz gesessen...geschadet hats dir nicht.


Empathie ist das Zauberwort....