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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 11:18 Uhr

Hallo zusammen :-)

mein Sohn Maurice geht jetzt in die 3. Klasse, wird im November 9 Jahre.

Ich kann mich nicht beklagen. Wie ich finde, habe ich einen sehr lieben Jungen. Mit ganz normal kindlichen Macken.
Ich weiß, alle Muttis behaupten wohl von ihren Kindern, dass sie Engel sind.
Meiner ist aber ein wirklich anständiger Junge.
Das kommt aber auch nicht von einfach so. Wir waren immer bedacht auf eine gute Erziehung.
Aber wie jeder weiß der Kinder hat, es ist wahrhaftig nicht immer leicht.

Momentan beschweren sich wieder öfter seine Horterzieher bei mir.
Ich habe mir aber abgewöhnt darauf einzugehen. Denn in meinen Augen sind es nur Lappalien.
Hochgelobt wird er und seine Kumpels, wenn sie die Tische abräumen und sich "korrekt" verhalten.
Es ist jetzt wirklich schwer zu erklären. Ich hoffe ihr könnt nachvollziehen, wie ich es meine.

Heute früh fragte ich dann seine Klassenlehrerin, ob er hier auch "auffällig" ist.
In der Schule, im Unterricht, nach wie vor alles super ok.
(Er schreibt nur 1en, mal eine 2. Ist lieb und hilfsbereit, aber auch hier natürlich auch einfach mal nur ein normaler Bengel.)

Aber sie konnte beobachten, dass er in letzter Zeit nicht hört, wenn die Lehrer etwas sagen. Er diskutierte schon immer gern, dass werde ich auch nicht aus ihm raus bekommen (genetisch bedingt :-D).
Seine Klassenlehrerin nimmt da aber kein Blatt vor den Mund. Sie macht eine Ansage und dann spuren die kleinen Kinder :-)
Sie kann sich durchsetzen, ist noch eine Lehrerin vom "alten" Schlag.
Also nicht das sie zuhaut oder so!! ;-)

Im Hort macht er mit seinem Kumpel sehr oft Faxen. Benehmen sich anscheinend so daneben, dass angeblich schon andere Eltern gefragt haben, ob unsere Kinder "behindert" seien...

Eigentlich sind es für mich Lappalien. Sagte mal zu ihm, solange er gut in der Schule ist, hört was die Lehrer von ihm wollen, er niemanden schlägt usw, ist es mir egal wenn er dort Faxen macht (natürlich alles in Maßen).
Sicher sagte ich ihm auch, dass er den nötigen Respekt vor allen Erwachsenen zu haben hat. Und natürlich auch zu hören hat, wenn die Horterzieherin etwas sagt.

Heute höre ich wie gesagt, dass es seiner Klassenlehrerin auch schon zu Ohren kam und es ihr auch aufgefallen ist beim Gang zur Sporthalle.
Hört erst beim 3. Mal, diskutiert.
Ich habe keine Ahnung was ich ihm noch erzählen soll??

Bei uns daheim, gibt es selten etwas zu schimpfen. Er ist wirklich ein Sonnenschein, ein furchtbar lieber Junge. Klar, für einen Jungen redet er extrem viel (*lach*) und natürlich hat er auch kindliche Macken. Die haben aber wohl alle Kinder in seinem Alter.

Maurice geht in den Hort, dass wir Eltern arbeiten gehen können.
SIE sind in dem Moment die Erziehungspersonen, die Autoritätspersonen.
SIE müssen sich gegenüber den Kindern durchsetzen, ihnen klar machen wer sie sind.
Das ist doch nicht meine Aufgabe??? Die bekommen eine Menge Geld dafür, dass sie IHREM Erziehungsjob nachgehen!

Klar sage ich ihm dann zuhause, dass ich es nicht schön finde so oft beim Abholen hören zu müssen, dass er wieder neben der Spur war.
Er sagt dann "Es macht mir Spaß Faxen zu machen".

Soooo schlimm wie die Horttanten es darstellen, ist es aber nicht.
Ich schätze das als ganz normal kindlich hab.
Da gibt es wirklich Schlimmere(s).

Was soll ich noch tun?

Ich bzw. wir als Eltern sind eigentlich der Meinung, dass die Horterzieher sich durchsetzen müssen.
WIR sind nicht dabei!
Warum sollen wir immer wieder wegen Lappalien uns Maurice zur Brust nehmen. Uns den Abend mit Diskussionen verderben, für Dinge, bei denen wir nicht anwesend waren.

Wir sind echt ratlos!!! :-(

Kennt das jemand von Euch?

LG
Bianca, Steffen und Mups :-D

Beitrag von juniorette 29.10.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

wenn ich dich richtig verstehe, ist dein eigentliches Problem, dass die Lehrerin "vom alten Schlag" sich durchsetzen kann, ihr Eltern euch auch, und dass anscheinend nur die Horterzieherinnen nicht mit ihm klar kommen?

Wenn dem so ist, dann liegt das Problem wirklich bei den Horterzieherinnen.

Aber es sollte dir als Mutter doch auch zu denken geben, dass dein Sohn nicht auf deine Ansage, dass dein Sohn die Faxen im Hort lassen soll, nicht hört. In dem Moment respektiert dein Sohn ja auch DEINE Ansage nicht. Klar kannst du in dem Moment, in dem er diese Faxen macht, nicht eingreifen, aber letzten Endes respektiert dein Sohn auch deine Ansage, die Faxen sein zu lassen ebenfalls nicht, also ist es irgendwo dann doch auch dein Problem, oder nicht?

Vielleicht hast du ja einen Tipp für die Horterzieher, wie du es schaffst, deinen Sohn dazu zu bringen, dir zu gehorchen? (Konsequenter durchgreifen etc.)

LG,
J.

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 12:11 Uhr

Hallo,

danke für Deine Antwort.

Letztendlich kann man das wohl so sehen.
ABER: ich bzw. wir haben ihm das auch noch nicht SO deutlich gesagt.

Wenn ich das mache, ist sicher eine Weile Schluss damit, WEIL er auf uns hört.
ABER: wir sind dann wieder die bösen Eltern. Das möchte ich nicht.
Wenn er zuhause mal daneben ist, ermahne ich ihn, hört er dann noch nicht, sage ich einmal etwas lauter und mit Nachdruck etwas. Mein Sohn weiß dann ganz genau das Schluss ist und ich Konsequenzen einsetze.

So gebiete ich ihm zuhause Einhalt, er hört dann im Hort.
Aber in diesem Moment habe ICH ihn wieder erzogen, wo ich der Meinung bin, dass das die Aufgabe des Horts ist?!

Du siehst es aber richtig, dass allein der Hort ein Problem hat.
Weißt Du, es gibt dort einige Kinder die schlagen, spucken, nutzen ordentlich Kraftausdrücke. Aber "unsere" Jungs machen einfach nur Faxen.

Wäre ich Horttante, würde ich genau 1 Mal auf den Tisch hauen und dann würden sie spuren. Ganz gewiss.
Aber es ist nicht meine Aufgabe.

Kannst Du mich da verstehen? Oder denke ich da einfach zu engstirnig?

Bianca#danke

Beitrag von sweetangel78 29.10.10 - 12:19 Uhr

hallo=)

also ich bin öfter im hort zu besuch, und ich muß leider sagen: kinder werden/sollen dort nicht erzogen werden, das ist aufgabe der eltern.
kinder sind im hort weil eltern arbeiten sind und jemand mit erfahrung sie betreuen soll. sie können den kindern was mit auf den weg geben, aber für die erziehung sind die nun mal die eltern verantwortlich.

hab ja auch probleme mit einem von den jungs von mir.....da muß ich als elternteil allein durch. ich kann mir tipps geben lassen von lehrern aber letztendlich liegt die verantwortung bei uns

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 12:32 Uhr

Auch richtig.

Dennoch ist es nicht unsere Aufgabe ihn für Dinge zu bestrafen, die wir nicht mitbekommen.

Verstehe mich nicht falsch, aber wir sind sehr bedacht auf Anstand und Respekt. Wir sagen ihm oft genug wie was läuft.
Ja WIR erziehen ihn. Das machen wir.
Nirgends kommen Klagen, nur vom Hort.
2 Erzieherinnen die lieber dastehen und Smalltalk betreiben.
2 Erzieher für ca. 15-20 Kinder.

ABER durchsetzen muss sich jeder selbst, wie Du schon selbst schreibst!

Beispiel:
Maurice macht Faxen am Tisch während der Kaffeepause.
Die Erzieherin ermahnt ihn "Maurice höre jetzt auf". Er macht weiter. Kichert.
Sie muss da nichts erziehen, sondern handeln, sich durchsetzen.
Meine Erlaubnis haben sie, in beispielsweise vor die Tür zu verweisen. Aber sie tun es nicht.
Natürlich tanzen ihnen die Kinder dann auf der Nase rum.
Am Nachmittag kommen sie dann zu mir. Sie sind ja so fertig, weil unsere Kinder (ist immer ein 4er Clan) wir nur rumgealbert haben.
Soll ich mich dann hinstellen und ihn ausschimpfen und Moralapostel spielen?

Das die Erziehung und der Weg unserer Kinder bei uns liegt. Ist selbstverständlich!

Ich hätte nur gern einen Rat oder Tipp, wie ich meinen Sohn dazu bringe zu hören. Zu hören auf eine Antiautoritäre Person.
Ohne das wir die Bösen sind.

Und: ist rumalbern etwas so Schlimmes????
Muss man deswegen immer und immer wieder rumjammern?

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 12:33 Uhr

Hallo, ich bin nicht die Mutti (die den Thread geöffnet hat) sondern der "Vati". Ich nehm mir mal kurz die Zeit hier zu antworten.

Zitat: "also ich bin öfter im hort zu besuch, und ich muß leider sagen: kinder werden/sollen dort nicht erzogen werden, das ist aufgabe der eltern. "

Erstmal danke für Deine Meinung. Ich sehe das leider ein bisschen anders.


In einer arbeitenden Gesellschaft, in der man sein Kind früh in die Schule bringt und nachmittags (manchmal erst abends) abholt, sind Lehrer, und Erzieher nun mal die wichtigsten Bezugspersonen. Wenn in dieser langen Zeit keine Erziehung stattfindet können wir uns gleich alle eingraben. Die Betonung liegt auf "Erzieher". Sonst hieße es "Betreuer" oder "Aufbewahrer". Aber nein, es heißt "Erzieher". Und sie müssen eine pädagogische Ausbildung haben, wofür frage ich?

Die wichtigsten erziehenden Personen sind zwar die Eltern. Aber was soll man denn machen wenn man sein Kind unter der Woche tagsüber kaum sieht? Na klar haben Schule und Hort auch einen Erziehungsauftrag! Dort muss auf die Einhaltung der (zuhause) vermittelten Werte geachtet werden, und die Erzieher müssen ihren Weg finden, sich durchzusetzen.

Nur meine Meinung...

Beitrag von sweetangel78 01.11.10 - 14:20 Uhr

auch hallo =)

also, ich verstehe euch (das sie lassen wir mal wech,oder?).
aber eben auch die erzieher. bei uns war das auch so, zuviele altersunterschiede keine zeit für alle,eben einfach zu wenig personal für zuviel kinder .bei uns ist dann auch noch was fatales passiert das ich im kh um mein kind bangen mußte.
Folge: klare ansage (aber sowas von klare ansage) von uns an den beirat und vorstand, und danach zum glück kiga wechsel.

ich/wir legen auch sehr viel wert auf erziehung und vermittlung von werten, leider denken viele, da wir fünf kinder haben , bei uns gibts das net.... =( immer diese vorurteile =(

ich kann euch nur raten nicht nur mit den erziehern zu sprechen sondern euch wirklich an den elternbeirat oder vorstand zu wenden. immerhin sind sie für diese sachen da. kann ja nicht sein das euer stepke für so banale sachen abgestempelt wird!!! und immerhin, es ist ein junge, die haben ah weng mehr schabernack im kopf wie mädels! (natürlich gibts auch da ausnahmen ;) )

vielleicht überlegt ihr auch mal statt kiga eine tagesmutti mit kindern im alter eures sohnes? das hab ich in einem anderen forum öfters schon gelesen ,als alternative. mir wärs nix, aber das sieht ja jeder anderster.

jedenfalls wollte ich euch nicht persönlich angreifen oder so, nicht das dies falsch verstanden worden ist!#winke

Beitrag von hasiundschatzi 02.11.10 - 08:48 Uhr

Danke für Deine Antwort. Habe ich gerade erst gelesen.

Konnte ja nicht wissen das es hier eine Schlammschlacht wird #kratz

Ein Hortwechsel kommt nicht mehr in Frage.
Seit er 9 Monate war, geht er in diese Einrichtung.
Alles in einem Gebäude (Krippe, Kita, Hort). Direkt gegenüber seiner Schule.
Seine ganzen Freunde gehen dort hin.
Wir leben auf dem Dorf, da freut er sich, wenn er nach der Schule noch ein bisschen mit seinen Freunden zusammen sein kann.
Er hat eine weiche Seele, ein Wechsel würde ihm gar nicht bekommen.
Damals als nur die Kita-Tanten gewechselt haben, von Krippe (bis 3 J.) in die Kita, hat er ein halbes Jahr extrem gestottert.

Dieses eine Jahr werden wir noch überstehen.
Wirklich traurig, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.

Beitrag von juniorette 29.10.10 - 12:36 Uhr

Hallo,

ebenfalls danke für deine Antwort, ist ja selten, dass sich Threaderöffner nochmal melden ;-)

"ABER: ich bzw. wir haben ihm das auch noch nicht SO deutlich gesagt. "

Solltest du vielleicht mal machen, hm?

"ABER: wir sind dann wieder die bösen Eltern. Das möchte ich nicht."

Wieso? Ich habe kein Problem damit, die "Böse" zu sein, wenn ich meinem Kind durch meine strenge Erziehung das Leben leichter machen kann (für die Zukunft).

Macht deinem Sohn ja auch keinen Spaß, immer ermahnt zu werden.

"Aber in diesem Moment habe ICH ihn wieder erzogen, wo ich der Meinung bin, dass das die Aufgabe des Horts ist?! "

Ich bin der Meinung, dass Erziehung hauptsächlich Sache der Eltern ist, nicht die des Kindergartens, nicht die eines Horts. Wenn zu Hause nicht erzogen wird, können Kindergarten und Hort doch auch nichts ausrichten.
Abgesehen davon sollte bei einem 9Jährigen die Erziehung schon lange abgeschlossen sein, sonst ist da was schiefgelaufen. Bei einem 9Jährigen sollte reichen "ich möchte nicht, dass du das machst und Punkt". Man muss einem 9Jährigen ja wohl nicht noch erklären, dass er auf seine Betreuungspersonen zu hören hat. Das sollte schon ein Kindergartenkind verstehen.

"Aber es ist nicht meine Aufgabe. "

Doch, es IST deine Aufgabe. Der Hort hat nur die Aufgabe, zu beaufsichtigen, dass es nicht zu Unfällen etc. kommt, aber nicht zu erziehen.
Wie ich oben geschrieben habe:
wenn ein 9Jähriger noch erzogen werden muss, ist im Elternhaus was gewaltig schief gelaufen.

Bei den Kindern, die ich so erlebe, ist die Erziehung mit 6 Jahren abgeschlossen. Klar machen Kinder trotzdem immer wieder mal Unsinn, aber sie wissen in dem Moment auch, dass es Unsinn ist, ohne dass man ihnen erklären muss, warum das jetzt Mist war, was sie gemacht haben. Natürlich gibt es auch neue Situationen, wo sie es noch nicht wissen, aber im Groben wissen sie Bescheid, dazu gehört auch das Faxen machen.

"Kannst Du mich da verstehen? Oder denke ich da einfach zu engstirnig? "

Ich kann verstehen, dass du sagst "bei mir hört er, warum hört er bei Ihnen nicht, Frau Horterzieherin?"
Wo ich dich nicht verstehe, ist, dass du den Horterziehern nicht sagst, was sie machen müssen, damit dein Sohn gehorcht. Da muss dein Sohn gar nicht dabei sein, so dass du nicht "die Böse" wärst.

Und ich verstehe auch deine Angst nicht, "die Böse" zu sein. Das gehört als Erziehungsberechtigte UND ErziehungsVERPFLICHTETEN einfach dazu, mal die Böse zu sein.

LG,
J.

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 12:42 Uhr

Ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Meinungen hier sind.

Mein Sohn ist anständig erzogen! Punkt!

Er ist ein 9jähriger Junge, der wahrhaftig sehr viel reifer für sein Alter ist.
Schaue ich mir viele andere Kinder an, mit den Eltern würde ich nicht tauschen wollen!

Glaube mir, es brennt schon so lange in mir. Einfach zu der Tante sagen was Fakt ist.
Ich möchte aber nicht, weil sie dann anschließend wütend auf mich ist, es an meinem Sohn auslässt.

Aber ich merke schon, es ist ein viel zu komplexes Thema. Da sind schon so viele Dinge gewesen, die ich auch noch schreiben müsste, um nachzuvollziehen was es für Tanten sind.

Mittlerweile bin ich aber so wütend. Ich werde der guten Frau am Montag mal ein bisschen was erzählen.

Danke...

Beitrag von juniorette 29.10.10 - 13:27 Uhr

"Ich möchte aber nicht, weil sie dann anschließend wütend auf mich ist, es an meinem Sohn auslässt. "

Und was meinst du, ist die "Tante", wenn du ihr sagst "das ist doch Ihr Problem, nicht meins!"?

Meinst du, sie lässt ihre Wut dann weniger an deinem Sohn aus? Komische Einstellung #kratz

Ich erziehe meinen Sohn u.a. auch deswegen, damit er in der Gesellschaft weniger aneckt als Kinder, denen von ihren Eltern nichts erklärt wird, was richtig und falsch ist.

Und in Anbetracht der Tatsache, dass du mit einer einzigen mütterlichen Anweisung zu Hause das störende Verhalten deines Sohnes im Hort abstellen könntest, wenn du wolltest, verstehe ich deine Verweigerungshaltung noch weniger #kratz

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 13:25 Uhr

Na jetzt habe ich mich einigermaßen beruhigt. Also noch mal Danke an ALLE die geantwortet haben, ja uns ist jede Meinung wichtig!

Dennoch merke ich, dass einige hier mit dem Thema leider überfordert sind. Warum mit so einer heiklen Sache hierher komme... Im Nachhinein eine blöde Idee, ich bitte um Entschuldigung.

Neben Ratschlägen gab es auch ganz offensichtliche Spitzen, die einfach nur sagen "bei Eurer Erziehung läuft was falsch". Nun ja dass es unterschiedliche Ansichten zwischen "alten Eltern" (alle die ab > 32 ihr erstes Kind kriegen sind alte Eltern) und jungen Eltern gibt ist häufig zu beobachten. Sie scheuen meist notwendige Konflikte mit dem eigenen Kind, vielleicht weil es nervlich nicht mehr so hinhaut, oder weil man biologisch schon mehr als Omi taugt denn als Mutti. Wir scheuen keinen Konflikt, wehren uns aber dagegen dass Konflikte, die in den Hort gehören, in unsere Familie getragen werden.
Was ich hier teilweise lese und was dann auch noch als gut befunden wird, lässt einem alles sträuben, aber wer sind wir, dass wir das bewerten könnten?

Wir stellen uns täglich in Frage, und versuchen und zu verbessern aber mit diesem Thread hier sollte es nicht primär um unsere Erziehung gehen.So selbstkritisch wir sind, aber wenn wir unser Kind mit anderen vergleichen (ja, sowas böses machen wir!), fallen schon Unterschiede auf: Er ist höflicher, rücksichtsvoller und hilfsbereiter als die allermeisten Kinder seines Umfeldes. Er kann sich besser ausdrücken und artikulieren. Was Gewalt angeht, kann keiner Fliege was zuleide tun. In der Schule hat kein anderes Kind hat annähernd solche Zensuren wie er, nämlich nur einsen. Kraftausdrücke nutzt er nie und nirgends. Er schlägt niemanden. Er akzeptiert ein Nein ohne zu meckern. WENN er diskutiert (was ja alle so schrecklich finden) dann eigentlich nur, wenn er plausible Argumente hat. Wir sind sehr stolz auf unseren Sohn!

Das Problem worüber wir schreiben wollten war eigentlich, wir man sich mit den Hortnerinnen arrangiert und ihnen helfen kann, ernstgenommen zu werden von den Kindern. Denn da ist das Problem. Vielleicht habe ich mich da eingangs falsch ausgedrückt oder zu weit ausgeholt.

Die Hortnerinnen sind eben ganz schöne Besen. Ich glaube einige der Antwortenden würden mit ihnen ein prima Kaffeekränzchen abgeben #tasse Würde sich Autorität allein anhand der Strenge definieren, wären sie super autoritär. Aber dafür, dass Strenge zu Autorität wird, muss man eben auch was tun. Man muss die Kinder ernst nehmen, nicht nur tadeln, sondern auch motivieren, loben. Maurice wird aber nur getadelt. Er ist ja sonst so wahnsinnig perfekt, wie kann er sich da die Faxen erlauben? Diese Anschauung gegen ihn liegt nun mal vor.

Genug geschrieben.
Sorry für die Störung...

Beitrag von barbarelle 29.10.10 - 13:34 Uhr

Ach Papperlapap Kaffeekränzchen, Fazit: Dein Sohn ist klasse so wie er ist und ihr habt es im Griff. Punkt.

ABER: Dein Sohn ist, trotz aller guten Charaktereigenschaften, noch ein Kind (fast). Er sitzt den ganzen Tag ruhig in der Schule (dafür mein Respekt und das meine ich ganz ohne böse Gedanken) und zuhause funktioniert er auch Klasse.

Sprich: Dein Sohn hat nur Zeit im Hort ein wenig "Dampf" abzulassen. Nicht weil er schlecht erzogen ist, sondern weil er nunmal noch ein Kind ist und irgendwann auch mal diese Seiten ausleben muss.

Also vom Prinzip her gebe ich dir recht, was dort passiert, gehört auch dort geahndet. Scheinbar sind die Erzieherinnen aber überfordert.

Nun ist guter Rat teuer. Ihr müsst ja arbeiten und er braucht die Betreuung. Hat er einen anderen Ausgleich? Welchen Kompromiss könnt ihr als Eltern mit den Erzieherinnen treffen?

Letzten Endes ist euch ja auch nicht geholfen, wenn er dort rausfliegt.

Gruß
Barbarelle

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 13:41 Uhr

Liebe Barbarelle,

DU hast es erfasst. Genauso und nicht anders.

Ich hätte es nicht besser so kurz und direkt schreiben können.

Wir sehen es auch, dass er quasi nur im Hort die Möglichkeit hat sich Luft zu machen.
Und solange es nur beim "Rumalbern" bleibt, müssen die Horterzieher sich selbst Respekt verschaffen.

Sicher habe ich im letzten Thread etwas übertrieben. Aber letztendlich haben wir ein artiges Kind, welches auch einfach mal nur Kind sein möchte.

Vielen Dank nochmals für Deine absolut korrekte Erkenntnis!!!
Diese hat uns sehr geholfen!
#danke

Beitrag von hasiundschatzi 29.10.10 - 13:49 Uhr

Ich vergaß:

Er geht 2 mal die Woche zum Fußballtraining, am Wochenende ein Punktspiel. Darin geht er auch auf.
2 x die Woche schwimmen.

Unser Kompromiss wird ein erstmalig klärendes Gespräch sein, an dem wir genau wissen möchten, was denn unser "schlimmer" Sohnemann so im Hort verbockt. Außerdem werden wir ihnen dann unseren Standpunkt darlegen. Ruhig und sachlich wie immer.

Machmal habe ich das Gefühl, dass die Erzieherinnen (2) gerne ihren Frust an den Eltern auslassen, bei denen sie genau wissen, dass ihnen die Erziehung und das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt.
Es gibt einige Eltern an denen prallt jegliche Art der Kritik ab. Da sprechen sie die Eltern gar nicht erst an.

Wir werden einen Weg finden. Deine glasklare Ansicht tat sehr gut.

Beitrag von barbarelle 29.10.10 - 14:03 Uhr

#hicks Danke

Sorry, aber wenn Erzieherinnen oder ein Hort nicht in der Lage sind/ist das so zu sehen ... dann hört euch mal um, ob es eine andere Möglichkeit gibt.

Gerade ein Hort sollte Kindern nach der Schule einen Raum bieten können, in denen sie halt mal albern sein, toben, quatsch machen oder einfach Kind sein dürfen. Kinder sind keine Roboter und wer hier so tönt, dass es alles nur Erziehung ist und die Eltern sowieso unfähig und blablabla sind ... schön für denjenigen!

Aber da möchte ich auch nicht hinter die Kulissen sehen.

Wünsch Euch eine gute Lösung. Am besten hör es dir an und gut ist. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass gerade die Eltern die Interesse zeigen manch pädagogisches Personal geradezu eingeladen haben jeden Furz zu kommentieren.

Am Ende war ich so sauer, dass ich gesagt habe: Kann es sein, dass ich bei jedem Pups meines Kindes antreten muss, während die Haufen der anderen Kinder hingenommen werden?

Dem war nämlich auch so. Aber das hat andere Hintergründe, warum mein Kind immer im besonderen Focus lag, die ich hier nicht gross breittreten möchte.

Freundliche Grüße
Barbarelle



Beitrag von fraz 30.10.10 - 12:48 Uhr

Wenn mir zu Ohren käme, dass mein Kind im Hort Faxen macht und nicht hört, dann würde ICH meinem Kind was husten.....
Erziehen heisst nun mal, ab und zu die "bösen" Eltern zu sein. Warum drückst du dich vor der Verantwortung? Natürlich ist es deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass dein Kind keinen Anlass zum Klagen gibt.

Wer denn sonst?
Offensichtlich merkt dein Kind genau, was du über die Hortleitung denkst und macht ungehindert weiter. Das nennst du ihm Respekt beibringen?
Sorry, aber das siehst du wirklich zu eng, wieso machst du daraus ein Machtspiel?

Verbringe mal einen Tag in so einem Hort, dann sprechen wir wieder darüber, ob 1x auf den Tisch schlagen genügen würde.....#kratz

Beitrag von sharizah 31.10.10 - 02:06 Uhr

Also ich fasse diese Ode an euren Sohn mal zusammen:

"Mein Sohn ist toll und so viel besser als 99,99% der anderen Kinder auf dem gesamten Erdball! Er ist gut erzogen, höflich, intelligent, er kann sich hervorragend artikulieren, besser als die meisten Erwachsenen, hat daher NATÜRLICH auch nur Einserzensuren [...blablablabla hier bitte beliebig irgendwelche positiven Eigenschaften einsetzen...] und überhaupt, er ist etwas BESSERES.
Aber ich habe einen winzigkleinen (wirklich nur winzigen) Makel an ihm entdeckt (ich schäme mich so, das zuzugeben, denn eigentlich sollte er bei solchen Eltern, wie wir es sind, und bei unserer einwandfreien Erziehung ja PERFEKT sein, was er - von diesem WINZIGKLEINEN Makel abgesehen - ja auch eigentlich ist). Und zwar hat er sich nun herausgenommen, eine ihn intelligenzmäßig unterlegenen Erzieherin (die ich herablassend als "Tante" bezeichne) in eine Diskussion zu verstricken. Das macht uns natürlich einerseits stolz, denn es ist ein Zeichen seiner herausragenden Intelligenz, andererseits jedoch könnte das ein negatives Bild auf unsere Leistung als Eltern werfen.
Wir wissen natürlich, dass es anders ist und wir nichts, aber auch rein gar nichts, in unserer Erziehung falsch (allein dieses Wort möchte ich kaum in den Mund nehmen) gemacht haben und einzig und allein diese "Hort-Tante" Schuld an der ganzen Misere hat (ich möchte an dieser Stelle bitte einen zustimmenden Aufschrei der Empörung zu hören bekommen!).

Im Grunde genommen haben wir ja eigentlich gar kein Problem, wir wollten ja nur einmal unsere und natürlich die Überlegenheit unseres Ausbundes an Perfektion hier kundtun.

Wer etwas anderes behauptet und es auch nur annähernd wagt, uns oder unseren Sohn zu kritisieren oder wessen Meinung nicht völlig exakt mit unserer übereinstimmt, hat NATÜRLICH nicht nur Unrecht, sondern ist unumwunden als minderbemittelt (wir sind natürlich viel zu gut erzogen, um dieses Wort auszusprechen, daher machen wir dezent auf den Altersunterschied zwischen uns und den Schreibern, die wir als minderbemittelt erachten, aufmerksam) zu bezeichnen und gehört augenscheinlich einer niederen Bevölkerungsschicht als unserer an. Und ist natürlich von Neid nur so zerfressen, weil er kein solch erlesenes Wunderkind zur Welt gebracht hat.

Mit erhabenen Grüßen
die snobistische Spießerfamilie

PS: Wir sind besser und unser Sohn sowieso!
PPS: Unser Sohn ist kein Kind! Deshalb darf er sich natürlich auch nicht wie ein solches benehmen!"

Nachdem ich den ganzen (euren) Text (natürlich im entsprechenden Tonfall) meinem Freund vorgelesen habe, kamen wir eigentlich nur zu folgenden Schluss:

Was ist euer sche** Problem?

Grüße

Beitrag von sunny-babe81 31.10.10 - 11:01 Uhr

#rofl

Beitrag von mauskewitzki 31.10.10 - 13:56 Uhr

#pro

Beitrag von juniorette 31.10.10 - 16:45 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Beitrag von sweetangel78 01.11.10 - 14:51 Uhr

#verliebt#rofl#schein#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

Beitrag von erdbeerschnittchen 02.11.10 - 00:42 Uhr

#pro#verliebt

Beitrag von hasiundschatzi 02.11.10 - 08:50 Uhr

#gaehn

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