Nachwirkungen vom Kiss Syndrom als Säugling. Wer noch?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hotflower 29.10.10 - 21:26 Uhr

Hallo,

unser Sohn (heute 3 3/4) hatte als Säugling das Kiss Syndrom. Dies wurde festgestellt vom Kinderarzt und durch einen speziellen Orthopäden therapiert. Wir sind dort entlassen worden mit dem Hinweis, dass alles wieder in Ordnung wäre. Als unser Sohn größer geworden ist und sich weiter entwickelt hat ist er immer durch ruheloses Verhalten, Lautstärke und auf sich aufmerksam machen wollen aufgefallen. Wir sind da aber noch nicht stutzig geworden, sondern haben gedacht er ist einfach so. Kinder sind nunmal verschieden. Erst als der Kindergarten uns auch darauf angesprochen hat weil ihnen im Kindergarten genau das Gleiche aufgefallen ist haben wir uns an einen Kinderpsychologen gewendet. Der hat jedoch festgestellt, dass der Kleine eine Rumpfinstabilität hat und ihm Krankengymnastik verschrieben. Und dann ging alles erst richtig los. Was er nämlich tatsächlich hat ist ein nicht auskuriertes Kiss Syndrom. Die Behandlung im Säuglingsalter hat sein Befinden zwar verbessert, die Beschwerden aber nicht ganz auskuriert. Das hat dazu geführt, dass er sich als Baby nie richtig auf die Arme und Hände hochgestemmt hat, zumindest nicht in dem Maße wie andere Kinder dies tun. Daraus wiederum resultieren eine ungleichmäßige Muskelentwicklung und eine schlechte Kopfhaltung. Sein Körper ist überhaupt nicht in der Mitte und er sozusagen nicht im Lot. Er spürt das natürlich und fühlt sich dadurch nicht wohl in seinem eigenen Körper weil etwas grundlegendes nicht in Ordnung ist. Den Frust darüber äußert er durch viel zu viel Aktivität, stören in jeder denkbaren Situation und laut sein. Er wirft auch gerne Spielzeug durch die Gegend. Damit baut er seinen Frust ab weil er nicht im Lot ist. Nun gehen wir mit ihm zur Krankengymnastik und versuchen, ganz langsam alles wieder ins Reine zu bringen. Es sind zwar nach kurzer Zeit schon gute Erfolge zu sehen aber wir haben trotzdem noch einen langen Weg vor uns. Wer von Euch kennt ähnliches von seinen Kindern und wie seid Ihr damit umgegangen?

Gruß,

hotflower

Beitrag von mandarienkaefer 29.10.10 - 22:04 Uhr

Bei uns steht die Vermutung im Raum. Den Termin beim Orthopäden haben wir am 26.11. wenn du magst kontaktiere mich über VK zum Austausch.

LG TIna

Beitrag von lifeline0815 30.10.10 - 08:38 Uhr

Hallo hotflower,

mein Sohn ist 5 3/4 und hat wie diese Woche festgestellt wurde auch noch immer das KISS und muss nun wieder "eingerengt" werden.

Er war als Säugling mit 12 Wochen schon in Behandlung und danach war alles super.
Bis vor einigen Wochen es anfing, er hatte immer mal unerklärliche Kopfschmerzen, kann sich schlecht konzentrieren, jede sportliche Sache muss schnell gemacht werden, ist grobmotorisch (hampelmann usw.) nicht ganz so begabt usw. Das ganze überspielt er mit pausemlosen Quasseln ...

Dann habe ich einen Termin bei einer Osteopathin gemacht um ihn mal durchchecken zu lassen, da ja auch die Vorschule begonnen hat und die Schule nächstes Jahr los geht und er ja auch super mitkommen soll.
Tja diese stellte das KISS wieder fest. Sie erklärte mir dann, dass er das KISS immer haben wird, nur eben behandelt bzw. dann eben unbehandelt wenn man nix macht.
Es gibt wohl Altersstufen (mit 3 J, mit 6 J. und mit 9 J.) wo das KISS nochmal wieder kommen kann, da da sehr viel und das in kurzer Zeit der Körper wächst und sich weiter entwickelt.

Also kurz und knapp, wir haben am 14.12. einen Termin bei einer auf KISS Spezialisierten Orthopädin bekommen und dann hoffe ich gehts meinem Sohnemann besser.

Seit dieser Woche die Sitzung bei der Osteopathin war, muss ich sagen ist er so schon viel ausgeglichener, nicht mehr sooo hibbelig und immer in Bewegung usw. Also ich stehe dem sehr positiv gegenüber.

LG
Sandra