Kindergartenwechsel, wir sind alle so traurig. Alles rückgängig?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 08:21 Uhr

Hallo,

meine Tochter (3) hatte gestern ihren letzten Tag im alten Kiga. Ich hatte noch drum gebeten, dass kein Drama daraus gemacht wird, aber irgendwie gab es eine große Verabschiedung und mein Kind ist tieftraurig und kaum ansprechbar aus dem Kiga gekommen.

Ich wollte den neuen Kiga eigentlich nur mal ausprobieren, weil ich mir nicht sicher bin mit dem Wechsel. Mein Mann wollte es aber unbedingt und so habe ich mich auf den Kompromiss eingelassen. Tja, nun ist das ganze scheinbar ohne mein Wollen endgültig geworden - denn wie verkaufe ich meiner Tochter nach einigen Schnuppertagen im neuen Kiga, dass es jetzt wieder zurück geht?

Sie weiß, dass sie in den neuen Kiga soll und wir waren gestern nachmittag auch gleich nochmal dort. Allerdings wird mir immer klarer, dass die Verbundenheit mit dem alten Kiga so groß ist, dass es wirklich hart werden könnte mit der Umgewöhnung.

Ich habe keine Ahnung, wie ich diese Fehlentscheidung wieder ausbügeln soll. Einfach eine Woche Pause und dann zurück in den alten Kiga? Oder wird alles besser, wenn wir erstmal einige Tage im neuen Kiga waren? Vielleicht ist es auch nur MEINE Verbundenheit zum alten Kiga und meine Tochter gewöhnt sich schnell um.

Ich fühle mich einfach nur schrecklich, weil ich meinem Kind ohne Not eine solche Traurigkeit zugefügt habe. Der neue Kiga ist in unserer Straße, den alten kann man nur mit dem Auto erreichen. Deshalb schien der Wechsel sinnvoll. Allerdings nehmen sich beide Kindergärten nicht so viel, könnte jetzt keinen als besser oder schlechter einordnen.

Danke fürs zuhören.

Gruß Tabea


Beitrag von floeppchen 30.10.10 - 08:47 Uhr

hallo tabea,

wie lange war denn deine tochter in dem alten kiga??? und aus welchem grund möchtet ihr wechseln?


luke ist mit 1 1/2 jahren in die krippe gekommen, dort gab es auch einen kiga und er hätte spätestens mit 4 jahren dort nahtlos rübergehen können. wir haben uns für einen anderen kiga entschieden, da in dem alten kiga 150 kinder im offenen konzept rumhüpfen, das ist/war uns einfach zuviel, da wir häufig ds gefühl hatten die haben dort nichts unter kontrolle (die krippengruppe war ein sonderteil, geschlossene gruppe mit gutem überblick!)

also ist er mit 4 jahren in einen wesentlich kleineren kiga gewechselt, mit nur 42 kindern und teiloffen. er hat ne weile gebraucht, hat immer wieder nach seinen freunden gefragt. wir haben diese freunde dann öfter mal besucht oder sie ihn, aber mitlerweile ist alles im sande verlaufen und zum geburtstag im mai waren nur kinder aus dem neuen kiga eingeladen.

ich habe auch lange gezweifelt ob es die richtige entscheidung war, aber mitlerweile, wo luke sich gut eingelebt hat bin ich davon überzeugt das es goldrichtig war.


liebe grüsse
nicole

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 09:18 Uhr

Hallo Nicole,

vielen Dank für deine Antwort. Zum einen wollen wir wechseln, damit wir endlich diese Autofahrt zum Kiga loswerden und zum anderen ist das Konzept einen Tick besser.

Der neue Kindergarten liegt nur eine Minute von unserem Haus entfernt, das ist natürlich ein dickes Plus. Außerdem gibt es ein geschlossenes Konzept, d.h. die Gruppen bleiben unter sich. Im bisherigen Kiga ist es wie bei euch im alten Kiga sehr offen. Alle Gruppentüren stehen offen und ich habe nicht das Gefühl, dass die Erzieher wissen, wo die Kinder gerade sind. Aber geht es jetzt um mich (schlechtes Gefühl deswegen) oder um meine Tochter (die Kinder kommen offenbar gut klar mit dem offenen Konzept)? Ich bin da echt unsicher.

Der bisherige Kiga ist so ein topneuer Bau, alles super vom feinsten und hell. Der neue Kiga ist ein altes, aber gemütliches Haus. Dadurch verwinkelt und eben auf den ersten Blick dunkel und nicht so ansprechend. Die Erzieherinnen sind jeweils sehr nett.

Aber ich schwanke jetzt seit Wochen. Überlege immer wieder die Vor- und Nachteile, habe Listen dazu geschrieben. Hat alles nichts geholfen, ich habe einfach ein schlechtes Gefühl. Aber liegt das jetzt am Abschiedsschmerz? Ich bekomme es einfach nicht heraus.

Ich habe auch schon Angst davor, dass meine Tochter dann nach den alten Freunden fragt. Und wenn ich diese einlade hätte ich Bedenken, dass sie nur noch trauriger wird.

Ach menno...



Beitrag von sweet_maus 30.10.10 - 09:46 Uhr

Hallo,

ich habe auch überlegt einen Kindergartenwechsel vorzunehmen, allerdings ist es bei mir eigentlich dringend von Nöten, da ich nach einem Umzug nun jeden Morgen einen Horrorweg zurücklegen muss.
Ich habe mich letztlich dagegen entschieden, weil kein anderer Kindergarten gefühlsmäßig an unseren sntinken kann ;-)
Luca fühlt sich total wohl und auch ich bin sehr zufrieden mit dem Kindergarten.
Ich kann dir nicht wirklich helfen, jedoch kann ich dir nur sagen das ich sehr froh bin keinen Wechsel vorgenommen zu haben.
Die Kleine wird sich sicher schnell dran gewöhnen, ich denke auch eher das es eine Sache ist, die für dich schwerer sein wird. Versuch es deiner kleinen so schön wie möglich zu machen, ein ewiges hin und her wäre sicher nicht gut!
Sie haben Abschied gefeiert und wie sollte sie jetzt damit umgehen wenn sie wieder zurück geht?

Ganz liebe Grüße

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 11:37 Uhr

Hallo,

du hast schon recht. Nach so einer Verabschiedung kann man einfach nicht wieder zurück. Aber damit ist plötzlich endgültig, was eigentlich nur eine Schnupperwoche sein sollte. Ich bin stinksauer auf den alten Kiga, weil dort bekannt war, dass ich die Kündigung noch nicht abgegeben habe und mir erstmal den neuen Kiga ansehen will.

Vielleicht hatte der alte Kiga auch keine Lust auf das Hin und Her, könnte ich verstehen. Aber das hätten sie mir sagen müssen. In dem Fall hätte ich meine Tochter am letzten Tag einfach zu Hause gelassen.


Grüße Tabea

Beitrag von kati543 30.10.10 - 09:59 Uhr

Könnte sie denn überhaupt zurück? Ich nehme mal an, der Platz ist doch sicher schon für ein neues Kind verplant, oder?
Diese permanenten Wechsel sollten einfach nicht sein. Zeige deinem Kind, dass du dich freust, dass sie jetzt in diesen neuen Kiga geht. Zeige ihr, dass es die richtige Entscheidung war und bereue es nicht schon vor dem ersten Tag da. Es wird eben wieder eine neue Eingewöhnungsphase brauchen, aber sie wird es schaffen.

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

ich habe erst diese Woche gesagt, dass wir eventuell kündigen. Ein neues Kind steht sicher auf der Liste, aber ich habe meine Kündigung noch nicht abgegeben.

"Permanente" Wechsel sehe ich hier aber nicht. Meine Tochter sollte sich mit mir zusammen für eine Schnupperwoche den neuen Kiga ansehen und eventuell wollte ich dann einfach dort bleiben. Ansonsten wäre sie wieder in den alten Kiga gegangen und wir hätten die Schnupperwoche als "Ausflug" angesehen.

Jetzt muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und den neuen Kiga für uns annehmen, auch wenn ich ab Montag feststelle, dass es dort nicht gut ist. Von außen kann man das ja nicht sehen...

Grüße Tabea

Beitrag von fernande 30.10.10 - 10:06 Uhr

Hallo Tabea,

nach Deinen Schilderungen ist der Grund für den Kindergartenwechsel die nähere Entfernung zur Wohnung.
Kennt sie denn schon Kinder im neuen Kindergarten? Wohnen Kinder in der Nachbarschaft, so dass sie da auch schnell Kontakte hat?

Wir sind vor einem Jahr umgezogen und meinte Tochter musste den Kindergarten wechseln, weil wir in einen anderen Ort gezogen sind.

Es war sehr schwer für sie und ich hätte das nicht gemacht, wenn es irgendwie anders gegangen wäre.

Was aber dieses Hin und Her bei Euch jetzt soll, verstehe ich nicht. Kann man bei Euch denn so einfach innerhalb von einer Woche den Kindergarten wechseln und dann wieder zurück?
Bei uns wäre das überhaupt nicht möglich.
Und ein Kind wechselt auch nicht mal so eben, obwohl man eigentlich nur eine Schnupperwoche machen wollte.

So ganz kann ich das ganze nicht nachvollziehen.

Grüße
f

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 11:30 Uhr

Hallo,

wir haben die Möglichkeit, beide Plätze gleichzeitig zu behalten. Geht nur für den November, aber es geht. Ich hätte theoretisch also die Möglichkeit, wieder zurück zu wechseln. Ich müsste mich dann im November entscheiden, ob ich den Vertrag im neuen Kiga mache oder eben nicht.

Leider habe ich mir das mit der Schnupperwoche wohl zu einfach vorgestellt. Ich dachte, dass es vielleicht ohne großes Drama möglich ist, sich den neuen Kiga mal anzusehen. Der alte Kiga hat mir durch diese (von mir nicht gewollte!) Verabschiedung wohl die Entscheidung abgenommen. Denn ich denke auch, dass ein zurück jetzt zu verwirrend für meine Tochter wäre.

Wir hätten eigentlich auch die Möglichkeit, sie im alten Kiga zu lassen. Dort kommt man allerdings nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin und muss ein Stück mit dem Auto fahren. Zwingend ist der Wechsel aber nicht (so wie wohl bei dir), so dass ich jetzt bereue, mich überhaupt auf diese Idee mit dem Schnuppern eingelassen zu haben.

Sie kennt schon Kinder im neuen Kiga und die Erzieherin auch.

Grüße Tabea

Beitrag von michi0512 30.10.10 - 10:47 Uhr

wir mussten auch wechseln - wegen eines 300km umzuges.

wir haben alle geweint - sogar eine erzieherin... war total traurig alles.

naja, letztendlich hat mein sohn sich im neuen kiga recht gut eingelebt. nur gelten da auch andere regeln. die zu akzeptieren fiel ihm am schwersten. Kinder stecken sowas aber besser weg.

ich könnte heute noch weinen wenn ich an die tolle erzieherin denke...

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 11:34 Uhr

Hallo,

so ein Umzug macht das Ganze ja auch irgendwie zwingend. Bei uns muss es halt nicht unbedingt sein, deshalb geht es mir so schlecht. Ich wollte eigentlich nur schnuppern im neuen Kiga und jetzt komme ich wohl nicht wieder zurück, weil der alte Kiga meine Tochter richtiggehend verabschiedet hat (ich wollte das nicht).

Die Erzieherinnen sind beide gut, die alte und auch die neue. Danach konnte man es also nicht entscheiden. Meine Tochter ist sehr tapfer und es hat mir das Herz gebrochen, als sie gestern am alten Kiga zurückgeschaut hat und fünf Minuten dazu stehengeblieben ist. Schon deshalb kann ich wohl nicht zurück, mein Kind wäre wohl zu verwirrt.


Grüße Tabea

Beitrag von bea_23 30.10.10 - 12:36 Uhr

Hallo Tabea, mein Sohn hat letztes Jahr auch gewechselt er ist 4Jahre wir sind auch umgezogen. Dominik kommt im neuen Kiga besser klar als im alten und wegen Freunden Treffen... sein bester Freund ist heute noch im alten Kiga und die beiden hängen sehr aneinander und wir Eltern unterstützen das indem die Kids sich immer noch verabreden können.

Letztendlich müßt ihr das entscheiden und wegen der Verabschiedung ist zwar schief gelaufen aber du kannst doch trotzdem zurück, haben wir mit einem Kind auch gerade durch.

Lg Bea

Beitrag von fumanchu 30.10.10 - 13:14 Uhr

Hallo,

haben anfang des Schuljahrs auch einen Kindergartenwechsel gehabt.
Obwohl meine Tochter schon 1 1/2 Jahre in den alten ging war alles halb so schlimm.
Man muss als Mutter hundert prozent hinter seiner Entscheidung stehen, dann gibt du deinem Kind das Gefühl das es so richtig ist. Kinder leben im hier und jetzt, normalerweise trauern sie nicht lange vergangenem nach. Einfach die neuen positiven Dinge des neuem Kindergarten immer wieder einfließen lasse, du wirst sehen alles halb so schlimm.

Im nachhinein bin ich übberascht wie problemlos alles geklappt hat.


Grüße
Fumanchu

Beitrag von tabea33 30.10.10 - 13:50 Uhr

Hallo Fumanchu,

danke für deine Antwort. Vermutlich wird es schon so sein, dass ich am meisten Probleme damit habe. Ich werde noch in zwei Jahren an die hellen freundlichen Räume denken, während meine Tochter schon lange die dunklen Ecken im neuen Kiga toll findet und sich an den alten gar nicht mehr erinnern kann.

Irgendwie habe ich dem alten Kiga auch soviel zu verdanken. Sie war dort zwei Jahre lang und sie wurde sehr liebevoll betreut. Ich finde es soooo traurig plötzlich, dass ich das erste Mal seit ihrem Krippenstart weinen muss. Und das dann meiner Tochter nicht zu zeigen, fällt mir sehr schwer.

Ich hänge so in der Mitte zwischen beiden Kigas und muss mich halt entscheiden. Leider schaffe ich es eben nicht. Der alte Kiga kommt mir plötzlich so schön vor ... Mist.

Gruß Tabea

Beitrag von tina_christian2005 30.10.10 - 15:18 Uhr

Hallo!

Also wir haben auch einen Kindergartenwechsel hinter uns. Tobi ging 1 Jahr zu dem kiga der bei uns in der nähe ist. Aber wir waren total unzufrieden, saß mittags immer allein in der Ecke und hat nach diesem 1 Jahr noch keine Freunde gefunden. Also haben wir gewechselt. Seit September geht er in den neuen, ist auch nicht so weit weg von zu Hause. Und ich muss sagen ganz anderes Klima, Tobias hat jetzt schon Freunde gefunden, ich merk das er gerne dorthin geht und die Erzieherinen sind total nett. ... klar eine Eingewöhnungsphase haben wir auch gebraucht aber das war okay so und ich bin froh diesen schritt gewagt zu haben.